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MEDINA-Regeländerung

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ali Baba e.V. Regensburg

MEDINA-Regeländerung

Beitragvon Ali Baba e.V. Regensburg » 9. Juni 2001, 11:56

Bei unserer Vereinshausregel hat jeder Spieler dreimal die Möglichkeit statt zwei sogar drei aktionen durchzuführen.(Joker á la JAVA). Das verhindert die unerwünschten Stauungen im Spielablauf, macht das Spiel noch strategischer und bietet interessante neue taktische Möglichkeiten und bringt noch mehr Aktiom ins Spiel.
Vielleicht ist ja wegen der Stauungen, jeder weigert sich den ersten Gebäudekomplex zu besetzen, dieses WIRKLICH TOLLE SPIEL nicht auf der Auswahlliste!?!
Unseres Erachtens aber wieder ein typischer fehler der Jury!
MEDINA IST DAS BESTE SPIEL DES JAHRGANGS!!!!!!!!
Scheinbar waren die letzten beiden Jahre der Jury, wo sie mit Tikal und Torres richtig lagen, eine Ausnahme und jetzt finden sie wieder zu Spielen des Jahres in der Qualität wie Elfenland oder gar Mississippi Queen zurück!?!
Man kann nur wieder auf den Deutschen Spielepreis hoffen !!!!!!
Manfred Lefmann

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Hanno Schwede

TORRES und TIKAL was: MEDINA-Regeländerung

Beitragvon Hanno Schwede » 9. Juni 2001, 12:54

Das kann ich nicht so stehen lassen.
Medina mag ein gutes Spiel sein, es mag sein, das es einen Platzu auf der Auswahlliste verdient hätte, darum soll es hier auch gar nicht gehen.
Es geht mir um den folgenden Absatz, ZITAT:
Scheinbar waren die letzten beiden Jahre der Jury, wo sie mit Tikal und Torres richtig lagen, eine Ausnahme und jetzt finden sie wieder zu Spielen des Jahres in der Qualität wie Elfenland oder gar Mississippi Queen zurück!?!
ZITATENDE
Ich empfinde gerade Torres und Tikal als 2 der unpassensten Spiele für den Pöppel.
Das Problem ist, das das Spiel mit der Auszeichnung: "Spiel des Jahres XXXX" von vielen einfach blind gekauft wird, gerade von nicht so Spielerfahrenen, die sich mal eben die Tikal Regeln ansehen und dann losspielen können :-)
Es ist die Oma die das Spiel für ihre Enkel kauft, die Tante die das Spiel als mitbringsel für duie ganze Familie kauft.
Für diese Zielgruppe sind Spiele wie Torres und Tikal viel zu schwer.
Dann doch lieber ein Missisippi Queen, ein Scotland Yard, ein Heimlich und Co oder ein Elfenland. Das sind Spiele die nach Regelstudium 85% der Gelegenheitsspieler (Weihnachten + Ostern) auch spielen können. Und nur wer ein Spiel versteht, hat Spass daran und nur wer Spass hat verlangt nach mehr........
So das wars
der
Hanno, der MQ auch nicht mag

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Peter

Familienspiel des Jahres?

Beitragvon Peter » 9. Juni 2001, 13:16

Vielleicht sollte es nicht "Spiel des Jahres", sondern "Familienspiel" oder "Gelegenheitsspiel" des Jahres heißen, dann haben Elfenland und Mississippi Queen ihre Berechtigung. Aber so lange es einfach nur "Spiel des Jahres" heißt, erwarte ich, dass die BESTEN Spiele des Jahrgangs ausgezeichnet werden, und das sind nun mal Tikal, Torres und Medina.
Das Auto des Jahres wird schließlich auch nicht deshalb gekürt, weil es am besten für Radfahrer geeignet ist - oder?
Wenn es ein "Spiel des Jahres" gibt, so muss es auch das beste Spiel für Spieler sein - nicht für die Kaffeetratschrunde.

