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Gebühr bei Ravensburger

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Tim-spielbox

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Beitragvon Tim-spielbox » 31. August 2006, 19:25

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Ralf Arnemann » 31. August 2006, 19:31

> Hängt von der Absage ab.
Korrekt.
Eins ist klar: Die qualifizierte (und kostenlose) Aussage nützt dem Autor (nicht nur dem Neuling) am meisten. Insofern war die SAZ-Initiative mit den vorformulierten Varianten sehr gut.

Wenn nun aber der Verlag aus durchaus legitimen Gründen sagt: Machen wir nicht, ist zu aufwendig.
Und eben nur die Varianten "Kommentarlose Schlicht-Absage" oder "Gebühr mit Prüfungsergebnis" zur Auswahl sind - dann kann dem Neuling mit zweiterer Variante deutlich mehr geholfen sein.
Vor allem, weil er sonst normalerweise gar keine Chance hat, irgendwo ein qualifiziertes Urteil zu
kriegen.
Wenn der heimische Küchentisch immer nur kritiklos begeistert war, und die Prüfung zeigt einige Punkte auf, die aus einer schönen Grundidee eine hirnlose Würfelei machen - das kann schon helfen.

> Und da sind 65 EUR eben viel Geld.
Na ja, bis so ein Prototyp in den Versand geht hat man meist auch viel Zeit und Geld investiert.

Ob die 65 Euro ratsam sind hängt sehr davon ab, wie groß die Chancen eigentlich sind. Das kann ich jetzt überhaupt nicht einschätzen.
Wenn von 10 geprüften Spielen eins hinterher ins Programm übernommen wird (was ich mir durchaus lukrativ vorstelle), wird man das investieren.
Wenn von 100 Spielen nur eins durchkommt, wirds irgendwann Lotto.

> Die Verlage sind genau genommen nichts ohne
> Spieleautoren.
Und umgekehrt ...

> Es ist also nicht so, dass wir in der
> Bittstellerposition sitzen müssten
Was heißt müssten - da sitzen wir halt.
Es ist eben nicht so, daß Ravensburger und Co. verzweifelt die Spieletreffs nach potentiellen Autoren absuchen müßten. Sondern sie werden überschwemmt von Interessenten, die dankbar den Boden küssen wenn sie akzeptiert werden.

> Ich persöhnlich bin zudem der Meinung, dass
> ein talentierter unbekannter Spieleautor
> dieselben Chancen haben sollte, wie ein bekannter.
So ist das Leben aber nie, wird nie so sein, auch nicht außerhalb der Spielerszene.
Wer irgendwo beweisbar einen Erfolg realisiert hat wird immer bessere Chancen haben als jemand, der vor seinem ersten Versuch steht.

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Ralf Arnemann » 31. August 2006, 19:39

> Mit ganz viel Dummheit.
LOL.
Der Nebenjob sieht mir nicht nach Dummheit aus ;-)

> Wer bei 'Spieleverlag' an der Spitze steht wird
> mit Spielevorschlägen und Spendenanfragen
> zugeschüttet.
Spielevorschläge bestimmt - und wie gut sind die nun im Schnitt.
Aber Spendenanfragen?
Du meinst doch nicht etwa unsere Anfrage, mal bei "Darmstadt spielt" zu inserieren?

> Wenn man die Konkurrenz zu anderen Autoren
> betonen will.
Siehe meine Antwort an Peer - ich sehe nicht, daß die SAZ hier den armen MÄDN-Autoren schaden will.

> Und Harry Potter wurde auch abgelehnt ...
Tja - ob das 65 Euro Prüfgebühr für mehr Aufmerksamkeit gesorgt hätten ;-)

> Und u.U. hat man bei Ravensburger da ne ganz
> andere Meinung als du.
Logisch. Aber so ein bißchen Chancen abschätzen kann man da schon - da würde ich eher draufsetzen als im Lotto (was fehlt, ist weiterhin die Spielidee).

