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Spieleneuheiten - welche besonders empfehlenswert??

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

Spieleneuheiten - welche besonders empfehlenswert??

Beitragvon Gerhard Passler » 8. April 2001, 21:46

Hallo zusammen!
Nachdem nun mehr oder weniger alle Nürnberger Messe-Neuheiten erschienen sind, möchte ich mir drei bis vier dieser neuen Spiele (keine Kartenspiele!!) zulegen.
Welche könnt Ihr mir da besonders empfehlen und in Stichworten/Schlagworten warum??
Welche Neuheiten sind in diesem Spielejahrgang ein absolutes "muß"??
Damit Ihr ein klein wenig meine Geschmacksrichtung beim Spielen kennt: mir gefallen im Moment besonders Die Fürsten von Florenz, Euphrat & Tigris, El Grande, Ursuppe, Torres, Carcassonne und mit kleinen Abstrichen Union Pacific, Giganten, Attila, Die Händler, Tikal, Serenissima, Entdecker.
Nun warte ich gespannt und neugierig auf Eure Empfehlungen und bedanke mich im voraus bei Euch.
Verspielte Grüße
Gerhard

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Roman Pelek

re: Spieleneuheiten - welche besonders empfehlenswert??

Beitragvon Roman Pelek » 9. April 2001, 00:29

Hi Gerhard,
da sich Dein Spielgeschmack ziemlich mit meinem deckt, empfehle ich mal meine Favoriten ;-)
1. Händler von Genua - exzellentes Wirtschafts- und Verhandlungsspiel mit guten taktischen Komponenten. Spieldauer ca. 2-3h, je nach Spielerzahl und Verhandlungsgeschick der Beteiligten. Wenn Du "Die Händler" magst, könntest Du das lieben.
2. Medina - Sehr gut gemachtes Taktikspiel mit viel Holz, manche Spieler neigen allerdings zum übermäßigen Grübeln dabei. Spieldauer knapp 90Min. Meine Meinung findest Du ja auch ím Spielearchiv. Was für "taktische" Vielspieler.
3. Capitol - sehr schönes taktisches Bauspiel, auf für Familien geeignet. Spieldauer 90Min., Meinung ebenfalls im Spielearchiv
4. Africa als schönes, atmosphärisches Familienspiel, aber nicht nötig, falls Du nur mit Vielspielern spielen willst oder genug Familienspiele hast. Spieldauer: 45Min.
5. Evo - ich denke, keine weitere Ausführung dazu nötig ;-)
6. San Marco ist ein gutes "El Grande für die Familienrunde" mit netten Ideen des Kartenverteilens oder Brückenbauen. 90Min.
7. Pangea ist als Taktikspiel einen Blick wert, habe es aber nicht oft genug gespielt, um die taktische Komponente wirklich einordnen zu können - vielleicht ist das Spiel auch zu viert etwas zu chaotisch. Zu zweit langweilt es ein bisschen, zu dritt müsste es fast optimal sein - habe ich aber so noch nicht testen können :( Spieldauer gut 1h-90Min.
8. Big Shot ist ein kurzweiliges, fieses Steigerungsspiel, ca. 30min.
Nicht sonderlich gefallen haben mir Ulysses und IZDK. Und die anderen empfehlenswerten Spiele sind Kartenspiele (z.B. Land Unter, mit leichten Abstrichen Wyatt Earp).
Müßte ich spontan drei Spiele kaufen, ich würde Händler von Genua, Medina und Capitol nehmen. Und für Familienzwecke später dann mal Africa einkaufen.
Ciao,
Roman

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Steffen

re: Spieleneuheiten - welche besonders empfehlenswert??

