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Erwartungen an einen Spieleerklärer

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Christian Hildenbrand

Erwartungen an einen Spieleerklärer

Beitragvon Christian Hildenbrand » 23. Oktober 2002, 16:56

So, nachdem ich versehentlich heute morgen ein langes Posting zu diesem Thema versehentlich gelöscht statt abgeschickt habe, versuche ich mich nun ein zweites Mal ...

Ciao !

Ich starte jetzt einfach noch mal einen neuen Thread zu dieser Frage, die mich schon seit dem Messe-Donnerstag beschäftigt, und bei der ich feststelle, daß auch einige von Euch Erfahrungen gemacht haben. Von dem her will ich einfach mal folgendes in die Runde werfen:

[b]Welche Erwartungen habt Ihr an einen Spieleerklärer auf der Spielemesse ?[/b]

Ich glaube zunächst einmal, daß man die Situationen bei 2F, Bewitched, Bambus, D&F oder auch bei Adlung nicht als Maßstab nehmen darf, denn außer an den Ständen der kleineren Verlage bekommt man wohl nur selten den Autor oder den Verleger als Erklärer ans Spielbrett. ;-)
Nein, mir geht es um die "großen" Verlage".

Ich stelle mir die Frage, welchen Zweck ein Spieleerklärer speziell auf der Messe haben sollte. Ich glaube nicht, daß einer von uns hier wirklich jemanden von den rot- oder blau-be-t-shirteten bräuchte, um sich in einem neuen Spiel gleich zurechtzufinden, es ist aber sicherlich bequemer und schneller, sich die Spielregeln im Groben erzählen zu lassen, um eine Probepartie zu spielen, und um somit auch zu wissen, ob sich der Kauf des entsprechenden Spieles auch wirklich lohnt. Und eben auf der Messe fehlt uns dann auch die Zeit, um sich lange dem Regelstudium hinzugeben.

Es geht sicherlich nicht darum, daß der Erklärer das Spiel bis ins kleinste Detail erläutert, oft ist dieses ja nicht notwendig, um es anzuspielen, oder sogar eine komplette Partie zu spielen. Es reicht, um das Spiel kennenzulernen. Ich denke, daß wie ich die meisten Spieler in unserer Runde sich die Spielregeln zuhause sowieso noch mal zu Gemüte führen, bevor ein Spiel im Freundeskreis oder auf dem Spieleabend auf den Tisch kommen soll.

Jetzt ist bei mir aber die Frage, wieviele Fehler sich ein Erklärer "erlauben" darf, wenn ich Auskunft zu einem Spiel will, das ich auf der Messe testen mag. Es stört mich wenig, wenn ich wie in einem erlebten Fall (Odins Raben) 6 statt 5 Handkarten habe, mir die Info fehlt, daß ich mehrere gleiche Landschaftsfelder hintereinander mit einer Karte überfliegen darf, daß nach jedem Zug noch mal eine Landschaftskarte angelegt werden darf, oder aber alle Möglichkeiten, wie man den Odin-Stein wieder los wird. Nach dem Nachlesen der Regeln saß dann aber eine andere Erklärerin mit am Tisch, die mit einer Messe-Besucherin eine Probepartie Odins Raben spielte, und dabei spieltechnische Fehler einbaute, die mir die Haare im Nacken haben aufstehen lassen. Durch immense Fehler beim Nutzen der Karten, des Zusatzstapels, dem Auslegen der Landschaftskarten und bei der Abrechnung wurde das Spiel schlichtweg zu einem anderen.

Wie schon gesagt, die kleineren Fehler stören nicht weiter, schließlich kann ich alles noch mal nachlesen und die Details entsprechend nachträglich einfügen.

Nun aber noch ein zweiter Fall, den ich selbst am Sonntagmittag (zufällig) am gleichen Stand am eigenen Leib erfahren mußte. Geplant war, eine Parte "Die neuen Entdecker" zu spielen. Ich kannte bislang weder die "alten" Entdecker, noch dieses Spiel. Also suchten wir uns jemanden, der uns in die Regeln einweiht. Am Kosmos-Ausgabe-Stand wurde mir gesagt, es gäbe genau 2 (!) Erklärer im ganzen Erklärer-Team, die sich im Vorfeld mit eben jenem Spiel beschäftigt hatten, und die somit seit nunmehr 4 Tagen zuständig waren, den Spielern diesbezüglich zu helfen. Glücklicherweise erwischten wir gleich einen dieser beiden ... das war dann aber auch schon das einzig positive. Es begann schon damit, daß es die unmotivierteste Erklärung eines Spiels war, die ich bis dato auf der Messe erleben mußte ("Ja, und dann macht ihr das halt mal so und hier noch das und überhaupt ...". Neben vielen Kleinigkeiten, die er nicht oder falsch erzählte, war zum einen die Erklärung, daß Forscher von gewerteten Inseln auf dem Weg zu den Hütten auf die Hütten zulaufen sollen, der erste Forscher also hüttenfern gesetzt wird. Macht in der Endabrechnung einen sehr großen Unterschied bei einem eventuellen Forschergleichstand. Und das andere war das Spielziel: "Das Spiel endet, wenn einer der Spieler auf der Schlangen-Zählleiste die 50 erreicht." :-? :-? :-?