> Autoren und redakteure begegnen sich nicht
> mehr auf gleicher Augenhöhe, ...
Sorry, die Augenhöhe gibt es doch sowieso nie.
Der arme Neuling muß demütig hochschauen und abwarten, ob der Redakteur den Daumen senkt.
Und der bekannte Erfolgsautor kann sich zwischen den ihm die Füsse küssenden Verlagsvertretern entscheiden.
Da gibt es Angebot und Nachfrage, wenig Augenhöhe.

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Bernd

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Bernd » 31. August 2006, 19:43


> Wenn von 10 geprüften Spielen eins hinterher ins Programm
> übernommen wird (was ich mir durchaus lukrativ vorstelle),
> wird man das investieren.
> Wenn von 100 Spielen nur eins durchkommt, wirds irgendwann
> Lotto.

Herr Baiersdorfer hat mir in Nürnberg erzählt, dass die ersten zwei vermittelten Spiele 2wahrscheinlich 2007 bei Ravensburger erscheinen werden.

Gruß

Bernd

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Günter Cornett

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Günter Cornett » 31. August 2006, 19:50

Ralf Arnemann schrieb:
>
> Und eben nur die Varianten "Kommentarlose Schlicht-Absage"
> oder "Gebühr mit Prüfungsergebnis" zur Auswahl sind - dann
> kann dem Neuling mit zweiterer Variante deutlich mehr geholfen sein.

Aber darüber sollte er eben selbst entscheiden können.

> Vor allem, weil er sonst normalerweise gar keine Chance hat,
> irgendwo ein qualifiziertes Urteil zu kriegen.

Doch, in örtlichen Spieleautorenrunden, in Göttingen, ...
Und für Ravensburger wäre es ein leichtes, das auf der Webseite zu formulieren und einen kurzen Hinweis hierauf am Ende jeder Spielanleitung abzudrucken.


> Wenn der heimische Küchentisch immer nur kritiklos begeistert
> war, und die Prüfung zeigt einige Punkte auf, die aus einer
> schönen Grundidee eine hirnlose Würfelei machen - das kann schon helfen.

Ja, aber der Verlag sollte nicht die erste Testrunde nach der eigenen Familie sein.

> > Und da sind 65 EUR eben viel Geld.
> Na ja, bis so ein Prototyp in den Versand geht hat man meist
> auch viel Zeit und Geld investiert.

Ja, von daher sind zusätzliche 65 Euro als Abschreckungskosten etwas seltsam.
Sie wirken mehr als Geste: Du erhältst eine Leistung schon dadurch, dass wir so gnädig sind, uns mit deinem Spiel zu beschäftigen.

> Ob die 65 Euro ratsam sind hängt sehr davon ab, wie groß die
> Chancen eigentlich sind. Das kann ich jetzt überhaupt nicht einschätzen.
> Wenn von 10 geprüften Spielen eins hinterher ins Programm
> übernommen wird (was ich mir durchaus lukrativ vorstelle),
> wird man das investieren.

Ist eher mehr.
Aber selbst wenn: Wenn ale Verlage das so machten, wären das im Schnitt 650 Euro bis das Spiel verlegt ist.

> Wenn von 100 Spielen nur eins durchkommt, wirds irgendwann Lotto.

Das schon eher. Ich vermute eher 1 zu 50. Aber das ist Spekulation.
Wäre schön, wenn die Agentur darüber mal Zahlen veröffentlichen könnte.

Rein statistisch(!) hiesse das bei 1 zu 50:
Ich schicke 50 Spiele hin, zahle 3250 Euro bis 1 Spiel genommen wird.

Die Rechnung geht nicht auf.


> > Die Verlage sind genau genommen nichts ohne
> > Spieleautoren.
> Und umgekehrt ...

Also: soweit es Sudoku betrifft, sind Autoren für den kommerziellen Erfolg überflüssig. ;-)

> > Es ist also nicht so, dass wir in der
> > Bittstellerposition sitzen müssten
> Was heißt müssten - da sitzen wir halt.

Aber wir sollten nicht so tun, als sei das die einzig mögliche Position.