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Ingo Kasprzak

re: MEDINA-Regeländerung

Beitragvon Ingo Kasprzak » 9. Juni 2001, 14:37

> [...] und bringt noch mehr Aktiom ins Spiel.
schreibt man Axiom nicht mit "x"? :)
ich halte Medina ebenfalls für ein gigantisch gutes Spiel.
Dass es das beste Spiel des Jahres ist, kann man nun ebenfalls nicht mehr beweisen...
Ciao,
Ingo (der "Wortspieler" - was in diesem Forum ebenfalls ein Wortspiel ist! ;)

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Bernd Eisen

re: MEDINA-Regeländerung

Beitragvon Bernd Eisen » 10. Juni 2001, 01:26

Hallo Manfred!
Wir hatten bei unseren Runden zwar keine "Stauungen", denn sonst ist es schnell zu spät, noch einen vernünftigen Tempel zu bekommen, aber 3 x 3 Aktionen im Spiel könnte reizvoll sein. Wir werden es demnächst einmal ausprobieren.
Ansonsten kann ich Dir nur zustimmen - MEDINA IST DAS BESTE SPIEL DES JAHRGANGS...
So schlimm, wie bei Mississippi Queen oder Elfenland kann es zum Glück jetzt nicht mehr werden, bei der Auswahlliste.
Als SDJ muß das Beste Spiel des Jahres genommen werden und nicht unter Verkaufstechnischen Gesichtspunkten gewählt werden (spricht das Spiel auch eine möglichst breite Masse an? Oder ist das Spiel für Nichtspieler oder Wenigspieler leicht verdaulich?).
Dann könnte man gleich die bis dato meist verkaufte Neuheit nehmen und WER WIRD MILLIONÄR wäre SDJ!
Gruß
Bernd

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Peter

Es wird so schlimm!

Beitragvon Peter » 10. Juni 2001, 12:04

Das Amulett reiht sich meiner Meinung nach nahtlos an Mississippi Queen und Elfenland an. Carcassonne kann nicht Spiel des Jahres werden, weil es zu billig ist und Zapp Zerapp wäre noch schlimmer als Das Amulett, aber eine solche Blöße wird sich die Jury wohl doch nicht geben.
Es ist die gleiche Ohrfeige für alle Spielefreaks, wenn Mississippi Queen "Spiel des Jahres" wird in einem Jahrgang, in dem auch Löwenherz erschienen ist, wenn es Elfenland wird in einem Jahr, in dem es auch Euphrat & Tigris gab, oder wenn es Das Amulett wird, in einem Jahr, in dem es auch Medina gibt.
Mein Vorschlag: Nennt es entweder Familienspiel des Jahres, oder teilt den Preis in Kinderspiel, Familienspiel und Strategiespiel des Jahres.

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hannes

3 SdJ-Kategorien

Beitragvon hannes » 10. Juni 2001, 12:27

Hi
>***Mein Vorschlag: Nennt es entweder Familienspiel des Jahres, oder teilt den Preis in Kinderspiel, Familienspiel und Strategiespiel des Jahres.***
Genau das habe ich ja auch schon vorgeschlagen :
3 Preise : Kinderspiel, Familienspiel und ???spiel des Jahres. Die drei Fragezeichen stehen für Taktik, Freak, Strategie oder was auch immer (mir fehlen die Worte). Wer hat einen guten ???Vorschlag ?
Wenn schon kein Einheitspreis mehr, wenn schon die Kinderspiele abspalten, dann auch die Spiele, die für die "Profis", bzw. solche die es werden möchten, sind.
Auch die herausragenden Strategiespiele haben einen Preis verdient, sonst produzieren die Verlage bald keine Brettspiele mehr für anspruchsvolle Spieler.
Ciao
hannes (kriegt bei _dem_ Wetter einen Einheizpreis ;-)

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hannes

3 SdJ-Kategorien

Beitragvon hannes » 10. Juni 2001, 12:30

Hi
>***Mein Vorschlag: Nennt es entweder Familienspiel des Jahres, oder teilt den Preis in Kinderspiel, Familienspiel und Strategiespiel des Jahres.***
Genau das habe ich ja auch schon vorgeschlagen :
3 Preise : Kinderspiel, Familienspiel und ???spiel des Jahres. Die drei Fragezeichen stehen für Taktik, Freak, Strategie oder was auch immer (mir fehlen die Worte). Wer hat einen guten ???Vorschlag ?
Wenn schon kein Einheitspreis mehr, wenn schon die Kinderspiele abspalten, dann auch die Spiele, die für die "Profis", bzw. solche die es werden möchten, sind.
Auch die herausragenden Strategiespiele haben einen Preis verdient, sonst produzieren die Verlage bald keine Brettspiele mehr für anspruchsvolle Spieler.
Ciao
hannes (kriegt bei _dem_ Wetter einen Einheizpreis ;-)

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hannes

re: 3 SdJ-Kategorien

Beitragvon hannes » 10. Juni 2001, 12:32

Jemand ist auf der (Web-)leitung gestanden. Deshalb das doppelte Posten. Dachte, das erste sei hängen geblieben.
hannes (der mit dem kleinen "h")

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Hanno Schwede

re: Familienspiel des Jahres?

