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Kennt Ihr dieses Problem auch?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Volker L.

Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Volker L. » 22. Mai 2002, 16:50

Es ist zum Glueck schon recht lange her, aber bei der (Solo-)Testpartie
Nautilus ist mir aufgefallen, dass dies mal wieder ein Spiel ist,
das fuer das Dem-Startspieler-alles-nachmachen-Syndrom ist.

Soweit ich das bis jetzt ueberblicke, gibt es im Prinzip bei
Nautilus 3 verschiedene sinnvolle Optionen fuer den ersten Zug:
[ol]
[*]Eine Wohnstation (max. Besatzung) kaufen und lagern, um sie im
zweiten Zug zusammen mit einer Forschungsstation anzubauen.
--> man legt sich auf gerade oder diagonale Wohnstation fest,
bleibt aber bezueglich der Forschungsrichtung flexibel.
[*]Eine Forschungsstation kaufen und lagern, um sie im zweiten
Zug zusammen mit einer Wohnstation anzubauen.
--> man gibt den Mitspielern Gelegenheit, auf die Forschungsrichtung
zu reagieren (Konkurenzstation bzw. Alternative), bleibt aber
bezueglich der Ausrichtung der Wohnung flexibel und kann sie
dann im zweiten Zug optimal anlegen.
[*]Eine Wohnstation (max. Besatzung) kaufen und sofort anbauen.
--> man kann sofort mit 2 U-Booten auf Erkundung gehen, hinkt
dafuer forschungsmaessig zurueck.
[/ol]

Alles hat seine Vor- und Nachteile, wofuer man sich entscheidet,
ist letztlich Geschmackssache bzw. haengt von der geplanten
Strategie ab

[i][b]BTW: bitte jetzt nicht das Beispiel "Nautilus" zerpfluecken,
es geht mir um die grundsaetzliche Situation, dass mehrere
sinnvolle Eroeffnungszuege moeglich sind, Nautilus ist da nur
das zeitnahste Beispiel, das mir gerade einfaellt![/i][/b]

Dann kann es beim Spieleabend zu folgendem Phaenomen kommen:
Ich habe 3-5 Gaeste, die das Spiel noch nicht kennen. Ich
erklaere die Regeln - dafuer haben mein Gaeste i.A. ausreichend
Geduld -, aber wenn ich versuchen sollte, Strategietips zu geben
inkl. der verschiedenen Optionen fuer den ersten Zug, interessiert
die Leute das wenig, oder ich werde gleich abgewuergt.
Da ich der einzige bin, der das Spiel kennt, "darf" ich anfangen.
Und was passiert?
Ich entscheide mich fuer eine von 3 (oder mehr) Moeglichkeiten,
den ersten Zug durchzufuehren, und alle machen es mir nach (nach
dem Motto "der Volker kennt das Spiel, der wird schon wissen,
welches die beste Eroeffnung ist") :evil:
Selbst, wenn ich ausnahmsweise mal wirklich erwaehnen durfte,
welche verschiedenen Eroeffnungen sinnvoll sind und dass es
eine private Geschmacksfrage ist, welche man bevorzugt - sie
erfassen das vielleicht intellektuell, aber glauben mir nicht
wirklich. :roll:

Halt, da gibt es auch noch eine Ausnahme:
Gerade bei groesseren Spielerzahlen kommt es vor, dass einer
erkennt, dass viele gleiche Eroeffnungen sich gegenseitig
blockieren und er einen Vorteil hat, wenn er [i]irgendetwas[/i]
anderes macht; das tut er dann (also nicht, weil er seine
Eroeffnung fuer besser oder auch nur genausogut wie meine haelt,
sondern weil das Gegenseitige Blockieren auf der scheinbar
optimalen Strategie deren Vorteil gegenueber der scheinbar
schwaecheren Strategie mehr als kompensiert).
Natuerlich hat dieser Abweichler es dann relativ leicht zu gewinnen,
und von den anderen kommen dann Vorwuerfe, dass ich sie zur
"falschen" Strategie verleitet haette. :mad:

Kommt sowas bei Euch auch (gelegentlich) vor?