> Es ist eben nicht so, daß Ravensburger und Co. verzweifelt
> die Spieletreffs nach potentiellen Autoren absuchen müßten.
> Sondern sie werden überschwemmt von Interessenten, die
> dankbar den Boden küssen wenn sie akzeptiert werden.

Aber sie suchen auch nach wirklich guten Spielevorschlägen.
Die sind nach wie vor nicht so leicht zu finden.

> > Ich persöhnlich bin zudem der Meinung, dass
> > ein talentierter unbekannter Spieleautor
> > dieselben Chancen haben sollte, wie ein bekannter.
> So ist das Leben aber nie, wird nie so sein, auch nicht
> außerhalb der Spielerszene.

Ich finde es schon ok, dass ein Spieleautor, mit dem ein Verlag schon länger zusammenarbeitet oder der woanders schon erfolgreiche Spiele gemacht hat, dort bessere Chancen hat. Und nicht erst durch die gleiche Mühle muss wie ein Neuling.

> Wer irgendwo beweisbar einen Erfolg realisiert hat wird immer
> bessere Chancen haben als jemand, der vor seinem ersten Versuch steht.

Aber man sollte keine künstlichen Hürden aufbauen, die einen möglichen Partner zum Antragsteller degradiert.

Gruß, Günter

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Günter Cornett

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Günter Cornett » 31. August 2006, 20:16

Ralf Arnemann schrieb:
>
> > Wer bei 'Spieleverlag' an der Spitze steht wird
> > mit Spielevorschlägen und Spendenanfragen zugeschüttet.
> Spielevorschläge bestimmt - und wie gut sind die nun im Schnitt.

Sehr unterschiedlich. Es sind viele MÄDN-artige sachen bei, Interessantes auch und manches wo ich sagen konnte: versuch es mal bei dem. Ca. drei Spiele, die ich weiterempfohlen habe, sind auch bei anderen Kleinverlagen untergekommen.
(Was keine Aufforderung sein soll, mir welche zu schicken).

Pengo (Packeis am Pol für zwei Spieler ohne Fische) hatte ich dem Autor mit einer so qualifizierten Absage zurückgeschickt, dass er mir dafür die Co-Autorenschaft anbot.

Auf die Erfolge kommt ein vielfaches an 'vertaner Zeit', unterm Strich ist das für mich aber durchaus noch ok.


> Aber Spendenanfragen?
> Du meinst doch nicht etwa unsere Anfrage, mal bei "Darmstadt
> spielt" zu inserieren?

Ne, sowas ist ok, mitunter auch hilfreich (wenn ich nur einen Etat dafür hätte).

Ich meine diverse Tomboas, Geburtstage, Kitafeiern, Patenschaft für einen Stuhl in der Schule, ...

Dann gab es noch die diversen - allesamt norddeutschen - Pressebüros, die Rezensionsexemplare wollten, aber aus Geheimhaltungsgründen die Medien nicht nennen wollten. So nach dem Motto: Wer gibt schon gerne seine Kundendateipreis? ;-)

> > Wenn man die Konkurrenz zu anderen Autoren betonen will.
> Siehe meine Antwort an Peer - ich sehe nicht, daß die SAZ
> hier den armen MÄDN-Autoren schaden will.

Die SAZ sowieso nicht, sondern allenfalls die Mehrheit des ehemaligen Vorstands.
Und sicher auch nicht schaden, sie wollen ja nur 'deren bestes', aber immerhin sich von diesen abgrenzen: 'Wir sind die Profis und nicht so wie die".

Dabei haben wir so ziemlich alle mal so angefangen und machen weiterhin Fehler.

> > Und Harry Potter wurde auch abgelehnt ...
> Tja - ob das 65 Euro Prüfgebühr für mehr Aufmerksamkeit gesorgt hätten ;-)

Die hätte sie vielelicht gar nicht aufbringen können als Sozialhilfeempfängerin.

Die Autoren mit der meisten Zeit (um gute Spiele zu machen - eine sinnvolle Hartz4-Beschäftigung) werden die Gebühr vermutlich nicht aufbringen können.