Beitragvon Hanno Schwede » 10. Juni 2001, 12:52

Hy
Nach der Satzung der Jury geht es nicht um das "beste"* Spiel des Jahres, sondern um das Spiel, das nach Meinung der Jury das Kulturgut am besten fördert.....
Kulturgut fördern kann man auf zwei Arten.
1. man zeichnet das Spiel aus, welches von einem elitären Profikreis als das "Beste*" angesehen wird.
2. man zeichnet das Spiel aus welches die Basis der Spielenden verbreitert und damit den Verlagen den Anreiz gibt weiterführende Spiele zu produzieren.
Mir ist die Zweite Variante lieber, als die erste. Weil ich dann:
- immer wieder neue Spieler finde mit denen ich dann auch mal XXX spielen kann, nachdem ich sie über Elfenland, Siedler dahingeführt habe.
- mein Lieblingsspieleladen am leben bleibt, und damit mein Nebenjob :-)
- ich meinen Nichtspielerfreunden auch mal Spiele empfehlen kann und ich dann mit dem Worten beginnen kann: Das ist so und so, weißt du noch bei ElfenlandHaseundIgelHeimlichundCOSagaland war es es auch so....
Für Vielspieler gibt es auch unter den SdJ sehr gute Spiele aber die meisten (ausser vielleicht Torres, Tikal und El Grande) sind aber auch für Familien geeignet. Und die Familien (Verbreiterung der Basis) sind die Zielgruppe des ROTEN PÖPPEL.
Hanno
kann mit das "beste*"Spiel kein Spiel verbinden, kennt viele gute und sehr gute Spiele....

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Peter

re: 3 SdJ-Kategorien

Beitragvon Peter » 10. Juni 2001, 12:59

Hallo hannes,
ich glaube, wir sind uns eing: Wir wollen auch ein Spiel des Jahres für uns! Also, liebe Jury, teilt den Preis auf!
Allerdings bleibt dann noch das Problem, wie die Jury diese Spiele erkennt. Nachdem weder Medina noch Java auf der Auswahlliste zu finden sind, scheint das wohl nicht so einfach zu sein.

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Achim

re: 3 SdJ-Kategorien

Beitragvon Achim » 10. Juni 2001, 13:02

Hallo Hannes,
das mit dem Mehrfach-posten verzeihe ich Dir, da ich soeben gleich dreimal mein Mail verschickt habe.
Aber Spaß beiseite: ich habe vor einigen Jahren schon mal die Idee geaüßert (rein theoretisch), nicht verschiedenste Preise zu vergeben (SDJ;DSP;Würfel&Co und andere),
sondern einfach mehr Rubriken zu schaffen.
Als Vorschlag hatte ich damals:
Kinderspiel
Familienspiel
Quizspiel
Kartenspiel
Erwachsenenspiel
Zwei-Personenspiel
Ausstattungsspiel
Beste Regel
Ein Spiel kann dabei natürlich einen Preis mehrfach bekommen (ähnlich wie beim Film mehrere Oskars).
Dann haben auch Kartenspiele (zu niedriger Preis) und Ausstattungsspiele (zu hoher Preis) eine Chance.
In der Rubrik Erwachsenenspiel könnte man noch die beiden Unterpunkte "bis 120Min" und "über 120Min" einführen.
Meine Idee verhallte damals in den ewigen Tiefen des Raumes, so wie diesesmal wahrscheinlich auch.
Mit preishaften Grüßen
Achim

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Peter

re: Familienspiel des Jahres?

Beitragvon Peter » 10. Juni 2001, 13:18

Hallo Hanno,
wie unten beschrieben denke ich, dass es sinnvoll wäre, 3 Kategorien beim Spiel des Jahres einzuführen, um alle Bereiche (Kinder-, Familien- und Strategiespiel) abzugedecken.
Aber ist es denn wirklich so schwierig, Torres oder Tikal zu spielen? Wer in der Lage ist, die Bedienungsanleitung seines Videorekorders zu verstehen, der wird auch mit der Spielregel von Tikal usw. kein Problem haben.
Können die "lockeren" Spiele das Kulturgut Spiel wirklich besser fördern als die anspruchsvollen Spiele?
Ich denke, wenn jemand einige Partien Medina, Tikal usw. gespielt hat, der bekommt doch Lust auf mehr.
Ob jemand allerdings nach dem dritten Mississippi-Queen ein großer Fan von Gesellschaftsspielen wird, halte ich doch für fragwürdig.

