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Dschunke

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Thomas Dau-Eckert

Dschunke

Beitragvon Thomas Dau-Eckert » 5. Juni 2002, 22:08

Liebe Spieler

Ich hab jetzt zum dritten Mal Dschunke zu viert gespielt. Und es turnt mich einfach nicht an. Vielleicht finde ich hier jemand der mich noch auf den richtigen Weg zu diesem Spiel führt. Es hat hier schließlich viele positive Stimmen gegeben. Meine Kritik :
- Die 4 Punkte Warenwertung ist zu dominant. Einmal schafft es jeder, so zwischen 8 und 12 Waren zu diesem Preis zu verkaufen und so um die 40 Punkte auf einen Schlag zu machen. Wer soetwas zweimal schafft hat gute Chancen den Sieg zu holen, wenn dies nicht ein weiterer Spieler auch schafft, die anderen sind dann zu weit entfernt. Die Bonuskarten am Ende, vorallem die 12er sind im Vergleich zu wenig für den Aufwand, den man betreiben muss.
- mein Einfluss welche Aktion ich gerne machen würde, ist sehr glücksabhängig bzw. von den Aktionen meiner Mitspieler bestimmt.
- Wenn die vermeintliche beste Aktion für einen bereits vergeben wurde, kann man nur noch Notaktionen machen " okay dann nimm ich halt die 3 Yüangs vom orangen Boot"
- beim Poker ist es schon verdammt hart seine Karten zu verlieren, wenn man nicht siegt. Blödes Spielgefühl. Und wenn man dann z. B. mit 6 Karten gegen 7 verliert sinken die Siegchancen rapide.
- bei uns reichten die Yüangs nie aus. Ist das normal ?
- das Spielgefühl ist unharmonisch. Man werkelt so vor sich hin, eine klare Strategie bekommt man nur schwer zu Stande.

So das reicht. Die Aufmachung ist klasse und sehr ansprechend und es ist auch nicht richtig doof das Spiel, aber es bleibt für mich unbefriedigent. Oder verstehe ich es bloß nicht und habe alles falsch gemacht ???

Gruß

Thomas

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Peter Steinert

Re: Dschunke

Beitragvon Peter Steinert » 5. Juni 2002, 22:46

Thomas Dau-Eckert schrieb:

> - Die 4 Punkte Warenwertung ist zu dominant. Einmal schafft
> es jeder, so zwischen 8 und 12 Waren zu diesem Preis zu
> verkaufen und so um die 40 Punkte auf einen Schlag zu machen.

UFF, das mußte ich dreimal lesen, bis ich verstanden habe, wo Euer Problem liegt: Die 4 Jüan bekommt man - um Himmels Willen - doch nicht für jede Karte, die man bietet !!! Der höchstbieter bekommt 4 Jüan, das ist alles.

> - bei uns reichten die Yüangs nie aus. Ist das normal ?

Nein, ist es nicht. Siehe oben !!!

Ich könnt' wetten, daß Ihr jetzt mehr Spaß an Dschunke habt :-)

Viele Grüße

Peter

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Peter Steinert

Re: Dschunke

Beitragvon Peter Steinert » 5. Juni 2002, 22:48

So, und jetzt schreibe ich die Währung noch mal eben richtig: YYYÜÜÜAANNN.

:-D

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Ina-spielbox

Re: Dschunke

Beitragvon Ina-spielbox » 6. Juni 2002, 20:19

Hallo Thomas,

obwohl wir das mit der Warenwertung richtig verstanden haben, ging es uns bei Dschunke ganz genau so wie Euch.
Das Pokern ist extrem glücksabhängig und wer immer Pech hat, verliert die Lust. Und irgendwie spielt man so vor sich hin.

Ich kann die Begeisterung für Dschunke auch nicht verstehen.

Gruß Ina

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Stefan Heinze

Re: Dschunke

Beitragvon Stefan Heinze » 7. Juni 2002, 09:52

Das ist ja eben typisch für ein Pokerspiel.
Kalkuliertes Risiko - mit was kann ich von den anderen rechnen?

– will ich in jeder Runde Gewinn machen oder sammele ich lieber für die nächste Runde und gehe dann ein geringes Risiko?
- gehe ich auf 4 oder Sonderkarte oder begnüge ich mich mit geringeren Beträgen, die ich vielleicht mit wenig Karten bekommen kann?
– "wenn 2 sich streiten". Offensichtlich haben 2 sehr viel Karten einer Farbe gesammelt, spekuliere ich darauf, das beide Angst haben gegen den starken Gegner zu verlieren und auf etwas anderes gehen. Und setze dann zum Spaß eine Karte und mit Glück räume ich superbillig ab.
- will ich jetzt unbedingt eine Sonderkarte und wähle auf einem Schiff "Karten ziehen" damit nichts schief gehen kann?
- habe ich die deutlich meisten Karten in einer Farbe und jeder weiss das, setze ich dann davon viele Karten ein und verliere schnell meine Übermacht oder spiele ich extra nur wenige in der Farbe, weil sowieso keiner glaubt, das er mich überbieten kann?
- spekuliere ich als Gegner darauf, das der andere so geizig ist, wie im Vorbeispiel.
- habe ich nur noch wenige Karten, riskiere ich sie gleich oder warte ich lieber auf eine günstigere Gelegenheit mit weniger Risiko.

Grundsätzlich gilt glaube ich, wenn man beim Pokern immer alles riskiert, hat man die schlechtesten Chancen. Man muß sich konzentrieren.
Und natürlich beobachten, wie die anderen bieten und versuchen sie dann beim nächsten mal richtig einzuschätzen.

Gruss
Stefan

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Joachim Speicher

Re: Dschunke

Beitragvon Joachim Speicher » 7. Juni 2002, 17:52

Ich finde gerade die Mischung aus Planungsstrategie, Zockerspiel und Glück das reizvolle an Dschunke.
Würde es deshalb nicht unbedingt als Pokerspiel bezeichnen. Ansonsten stimme ich in allen Punkten zu.

Gruß
Jo
(der etwas traurig über die Nichtnominierung von Dschunke war)

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Rolf Schneider

Re: Dschunke

Beitragvon Rolf Schneider » 8. Juni 2002, 17:44

Hallo Stefan,

volle Zustimmung! Genau das ist der Kern des Spiels. Ich hätte es gern auf der Nominierungsliste gesehen (am Ende hinter Puerto Rico, aber immerhin).

Viel Spaß weiterhin auf schwankenden Brettern,

Rolf


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