> > Autoren und redakteure begegnen sich nicht
> > mehr auf gleicher Augenhöhe, ...
> Sorry, die Augenhöhe gibt es doch sowieso nie.
> Der arme Neuling muß demütig hochschauen und abwarten, ob der
> Redakteur den Daumen senkt.

Nö. das ist sehr unterschiedlich.

> Und der bekannte Erfolgsautor kann sich zwischen den ihm die
> Füsse küssenden Verlagsvertretern entscheiden.
> Da gibt es Angebot und Nachfrage, wenig Augenhöhe.

Auch kollegiales Miteinander.

Gruß, Günter

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Thomas

Re: die ersten vermittelten Spiele

Beitragvon Thomas » 31. August 2006, 21:58

Bernd schrieb:
> Herr Baiersdorfer hat mir in Nürnberg erzählt, dass die
> ersten zwei vermittelten Spiele 2wahrscheinlich 2007 bei
> Ravensburger erscheinen werden.

Das hört sich doch gut an. Und um eine Relation zu haben, würd ich ja noch gerne wissen, wie viele Spiele die Agentur angeschaut hat und wie viele davon sie bei Ravensburger empfohlen hat? (Natürlich nur in dem Zeitraum vom Beginn der Arbeit der Agentur bis zur Entscheidung die zwei o.a. Spiele bei Ravensburger vorzulegen)

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Bernd

Re: die ersten vermittelten Spiele

Beitragvon Bernd » 31. August 2006, 22:19


> Das hört sich doch gut an. Und um eine Relation zu haben,
> würd ich ja noch gerne wissen, wie viele Spiele die Agentur
> angeschaut hat und wie viele davon sie bei Ravensburger
> empfohlen hat? (Natürlich nur in dem Zeitraum vom Beginn der
> Arbeit der Agentur bis zur Entscheidung die zwei o.a. Spiele
> bei Ravensburger vorzulegen)

Da habe ich keine Ahnung. Das war so ein "zwischen Tür und Angel" Gespräch.
Aber ist wohl auch so, dass nicht alle Spiele die der Agentur gefallen automatisch veröffentlicht werden.

Vielleicht gibt es ja einmal eine offizielle Erklärung. Dann sind wir allle schlauer.

Gruß

Bernd

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Günter Cornett

Re: die ersten vermittelten Spiele

Beitragvon Günter Cornett » 31. August 2006, 22:29

Thomas schrieb:
>
> Bernd schrieb:
> > Herr Baiersdorfer hat mir in Nürnberg erzählt, dass die
> > ersten zwei vermittelten Spiele 2wahrscheinlich 2007 bei
> > Ravensburger erscheinen werden.

Wirklich erst 2007?
M.W. ist auch Was'n das? von Projekt Spiel bearbeitet:
http://www.reich-der-spiele.de/kritiken/WasnDas.php

> Das hört sich doch gut an. Und um eine Relation zu haben,
> würd ich ja noch gerne wissen, wie viele Spiele die Agentur
> angeschaut hat und wie viele davon sie bei Ravensburger
> empfohlen hat? (Natürlich nur in dem Zeitraum vom Beginn der
> Arbeit der Agentur bis zur Entscheidung die zwei o.a. Spiele
> bei Ravensburger vorzulegen)

Laut Projekt Spiel sind es 300 im ersten Jahr:

"Freiburg / 06.07.2005

Bilanz: Ein Jahr Spieleautoren-Service für Ravensburger

Seit einem Jahr prüft PROJEKT SPIEL mittlerweile Ideen von Spieleautoren für den Ravensburger Spieleverlag. Die Jahresbilanz ist durchaus positiv. Spieleautoren aus 19 Ländern nutzten diesen Service, einige von ihnen bereits mehrfach.
Insgesamt wurden über 300 Einsendungen geprüft. Davon nahmen 70 Produktideen die erste Hürde, wurden im Verlag präsentiert und dort einer weiteren Prüfung unterzogen. Schon eine der ersten Ideen konnte überzeugen und ist jetzt in der engsten Auswahl für das Programm 2006. Weitere Spiele und Produktideen sind noch im Prüfstatus. Einige von PROJEKT SPIEL positiv bewertete Spiele wurden mittlerweile auch bei anderen Verlagen präsentiert und werden dort geprüft." ( http://projekt-spiel.de/Profil/News/news.html )