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Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

re: Es wird so schlimm!

Beitragvon Attila » 10. Juni 2001, 13:43

Das SdJ ist NICHT fuer Spielefreaks gedacht, ansonsten muesste ja jedes Jahr Warhammer auf der Auswahlliste stehen, oder Axis & Allies ! ;-)
Atti

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hannes

re: 3 SdJ-Kategorien

Beitragvon hannes » 10. Juni 2001, 14:01

Hallo Peter
>***ich glaube, wir sind uns eing: Wir wollen auch ein Spiel des Jahres für uns! Also, liebe Jury, teilt den Preis auf!***
Für mich brauchts überhaupt kein Spiel des Jahres !
Aber : Ein Preis, der das Spiel als Kulturgut fördern will, kann doch auch anspruchsvollere Spiele auszeichnen. Oder sollen etwa nur noch Kinderbücher und Arztromane einen Literaturpreis kriegen dürfen ?
Ciao
hannes (der weder gegen Ärzte noch gegen Roman(e) ist)

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peer

re: 3 SdJ-Kategorien

Beitragvon peer » 10. Juni 2001, 16:38

Hi,
Zwei Fragen:
Wieso willst du ein Spiel des Jahres für Vielspieler? Damit ein anspruchsvolles Spiel prämiert wird, dass die Vielspieler eh zu Hause haben? Das macht IMHO keinen Sinn. Und ob es jett SDJ oder Famileinspiel des Jahres heisst, ist doch eine semantische Frage, die wohl am Punkt vorbei geht, oder?
2. Frage: Wieso meinst du Mississippi Queen sei ein grottenschlechtes Spiel? Mich haut es auch nicht um, aber nett ist es allemal. Übrigens kam es immerhin auf Platz 4 im Deutschen Spielepreis. Und auch wenn es nur 500 Leute oder so gewählt haben, so waren es doch in erster Linie Vielspieler...
ciao,
Peer

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Peter

Mississippi Queen - Löwenherz

Beitragvon Peter » 10. Juni 2001, 18:12

Hallo peer,
Mississippi Queen ist nicht grottenschlecht, es ist ganz nett. Ich hab´es auch im Regal stehen und werde es irgendwann vielleicht auch ein 2.Mal spielen.
Zum Vergleich: Bei Löwenherz brauch ich bald meine 3. Ausgabe, weil nach wahrscheinlich mehr als 100 mal spielen auch die 2. Ausgabe völlig abgespielt ist.
Ich hab´nichts gegen Mississippi Queen, ich kann nur nicht verstehen, dass es Spiel des Jahres wurde, obwohl es im gleichen Jahr ein so absolut geniales Spiel wie Löwenherz gab. Ich kann nur sagen:
Vielen Dank, lieber Klaus Teuber, dass Du so ein Meisterwerk wie Löwenherz geschaffen hast und uns damit so viele Stunden Freude (mit knappen Siegen) geschenkt hast (die Verzweiflung nach den noch knapperen Niederlagen ist längst wieder Vergessen).
Aber Mississippi Queen ist ja auch ganz nett...

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peer

re: Mississippi Queen - Löwenherz

Beitragvon peer » 10. Juni 2001, 18:57

Hi,
ja so verstehs ichs schon eher - auch ich finde Löwenherz klasse. Ich vermute man wollte den Familienspielern kein zweites El Grande zumuten.
Immerhin war es auf der Auswahlliste (Nicht wie z.B. Ra)...
ciao,
Peer