Geplagte Gruesse, Volker

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Michael Andersch

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Michael Andersch » 22. Mai 2002, 17:11

Volker L. schrieb:

> Kommt sowas bei Euch auch (gelegentlich) vor?

Nö. Meine Mitspieler sind normalerweise durchaus kreativ und hinterfragen die (in diesem Fall) 3 Optionen nochmal, falls sie sie nicht sofort einschätzen können.
Kann dann schon sein, dass sie das gleiche machen wie ich, kann aber auch sein dass nicht. Wenn aber doch, dann sicher nicht, weil ich es tue.

Abgesehen davon fängt bei uns nicht unbedingt derjenige an, der das Spiel kennt/besitzt/erklärt hat, sondern wir losen den Startspieler immer aus.

Viele Grüße,
Micha (der sich nicht für so wichtig hält wie Volker und nicht glaubt, dass er als strahlendes Vorbild bzgl. Spieleröffnungen gesehen wird ;-) )

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Volker L.

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Volker L. » 22. Mai 2002, 17:24

Michael Andersch schrieb:
>
> Volker L. schrieb:
>
> > Kommt sowas bei Euch auch (gelegentlich) vor?
>
> Nö. Meine Mitspieler sind normalerweise durchaus kreativ und
> hinterfragen die (in diesem Fall) 3 Optionen nochmal, falls
> sie sie nicht sofort einschätzen können.
> Kann dann schon sein, dass sie das gleiche machen wie ich,
> kann aber auch sein dass nicht. Wenn aber doch, dann sicher
> nicht, weil ich es tue.

Hm, vielleicht zeigt sich da dann doch der Unterschied zwischen
"echten Vielspielern" und "anspruchsvollen Gelegenheitsspielern"
(die sich durchaus auch mal ohne Probepartie ein Sternfahrer
oder Tikal zulegen und nicht vor komplexeren Regeln zurueckschrecken)?

> Abgesehen davon fängt bei uns nicht unbedingt derjenige an,
> der das Spiel kennt/besitzt/erklärt hat, sondern wir losen
> den Startspieler immer aus.

Naja, wenn's daran geht, dass laut Regel gelost werden oder
"der aelteste Spieler" anfangen soll, dann kommen schonmal
(nicht immer, aber doch gelegentlich bei Spielen wie FvF
oder so) Sprueche wie "ach nee, fang Du mal lieber an, Du
kennst das schon" :-/

> Viele Grüße,
> Micha (der sich nicht für so wichtig hält wie Volker und
> nicht glaubt, dass er als strahlendes Vorbild bzgl.
> Spieleröffnungen gesehen wird ;-) )

[b]Ich[/b] halte mich nicht fuer wichtig, ich werde diesbezueglich
- zu meinem Leidwesen - von [b]meinen Mitspielern[/b] fuer wichtig
gehalten :-|

Bescheidene Gruesse, Volker

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Wolfgang Ditt

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Wolfgang Ditt » 22. Mai 2002, 17:26

Hallo Volker,

3. geht nicht, da U-Boote nur aus Forschungsstation, aber nicht aus Wohnräumen starten dürfen (es sei denn, irgendwer baut dir freundlicherweise eine Forschungsstation an deinen Wohnraum (Seite 8, unten in der rechten Spalte)

Es gibt noch mehr Möglichkeiten; man kann z. B. ohne ins Hintertreffen zu geraten 3 Stationen sammeln und versenken. Weil man dann oft als letzter versenkt, ist man näher an den Schätzen.

So...genug verraten. Probier Nautilus erst einmal aus.

Wolfgang (war gestern wieder auf Tauchfahrt)

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Volker L.