Wenn mich nicht alles täuscht, werden die Spieleerklärer für die Messe extra angeheuert. Klar, es sind sicherlich nicht alles fleißige Spieler wie wir hier im Forum (Ausnahmen bestätigen usw.). Aber wenn jemand für einen Job wie diesen bezahlt wird, kann ich doch wohl davon ausgehen, daß eine gewisse Vorbereitung mit drin sein kann. Ich weiß, daß ein Teil der Spiele erst sehr knapp vor der Messe fertig wurden, aber wenn ich bedenke, daß wir von Zeit zu Zeit für einen Spieleabend auch mal schnell 3-4 Regeln am Nachmittag vorbereiten müssen, dann sollte es doch auch für die Spieleerklärer bei den großen Verlagen möglich sein, zu so einem Ereignis wie der Spielemesse zumindest die neuen Spiele halbwegs drauf zu haben. Wie schon gesagt, sie werden schließlich dafür bezahlt !!!

Ich weiß nicht, ob ich mit dieser Meinung alleine da stehe, von dem her würde es mich interessieren, wie Ihr dazu steht, was Ihr glaubt, was man von Spieleerklärern auf so Veranstaltungen wie der Spielemesse - oder auch der Spielwiesn in ein paar Wochen - erwarten darf, erwarten kann.

Abendliche Grüße !

Ciao, Christian (... dem dieser Text heute morgen irgendwie leichter aus den Findern floß ...)

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Holger

Wie wird man Spieleerklärer auf der Messe?

Beitragvon Holger » 23. Oktober 2002, 17:21

Wie kann man eigentlich Spieleerklärer auf der Messe werden?
Ich hätte durchaus Interesse sowas nächstes Jahr zu machen. Und zum Grossteil waren es Personen die nichts mit dem Verlag oder dem Spiel zu tun hatten und die auch teilweise wirklich nicht gut erklären konnten (mein erstes Spiel war gleich eine Katastrophe; die Person war gerade erst mit dem Spiel vertraut gemacht worden und konnte es dementsprechend nicht gut erklären da ihr viele Details fehlten).

mfg
Holger

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Arne Hoffmann
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Beiträge: 497

Re: Erwartungen an einen Spieleerklärer

Beitragvon Arne Hoffmann » 23. Oktober 2002, 17:27

Moin Christian!

Auf Deinem Thread scheint ein Fluch zu liegen. :evil:

Bei meiner Antwort stuerzte Netscape ab, so dass ich mir - wohl morgen - auch noch einmal alles aus den Fingern saugen darf. :roll:

Kurzer Tenor der Antwort war aber: Ich stimme Dir zu und Du bist mit Deiner Meinung nicht allein. :-))

Detaillierte Ausfuehrung folgt dann spaeter.....

Tschoe,

- Arne -

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Frank Biesgen

Re: Wie wird man Spieleerklärer auf der Messe?

Beitragvon Frank Biesgen » 23. Oktober 2002, 17:38

Moin Holger,

bei Amigo zumindest konnte man sich vor der Messe über die Website entsprechend bewerben.

Gruß FBI

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Valkyre

Re: Wie wird man Spieleerklärer auf der Messe?

Beitragvon Valkyre » 23. Oktober 2002, 17:45


> Wie kann man eigentlich Spieleerklärer auf der Messe werden?
> Ich hätte durchaus Interesse sowas nächstes Jahr zu machen.
> Und zum Grossteil waren es Personen die nichts mit dem Verlag
> oder dem Spiel zu tun hatten und die auch teilweise wirklich
> nicht gut erklären konnten (mein erstes Spiel war gleich eine
> Katastrophe; die Person war gerade erst mit dem Spiel
> vertraut gemacht worden und konnte es dementsprechend nicht
> gut erklären da ihr viele Details fehlten).

Ich habe keine Ahnung wie das so in Deutschland ist. Ich komme selber aus den Niederlanden, und 'unsere' Boerse (in Eindhoven) ist in zwei Wochen. Ich weiss dass es nicht unueblich ist dass Verlage kontakt aufnehmen mit Spielevereine und dort rumfragen wer Lust hat zu Erklaeren am Stand. Letztes Jahr zum Beispiel waren einige von unserem Club in dem Jumbostand in Eindhoven.

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Uli Schumacher

Erwartungen eines Spieleerklärers

Beitragvon Uli Schumacher » 23. Oktober 2002, 21:42

Hi, Christian & die anderen,
Ich habe diesen Job - sowohl auf der Messe als auch auf anderen Veranstaltungen jetzt ein paar mal gemacht. Meine Erfahrungen zeigen, dass es bei den größeren Verlagen beides gibt - Spieler und Gelegenheitsarbeiter.
Letztere können meist garnicht einschätzen, was relevant ist, was wie verstanden wird usw. Das ist, als ob man einem, der zwar lesen kann, aber stets nackt geht, Nadel, Faden, Stoff und Schnittmuster samt Anleitung in die Hand drückt....er weiß nicht, wozu. Lassen wir sie undiskuttiert...

Die Spieler haben meist dann Probleme, wenn sie ein Spiel erklären sollen, dass sie eigentlich nicht mögen, jedenfalls geht es mir so. Irgendwann mal gespielt, für blöd befunden, Regel (gerade deshalb) nie wieder angeguckt, und alles lange her.
Wenn ich ein Spiel gut finde, klappt es auch mit der Erklärung. Dabei muß es nicht unbedingt mein Liebling sein, es reicht, wenn ich weiß, zu welcher Zielgruppe es passt. Dann kann man es dieser Zielgruppe auch mit gutem Gewissen empfehlen und entsprechend rüberbringen.