Beitragvon Steffen » 9. April 2001, 11:00

Ich kann Roman, was seine Empfehlungen Medina & Capitol anbelangt nur zustimmen!! Die Händler von Genua sind mir (ganz persönlich) sowohl etwas zu lang (in der Spielzeit) als auch zu langatmig. Aber das mag daran liegen, daß mein Spielspaß bei einer Runde klar über 2 Srunden einfach abnimmt.
Da das Spiel "Entdecker" bisher nicht erwähnt wurde, möchte ich "Die neuen Entdecker" noch empfehlen. Für Nichtbesitzer des alten Entdecker (und große Fains von dieser) eine klare Empfehlung. Eine ausführliche Beschreibung findet sich auch hiervon bereits im Spielearchiv.
Desweiteren gehöre ich zu der Fraktion, die "Africa" nicht sonderlich mag - an diesem Spiel scheiden sich nunmal offenbar die Geister...
Gruß,
Steffen

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Roman Pelek

Händler von Genua & neue Entdecker

Beitragvon Roman Pelek » 9. April 2001, 13:51

Hi Steffen,
>Die Händler von Genua sind mir (ganz persönlich) sowohl etwas zu lang (in der Spielzeit) als auch zu langatmig. Aber das mag daran liegen, daß mein Spielspaß bei einer Runde klar über 2 Srunden einfach abnimmt.<
Wir haben es bisher nur mit Leuten gespielt, denen eigentlich weniger komplexe und kürzere Spieler lieber sind. Aufgrund der grossen Interaktion und Spannung beim Spiel hat aber irgendwie keiner geschwächelt, im Gegenteil wurde mit Begeisterung geschachert bis zum Schluss. Einhelliges Fazit: exzellent, das beste neue Spiel, das sie seit einem Jahr mit uns gespielt hätten. Und da waren Leute dabei, die bei Java oder Medina schon lange vor dem Ende der 90Min. die Lustlosigkeit gepackt hat oder die dann ohne nachzudenken Unsinn auf dem Spielbrett verzapft haben. Der Motivationsfaktor bei dem Spiel, wenn man die erste Runde mal hinter sich gebracht hat (der Einstieg ist wirklich für Wenigspieler aufgrund der Komplexität schwer), ist scheinbar enorm hoch, nicht nur bei mir.
>Da das Spiel "Entdecker" bisher nicht erwähnt wurde, möchte ich "Die neuen Entdecker" noch empfehlen. Für Nichtbesitzer des alten Entdecker (und große Fains von dieser) eine klare Empfehlung. Eine ausführliche Beschreibung findet sich auch hiervon bereits im Spielearchiv.<
Wir werden's uns wohl heute noch bestellen für Ostern. Ich konnts nicht empfehlen, da ich's noch nicht kenne - wie soll man auch dazu kommen, alles interessante innerhalb von 3 Tagen schon so viel gespielt zu haben, ums empfehlen zu können - auch wenn man bei einer Familienfeier 10h Zeit zum Spielen hatte ;-)
>Desweiteren gehöre ich zu der Fraktion, die "Africa" nicht sonderlich mag - an diesem Spiel scheiden sich nunmal offenbar die Geister...<
Ja, sichtlich. Ist halt Geschmackssache - ich mag's, kann's aber nach 11 Partien (och, können wir das gleich nochmal spielen, war so schön einfach und lustig) auch erst mal nicht mehr sehen...
Ciao,
Roman

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toasti

re: Spieleneuheiten - welche besonders empfehlenswert??

Beitragvon toasti » 9. April 2001, 20:51

halli hallo,
hier unsere beliebtesten 2001-neuheiten:
die händler von genua
an steffen (wem es zu lang dauert, kann ja im nächsten spiel den rundenstein zu beginn des spiels auf das 2. oder sogar 3. feld setzen!)
medina
evo
das amulett (origineller bietmechanismus)
volldampf
die neuen entdecker (überarbeitung hat dem spiel sehr gut getan)
capitol (obwohl uns die farbcluster bei den gebietskarten stören)
größte enttäuschungen:
im zeichen des kreuzes (unoriginelles & unspannendes zugspiel - würfelturm steht im mittelpunkt - für uns ein reines spielzeug für 5-jährige)
bali (für ein kartenspiel viel zu umständlich - habe mich nach dem spiel gefragt, was das spiel überhaupt soll?)
gnadenlos (vielschichtig verstrickt - für ein glücks- und zockerspiel viel zu umständlich)
mfg toasti

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Thorsten Giese

re: Händler von Genua & neue Entdecker-zu zweit?

