Beitragvon Karl-Heinz OBERWINKLER » 20. Februar 2001, 10:26
Hallo Philipp und alle anderen !!
Auch ich muß Dir recht geben, es gibt nicht viel Neues unter der Spielesonne...
Da erhebt sich für mich aber die Grundsatzfrage wieviel Neues nach mehr als 20 Jahren Spieleboom überhaupt noch möglich ist. Ich meine, daß bezüglich der Spielemechanismen nichts mehr wirklich Neues erfunden werden kann !
Das sieht man an zwei Entwicklungen: Ersten werden schon bekannte Mechanismen derzeit entweder geringfügig abgeändert oder neu miteinander verknüpft. Zweitens werden die Mechanismen immer komplzierter. Ein Weltmeister darin ist ja Dr. Knizia. Wenn er so weiter macht, wird man für seine Spiele bald einen Taschenrechner brauchen oder gleich einen Statistiker, der einem das Ergebnis ausrechnet... ;-)
Meine Lösung (ich weiß, das ist mein altes Steckenpferd): Es geht nicht mehr um neue Mechanismen, es muß um neue Themen gehen ! Diese dürfen aber nicht aufgesetzt sein, d.h. der Autor sollte das SPiel vom Thema her erfinden. Und, da gebe ich Dir auch recht, das Thema muß möglichst realistisch dargestellt sein (im Rahmen des Mediums "Spiel" allerdings), dazu wird manchmal eben auch eine "traurige Realität" gehören, z.B. Gewalt. Dabei müssen aber auch jene "Taktikpuristen" unter den Spielern in Kauf nehmen, daß mehr Glück in das Spiel kommen wird, denn oft und oft verteilt im richtigen Leben eben auch das Glück seine Chips...
Ich bin einfach ein alter "Themen-Fan", daher mag ich auch Teuber so... Für mich muß ein Spiel thematische Dichte und Athmosphäre entfalten, es muß mich in eine andere Welt, eine Art Paralleluniversum entführen.
Fazit also: Mit neuen Mechanismen siehts schlecht aus, aber Themen..., davon gibts noch unendlich viele, und sie sind nicht nur im Mittelalter zu finden ! Von der Steinzeit bis zur Gegenwart, die Welt steht den Autoren offen...
Gruß an alle
Karl-Heinz