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Volker L. » 22. Mai 2002, 17:36

Wolfgang Ditt schrieb:
>
> Hallo Volker,
>
> 3. geht nicht, da U-Boote nur aus Forschungsstation, aber
> nicht aus Wohnräumen starten dürfen (es sei denn, irgendwer
> baut dir freundlicherweise eine Forschungsstation an deinen
> Wohnraum (Seite 8, unten in der rechten Spalte)

Oha, das muss mir entgangen sein. :-O

> Es gibt noch mehr Möglichkeiten; man kann z. B. ohne ins
> Hintertreffen zu geraten 3 Stationen sammeln und versenken.
> Weil man dann oft als letzter versenkt, ist man näher an den
> Schätzen.

Muss ich mal ausprobieren.

> So...genug verraten. Probier Nautilus erst einmal aus.

Wie schon mehrfach erwaehnt: Einmal (Solo-)Probepartie durchgespielt,
die zweite Partie ist angefangen und wartet darauf, dass ich
nach Hause komme und sie fortsetze.

Gruss, Volker

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friedemann
Kennerspieler
Beiträge: 517

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon friedemann » 22. Mai 2002, 18:09

Viel schlimmer finde ich das Problem bei Startplätzen; wenn die anderen Spieler sich nahe bei einem positionieren, weil das ja sicher die beste Startregion ist. Ein Vorteil hat dann natürlich der, der ganz alleine woanders hingesetzt hat.

Ist mir beim Testen von Funkenschlag ein paar Mal passiert. :-(

Gruß

Friedemann

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Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Attila » 22. Mai 2002, 18:14

Hiho,

Also bei uns ist das anders. Das erste Spiel wird von den meisten als "Kennenlernspiel" genommen, d.h. man kennt das Spiel noch nicht (klar, man kennt die Regeln), also wird ohne rücksicht auf verluste mal was Ausprobiert ! Nicht dass das gleich schlecht ist, aber man riskiert einfach mehr - so kann ein eigentlich sicherer Sieg schonmal futsch sein - sowas macht man am dem zweiten Spiel nicht mehr in dieser Form.
Der Vorteil ist, das man sozusagen alle Spielmechanismen mal selber ausprobiert hat ! - Ausserdem braucht man nicht jedes Regeldetail haarklein erklären, sondern man "erlebt" es dann am eigenen Leib ! :-)
Mit dieser "einfach mal los" (was nicht Planlos heisst) Strategie klappt bisher ganz gut und bringt auch einen prima einstieg ins Spiel ! - Ich muss ein Spiel erst 1-2 mal Spielen bevor ich mir eine "Gesammtstrategie" zurechtlegen kann !

Atti

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Volker L.

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Volker L. » 22. Mai 2002, 18:17

friedemann schrieb:
>
> Viel schlimmer finde ich das Problem bei Startplätzen; wenn
> die anderen Spieler sich nahe bei einem positionieren, weil
> das ja sicher die beste Startregion ist.

:lol:
Diese Variante ist mir bislang erspart geblieben, aber die
Auswirkungen duerften - je nach Spiel - in etwa die gleichen
sein (ob sich mehrere Spieler in einem teritorialen Spiel um
dieselbe Region streiten oder in einem Wirtschaftsspiel alle
auf Aktien gehen statt einer auf Schatzbriefe, einer auf
Edelmetall etc....)

> Ein Vorteil hat dann
> natürlich der, der ganz alleine woanders hingesetzt hat.

Selbstmurmelnd.

> Ist mir beim Testen von Funkenschlag ein paar Mal passiert.
> :-(

Schoen zu erfahren, dass auch "Profis" nicht gefeit sind.

Gruss, Volker (geteiltes Leid ist halbes Leid :-/ :-) )

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Volker L.

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Volker L. » 22. Mai 2002, 18:22

Attila schrieb:
>
> Hiho,
>
> Also bei uns ist das anders. Das erste Spiel wird von den
> meisten als "Kennenlernspiel" genommen, d.h. man kennt das
> Spiel noch nicht (klar, man kennt die Regeln), also wird ohne
> rücksicht auf verluste mal was Ausprobiert !