Beitragvon Thorsten Giese » 10. April 2001, 09:49

Hallo,
habt ihr schon Erfahrungen mit den Zweiervarianten beider Spiele?
Kann mir vorstellen ,dass das Handeln bei "den Händlern von Genua" zu zweit nicht soo spannend ist.
Vielen Dank
Thorsten

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Roman Pelek

re: Händler von Genua & neue Entdecker-zu zweit?

Beitragvon Roman Pelek » 10. April 2001, 12:07

Hi Thorsten,
>Kann mir vorstellen ,dass das Handeln bei "den Händlern von Genua" zu zweit nicht soo spannend ist.<
Ging mir ähnlich, wir haben gestern Abend die Idee, eine Zweierpartie auszuprobieren, ob dessen verworfen... Ab drei macht's aber schon richtig Laune, da mit den 5 Bewegungen und evtl. Strassenüberquerungen ohne Aktionen auch da schon vieles "eng" wird und das Handeln so oder so schon zu dritt interessant ist. Zu fünft dauert's halt manchmal etwas lang, bis man sich einig ist. Ist aber nicht der Fehler des Spiels, wie ich meine.
Ciao,
Roman

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Holger

re: Spieleneuheiten - welche besonders empfehlenswert??

Beitragvon Holger » 10. April 2001, 15:23

Ich habe Africa und Capitol ausprobiert:
von Africa war ich enttäuscht: zu zufällig, jeder kriegt ein paar Punkte ......
aber Capitol: zwar bekannte Elemente, aber spannend, interaktiv, mitreissend.....
Holger

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Dietmar Stadler

re: Händler von Genua & neue Entdecker

Beitragvon Dietmar Stadler » 10. April 2001, 16:19

Hallo Roman,
"Wir werden's uns wohl heute noch bestellen für
Ostern. Ich konnts nicht empfehlen, da ich's noch
nicht kenne - wie soll man auch dazu kommen, alles
interessante innerhalb von 3 Tagen schon so viel
gespielt zu haben, ums empfehlen zu können - auch
wenn man bei einer Familienfeier 10h Zeit zum Spielen
hatte ;-)"
Also, da kannst du dich ja richtig glücklich schätzen, wenn du bei einer Familienfeier jemanden zum Spielen findest. Bei mir artet sowas immer wieder in Essen, Trinken etc. aus. Also Spiele sind da leider nicht angesagt.... (Neid !!!)
Nicht dass ich nicht schon missionarisch versucht habe, diese Richtung einzuschlagen, doch endeten diese Versuche meisten damit, dass die "Kinder" dann etwas spielten und ich als Regelerklärer danebensaß.
Nun denn, alles eine Frage der richtigen Familienerziehung denke ich.
weiter so
nice dice
Dietmar
(der mit seiner Kernfamilie (Frau + 2 Töchter) trotzdem gerne und oft spielt)

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Rüdiger Dorn

re: Händler von Genua & neue Entdecker-zu zweit?

