Beitragvon Roland G. Hülsmann » 30. April 2003, 16:48
Attila schrieb:
> Roland G. Hülsmann schrieb:
>> Da es außer den nachweisbaren Verkaufszahlen (abgesehen der
>> Materialqualität) keine objektives Kriterium für die Güte
>> eines Spieles gibt,
>
> Die Verkaufszahlen eines Spieles können kaum ein ojektives
> Kriterium sein, da sie alleine wirftschaftliche Interessen
> des Verlages sind - verständlicher weise !
> Miese Spiele gut vermarktet bringen wohl mehr in die Kassen
> als gute Spiele schlecht vermarktet ! - ....
Deshalb schrieb ich ja, daß es [b]noch[/b] besser wäre, ein Spiel danach zu beurteilen, we oft es von wievielen gespielt wird. Nur ist das einigermaßen aussagekräftig kaum machbar, ohne eine repräsentative Umfrage zu starten.
Außerdem glaube ich nicht, daß die Mehrheit der Bürger dieser Republik so dumm ist, nur auf Marketing rein zu fallen. Der Marketing-Effekt dürfte eher gering sein. Auch Marchandising-Artikel landen rasch in den Ramschabteilungen der Sonderpostenmärkte, wenn sie an der Nachfrage und dem Geschmack der Kunden vorbei produziert wurden. Die meisten kaufen Spiele, um sie zu spielen. Und wenn es Ihnen nicht gefällt, wird es auch nicht weiter empfohlen. Die Verkaufszahlen haben also schon eine Aussagekraft. Es gibt aber sicher Einschränkungen: Sammlerausgaben von Spielen sollte man herausrechnen, da diese häufig eben gesammelt werden und ein Bespielen dem Sammlerwert ja abträglich ist. Und daß ich Spiele eines Großverlages natürlich eher zur Kenntnis nehme, als ein Spiel, das nur in Essen verkauft wird, wo es nur wenige Bruchteile einer Promille der Bevölkerung zu Gesicht bekommen, ist auch klar.
Trotzdem: Ein Spiel, daß viel gekauft [b]und gespielt[/b] wird, kann ich nicht als objektiv schlecht bezeichnen, da es offensichtlich diesen Vielen gefällt und Spaß bereitet, also seinen Zweck gut erfüllt. Ob es mir gefällt oder nicht oder ob ich das Spiele für meinen Spielekreis geeignet halte, steht auf einem ganz anderen Blatt und ist rein subjektiv. Und das Menschen die eher selten spielen möglicherweise zu anderen Spielen greifen, als solche die viel Zeit haben und häufig spielen, sagt nichts über die Qualität oder Güte dieser Spiele aus, sondern nur etwas über deren Zielgruppe.
Gruß
Roland (hätte gerne mehr Zeit und Gelegenheit zum Spielen)