Erfahrungsgemäß braucht man für jedes Spiel 2-3 Runden, bis die Erklärung sitzt, d.h. bis man sich die Fakten so zurechtsortiert hat, dass alles wesentliche ankommt. Am Donnerstag früh in Essen ist da manchmal noch ein bißchen Toleranz nötig - Regel lesen und erklären sind zweierlei, besonders, wenn man Nichtspieler am Tisch hat. Die Struktur einer Erklärung wächst erst mit den ersten Probeläufen.

Das bringt mich zum zweiten, aus meiner Sicht schwierigsten Problem - die Balance zwischen einfacher Erklärung und vollständiger Erklärung.
Ich versuche meist, etwa abzuchecken, wer mir da gegenübersitzt, aber es steht ja nicht jedem auf die Stirn geschrieben. Wenn ich den Eindruck habe, es mit sehr unerfahrenen Spielern zuntun zu haben, und meine 'Kunden' offensichtlich Schwierigkeiten haben, die Faktenmenge in kurzer Zeit aufzunehmen, vereinfache ich auch mal dreist eine Regel - meist steht dann promt ein Vielspieler daneben und schimpft. Er hat dann zwar recht - aber was habe ich davon, wenn die Spieler zwar alle Regeln zu hören bekommen, aber nicht aufnehmen können.

Super sind die Zuhörer, die vor der Erklärung genau sagen, was sie wollen - Spielidee, anspielen oder Detailtreue, und die dann aufmerksam zuhören ohne immer genau das dazwischenzufragen, was ohnehin 2 Sätze später gekommen wäre. Zwischenfragen sind o.k., wenn sie sich auf das Gesagte beziehen, nicht auf das noch zu Sagende. Spielelernen ist schon ein bißchen wie Schule, nicht nur ein guter Lehrer, sondern auch willige Schüler gehören dazu. Wenn ich meinen Psalm dann abgelassen habe (Tschuldigung, aber auch ein Spiel, dass Spaß macht, hat ab dem 50. mal etwas von Schallplatte mit Sprung) sind Fragen dran. Und wenn ich dann noch Zeit hab, die ersten Züge abzuwarten, ob Verständnissprobleme auftreten, läuft es meist auch super.

Dann war da noch die Sache mit dem Regellernen vorher. Als Eisenbahn noch erschwinglich war, habe ich immer auf der Fahrt gelernt. Neue Spiele - klar, muß man lernen. Das Problem entsteht meist eher bei den alten, die man vor einem oder zwei Jahren das letzte Mal gespielt hat. So ungefähr hat mans im Kopf, aber alle Details ganz sicher nicht. Da erklärt man dann schon mal mit der Regel in der Hand und liest auch mal nen Abschnitt komplett nach. Die meisten Spieler, die auf der Messe erklären, haben ja noch einen ganz profanen Beruf wie Mathelehrer oder Wirtschaftsassistent zum Broterwerb, und wenn man sich mal die Palette von Kosmos oder Amigo ansieht - da hat man schon einige Abende zu tun, um alle Neuheiten vorher durchzuspielen und zu lernen. Die alten bleiben ein bißchen auf der Strecke.

einige Zitate aus Deiner Meinung möchte ich direkt kommentieren :

>Es geht sicherlich nicht darum, daß der Erklärer das Spiel bis ins kleinste Detail >erläutert, oft ist dieses ja nicht notwendig, um es anzuspielen, oder sogar eine >komplette Partie zu spielen. Es reicht, um das Spiel kennenzulernen. Ich denke, >daß wie ich die meisten Spieler in unserer Runde sich die Spielregeln zuhause >sowieso noch mal zu Gemüte führen, bevor ein Spiel im Freundeskreis oder auf >dem Spieleabend auf den Tisch kommen soll.

Das ist nicht ganz einfach, da verschiedene Leute oft verschiedene Dinge als wesentlich empfinden und ihr Fehlen als Fehler.
Ich versuche eigenlich, alles zu erzählen (mit Ausnahmen, s.o.) und durch Struktur Kern- und Nebenregeln zu trennen. Aber gerade das wächst erst mit mehreren Erklärungen.

>Wie schon gesagt, sie werden schließlich dafür bezahlt !!!

Richtig, aber es ist schon ein Knochenjob, 9 Stunden stehen und reden, und weil es einfach gut lief und Spaß gemacht hat, habe ich mir in vier Tagen Summa summarum insgesamt 90 min richtige Pause gegönnt, sonst nur ein Schluck Cola und ein Hustenbonbon und weiter...

Trots meiner ausführlichen Verteidigung der Erklärer finde ich es echt schade, wenn mir ein Spiel völlig unmotiviert oder falsch erklärt wird. Und ich bin ein fürchterlicher Erklärungs-hörer, der ständig sinnlos zwischenfragt (Sonnenkönig, die Kurzregel ist völlig blöd, und ich habe nie verstanden, was der Erklärer wollte, weils auf der Kurzregel anders stand)
Und so richtig verstehe ich auch nicht, wieso die Verlage nicht genügend motivierte Leute finden.

Uli (die auf ihrer ganz profanen Arbeit am Montag früh 500 km von Essen pünktlich erschienen ist und dann aufgrund Augengröße und Stimmlage - sonorer Alt mit Neigung zum Flüstern - gefragt wurde, ob sie den ganzen Urlaub nur gesoffen und gebrüllt hätte, und letzteres sogar bestätigen mußte - nicht ist tötlicher für die Stimmlage als Ansagen "Dennis Müller sucht seine Mami. Dennis Müller sucht seine Mami. Dennis kann am Stand 3681 in Halle 500 abgeholt werden. ich wiederhole.....")