Beitragvon Rüdiger Dorn » 10. April 2001, 20:26

hallo Roman & Thorsten,
dhfg wurden von Stefan Brück und mir (zusammen mit vielen Testspielern) monatelang intensivst getestet. ich freue mich natürlich, hier im Forum so eine positive Resonanz zu erhalten.
dhvg sind bei 3-5 Personen ein waschechtes Verhandlungsspiel. Als ich die Idee zu diesem Spiel hatte stand der originelle Zugmechanismus (eine in 5 Scheiben aufgeteilte Spielfigur, die Gebäude besucht) im Mittelpunkt des Geschehens. Den Gedanken, dass ich als Zugspieler nur eine dieser fünf Aktionen durchführen darf und ich daher versuche die übrigen Aktionen zu verkaufen, stammte, nach den ersten testpartien, von meiner Frau.
Die 2-Personen-Variante stellt mehr den ursprünglichen Charakter eines taktischen Zugspiels in den Vordergrund. Durch den Kniff, dass der Zugspieler eine zweite Aktion erhält, falls der Mitspieler vorher eine Aktion gekauft und ausgeführt hat, konnte ich den ursprünglichen mit dem jetztigen Spielgedanken verknüpfen.
Aus eurer mail entnehme ich, dass ihr beiden die 2-Personen-Variante noch nicht gespielt habt.
Als Grund interpretiere ich einmal, dass ihr euch nicht vorstellen könnt, dass ein verhandlungspiel zu zweit überhaupt möglich ist bzw. Spielfreude bereitet.
Probiert es einfach mal aus und ihr werdet sehen, dass beide Spieler ins Gespräch kommen werden. Die 2-Personen-Variante sehe ich als die taktischte Version.
Viel Spaß!
rüd.

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Roman Pelek

DHVG zu zweit und vieles anderes

Beitragvon Roman Pelek » 11. April 2001, 03:18

Hi Rüdiger,
erstmal eins vorweg: in letzter Zeit kann man hier ja wirklich keinen Schritt tun, ohne dass wirklich jeder in der Spielebranche involvierte das mitbekommt ;-) Das ist jetzt positiv gemeint und erklärt mir so einige Probleme beim Forumszugriff bzw. Serverüberlastung.
>dhfg wurden von Stefan Brück und mir (zusammen mit vielen Testspielern) monatelang intensivst getestet. ich freue mich natürlich, hier im Forum so eine positive Resonanz zu erhalten.<
Dies merkt man dem Spiel, so wie ich meine, auch deutlich an. Mich jedenfalls hat es begeistert wie nur wenige Spiele.
>dhvg sind bei 3-5 Personen ein waschechtes Verhandlungsspiel. Als ich die Idee zu diesem Spiel hatte stand der originelle Zugmechanismus (eine in 5 Scheiben aufgeteilte Spielfigur, die Gebäude besucht) im Mittelpunkt des Geschehens. Den Gedanken, dass ich als Zugspieler nur eine dieser fünf Aktionen durchführen darf und ich daher versuche die übrigen Aktionen zu verkaufen, stammte, nach den ersten testpartien, von meiner Frau.<
Es scheint, als ob sie dafür ein grosses Lob verdient hat. Diese Idee funktioniert hervorragend und sorgte bei uns für ein sehr kommunikatives und unterhaltendes Element im Spiel. Selbst Wenigspieler in unseren Runden, die bei der Regelerklärung die Hände über dem Kopf zusammenschlugen, waren nach der ersten Partie vollkommen begeistert vom Spiel. Ohne Ausnahme. Und das trotz der Komplexität des Spiels und der als lang zu bezeichnenden Spieldauer von 2-3h (da lügt der Schachtelaufdruck doch arg).
>Die 2-Personen-Variante stellt mehr den ursprünglichen Charakter eines taktischen Zugspiels in den Vordergrund. Durch den Kniff, dass der Zugspieler eine zweite Aktion erhält, falls der Mitspieler vorher eine Aktion gekauft und ausgeführt hat, konnte ich den ursprünglichen mit dem jetztigen Spielgedanken verknüpfen.<
Es tut mir leid, dass ich weder Zeit noch Musse fand, die Zweispielerversion auszutesten (und Du hast recht: ich kann mir nicht vorstellen, dass das Spiel zu zweit gut funktioniert). Nach meiner momentan Beurteilung hat Deine Frau mit der Bereitstellung des interaktiven Elements der Verhandlung den entscheidenden Kern des Spiels geliefert.
Ich frage mich sowieso manchmal, ob auf der Schachtel nicht mehrere Spieleautoren genannt werden sollten. Wenn ich bedenke, welch eigene Spielideen und Regelvarianten und -neuformulierungen meinerseits meine Freundin klaglos über sich ergehen liess, nur um mir am Ende entscheidende Ideen zu liefern, ist sowas fast als grob unfair zu bezeichnen ;-)
>Aus eurer mail entnehme ich, dass ihr beiden die 2-Personen-Variante noch nicht gespielt habt.<
S.o. Korrekt.
>Als Grund interpretiere ich einmal, dass ihr euch nicht vorstellen könnt, dass ein verhandlungspiel zu zweit überhaupt möglich ist bzw. Spielfreude bereitet.<
Dito.
>Probiert es einfach mal aus und ihr werdet sehen, dass beide Spieler ins Gespräch kommen werden. Die 2-Personen-Variante sehe ich als die taktischte Version.<
Fragt sich nur, ob diese besser ist, aber ich werde es ausprobieren. An DHVG liebe ich gerade dieses exzellente Element der Verhandlung. Ich habe bisher noch kein Spiel erlebt, das im Entferntesten so taktisch komplex und zugleich so (wenn man die Regeln erklärt und die Mitspieler quasi zur ersten Partie zwingt) gelegenheitsspielertauglich ist wie DHVG. Für mich als Freund taktischer Spiele verbindet es das beste in taktischen Spielen mit der Interaktivität und Kommunikation von den gängigen Partyspielen der ersten Garde.
Ich fürchte allerdings, dass DHVG leider ob des komplexen Einstiegs und der langen Spieldauer nicht genug massentaugliche Resonanz erfahren wird, um sich wirklich durchzusetzen.
Ich bin bei diesem Spiel fast schockiert, wie begeistert Spieler bei diesem Spiel waren, die zuvor bei jeder Regel über 1,5 Seiten die Segel gestrichen haben. Bei DHVG muss man Leute fast zu ihrem Glück zwingen.
Danke jedenfalls mal Deiner Frau für ihre Einfälle, sie scheinen brillant gewesen zu sein. Ich hänge derweil der Idee nach, wie man DHVG einer breiteren Masse von Spielern nahebringen könnte. Der Einstieg in dieses Spiel ist einfach für die allermeisten zu hart.
>Viel Spaß!<
Wir haben den sicherlich mit Deinem (Eurem?) Spiel. Wenn Du mir (uns) Deine E-Mail bereitstellst, können wir darüber hinaus gerne weiterdiskutieren. Von meiner Seite wollte ich vieles aussen vor lassen, von dem ich denke, dass es nicht von primärem Forumsinteresse ist.
Ciao,
Roman