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Roman Pelek

Spielregeln/Komplexität der Spiele bzgl. Familien

Beitragvon Roman Pelek » 10. Juni 2001, 20:14

Hi Peter,
>Aber ist es denn wirklich so schwierig, Torres oder Tikal zu spielen? Wer in der Lage ist, die Bedienungsanleitung seines Videorekorders zu verstehen, der wird auch mit der Spielregel von Tikal usw. kein Problem haben.<
Du kannst Deinen Videorekorder bedienen? Respekt ;-) Um die Sache aber mal ernsthaft anzureissen: genauso wie der normale Anwender eines Videorekorders nur einen Bruchteil der Features des Geräts kennt und beherrscht, so ist es auch schwierig, solche Spiele komplett in einem Rutsch zu verstehen als Wenigspieler. Und bei einem Spiel kann man meist nicht die "Details" oder "Sonderfunktionen" weglassen, dann funktioniert das Spiel nämlich nicht mehr.
Natürlich ist das alles einfach zu verstehen, wenn man im Jahr 40-50 (oder mehr) Regeln selbst liest und versteht. Aber eben nicht, wenn man nur eine pro Jahr liest. Dann sucht man vielleicht auch vergeblich in der Schachtel nach den "fehlenden Aktionspunkten" bei Tikal. Wem will man da einen Vorwurf machen? Die Frage ist eher: wie kann man's besser machen oder auch solche Spiele, die prinzipiell ja verstehbar sind, über eine Regel zu dieser Zielgruppe transportieren.
Ciao,
Roman

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hannes

Sonderpreis Strategiespiel

Beitragvon hannes » 10. Juni 2001, 22:15

Hi
Wenn die Jury von SdJ generell familiennäher auszeichnen möchte, Gibt es noch eine Variante, die dem Kulturgut Spiel gerecht wird :
Die Jury vergibt jedes Jahr einen _Sonderpreis_ für das beste Taktik- und Strategiespiel.
Ciao
hannes

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Hanno Schwede

re: Familienspiel des Jahres?

Beitragvon Hanno Schwede » 10. Juni 2001, 23:10

Hallo Peter
ich kommentiere mal Deine Sätze in lockerer Reihenfolge:
> wie unten beschrieben denke ich, dass es sinnvoll
> wäre, 3 Kategorien beim Spiel des Jahres einzuführen, > um alle Bereiche (Kinder-, Familien- und
> Strategiespiel) abzugedecken.
Würde ich auch für gut halten, allerdings unter der Bedingung das es drei klar zu unterscheidene Auszeichnungen dafür gibt, der rote Pöppel muß im Familienspielbereich bleiben, die Leute haben sich daran gewöhnt.
> Aber ist es denn wirklich so schwierig, Torres oder > Tikal zu spielen?
Nein, ist es nicht, für Dich nicht, für mich nicht und für alle anderen auch nicht.
Aber es ist schwer mal eben Torres oder Tikal zu lernen, bzw nach längerer Zeit mal wieder zu spielen.
> Wer in der Lage ist, die Bedienungsanleitung seines
> Videorekorders zu erstehen, der wird auch mit der
> Spielregel von Tikal usw. kein Problem haben.
Der Anreiz für den normalen Nichtspieler ist beim Videorecorder höher als bei einem Gesellschaftsspiel. :-)
Ich hab viele Nichtspieler im Bekanntenkreis, bei denen ist es schwer Spiele anzubringen die schwieriger zu erklären sind als Carcasonne, hab ich sie dann so weit hören sie nicht wieder auf..... in einem Jahr kann ich dann El Grande mit denen spielen, ist halt ein Lernprozess..
> Können die "lockeren" Spiele das Kulturgut Spiel > > wirklich besser fördern als die anspruchsvollen > Spiele?
Nein, können sie nicht, aber der Ansatz ist anders, siehe auch mein voriges Posting.
> Ich denke, wenn jemand einige Partien Medina, Tikal
> usw. gespielt hat, der bekommt doch Lust auf mehr.
Wenn er bei Tikal ohne Nachfragen und dreifachem lesen durch die Anleitung gekommen ist, ohne sich seinem Videorecorder zuzuwenden. Dann das erste Spiel durchgestanden hat und dann gleich im Anschluss das zweite gespielt hat, magst Du recht haben.
Leider sieht dies in der Realität anders aus, wenn einer erstmal ne 3/4 Stunde lesen muß hat sich die "Spielrunde" schon zerstreut, jedenfalls in einer Wenigspielerrunde.
> Ob jemand allerdings nach dem dritten
> Mississippi-Queen ein großer Fan von > Gesellschaftsspielen wird, halte ich doch für > fragwürdig.
Da sind wir uns einig, MQ ist kein gutes Spiel und hat meiner Meinung nach den Pöppel nicht verdient. Aber auch da habe ich Kunden (ich arbeite in meinem Nebenjob in einem Spieleladen) die kommen mit der Frage: Ob ich etwas Ähnlich gutes wie MQ habe, etwas das nicht so kompliziert wie Siedler ist. Was soll man solchen leuten dann verkaufen???
Ich denke wir können beide den Standpunkt des anderen gut verstehen und akzeptieren. Selbst wenn wir uns jetzt noch 50 mal hin und herschreiben wird keiner von uns von seinem Standpunkt abrücken. Also machen wir weiter ;-)
Hanno