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Christian Hildenbrand

RE: Erwartungen eines Spieleerklärers

Beitragvon Christian Hildenbrand » 23. Oktober 2002, 22:12

Ciao Uli !

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, ich fand es sehr interessant, die Sache von der Seite einer Spieleerklärerin beschrieben zu bekommen.

Und dann ist mir auch gleich was eingefallen, was aus der ersten Version meines Postings heute morgen im letztlich abgeschickten noch gefehlt hat:

Ich habe einen riesengroßen Respekt vor den Leuten, die so eine Messe 4 Tage lang als Spieleerklärer durchhalten !!! Und das soll jetzt kein nachträgliches "Einschleimen" sein ... ;-)

Aber wie Du schon bemerktest: warum finden die Verlage nicht genügend motivierte Erklärer ?

Nächtliche Grüße !

Ciao, Christian (... würde das sehr gerne mal probieren, auf solch einer Messe als Erklärer tätig zu sein ...)

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Udo Möller

RE: Erwartungen eines Spieleerklärers

Beitragvon Udo Möller » 23. Oktober 2002, 23:27

Hallo Christian,

vielleicht liegt es einfach daran, dass die meisten Spieler wohl lieber die neuen Spiele testen als erklären wollen? Erklären kann ich bei Spieleabenden und unseren eigenen Spieletagen zur Genüge - in Essen will ich doch lieber die Neuheiten testen.

Übrigens Lob an Uli: du hast deine Sache bei Winning Moves gut gemacht! Clans gekauft! :-)

LUdo ergo sum [hoffentlich wieder am Sonntag - vielleicht ad acta?]

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Ulrich Schumacher

Wichtigstes Element des Spieleerklärers: Stimme!

Beitragvon Ulrich Schumacher » 24. Oktober 2002, 06:34

Uli Schumacher schrieb:
>

> Uli (die auf ihrer ganz profanen Arbeit am Montag früh 500 km
> von Essen pünktlich erschienen ist und dann aufgrund
> Augengröße und Stimmlage - sonorer Alt mit Neigung zum
> Flüstern - gefragt wurde, ob sie den ganzen Urlaub nur
> gesoffen und gebrüllt hätte

Bedauerlich! Noch bedauernswerter war aber deine Erklärerkollegin Vera, die offenbar schon erkältet angereist war und bereits am Freitagmorgen stimmlich nicht mehr in der Lage war ihren Job durchzuführen.


Grüße

Uli

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Heinrich Glumpler

Balance Informationen/Entertainement

Beitragvon Heinrich Glumpler » 24. Oktober 2002, 08:13

Hi,

ich denke, als Spiele-Erklärer kommt es vor allem darauf an, ein subtiles Gleichgewicht zwischen Informationsvermittlung und Entertainement aufrecht zu erhalten.

Weicht man zu stark zur Seite der Informationsvermittlung ab...
...langweilen sich die Spieler
("Wann geht's denn endlich los" / "Komm, wir fangen jetzt einfach mal an")

Weicht man zu stark zur Richtung Entertainement ab...
...fehlen nachher wichtige Infos, um das Spiel spielen zu können
("Das hast du uns aber nicht gesagt" / "Ja ja, nacher noch neue Regeln einführen!")

Auf der Messe habe ich die grundlegenden Mechanismen erklärt und dann meistens so etwas gesagt wie:
"Das war die Hälfte der Regeln - die andere Hälfte lernen Sie jetzt in unserem kurzem Probespiel kennen. Nehmen Sie es sich nicht zu sehr zu Herzen, wenn Sie jetzt nicht gewinnen - dieses erste Spiel ist definitiv unfair Ihnen gegenüber, weil Sie wichtige Regeln noch nicht kennen ... aber so bekommen Sie am schnellsten einen Eindruck ..." usw.

In privaten Runden sollte man nur definitiv sagen, dass die erste Partie zum "Kennenlernen" ist - was manchen Spielern schwer fällt, die IMMER gewinnen wollen ... aber ich denke, dieses Phänomen kennt jeder von uns.

Grüsse
Heinrich

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Gerald Rüscher

Selbst ist der Mann ;-)

Beitragvon Gerald Rüscher » 24. Oktober 2002, 10:01

Christian Hildenbrand schrieb:

> [b]Welche Erwartungen habt Ihr an einen Spieleerklärer auf
> der Spielemesse ?[/b]

- Weiblich, ledig, jung
- Ansprechendes Äußeres
- Geschmackvolle Kleidung
- Frischer Atem

Ist auch sehr nett ein wenig im Nacken massiert zu werden während man sich die Regel selbst durchliest ;-)

Gruß,
Jerry

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Tom

Re: Selbst ist der Mann ;-)

Beitragvon Tom » 24. Oktober 2002, 11:14

Gerald Rüscher schrieb:
>
> - Weiblich, ledig, jung
> - Ansprechendes Äußeres
> - Geschmackvolle Kleidung
> - Frischer Atem
>
> Ist auch sehr nett ein wenig im Nacken massiert zu werden
> während man sich die Regel selbst durchliest ;-)
>
> Gruß,
> Jerry

an welchem Stand warst Du??? (Da muss ich was verpasst haben!) :lol:
Tom

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Christian Hildenbrand

RE: Selbst ist der Mann ;-)

Beitragvon Christian Hildenbrand » 24. Oktober 2002, 11:20

"Gerald Rüscher" hat am 24.10.2002 geschrieben:
> Christian Hildenbrand schrieb:
>
>> [b]Welche Erwartungen habt Ihr an einen Spieleerklärer auf
>> der Spielemesse ?[/b]
>
> - Weiblich, ledig, jung
> - Ansprechendes Äußeres
> - Geschmackvolle Kleidung
> - Frischer Atem
>
> Ist auch sehr nett ein wenig im Nacken massiert zu werden
> während man sich die Regel selbst durchliest ;-)
>
> Gruß,
> Jerry

Wenn das nicht der nächste Beitrag in die Macho-Kasse ist ... ;-) :-))

Hinweisende Grüße !