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Carsten Wesel

re: DHVG zu zweit und vieles anderes

Beitragvon Carsten Wesel » 11. April 2001, 09:34

> Wenn Du mir (uns) Deine E-Mail bereitstellst, können
> wir darüber hinaus gerne weiterdiskutieren. Von
> meiner Seite wollte ich vieles aussen vor lassen, von
> dem ich denke, dass es nicht von primärem
> Forumsinteresse ist.
Das wäre schade. Wir hätten hier ein Diskussion oder Unterhaltung, die nicht [OT] wäre und die du freiwillig von hier verbannen möchtest? Wie gesagt, ich fände es wirklich schade.
Gruß Carsten (hat's noch nicht gespielt - WILL ABER SOFORT)

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Carsten Wesel

re: Spieleneuheiten - die neuen Entdecker

Beitragvon Carsten Wesel » 11. April 2001, 10:01

> überarbeitung hat dem spiel sehr gut getan
Teilweise Zustimmung. Was ich allerdings vermisse, sind die reinen Wasserkarten im Nachziehstapel. OK, es sind welche drin, aber irgendwie doch recht wenige. Was zur Folge hat, daß die Inseln bei "den neuen Entdeckern" größer werden, als bei "Endecker". Bei Entdecker gab es viel mehr und viel kleinere Inseln.
Ansonsten: Überarbeitung gelungen. Vor allem das Nachwürfeln von Gold finde ich prima.
Gruß Carsten (Die Spielewoche in Oberhof kommt näher)