Hm, unter dem Aspekt koennte sowas vielleicht wirklich sinnvoll
sein. Ansonsten mag ich aber "unverbindliche Kennenlernpartien"
nicht, dafuer ist mir die Zeit zu schade.

Und im Freundeskreis treffen wir uns gelegentlich mal zum Spielen
(ca. 8-12mal im Jahr in voellig unregelmaessigen Abstaenden), da
kann man es sich nicht leisten, Zeit in Tests zu investieren.
Da ist dann das gelegentlich auftretende Dem-Startspieler-alles-
nachmachen das kleinere Uebel - es kommt ja zum Glueck nicht allzu
haeufig vor.

Gruss, Volker

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Wolfgang Ditt

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Wolfgang Ditt » 23. Mai 2002, 08:36

Hallo Volker,

das kann schon einmal durchrutschen, vor allem wenn man keine Mitspieler hat, die das Regelverständnis kontrollieren können. Hab es ja auch gleich richtiggestellt, bevor andere anfangen es auch nicht regelkonform zu spielen. Und mal ehrlich, möchtest du als Forscher immer die ablegenden U-Boote an deinem Schlafraum haben?

Ansonsten ist deine Kosten-Nutzen-Analyse für das Echolot gut. Damit weißt du um die Wirtschaftlichkeit. Aber Wirtschafltichkeit ist nicht alles...

Viel Spaß bei Nautilus

Wolfgang

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Thomas Jereczek

RF: Nautilus

Beitragvon Thomas Jereczek » 23. Mai 2002, 11:09

Hallo Wolfgang,

laut Regel ist es doch möglich, daß ich in meine Forschungsstation zusätzlich einen 2. und 3. Forscher ziehe. Darf ich dann in Phase 3 dort zwei U-Boote zu wasser lassen, falls zwei blaue Schleusen frei sind?
In der Anleitung steht nichts was dagegen spricht.

Gruß
Thomas (der die Diskussion um den Glücksfaktor bei Nautilus nicht versteht. Jede Forschungsarbeit ist auch von Glück abhängig, warum sollte das bei der Meeresforschung/Schatzsuche anders sein? ;-) )

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Brigitte

Re: RF: Nautilus

Beitragvon Brigitte » 23. Mai 2002, 11:20


> Hallo Wolfgang,
>
ich hoffe ich darf auch antworten

> In der Anleitung steht nichts was dagegen spricht.

Eben!

mit verspielten Grüßen

Brigitte

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Wolfgang Ditt

Re: RF: Nautilus

Beitragvon Wolfgang Ditt » 23. Mai 2002, 11:21

Hallo Thomas,

das was du schreibst, geht. Meine Äußerung bezog sich darauf, U-Boote aus den WOHNSTATIONEN zu starten.

Wolfgang

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Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Attila » 23. Mai 2002, 12:51

Hiho,

>Hm, unter dem Aspekt koennte sowas vielleicht wirklich sinnvoll
>sein. Ansonsten mag ich aber "unverbindliche Kennenlernpartien"
>nicht, dafuer ist mir die Zeit zu schade.

Ich seh die Sache genauso, nur mit einem Unterschied: Wenn ich gleich - ohne das Spiel ein einziges mal gespielt habe - loslegen und auf Sieg gehe, dann kenne ich doch die Seiteneffekte der ganzen möglichen Aktionen nicht, also finde ich die Zeit zu schade mehrere Spiele auf Sicherheit zu gehen um nicht letzter zu werden. Da Spiele ich lieber ein Spiel was lockerer (das dauert dann meistens auch nur knapp die halbe Zeit) und ab dem zweiten Spiel gibt es keine Gnade mehr !

