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Spiel des Jahres

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bernd Eisen

Spiel des Jahres

Beitragvon Bernd Eisen » 7. Juni 2001, 12:21

Hallo Leute!
Tja, da jetzt die Auswahlliste für das SdJ da ist, kann man nur davon ausgehen, daß Carcassonne SdJ wird.
Zapp Zerapp ist wohl ein Witz (ich dachte, für Kinderspiele gibt es eine extra Kategorie?) und Das Amulett scheint mir recht Unausgegoren (manche Zauberkarten viel zu stark und andere zu schwach - in unterschiedlicher Spielerzahl sehr Verschieden vom Verlauf her!). Scheinbar wurde das Spiel nicht ausreichend getestet vor der Produktion.
Was meint ihr?
Gruß Bernd

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Roman Pelek

Amulett

Beitragvon Roman Pelek » 7. Juni 2001, 12:42

Hi Bernd,
>Das Amulett scheint mir recht Unausgegoren (manche Zauberkarten viel zu stark und andere zu schwach - in unterschiedlicher Spielerzahl sehr Verschieden vom Verlauf her!). Scheinbar wurde das Spiel nicht ausreichend getestet vor der Produktion.<
Den Eindruck, dass das Spiel unbalanciert wäre, hatte ich nicht - dafür sind Kosten und Metalleinkommen auf den Karten m.E. gut an die Wirkung angepasst.
Natürlich gibt's einige Kombinationen an Karten, die in bestimmten Situationen des Spiels sehr mächtig sind - aber wenn die Mitspieler aufpassen und in Anbetracht der Tatsache, dass ja nix ewig hält, tariert sich das gut aus. Zudem ersteigert man ja die Karten - und Zaubersprüche, die (momentan) wenig wert sind, gehen somit auch meist billig "über den Ladentisch".
Ich jedenfalls find am Amulett sehr schön, wie man jedesmal eine andere Strategie einschlagen muss, um zu gewinnen. Hat mir sehr gut gefallen. Und da letztendlich alle Spieler die gleichen Mittel zur Verfügung haben, um Zauberkarten zu ergattern, kann ich auch keine Unbalanciertheit im Spiel finden, die nicht letztendlich dann der Spielweise der Spieler zuzurechnen ist.
M.E. kommt Ungleichgewicht nur dann ins Spiel, wenn einige Mitspieler die Zauberkarten nicht gut kennen oder nicht ausreichend erklärt bekommen.
Zu den Besetzungen: wir haben von 3-6 Spielern alles durchgespielt. Zu dritt ist das Vergnügen recht kurz, zu sechst zieht sich's ab und an gegen Ende etwas - zu 4-5 isses optimal. Sonderlich negativ ist mir aber nix aufgefallen, was nicht bei quasi allen Spielen mit solch einer großen Bandbreite so wäre.
Ciao,
Roman

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Michael-spielbox

re: Spiel des Jahres

Beitragvon Michael-spielbox » 7. Juni 2001, 13:08

Ich weiß nicht was alle gegen Zapp Zerapp haben.
Ich denke die Definition : Kinderspiel sollte hier neu definiert werden.
Kinderspiele sind für mich Spiele, die Kinder untereinander spielen. Selbst wenn Erwachsene mitspielen, dann nicht, um anspruchvolles Spiel
zu erleben - sondern ausschließlich um Spass mit den Kindern zu erleben.
Zapp Zerapp finde ich da interessanter, als
ein reines Kinderspiel - auch wenn man es wohl
meistens mit Kindern zusammen spielen wird.
Für mich war der eigene Spielspass auf jedem Fall wesentlich höher,als bei einem Spiel, bei dem ich Kärtchen, die ich ziehe, auf die gleich aussehenden richtigen Ablagefelder legen musste.
Ich finde Zapp Zerapp sehr gelungen - und meine Kinder finden das auch.

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Christian Spohr

re: Spiel des Jahres

Beitragvon Christian Spohr » 7. Juni 2001, 17:09

Zapp Zerapp halte ich für ein schönes, einfaches Familienspiel, das uns auch schon Riesenspaß gemacht hat, als wir es nur mit Erwachsenen (zw. 20 und 40 Jahren) gespielt haben. Da viele Familien auf das SdJ-Siegel achten, würde ich es Zapp Zerapp auf jeden Fall gönnen.

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Bernd Eisen

re: Amulett

Beitragvon Bernd Eisen » 7. Juni 2001, 18:26

Hallo Roman!
Nein, schlecht ist das Amulett auf keinen Fall. Wir hatten eben nur gerade den Fall zu viert, daß der Frank (klar!) am Anfang zwei Zauberspruchkarten ausgeteilt bekommen hat, mit denen er je zwei Amulette auf einmal bekam, so hatte er nach der Zweiten Spielrunde schon 5 Edelsteine. Die Nummer 6 + 7 bekam er bis zwei Runden später, sodaß das Ganze schon nach kaum 30 Minuten reiner Spielzeit vorbei war.
Wir werden das nächste mal je 4 Karten austeilen, wovon man sich 2 aussucht (wie in der Zusatzregel beschrieben).
Trotzdem wird das Amulett nicht zu meinen Lieblingsspielen gehören. Capitol, oder San Marco finde ich persönlich besser.
Trotzdem, mach´s gut
tschau
Bernd