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Matthias Staber

re: Spieleneuheiten - die neuen Entdecker

Beitragvon Matthias Staber » 11. April 2001, 11:12

>Teilweise Zustimmung. Was ich allerdings vermisse, sind die reinen Wasserkarten im Nachziehstapel. OK, es sind welche drin, aber irgendwie doch recht wenige. Was zur Folge hat, daß die Inseln bei "den neuen Entdeckern" größer werden, als bei "Endecker". Bei Entdecker gab es viel mehr und viel kleinere Inseln.<
Könnte man eigentlich Karten aus dem alten Entdecker einsetzten? Oder haben die eine andere Größe? Kurzum: Kann man Entdecker/alt und Entdecker/neu kombinieren?
Matthias

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Matthias Staber

re: Spieleneuheiten - die neuen Entdecker

Beitragvon Matthias Staber » 11. April 2001, 11:12

>Teilweise Zustimmung. Was ich allerdings vermisse, sind die reinen Wasserkarten im Nachziehstapel. OK, es sind welche drin, aber irgendwie doch recht wenige. Was zur Folge hat, daß die Inseln bei "den neuen Entdeckern" größer werden, als bei "Endecker". Bei Entdecker gab es viel mehr und viel kleinere Inseln.<
Könnte man eigentlich Karten aus dem alten Entdecker einsetzten? Oder haben die eine andere Größe? Kurzum: Kann man Entdecker/alt und Entdecker/neu kombinieren?
Matthias

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Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele

re: Spieleneuheiten - die neuen Entdecker

Beitragvon Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele » 11. April 2001, 12:46

Hallo Matthias,
die Entdeckerkärtchen aus dem Goldsieber-Entdecker und dem Kosmos-Die neuen Entdecker sind nicht miteinander kompatibel. Zum einen gibt es eine völlig neue Grafik.
Vor allem aber sind wesentlich mehr Kärtchen enthalten und um die alle auf den Tableaus unterzubringen (die ja ein anderes Format haben als im alten Spiel) mussten wir sie etwas kleiner machen. Aber ich denke, es gibt auch so mit den neuen Entdeckern eine ganze Menge zu entdecken.
Spiele Grüße
Wolfgang

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Roman Pelek

okay, okay ;-)

Beitragvon Roman Pelek » 11. April 2001, 13:46

Hi Carsten,
>Das wäre schade. Wir hätten hier ein Diskussion oder Unterhaltung, die nicht [OT] wäre und die du freiwillig von hier verbannen möchtest? Wie gesagt, ich fände es wirklich schade.<
Ich nehm alles zurück und behaupte das Gegenteil. Ich dachte halt, dass z.B. Detailfragen zur Zweispielervariante vielleicht nicht jeden interessieren.
Warten wir ab, was Rüdiger dazu meint.
Ciao,
Roman

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Rüdiger Dorn
Brettspieler
Beiträge: 99