Ciao, Christian (... gerade hausmännisch am Wäsche waschen ...)

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Andrea Meyer

Re: Erwartungen eines Spieleerklärers

Beitragvon Andrea Meyer » 24. Oktober 2002, 12:08

Uli Schumacher schrieb:
>
> Uli (die auf ihrer ganz profanen Arbeit am Montag früh 500 km
> von Essen pünktlich erschienen ist und dann aufgrund
> Augengröße und Stimmlage - sonorer Alt mit Neigung zum
> Flüstern - gefragt wurde, ob sie den ganzen Urlaub nur
> gesoffen und gebrüllt hätte, und letzteres sogar bestätigen
> mußte - nicht ist tötlicher für die Stimmlage als Ansagen
> "Dennis Müller sucht seine Mami. Dennis Müller sucht seine
> Mami. Dennis kann am Stand 3681 in Halle 500 abgeholt
> werden. ich wiederhole.....")

Kleiner Tipp fürs nächste Jahr (auch auf die Gefahr hin, dass ich dann keinen Platz mehr bekomme): Der Coffeeshop im Foyer der Messe ist erstaunlich ruhig und nach 20 Minuten hört auch das Rauschen in den Ohren von besagten Hallendurchsagen, wunderbaren Beschallungen am Amigo- und anderen Ständen und dem pausenlosen "Andrea, kannst du mal ..." auf.

Andrea (die nur bestätigen kann, dass mensch als SpieleerklärerIn Dennis Müllers Mami wirklich wünscht, dass sie ihren Sohn SCHNELL!!! wieder findet)

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Michael Hüllecremer

Re: Erwartungen an einen Spieleerklärer

Beitragvon Michael Hüllecremer » 24. Oktober 2002, 12:17

Hallo Leute

Uli hat mir meine Antwort zwar schon größtenteils vorweg genommen, aber trotzdem möchte ich auch noch ein paar Sachen dazu sagen, nachdem ich dieses Jahr zum dritten mal bei Amigo die Brett- und Kartenspielen erklärt habe, oder dies zumindest versucht habe :-)

Zunächst denke ich sollte man da ein wenig unterscheiden. All die Erklärer, die bei einem kleineren Verlag arbeiten, haben es sicherlich ein wenig leichter, da sie insgesamt vielleicht nur 10 Spiele beherrschen müssen (was nicht völlige Fehlerklärungen Entschuldigen soll, die auch meiner Meinung nicht vorkommen sollten). Bei Amigo entspricht das der Menge der Neuheiten eines Jahres. Vorallem die Leute die bei uns im Backlistbereich (dort wo man alles spielen konnte) gearbeitet haben, mussten so ca. 40 Spiele können. Dies kann man aber nicht in der Woche vor der Messe parallel zur normalen Arbeit einfach nochmal so lernen. Da muss man einfach aus der Erinnerung der vergangen Jahre schöpfen und selber beim Erklären das ein oder andere in der Regel nachlesen.

Eine wirklich gute Erklärung bekommt man erst nach mehreren Versuchen hin. Das bedeutet, dass all die Leute, die bereits Donnerstag früh kommen, noch nicht die beste Erklärung bekommen. Man muss erst lernen, wie man die Regeln so erklärt, dass sie möglichst einfach sind. Dazu bedarf es einfach 3-6 "Versuche". Land Unter und Guillotine kann ich jetzt wohl jedem in 2 Minuten erklären ohne das Fragen offen bleiben.

Dann hat man das Problem, dass dort zum Teil Spieler mit völlig unterschiedlicher Spielerfahrung an einem Tisch sitzen. Dies hat zur Folge, dass, wenn ich das Spiel zügig erkläre, der Gelegenheitsspieler fast nichts versteht und bei der detaillierten Erklärung sich der Zocker zu Tode langweilt.

Problematisch für mich wird es immer dann wenn ich gebeten werde ein Spiel zu erklären, dass ich selber nicht schätze (z.B. iSdS dieses Jahr). Da ist man einfach nicht mit dem gleichen Herzblut dabei, wie bei den eigenen Lieblingsspielen. Da leidet leider die Erklärung ein wenig auch wenn man versucht dies zu verhindern.

Ein anderer Faktor, voa allem am Samstag und Sonntag, ist die allgemeine Hektik. Zig Spielrunden wollen zugleich ein Spiel erklärt bekommen, so dass man versucht möglichst schnell mit der Erklärung durch zu kommen, um dann auch schon wieder zum nächsten Tisch zu kommen. Da kann es leider vorkommen, dass man ein Detail vergisst zu erwähnen. (BTW Hat schon mal jemand versucht am Samstag in seine wohlverdiente Pause zu kommen und dann die entsetzten Gesichter gesehen, wenn man sagte man könne das Spiel jetzt nicht erklären, weil man Pause habe?)