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Roman Pelek

re: Amulett

Beitragvon Roman Pelek » 7. Juni 2001, 18:32

Hi Bernd,
dann habt Ihr nicht aufgepasst - bei uns kam das nämlich auch häufig vor, aber wir haben niemanden das so ausnutzen lassen. Wir hatten zwar auch schon Fälle, wo jemand durch eine Kartenkombi deutlich vorgeprescht ist - aber diese Person hatte im weiteren Spielverlauf erstmal nicht viel Freude, bis andere ihn eingeholt hatten. Wenn man aufpasst, wo man hinzieht und wem man damit schadet etc., kann man imho mehr machen als es zu Beginn den Anschein hat. Bei uns waren die Spiele jedenfalls immer sehr spannend. Vielleicht haben wir aber auch nur so fiese Spielrunden oder waren so "freundlich", Mitspieler auf Gemeinheiten gegen den Führenden hinzuweisen - keine Ahnung...
Btw empfiehlt es sich eh, die ersten Karten schon zu versteigern.
Ciao,
Roman

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Roman Pelek

re: Amulett - was vergessen

Beitragvon Roman Pelek » 7. Juni 2001, 18:40

Hi Bernd,
nicht dass ein falscher Eindruck (habe mir eben mein eigenes Posting durchgelesen und es klang irgendwie "komisch") entsteht: natürlich ist die anfängliche Kartenausteilung unfair und kann extrem starke Kombinationen gegen extrem schwache beinhalten. Als Krücke gibt's ja auch nur 2 Energiesteinchen drauf.
Problem ist halt, dass man die Kartenaussucherei oder -versteigerung nur in geübten Runden an den Anfang setzen kann :(
Ciao,
Roman

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Frank Gartner
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Beiträge: 257

re: Spiel des Jahres: Das Amulett

Beitragvon Frank Gartner » 8. Juni 2001, 09:01

Hi Bernd,
meine Meinung (ich habe auch zuvor die anderen Antworten durchgelesen):
Das Amulett:
Das Zusammenspiel der verschiedenen Phasen finde ich gut. Aber das mit den unterschiedlichen Karten stimmt schon.
Ich stimme Romans Kommentar zu, dass man einiges verhindern kann, wenn man genau aufpasst. Dann darf man es aber nicht als Familienspiel bezeichnen, denn in einer Familie sind die Spielstärken meist sehr unterschiedlich, was sich im obigen Fall massiv auswirken kann.
Seltsam, dass in fast jeder Runde immer mindestens ein Spieler irgendwann gegenüber den anderen Spielern ins Hintertreffen gerät, dann zwar noch mitspielt, aber eigentlich keine echte Chance hat.
Thema Karten zulosen: Nie wieder!
Aber auch bei 4 Karten kann es passieren, dass Ungerechtigkeiten dieser Art passieren.
MfG
Frank

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Frank Gartner
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Beiträge: 257

re: Spiel des Jahres: Zapp Zerapp

Beitragvon Frank Gartner » 8. Juni 2001, 09:04

Thema Zapp Zerapp:
Als wir dieses Spiel auf dem Spieltisch hatten, wußte ich noch gar nicht, dass es ein Kinderspiel sein sollte. Bei uns saßen nur Erwachsene am Tisch und die hatten eine tierische Freude an dem Spiel, egal in welcher Runde wir das gespielt haben.
Die Idee mir dem Lauschen finde ich wirklich nicht die schlechteste. Auf die Idee, dass es Spiel des Jahres werden könnte, bin ich allerdings nicht gekommen.
MfG
Frank

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Roman Pelek

Amulett - Startbedingung

Beitragvon Roman Pelek » 8. Juni 2001, 11:33

Hi Frank,
was spricht gegen eine Versteigerung der Anfangskarten in zwei Runden, wenn die Spieler geübt sind? Ich denke, das wäre eine Lösung.
Ciao,
Roman

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Carsten Wesel

re: Amulett - Startbedingung

Beitragvon Carsten Wesel » 8. Juni 2001, 12:09

Wenn sie geübt sind spricht nix dagegen, außer daß das Spiel etwas länger wird.
Wie wäre es alternativ, einfach 2n Karten aus zu legen (neue Rechtschreibung?) und jeder nimmt sich eine - anschließend geht es im Kreis rückwärts zurück.
Gruß Carsten (hat die catansche Gerechtigkeit im Sinn)

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Frank Gartner
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Beiträge: 257

re: Amulett - Startbedingung

Beitragvon Frank Gartner » 8. Juni 2001, 13:44

Hallo Carsten, hallo Roman,
ich finde beide Ideen gut.
Außerdem überlege ich, ob es sinnvoll wäre den Geschenk-Karten, welche ohne Zweifel sehr mächtig sind, 3 oder 4 Blitze zu geben, sodass sie maximal 1 Runde gehalten werden kann.
MfG
Frank


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