re: DHVG zu zweit und vieles anderes

Beitragvon Rüdiger Dorn » 11. April 2001, 14:37

hallo roman,
im grunde genommen ist das spiel von seiner struktur einfach - du musst es nur EINMAL gespielt haben. würfeln, ziehen, (ver-)handeln, setzen. komplex wird es durch die fein aufeinander abgestimmten gebäudeausschüttungen (immerhin 12 verschieden artige Güter)- mit jeder erworbenen aktion kannst früher oder später dukaten scheffeln. gebäudeausschüttungen sieht der neueinsteiger als isoliertes spielelement. mit jeder partie LERNT er aber neue "kombos" (v.a. zusammen mit den sonderkärtchen, aber auch durch kluges verhandeln) kennen. dieses vernetzte, vorausschauende denken stellt ziemliche anforderungen an die spieler. hinzu kommt die von matthias hardel in der pöppelrevue als monetäre evaluierung bezeichnete unkenntnis über den wert eines gebotes (z.b. wie viel ist MIR das gebot "tauschen wir dein kupfer mit meinem getreide und du erhältst noch 10 dukaten, und ich darf die Aktion in der poststation durchführen" wert?).
doch durch diese umgewissheiten erfährt das spiel seinen hohen spielreiz. DIE gewinnstrategie gibt es nicht, da du mit anderen menschen spielst, die bestimmte situationen teilweise ganz anders wahrnehmen als du!
bei der spieldauer haben wir lange darüber nachgedacht, welche zeitangabe wohl passend ist. die spielzeit von verhandlungsspielen hängt extrem von den mitspielern ab - in unsren testrunden hatten wir 4-er Partien mit knapp 1,5 bis gut 4 Stunden. Hinzu kommt die Unberechenbarkeit der Würfel (Wahrscheinlichkeit 1:16, dass der Markt Startfeld des Händlers wird) und die der Mitspieler (mit Sonderkarte "Kutscherei" den Händler auf den Markt platzieren). Wir hatten schon Partien mit 5x Markt als Startfeld ....
in diesem zusammenhang weise ich auf den tipp vom forumsteilnehmer toasti hin, der den rundenmarker zu beginn des spiels einfach 1-2 felder weiter vor setzt! (achtung wegen große-aufträge-strategie).
du sprichst die massentaugliche resonanz an. fürwahr, für alea wünsche ich es mir sehr! massentauglichkeit und spielqualität driften doch oft weit auseinander! glücklich können sich autoren schätzen, deren spiel zum spiel des jahres erkoren wurde. denke nur an "die siedler von catan", " el grande" oder "torres", welches nicht ein jahr überlebt hätte, wenn es nicht sdj geworden wäre (siehe interview auf www.poeppelkiste.de).
veröffentlicht ein spieleautor massentaugliche spiele, wie z.b. zauberberg(rav.) oder ex& hopp(rav.) oder spacewalk (rav.) ,... so ist man bei den vielspielern schnell in der ecke der "seifenoper"-autoren - diese vielspieler bedenken aber nicht, dass die zielgruppe bei der entscheidung des verlags maßgeblich für die zusage war!
ein händler von genua würde bei ravensburger nie veröffenlicht werden - nicht weil die redaktuere das spiel nicht gut genug finden, nein, die zielgruppe stimmt nicht überein!!!
du kannst dir vorstellen, wie dankbar ich stefan brück (alea) bin, dass er mit solch´ einem enormen engagement dieses spiel der öffentlichkeit zugänglich gemacht hat.
ein spieleautor ist in manchen fällen halt´ nur so "gut", wie es der redakteur zulässt.
wenn du wirklich diskussionspunkte anführen möchtest, die nicht öffentlich sein sollen, kannst du sie mir ja mailen, ansonsten stimme ich carsten zu, dass es spannender ist, über erfahrungen, taktiken und sonstiges öffentlich zu diskutieren.
ciao
rüd.
p.s. dickes lob für den beitrag im spielarchiv! so oder so ähnliches dachten auch viele meiner testspieler, als ich anfing, die regel bzw. die einzelnen gebäude mit ihren aktionen zu erklären!