So gebe ich meinen Mitspielern wenigstens das ersten Spiel zu gewinnen ! :-) :-) :-)

Ich will nochmal betonen, das es sich dabei nicht um ungeplante Aktionen/Spiele handelt ! Ich stehe halt auf dem Standpunkt: Ich kenne das Spiel nicht, also versuche ich jetzt nicht mit stundenlanger Analyse das Spiel zu gewinnen ! Sicher, das kann ich machen, aber da es mich unheimlich Nervt wenn eine Spielrunde (also jeder Spieler ein Zug) 20 Miunten dauert, bin ich da vorbelastet. :-) (Alte leidige Diskussion ...)

Atti

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Volker L.

Nautilus (auch [RF])

Beitragvon Volker L. » 23. Mai 2002, 13:58

Wolfgang Ditt schrieb:
>
> Hallo Volker,
>
> das kann schon einmal durchrutschen, vor allem wenn man keine
> Mitspieler hat, die das Regelverständnis kontrollieren
> können.
Ja. Eine zweite Sache, die mir zwar klar ist, die ich aber in
beiden Testpartien haeufig vergessen habe, ist, dass der Finder
einen seinen Forscher 2 Schritte weit laufen lassen darf, wenn
er ein Atlantis-Teil gefunden hat. Hier hilft wirklich die
Anwesenheit mehrerer Spieler, und ich finde (ganz allgemein,
nicht nur bei Nautilus), es gehoert bei Spielen auch zum guten
Ton, Mitspieler darauf hinzuweisen, wenn sie offensichtlich etwas
vergessen haben wie z.B. die Handkarten zu ergaenzen etc.

> Hab es ja auch gleich richtiggestellt, bevor andere
> anfangen es auch nicht regelkonform zu spielen. Und mal
> ehrlich, möchtest du als Forscher immer die ablegenden
> U-Boote an deinem Schlafraum haben?

:-)
Naja, aber wenn du schon [i]so[/i] argumentierst, dann moechte
ich als Naturwissenschaftler doch mal darauf hinweisen, dass ein
paar tropfen Spritzwasser aus der Schleuse auf dem Bettbezug
wesentlich weniger Schaden anrichten als in der Elektronik der
teuren Laborausstattung. ;-)

> Ansonsten ist deine Kosten-Nutzen-Analyse für das Echolot
> gut. Damit weißt du um die Wirtschaftlichkeit. Aber
> Wirtschafltichkeit ist nicht alles...
>
> Viel Spaß bei Nautilus

Eigentlich wollte ich das in einem separaten Thread erfragen,
aber wenn wir hier schon beim Thema sind:[ul]
[*]Darf ein U-Boot in derselben Runde, in der es eingesetzt
wurde, auch sofort zu einer anderen Schleuse fahren und dort
wieder ausser Dienst gestellt werden? In der Regel fand ich
nichts, was das verbietet, aber ist diese Moeglichkeit, einen
Forscher deutlich weiter "laufen" zu lassen, von Euch so gewollt?
[*]Bei den Forschungsstationen gibt es ja je 2 Versionen
(unterschiedliche Lage der "blinden" Schraegseite). Darf man sich
beim Kauf eine aussuchen, oder muss man die nehmen, die im Stapel
gerade oben liegt? Instinktiv wuerde ich ersteres annehmen, aber
dann bin ich ueber den Satz gestolpert, wo es heisst, dass man
bei Nicht-Aktion die gekauften Stationen wieder abgeben muss und
diese [b][i]unter[/i][/b] den Stapel geschoben werden sollen, was
ja nur bei Version 2 sinnvoll waere.
[/ul]

Gruss, Volker

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Wolfgang Ditt

Re: Nautilus (auch [RF])

Beitragvon Wolfgang Ditt » 23. Mai 2002, 14:26

Volker L. schrieb:

"Darf ein U-Boot in derselben Runde, in der es eingesetzt
wurde, auch sofort zu einer anderen Schleuse fahren und dort
wieder ausser Dienst gestellt werden? In der Regel fand ich
nichts, was das verbietet, aber ist diese Moeglichkeit, einen
Forscher deutlich weiter "laufen" zu lassen, von Euch so
gewollt?"