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Peter

Friedensangebot

Beitragvon Peter » 10. Juni 2001, 23:39

Hallo,
vielleicht habe ich deshalb eine andere Sicht der Dinge, weil sich in meinem Bekanntenkreis viele Spieler befinden und ich eigentlich nie mit Wenigspielern spiele. Letztendlich ist es für einen Spielefreak ja eh nicht so wichtig, was nun Spiel des Jahres wird, weil wir zum Glück ja noch den Deutschen Spielepreis haben :-) Aber ein bisschen weh tut es meinem Spielerherz trotzdem, wenn Medina nicht einmal auf der Auswahlliste steht. Außerdem bedeutet die Auszeichnung Spiel des Jahres sicher einen nicht zu verachtenden Verkaufserfolg für ein Spiel, und den würde ich nun mal lieber einem anspruchsvollen Spiel gönnen.
Ich würde mich freuen, wenn die angesprochene Aufteilung in Kinder-, Familien- und Strategiespiel erfolgen würde. Oder zur Not, wenn die Jury dies gar nicht will, vielleicht wenigstens einen Sonderpreis Strategiespiel vergeben würde, wie hannes das vorgeschlagen hat.
Euch allen weiterhin viel Spaß beim Spielen!
Peter

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günter-spielbox

re: Familienspiel des Jahres?

Beitragvon günter-spielbox » 11. Juni 2001, 13:55

deinem beitrag kann ich nur zustimmen. ein gewisses niveau sollte allerdings wirklich nicht unterschritten werden (sie MQ). und die BESTEN qualitätsspiele sollten zumindest auf der auswahlliste stehen.
was man hier aber auf keinen fall außer acht lassen darf, ist die geschmacksfrage. in meiner spielrunde (und wir sind wirklich vielspieler) sind torres und tikal überhaupt nicht angekommen. aber nicht wegen der komplizierten regel, (die ich als maximal mittelschwer einstufen würde), sondern wegen des eher zähen spielverlaufs (langes spiel mit wenig interaktion). dafür wird der hier oft geschmähte knizia von uns heiß geliebt.
bitte jetzt keine beleidigten "abertikalistdochganzsuperduhastüberhauptkeineahnung-mails", persönlich fand ich's ganz ok, mir geht's nur drum, diese polarisierung "familienspiele für den einfältigen normalverbraucher" vs. "wirklich gute spiele für ECHTE spieler" in frage zu stellen. auch bei den qualitätsspielen gehen die meinungen oft gewaltig auseinander.

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Hanno Schwede

re: Friedensangebot, angenommen

Beitragvon Hanno Schwede » 11. Juni 2001, 15:45

Hallo Peter
Angenommen
, aber wir hatten ja nie einen Krieg, oder??
Wir hatten doch lediglich eine unterschiedliche Meinung, also kein Problem.
Wir werden jetzt noch den grossen Aufschrei hier im Forum erleben, wenn bekannt wird: ZAPP ZERAPP wird Spiel des Jahres ;-) (auch dazu schon meine Meinung, naja besser als MQ)
In den guten Spieleläden wird wohl über Weihnachten jedes der drei Spiele von der Liste verkauft werden:
ZZ für Familien mit kleineren Kindern oder für Skifreizeiten (Saufspiel)
Amulett für StädteundRittererweiterungsspieler
Carcasonne für die Anfänger oder als Zugabe für alle, mit dem Preis ein ideales Verkaufs doch an der Kasse Produkt.
Natürlich werden auch Spiele wie Medina, Big Deal, Capitol, Drachendelta (und es ist doch gut) .... verkauft werden. Auch für diese Spiele sollte ein Spieleladen Kunden haben. Ich denke also alle Spieler bekommen die Spiele die sie bewältigen können.
Hanno
P.S. Ich ich freue mich auf jeden Fall schon auf nächstes Jahr, dann lehne ich mich mit Chips und Popkorn zurück und verfolge die SDJ aufsplittungs Diskussion. Ich schätze mal die wiederholt sich hier jedes Jahr ;-)

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Marten Holst

re: Familienspiel des Jahres?

Beitragvon Marten Holst » 11. Juni 2001, 16:55

Moin
>Ob ich etwas Ähnlich gutes wie MQ habe, etwas das nicht so kompliziert wie Siedler ist.<
Ich empfehle da "Karten ziehen"... ;-)
Tschüß
Marten (gerade mal wieder einen Tick demagogisch angehaucht)


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