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Roman Pelek

re: DHVG zu zweit und vieles anderes

Beitragvon Roman Pelek » 11. April 2001, 18:31

Hi Rüdiger,
danke erstmal für den umfassenden Beitrag - ich habe die ersten Zeilen zur Kenntnis genommen, aber hier weggekürzt ;-)
>bei der spieldauer haben wir lange darüber nachgedacht, welche zeitangabe wohl passend ist. die spielzeit von verhandlungsspielen hängt extrem von den mitspielern ab - in unsren testrunden hatten wir 4-er Partien mit knapp 1,5 bis gut 4 Stunden. Hinzu kommt die Unberechenbarkeit der Würfel (Wahrscheinlichkeit 1:16, dass der Markt Startfeld des Händlers wird) und die der Mitspieler (mit Sonderkarte "Kutscherei" den Händler auf den Markt platzieren). Wir hatten schon Partien mit 5x Markt als Startfeld ....<
Hm, natürlich, das macht die Sache kürzer (wobei ich evtl. Hausregeln einführen werde, falls zu oft der Marktplatz fällt, zumindest, wenn's mehr als 3x ist...). Andererseits wäre eine Angabe 90-150 Minuten Spieldauer wahrscheinlich in der Regel treffender gewesen als 60-120... Oder hattet Ihr Bedenken, potentielle Käufer unnötig abzuschrecken?
>in diesem zusammenhang weise ich auf den tipp vom forumsteilnehmer toasti hin, der den rundenmarker zu beginn des spiels einfach 1-2 felder weiter vor setzt! (achtung wegen große-aufträge-strategie).<
Das wollte ich eben darum nicht machen, mir erschienen bei kürzerer Spieldauer die Großen Aufträge zu benachteiligt. Ich find's so schon optimal; höchstens muss man extremes Würfelglück/Pech bzgl. des Marktplatzes im Zweifelsfall spontan "korrigieren"...
>du sprichst die massentaugliche resonanz an. fürwahr, für alea wünsche ich es mir sehr! massentauglichkeit und spielqualität driften doch oft weit auseinander!<
Hm, tja, anspruchsvolle Spiele fallen fast ausnahmslos weg für die Masse, leider.
>glücklich können sich autoren schätzen, deren spiel zum spiel des jahres erkoren wurde. denke nur an "die siedler von catan", " el grande" oder "torres", welches nicht ein jahr überlebt hätte, wenn es nicht sdj geworden wäre (siehe interview auf www.poeppelkiste.de).<
Hm, den Punkt habe ich wohl überlesen, werde gleich mal nachsehen. Aber sicher, da ist der Verkaufserfolg gewiss, aber ob man sich mit der Prämierung zu anspruchsvoller Spiele nicht einen Bärendienst erweist, ist die andere Frage. Nicht, dass ich einem guten Spiel die Auflage nicht gönne, aber wenn man Familien damit überfordert, kaufen die das nächste Jahr nix mehr. Und Torres war, soweit ich informiert bin, ja quasi ein "Flop" für ein SdJ - mag aber auch zum Teil daran gelegen haben, dass die Ravensburger mit der Produktion nicht hinterherkamen.
>veröffentlicht ein spieleautor massentaugliche spiele, wie z.b. zauberberg(rav.) oder ex& hopp(rav.) oder spacewalk (rav.) ,... so ist man bei den vielspielern schnell in der ecke der "seifenoper"-autoren<
Ich hatte Deinen Namen vor DHVG auch nicht bewusst wahrgenommen, musste auch erstmal in Luding recherchieren, was Du so alles gemacht hast. Bin eben auch nicht unbedingt Zielgruppe der o.g. Spiele.
> - diese vielspieler bedenken aber nicht, dass die zielgruppe bei der entscheidung des verlags maßgeblich für die zusage war!<
Nuja, Du hast ja jetzt ein tendenzielles Vielspielerspiel kreiiert...
>ein händler von genua würde bei ravensburger nie veröffenlicht werden - nicht weil die redaktuere das spiel nicht gut genug finden, nein, die zielgruppe stimmt nicht überein!!!<
Wundere mich bei denen aber eh ein bisschen: Java bei Ravensburger, Wyatt Earp bei Alea... Hm... So ganz blick ich da nicht durch.
>p.s. dickes lob für den beitrag im spielarchiv! so oder so ähnliches dachten auch viele meiner testspieler, als ich anfing, die regel bzw. die einzelnen gebäude mit ihren aktionen zu erklären!<
Danke, es freut mich zu hören, mit dem Beitrag das Spielgefühl und unsere Erfahrungen scheinbar ganz gut vermittelt zu haben und auf Zustimmung zu treffen :)
Ciao,
Roman

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Carsten Wesel

re: Händler von Genua

Beitragvon Carsten Wesel » 12. April 2001, 11:10

> >Die Händler von Genua sind mir (ganz persönlich)
> > sowohl etwas zu lang (in der Spielzeit)
Das ist komisch, denn wir haben gestern um 19.30 Uhr mit dem Erklären der Regeln begonnen und waren schon in einer 4er-Partie um 0.30 Uhr mit dem Spiel durch - sooo lang' ist das ja nun auc wieder nicht (gähn!)
Gruß Carsten (hat mal jemand 2 Stunden Schlaf für mich?)


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