Beitragvon Marten Holst » 25. Februar 2002, 13:55
Moinle Roland,
> > > Das lenkt auch ungemein vom Spielwert selbst
> > > ab.
> >
> > Das ist natürlich Quatsch ;-)
> >
> Nein, ist es nicht. Ich bin ab und zu (hobbymäßig) im
> Spiele(fach)verkauf tätig; die durchschnittliche Kundschaft
> schaut mehr auf das Spielmaterial, als es auf die Erklärung
> hört, wie ein Spiel funktioniert. Die Leutchen hier im Forum
> sind keineswegs die 'breite Masse', mit der die Verlage ihr
> Geld machen! Wir sind viel zu kritisch!
Ähm, wir sind also kritisch und kaufen jede Woche für 800 Euro neue Gesellschaftsspiele, um uns hier darüber auszulassen, wo man ein günstiges Regal und eine billige Wohnung zwecks Unterbringung bekommt?! ;-)
Aber im Ernst: ich glaube nicht, dass "besseres" Spielmaterial eingesetzt wird, um mehr Kunden zu bekommen, als mehr, um niemand zu vergrätzen (gut, nur ein kleiner, semantischer Unterschied). Von der Qualität ihrer Spiele werden die Verlage eh überzeugt sein, da gibt es keinen Grund, etwas "zu vertuschen". Nur sind halt gewisse Ansprüche aufgetreten, also gibt man jetzt auch Geld für Designer aus, und wenn die ihre Sache ordentlich machen, warum nicht?
Aber tatsächlich ist es ja schon richtig, dass ein pappkopiertes Revolution (s.o.) eben weniger Spaß macht, als es eines mit schönem Material täte... von daher ist "aufpeppen" durchaus sinnig.
> > >So kann man auch ein mieses Spiel hübsch 'aufgepeppt' an
> > > den Mann/die Frau bringen.
> >
> > Nee nee, so einfach ist das mal nicht ;-)
>
> Siehe oben - bei uns sicher nicht. Bei Laufkundschaft, die
> mal schnell ein Spiel kaufen will, sehr wohl.
Das ist allerdings wohl richtig. Gerade bei dem berühmten "naja, der Gundolf-Rudolf spielt ja gerne, bringen wir ihm zum Geburtstag was mit, hat jemand Ahnung davon, naja, fragen wir mal die Verkäufer bei Kaufhausmeinerwahl." - und im Bereich "Buch" oder "CD" kennen wir das auch gerne, oder?
Tschüß
Marten (gibt eher weniger als 800DM pro Woche aus, aber immer noch zu viel...)