Beitragvon Ulrich Schumacher » 21. September 2002, 09:50
Gustav der Bär schrieb:
>
> Wenn ich noch mal ein kleines Haar spalten darf: Ein "Donjon"
> und ein "Bergfried" sind nicht ganz das selbe. Der "Donjon"
> wurde als einzeln stehendes Gebäude errichtet, das auch ohne
> weitere Bauten zu verteidigen war. "Donjons", die heute in
> Burgen integriert sind, wurden erst im Laufe von Generationen
> nach und nach umbaut und ausgebaut.
Nun, das ist richtig, zumal der Ausdruck "Bergfried" erst eingeführt wurde, als die Zeit der mittelalterlichen Burgen und damit erst recht die einzelner Wehrtürme vorbei war. Der Ausdruck "donjon" sagt aber manchem weniger als der hierzulande besser bekannte "Bergfried". Und in Wörterbüchern wird "donjon" mit "Bergfried" übersetzt.
> Der "Bergfried" - typisch für die Burgen-Architektur des
> Deutschen Reichs -
Nach 1871 wurden meines Wissens nach allenfalls noch Bunker als Befestigung gebaut. Oder war etwa das Gebiet des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" gemeint (Haarespalten kann ich auch :D
ist allein nicht zu verteidigen, weil er
> an seiner Unterseite zu viele tote Winkel hat und macht nur
> innerhalb einer kompletten Festungsarchitektur zusammen mit
> anderen Bauelementen Sinn.
Nicht ganz: Beschießen war in der Tat schwierig, aber von oben etwas herabfallen lassen war ja durchaus möglich, und da hatte so mancher Angreifer im doppelten Sinn Pech ...
> (Noch so ´ne Information, mit der man im Leben eigentlich gar
> nix anfangen kann. Ich LIEBE so was!)
Das kann ich gut verstehen. Ich denke allerdings, daß wir die Diskussion hier abbrechen sollten. Es sei denn du möchtest sie im OT-Forum weiterführen.
Alternativ bliebe noch, sich in Essen darüber zu unterhalten (falls du es dorthin schaffst).
Grüße
Uli