Beitragvon Roland G. Hülsmann » 16. August 2002, 07:39
... hm ...
... aber ob ein Spiel mittelmäßig ist oder nicht, ist doch auch nur eine subjektive Bewertung! Es gibt nun mal keine objektiven Maßsstäbe für Spiele. (Aber es gibt einige Rezensenten, die glauben, sie wären der Maßstab und ihre Rezensionen seien so etwas wie Dogmen, .... aber das ist ein anderes Thema! ;-) )
Ein Spiel, daß für den einen nur mittelmäßig, und daher zurecht nicht kaufenswert, ist, mag für einen anderen ein absolutes Highlight sein und somit ein "Must have"!
Und auch sogenannte "Vielspieler" sind nicht alle einer Meinung und haben alle den gleichen Geschmack! In mir wehrt sich jedesmal etwas, wenn mich da jemand mit "wir Vielspieler" vereinnahmen möchte. Ich spiele gern und - wenn es meine Zeit zuläßt - auch viel ... und trotzdem habe ich einen eigenen Geschmack, der möglicherweise auch hin und wieder den von manchen vermuteten "Vielspieler-Mainstream" verläßt.
Zum Thema "Toleranz gegenüber Spielen": Ja ich bin tolerant, wenn es darum geht neues an mich heranzulassen und auszuprobieren. Ich bin auch tolerant, wenn ich sehe, daß andere Menschen andere spielerische Vorlieben haben als ich. [b]Aber[/b] in einer Rezension erwarte ich, daß der Schreiber seine Meinung über das Spiel klar und deutlich wieder gibt (nicht ohne es vorher so beschrieben zu haben, daß einer, der das Spiel nicht kennt, sich eine Vorstellung von Thema und Spielmechanismus machen kann - nur so kann ich die Rezension für mich be- und auswerten). Er sollte seine Meinung aber nicht als allein seeligmachende Wahrheit darstellen, sondern als das, was sie ist: seine persönliche subjektive Meinung. Die will ich lesen! Im Journalismus sollten - auch bei Spielemagazinen - Fakten einerseits und Kommentare andererseits deutlich als solche erkennbar sein!
Gruß
Roland