Allerdings finde ich auch das die Leute auf der Messe auch noch ein bisschen Eigeninitiative zeigen und ruhig selber im Zweifelsfall eine Regel nachschlagen sollten, als dann anschließend davon zu reden das einem etwas falsch erklärt oder gar vorenthalten wurde. Bei der Menge von Spielen kann auch einem Erklärer mal ein Detail, leider auch ein wichtiges, entfallen.

Ciao
Mic

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Arne Hoffmann
Kennerspieler
Beiträge: 497

Re: Erwartungen an einen Spieleerklärer

Beitragvon Arne Hoffmann » 24. Oktober 2002, 13:23

oin moin!

Dann haenge ich mich jetzt hier ein, da Michael und Uli mir jetzt viel erneute Tipparbeit erspart
haben. :-))

Michael Hüllecremer schrieb:

> Zunächst denke ich sollte man da ein wenig unterscheiden. All
> die Erklärer, die bei einem kleineren Verlag arbeiten, haben
> es sicherlich ein wenig leichter, da sie insgesamt vielleicht
> nur 10 Spiele beherrschen müssen (was nicht völlige
> Fehlerklärungen Entschuldigen soll, die auch meiner Meinung
> nicht vorkommen sollten). Bei Amigo entspricht das der Menge
> der Neuheiten eines Jahres. Vorallem die Leute die bei uns im
> Backlistbereich (dort wo man alles spielen konnte) gearbeitet
> haben, mussten so ca. 40 Spiele können.

Das sehe ich auch so. Ich war dieses Jahr in der gluecklichen Lage, gerade einmal 2 verschiedene Spiele erklaeren zu muessen - die hat man natuerlich schnell verinnerlicht, gerade wenn man sie auch noch gerne spielt. Bei den grossen Staenden kommen mit den Neuheiten der letzten Jahre wirklich viele Spiele zusammen, die man nicht alle detailliert im Kopf haben kann. Da kann ich auch die eine oder andere Fehlauslegung der Regeln akzeptieren, insofern sie nicht zu gravierend ist.

Jetzt kommt es aber darauf an, wie die Erklaerer eingeteilt worden sind: Ich kann von Aushilfen, wie Michael schon schrieb, nicht erwarten, dass sie 40 Spiele kurz vor der Messe lernen koennen. Das klappt vielleicht mit 3-5 Spielen kurzfristig, aber (weiter unten hat Michael das auch schon erwaehnt) fuer ein fundiertes Erklaeren eines Spiels benoetigt es einiger Partien im Vorfeld. Warum wird dann nicht vor der Messe eine Auswahl vorgenommen, so dass bestimmte Leute nur bestimmte Spiele erklaeren muessen? Wenn eh (ich werf jetzt mal eine Zahl in den Raum) 10 Erklaerer am Stand herumhuepfen, warum wird dann nicht so gruppiert, dass man pro Spiel ca. 2-3 Erklaerer hat, die dieses erklaeren koennen? So kann man die Spiele auf alle Schultern aufteilen, je nach Bekanntheitsgrad und Komplexitaet des Spiels auf mehr oder weniger Erklaerer. Dann haette jeder
Erklaerer max. 8-10 Spiele, die er erklaeren koennen muss (bei komplexen auch wieder weniger gerechnet). Kein Besucher nimmt es einem Erklaerer wohl uebel, wenn man bei einer Spielerklaerung an einen Kollegen verwiesen wird. Mir waere da eine evtl. in Kauf zu nehmende Wartezeit noch allemal lieber, als eine unmotivierte, nicht fundierte Spielerklaerung eines "Unkundigen".

Auf der anderen Seite erwarte ich bei dem momentanen System auch, dass die angeheuerten Kraefte mit aller Motivation an die Arbeit gehen. Dies ist ja auch haeufig nicht der Fall, wie Christian schon beschrieben hat. Fakt ist erst einmal, dass sie dafuer bezahlt werden diesen Job zu tun, also sollten sie auch entsprechenden Einsatz dafuer bringen. Dass dies nicht geschieht, kann jetzt mehrere Gruende haben - ich kann momentan nicht beurteilen, was zutreffen mag:
[ul]
[*] Die Erklaerer sind nur auf die leichte Mark aus und es kuemmert sie letztendlich nicht, wie gut die Erklaerung herueberkommt. Letztendlich interessiert es sie auch nicht, ob der Verlag das erklaerte Spiel wird verkaufen koennen, da sie nur fuer die 4 Messetage auf diesen angewiesen sind.
[*] Die Erklaerer sind einfach ueberfordert, da sie aus "heiterem" Himmel mehrere Dutzend Spiele erklaeren koennen muessen, ohne vorher vom Verlag gross darauf vorbereitet worden zu sein.
[*] Wir (Viel-)Spieler fordern einfach zu viel und differenzieren nicht genug, was fuer eine Spielerklaerung ausreicht und wieviele Fehler dabei gemacht werden duerfen.
[/ul]

> Dann hat man das Problem, dass dort zum Teil Spieler mit
> völlig unterschiedlicher Spielerfahrung an einem Tisch
> sitzen. Dies hat zur Folge, dass, wenn ich das Spiel zügig
> erkläre, der Gelegenheitsspieler fast nichts versteht und bei
> der detaillierten Erklärung sich der Zocker zu Tode langweilt.