Das geht. Es kommt selten vor, denn du musst dazu ein U-Boot im Vorrat haben die Station muss dafür gebaut sein und es muss ja schon ein (eigener oder fremder) Forscher in der Versuchsstation sein, an die du andocken willst.

"Bei den Forschungsstationen gibt es ja je 2 Versionen
(unterschiedliche Lage der "blinden" Schraegseite). Darf man
sich beim Kauf eine aussuchen, oder muss man die nehmen, die im
Stapel gerade oben liegt? Instinktiv wuerde ich ersteres annehmen,
aber dann bin ich ueber den Satz gestolpert, wo es heisst, dass man
bei Nicht-Aktion die gekauften Stationen wieder abgeben muss
und diese [b][i]unter[/i][/b] den Stapel geschoben werden sollen,
was ja nur bei Version 2 sinnvoll waere."

Version 2 ist die richtige. Ich habe Version 1 nie ausprobiert, der Unterschied ist nicht so groß, und so vermute ich, dass sie auch funktionieren würde (könnte höchstens beim Kauf länger dauern, weshalb Version 2 dann angenehmer wäre)

Wolfgang

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Volker L.

Danke (war: Nautilus (auch [RF]))

Beitragvon Volker L. » 23. Mai 2002, 14:35

Wolfgang Ditt schrieb:
>
> Volker L. schrieb:
>
> "Darf ein U-Boot in derselben Runde, in der es eingesetzt
> wurde, auch sofort zu einer anderen Schleuse fahren und dort
> wieder ausser Dienst gestellt werden? In der Regel fand ich
> nichts, was das verbietet, aber ist diese Moeglichkeit, einen
> Forscher deutlich weiter "laufen" zu lassen, von Euch so
> gewollt?"
>
> Das geht. Es kommt selten vor, denn du musst dazu ein U-Boot
> im Vorrat haben die Station muss dafür gebaut sein und es
> muss ja schon ein (eigener oder fremder) Forscher in der
> Versuchsstation sein, an die du andocken willst.

Im zweiten Testspiel war es so, dass in der letzten Runde
(Atlantis-Teile 13-15 waren schon gefunden) ein Spieler noch
eine Mehrheit uebernehmen konnte, nur kam er mit seinen 5
Schritten nicht ran (das betreffende Forschungslabor lag weit
weg von seinem Ausgangspunkt und die Station war auch noch recht
verwinkelt). Da ist er dann 4 Schritte zu einer eigenen Sation
gelaufen und von da aus mit dem U-Boot gefahren.

> "Bei den Forschungsstationen gibt es ja je 2 Versionen
> (unterschiedliche Lage der "blinden" Schraegseite). Darf man
> sich beim Kauf eine aussuchen, oder muss man die nehmen, die im
> Stapel gerade oben liegt? Instinktiv wuerde ich ersteres
> annehmen,
> aber dann bin ich ueber den Satz gestolpert, wo es heisst,
> dass man
> bei Nicht-Aktion die gekauften Stationen wieder abgeben muss
> und diese [b][i]unter[/i][/b] den Stapel geschoben werden
> sollen,
> was ja nur bei Version 2 sinnvoll waere."
>
> Version 2 ist die richtige. Ich habe Version 1 nie
> ausprobiert, der Unterschied ist nicht so groß, und so
> vermute ich, dass sie auch funktionieren würde (könnte
> höchstens beim Kauf länger dauern, weshalb Version 2 dann
> angenehmer wäre)

OK.
Hat vermutlich wirklich keinen so grossen Einfluss.

