Beitragvon Sylvia Berger » 5. April 2002, 14:18
Michael Andersch schrieb:
> Find ich nicht unbedingt. Bei La Citta kommt's oft drauf an,
> für wen gerade welche Karten zur Auswahl stehen. Und gerade
> zum Schluss liegt viel Schrott aus, und derjenige, der gute
> (oder überhaupt) Gebäudekarten abgreifen kann hat m.M. schon
> ein bisschen Glück, findest Du nicht?
Nein, da würde ich schon einen Unterschied machen.
Bei den klassischen Entdeckerspielen, ob sie nun Nautilus, Africa oder wie auch immer heißen (Goldland, leider noch nicht probiert, geht sicher auch in die Richtung) habe ich verdeckt liegende, zufällig verteilte Plättchen. Beim Aufdecken zeigt sich, ob das Plättchen ein Treffer (Schatz, Geld, Siegpunkt etc...) oder eine Niete (leer, geringer Wert oder wertlos, da man was anderes gesucht hat etc.) ist. Was ich aufdecke, ist aber reiner Zufall.
Bei einem Spiel wie La Citta habe ich dagegen eine offen liegende Auswahl. Die Auswahlmöglichkeiten sind zwar nicht für jeden Spieler gleich gut, das gleicht sich aber im Verlauf des Spiels durch Startspielerwechsel einigermaßen wieder aus. Ich sehe von vornherein, was ich bekommen kann und werde mich aufgrund meiner Spielsituation für etwas bestimmtes entscheiden. Selbst wenn nur vermeintlich "schlechte" Dinge zur Wahl stehen, werde ich immer noch versuchen, das beste draus zu machen (und sei es nur, den Gegner zu ärgern). Ich sehe hier schon etwas mehr Handlungsspielraum und einen geringeren Zufallsfaktor.
Ich kann nicht sagen, dass ich die eine oder die andere Art von Spielen lieber spielen würde, würde ich je nach Lust und Laune entscheiden.
Würde aber ungern Nautilus und La Citta in die gleiche "Spielkategorie-Schublade" stecken wollen, auch wenn es durchaus wie von Dir beschrieben einige Parallelen gibt.
>Sich gefreut habend Dich endlich mal persönlich kennengelernt zu habende >Grüße,
Ja, natürlich gleichfalls
Sylvia