Da gilt es wirklich ein feines Haendchen zu haben. Aber da ist wohl mangelnde Erfahrung im Erklaeren der Hauptangriffspunkt. Es allen rechtzumachen, schafft man eh nicht. Aber es gibt schon
Vorgehensweisen beim Erklaeren, die sich besser eignen als andere (Heinrich hat ja in seinem Beitrag ein schoenes Beispiel mit seiner Erklaerungsart - die ich fuer recht gelungen halte -
genannt). Dies bekommt man aber erst heraus, wenn man entweder gruendlich auf so etwas vorbereitet wird (was den Verlagen wohl zu teuer sein duerfte) oder selbst genug Spiel- und Regelerklaerpraxis besitzt.

> Problematisch für mich wird es immer dann wenn ich gebeten
> werde ein Spiel zu erklären, dass ich selber nicht schätze
> (z.B. iSdS dieses Jahr). Da ist man einfach nicht mit dem
> gleichen Herzblut dabei, wie bei den eigenen
> Lieblingsspielen. Da leidet leider die Erklärung ein wenig
> auch wenn man versucht dies zu verhindern.

Das steht unabhaengig davon noch ueber allem, stimmt. :-) Ich haette auch mehr Probleme ein mir unbeliebtes Spiel zu erklaeren, als eins meiner Lieblingsspiele. Jedoch muss man sich auch in der
Situation wieder vor Augen fuehren, dass man gerade dafuer in diesem Job bezahlt wird und als Dienstleister den Messebesuchern gegenueber eine gewisse Verpflichtung eingegangen ist.


> Ein anderer Faktor, voa allem am Samstag und Sonntag, ist die
> allgemeine Hektik. Zig Spielrunden wollen zugleich ein Spiel
> erklärt bekommen, so dass man versucht möglichst schnell mit
> der Erklärung durch zu kommen, um dann auch schon wieder zum
> nächsten Tisch zu kommen. Da kann es leider vorkommen, dass
> man ein Detail vergisst zu erwähnen.

Da waeren wir ja wieder bei der Frage von Christian, was nun in einer solchen Erklaerung vorkommen muss, und was nicht. Welche Details erwaehnenswert sind und welche nicht, erkennt man leider auch erst nach mehrmaligem Spielen. Wenn ich zu Beginn der Messe nur die Spielregeln kenne, weiss ich (persoenlich) jetzt nicht, auf welche Details es ankommen wird, und auf welche nicht. Das bringen erst einige Partien mit sich.

> (BTW Hat schon mal
> jemand versucht am Samstag in seine wohlverdiente Pause zu
> kommen und dann die entsetzten Gesichter gesehen, wenn man
> sagte man könne das Spiel jetzt nicht erklären, weil man
> Pause habe?)

:-D Boese Falle. :-D

> Allerdings finde ich auch das die Leute auf der Messe auch
> noch ein bisschen Eigeninitiative zeigen und ruhig selber im
> Zweifelsfall eine Regel nachschlagen sollten, als dann
> anschließend davon zu reden das einem etwas falsch erklärt
> oder gar vorenthalten wurde. Bei der Menge von Spielen kann
> auch einem Erklärer mal ein Detail, leider auch ein
> wichtiges, entfallen.

Gestehe ich auch jedem zu, und fuer einen Einstieg in ein Spiel benoetige ich ja auch nicht alle Regeln sofort. Nur ist es auffaellig, dass viele von uns bei grossen Verlagen dieselben (negativen) Erfahrungen machen, dass wichtige Details den Erklaerern entfallen. Jetzt kann es sein, dass das Zufall ist, dass es gerade uns hier erwischt hat, aber einen bitteren Beigeschmack hinterlaesst das bei mir schon. Ich habe in den letzten 3 Jahren bei den grossen Verlagen so gut wie keine
fehlerfreie Erklaerung geliefert bekommen (und das nicht nur Donnerstag frueh oder waehrend des groessten Messetrubels am Samstag). Da ist in meinen Augen die Frage schon berechtigt, ob da nicht was geaendert werden koennte oder muesste.

Tschoe,

- Arne - (fragt sich, ob wir von den Erklaerern zu viel erwarten? :-? :-? )

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Michael Andersch

Re: Erwartungen an einen Spieleerklärer

Beitragvon Michael Andersch » 24. Oktober 2002, 15:21

Als Konsument erwarte ich für mich nach dem Spiel eine Kaufentscheidung treffen zu können. Dazu möchte ich das Spiel vollständig und möglichst auch mit allen Details erklärt bekommen, da dadurch des öfteren aus einem Langweiler ein durchaus munteres Spielchen wird.
Sollte ich nur den Grundgedanken o.ä. erfahren wollen äußere ich das, bzw. frage gezielt nach (Spieldauer, Wartezeiten, Interaktionsgrad,...).

Aus der Sicht des Erklärers (der ich sowohl bei unseren privaten Spieletreffs sehr häufig als auch auf der Messe in Stuttgart bei einem Händler und in Essen temporär bei Adlung bin) trifft Ulis Posting eigentlich den Kern der Sache ganz genau.

VG,
Micha

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Vera Schwingenheuer

(OT)Re: Wichtigstes Element des Spieleerklärers: Stimme!

Beitragvon Vera Schwingenheuer » 24. Oktober 2002, 18:51


>
> Bedauerlich! Noch bedauernswerter war aber deine
> Erklärerkollegin Vera, die offenbar schon erkältet angereist
> war und bereits am Freitagmorgen stimmlich nicht mehr in der
> Lage war ihren Job durchzuführen.

Ich muss vehement widersprechen ;-) Meine Stimme war erst Sa weg und So konne ich dann auch wieder.

Es wäre zu schade gewesen, nicht erklären zu können, wo ich doch einige WM-Spiele wirklich sehr gerne mag.