Gruss, Volker

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Ingo-Ulrich Strerath

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Ingo-Ulrich Strerath » 23. Mai 2002, 18:04

hi,
mal eine Information zum Namen des Spiels: "Nautilus" war der Name des
ersten amerikanischen Atom-U-Bootes. Allerdings wurde dies schon sehr
bald (1952) aus dem Verkehr gezogen, weil es anscheinend doch nicht so viel
taugte. Ob's dem (offensichtlich recht umstrittenen) Spiel auch ähnlich ergehen
wird?
Ingo

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Volker L.

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Volker L. » 23. Mai 2002, 20:02

Ingo-Ulrich Strerath schrieb:
>
> hi,
> mal eine Information zum Namen des Spiels: "Nautilus" war der
> Name des
> ersten amerikanischen Atom-U-Bootes. Allerdings wurde dies
> schon sehr
> bald (1952) aus dem Verkehr gezogen, weil es anscheinend doch
> nicht so viel
> taugte. Ob's dem (offensichtlich recht umstrittenen) Spiel
> auch ähnlich ergehen
> wird?
> Ingo

Vor allem ist "Nautilus" ja wohl bekannt aus Jules Vernes
"20.000 meilen unter dem Meer".
Im Uebrigen hatten die USA auch schon im Zweiten Weltkrieg ein
konventionelles U-Boot dieses Namens, das uebrigens sogar
Geschichte geschrieben hat - im einzigen Fall, wo eine Insel
von einem U-Boot erobert wurde:
Auf der Nautilus war eine Kompanie Marineinfanterie eingeschifft,
und sie setzten auf der kleinen japanisch besetzten Insel
Abemama einen Spaehtrupp ab, der die Staerke der Verteidiger
fuer eine spaetere Landung auskundschaften sollte. Als der
Spaehtrupp feststellte, dass die Insel nur von 21 Mann gehalten
wurde, baten sie ueber Funk das U-Boot um Feuerunterstuetzung
(U-Boote hatten damals ein kleinkalibriges Deckgeschuetz) und
nahmen ohne jede Vorbereitung die Insel im Handstreich ein.

Gruss, Volker

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Thomas Jereczek

Nautilus aus dem Verkehr ziehen???

Beitragvon Thomas Jereczek » 24. Mai 2002, 09:40

Hallo Ingo-Ulrich,

Ingo-Ulrich Strerath schrieb:
>
> ... aus dem Verkehr gezogen, weil es anscheinend doch
> nicht so viel
> taugte. Ob's dem (offensichtlich recht umstrittenen) Spiel
> auch ähnlich ergehen
> wird?

Nein, wird es nicht. :-)
Denn selbst wenn das Spiel nicht mehr produziert werden würde, und damit auch keine neuen Exemplare verkauft werden, so haben doch schon etliche Spieler Nautilus zu Hause und werden es weiterhin spielen. :-)
Oder glaubst Du, die schmeißen alle ihr Nautilus weg? ;-)

Gruß
Thomas (der diesen Vergleich nicht nachvollziehen kann. Chinatown wurde bei alea eingestellt, obwohl der reale "Ortsteil" immer noch existiert, oder doch nicht mehr? ;-) )

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RoGo

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon RoGo » 24. Mai 2002, 09:51

Hallo I-O,
ein U-Boot, das nicht taucht, taucht nix.
Meine Plastik-Delfin-Boote schwimmen in der Wanne oben.
Untergehende Grüße
Roland

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Kennt Ihr dieses Problem auch?

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 24. Mai 2002, 10:05

Das erste U-Boot, das "Nautilus" hieß, fährt in Jules Vernes SF-Roman "20000 Meilen unter dem Meer". Der Roman spielt, wenn ich mich rechterinnere, im 23. Jahrhundert, und ist seit den Zeiten Jule Vernes, als es noch keine wirklichen U-Boote gab, ein gern und oft gelesenes Werk. Wie unschwer zu erkennen ist, sind die im Spiel vorkommenden U-Boote direkte Nachfahren des U-Bootes von Kapitän Nemo, nach dem im Spiel die Währung benannt wurde.