Vera

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Uli Schumacher

Re: Erwartungen an einen Spieleerklärer

Beitragvon Uli Schumacher » 24. Oktober 2002, 20:43

Michael Hüllecremer schrieb:
> Da kann es leider vorkommen, dass
> man ein Detail vergisst zu erwähnen.

Kleiner Nachsatz von mir: Manchmal weiß ich einfach nicht mehr, ob ich das jetzt am letzten Tisch erzählt habe oder hier...

Uli (die sich über das Lob oben natürlich gefreut hat - Ihr solltet doch nicht petzen, wo ich war ;-) - aber auch schon für Amigo und Kosmos gearbeitet hat und das wirklich schwerer fand)

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Maren

Re: Erwartungen an einen Spieleerklärer

Beitragvon Maren » 25. Oktober 2002, 01:39

Hi Michael,

schon lang nich mehr in der Backlist gewesen, was? :-))
Es waren an die 70 Spiele, die wir da - theoretisch - hätten spielen können! :-)

Viele Grüße,
Maren

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Ulrich Schumacher

(OT)Re: Wichtigstes Element des Spieleerklärers: Stimme!

Beitragvon Ulrich Schumacher » 25. Oktober 2002, 06:29

Vera Schwingenheuer schrieb:
>
> Ich muss vehement widersprechen ;-) Meine Stimme war erst Sa
> weg und So konne ich dann auch wieder.

Naja, schon am Freitag konntest du dich kaum noch in der messenotwendigen Lautstärke artikulieren.

> Es wäre zu schade gewesen, nicht erklären zu können, wo ich
> doch einige WM-Spiele wirklich sehr gerne mag.

Auch die neuen, die so herumlagen, wie Clans ? ;-)


Mein Beitrag sollte eher auf die Opferbereitschaft der Spieleerklärer hinweisen, die quasi ohne Pause, im Dauerkrach und mit minimaler Ernährung mehrere Tage lang die unterschiedlichsten Wünsche und Kritiken der Kundschaft eingehen mußten ("Ist das wie Siedler?", "Können wir endlich anfangen?", "Kann man eigentlich auch...?", "Ist das Spiel auch allein, zu zweit, zu mehr als vierhundert spielbar?", "Hättest du diese Regel sofort erklärt, hätte ich klar gewonnen!", etc. ).




Grüße

Uli (der sich die Zitate ausgedacht hat, sie aber für ziemlich authentisch hält)

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Matthias Esken

Re: (OT)Re: Wichtigstes Element des Spieleerklärers: Stimme!

Beitragvon Matthias Esken » 25. Oktober 2002, 10:47

Ulrich Schumacher schrieb:
>
> Vera Schwingenheuer schrieb:
>
>> Ich muss vehement widersprechen ;-) Meine Stimme war erst Sa
>> weg und So konne ich dann auch wieder.
>
> Naja, schon am Freitag konntest du dich kaum noch in der
> messenotwendigen Lautstärke artikulieren.

Leider hat sich das nicht bis lange nach der Messe gehalten. Etwas Ruhe zu Hause wäre schon schön gewesen. ;-)

>> Es wäre zu schade gewesen, nicht erklären zu können, wo ich
>> doch einige WM-Spiele wirklich sehr gerne mag.
>
> Auch die neuen, die so herumlagen, wie Clans ? ;-)

Mein Einstieg in Clans gestaltete sich eher schwierig. Zu Anfang habe ich relativ wild auf dem Brett rumgezogen und bin prompt auch fürchterlich den Bach runtergegangen. Das motiviert nicht sonderlich. Ich hab' dem Spiel aber trotzdem noch mal eine Chance gegeben und ich habe tatsächlich nach der vierten oder fünften Partie Clans so langsam begriffen wie eine Strategie aussehen könnte. Doch, das Spiel hat was!

Gruß,
Matthias

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Matthias Esken

RE: Erwartungen eines Spieleerklärers

Beitragvon Matthias Esken » 25. Oktober 2002, 10:59

"Udo Möller" hat am 23.10.2002 geschrieben:

> Übrigens Lob an Uli: du hast deine Sache bei Winning Moves
> gut gemacht! Clans gekauft! :-)

Clans gekauft?

Nicht schlecht, wo es doch erst ab Mitte November in den Läden zu haben sein wird. :-) Aber IMHO hat Uli einen Prototypen für "Jena SPIELT".

Gruß,
Matthias

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Uli Schumacher

RE: Erwartungen eines Spieleerklärers

Beitragvon Uli Schumacher » 25. Oktober 2002, 13:54

Matthias Esken schrieb:
>
> "Udo Möller" hat am 23.10.2002 geschrieben:
>
> > Übrigens Lob an Uli: du hast deine Sache bei Winning Moves
> > gut gemacht! Clans gekauft! :-)
>
> Clans gekauft?
>
> Nicht schlecht, wo es doch erst ab Mitte November in den
> Läden zu haben sein wird. :-) Aber IMHO hat Uli einen
> Prototypen für "Jena SPIELT".
>
Hat sie :-)) vorübergehend :-(

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Armin

Re: Balance Informationen/Entertainement

Beitragvon Armin » 27. Oktober 2002, 10:08

Erklär das mal jemandem, der gerade bei McDonalds rausgeflogen ist, dringend ein paar Euro braucht, und zufällig bei Jumbo am Messestand gelandet ist.
Gruss Armin, der gern über Inkompetenz hinweg sieht, wenn der Erklärer wenigstens nett ist.


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