Ich würde es durchaus wünschen, daß auch das Spiel "Nautilus" ein Klassiker wird, der ähnlich viele Neuauflagen wie der zugrundeliegende Roman erlebt. :-)

Daß die Amerikaner auch ein U-Boot danach benennen wundert mich nicht, aber sonderlich geholfen hat es offenbar nicht.

Ich finde Nautilus, sowohl als Roman als auch als Spiel ;-), sehr gelungen. Ich habe allerdings schon immer eine Vorliebe für Spiele mit einer interessanten Mischung aus Glück und Strategie. So ein bißchen Pokern gibt der eigenen Strategie erst die Würze.

Gruß
Roland

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Oli-spielbox

[OT]: Jules Verne

Beitragvon Oli-spielbox » 24. Mai 2002, 12:10

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Das erste U-Boot, das "Nautilus" hieß, fährt in Jules Vernes
> SF-Roman "20000 Meilen unter dem Meer". Der Roman spielt,
> wenn ich mich rechterinnere, im 23. Jahrhundert, und ist seit
> den Zeiten Jule Vernes, als es noch keine wirklichen U-Boote
> gab, ein gern und oft gelesenes Werk. Wie unschwer zu
> erkennen ist, sind die im Spiel vorkommenden U-Boote direkte
> Nachfahren des U-Bootes von Kapitän Nemo, nach dem im Spiel
> die Währung benannt wurde.

Hallo Roland,

es ist zwar auch schon ein Weilchen her, daß ich das Buch gelesen habe, aber meines Wissens spielt der Roman etwa Mitte des 19. Jahrhunderts. Das ist zum einen daran erkennbar, daß die aufgelesenen "Schiffbrüchigen" von einem Segelschiff kamen und zum anderen gibt es so etwas wie einen Nachfolgeband. Den Titel weiß ich leider nicht mehr, aber während des amerikanischen Bürgerkriegs fliehen ein paar Kriegsgefangene mit einem Ballon auf eine einsame Insel, wo sie gegen Ende des Buches auf den alten Kapitän Nemo treffen.

Das Grundthema vieler der bekanntesten Jules Verne-Bücher ist ja, daß einige Leute mit einer überlegenen Technik in seiner damaligen Zeit agiert haben, welches aber selten ein erfolgreiches Ende nahm.

Ciao, Oli

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Frank Biesgen

Re: [OT]: Jules Verne

Beitragvon Frank Biesgen » 24. Mai 2002, 12:14

Oli schrieb:

> es ist zwar auch schon ein Weilchen her, daß ich das Buch
> gelesen habe, aber meines Wissens spielt der Roman etwa Mitte
> des 19. Jahrhunderts. Das ist zum einen daran erkennbar, daß
> die aufgelesenen "Schiffbrüchigen" von einem Segelschiff
> kamen und zum anderen gibt es so etwas wie einen
> Nachfolgeband. Den Titel weiß ich leider nicht mehr, aber
> während des amerikanischen Bürgerkriegs fliehen ein paar
> Kriegsgefangene mit einem Ballon auf eine einsame Insel, wo
> sie gegen Ende des Buches auf den alten Kapitän Nemo treffen.

...genau - die Quasi-Fortsetzung war "Die geheimnisvolle Insel".

Gruß FBI

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HBS

OT: Nautilus pompilius

Beitragvon HBS » 24. Mai 2002, 12:47

Moin moin,

... und ich denke bei "Nautilus", obwohl ich Jules Verne gelesen habe, immer nur an das Meerestier... nach dem ja wohl die diversen fiktionalen und tatsächlichen U-Boote benannt sind (nehme ich zumindest an...)

http://www.wpunj.edu/cos/envsci-geo/chambered_nautilus.htm

Gruß,
Hanna
(outet sich somit nochmal als "Taucherin" obwohl sie natürlich nie in nautile Tiefen vordringen können wird ;-) )


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