Weiter heisst es:
"Erfreulich ist das relativ hohe Qualitätsniveau der Einsendungen, da durch die Prüfgebühr viele Spontaneinsendungen wegfallen, die früher einen hohen Anteil
am Gesamtvolumen stellten. Die meist positive Autoren-Resonanz zeigt, dass Ravensburger und PROJEKT SPIEL auf dem richtigen Weg sind, die Bewertung
von Spielen weiter zu professionalisieren."

Wär schön, wenn man mal so ein Testbericht lesen könnte und/oder sich ein Autor meldet, der seine 65 Euro auch bei einer Ablehnung als gut angelegt ansieht. Ich bezweifle keinesfalls, dass es Autoren gibt, die mit der Arbeit von Projekt Spiel zufrieden sind. Aber konkrete Erfahrungsberichte wären schon ganz hilfreich.

Gruß, Günter

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Bernd

Re: die ersten vermittelten Spiele

Beitragvon Bernd » 31. August 2006, 23:13


> Wirklich erst 2007?
> M.W. ist auch Was'n das? von Projekt Spiel bearbeitet:
> http://www.reich-der-spiele.de/kritiken/WasnDas.php

Davon hat er nichts gesagt. Aber vielleicht habe ich ihn auch falsch verstanden und er meinte zwei weitere Spiele kommen 2007 heraus.

War dann "Was`n das?" das erste und einzige Spiel 2006 das Ravensburger veröffentlicht hat- also sozusagen 1 aus 300? Und was meinst du mit "bearbeitet" - ich dachte die Spiele werden gesichtet, ausgewählt und Ravensburger vorgestellt. Wird dann die redaktionelle Arbeit gar nicht mehr bei Ravensburger gemacht?

Bernd

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Roman Pelek

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Roman Pelek » 1. September 2006, 03:53

Hi Marc,

Marc Noelkenbockhoff schrieb:
>
> Ich habe eine Spielidee gehabt und einen Prototypen
> entwickelt und möchte meine Idee bei den verschiedenen
> Verlagen einreichen (natürlich nacheinander). Ich war auf der
> Seite von Ravensburger und habe dort gelesen, dass die dafür
> wohl eine externe Firma haben. Habe ich mich jetzt verlesen
> oder spinne ich, dass diese Agentur 65 EUR haben will, wenn
> man dort seine Spielidee einreicht. Ich dachte gerade beim
> Lesen, dass das ja wohl nicht wahr sein kann. Diese Praktik
> erscheint mir jedenfalls sehr merkwürdig.

Die zugrundeliegende Idee war m.W.n.., mal einen Befreiungsschlag von den zighundert MäDn- und Monolopy-Clones zu starten. Das kann ich wirtschaftlich durchaus nachvollziehen, denn gerade Ravensburger ist als Platzhirsch enorm anfällig für hochgradigen Unsinn.

Andererseits ist es natürlich so, dass wirklich niemand, der einen Namen in der Spieleszene hat, diesen Weg beschreiten wird. Ich bezweifle auch stark, dass diese Maßnahme der Professionalisierung der Spieleszene dient.

> Marc (der Ravensburger dann wohl nicht anschreibt)

Dann lass' sie außen vor, wir leben glücklicherweise zumindest theoretisch in einer freien Gesellschaft. Aber bei Mehrfachvorlage bei Verlagen würde ich das der Fairness halber dazusagen, das wird im Allgemeinen auch respektiert.

Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Roman Pelek » 1. September 2006, 05:01

Moin zusammen,

das hier riecht nach jeder Menge Spaß. Also lad' ich mich einfach mal selbst dazu ein:

Günter Cornett schrieb:
>
> Ralf Arnemann schrieb:
> >
> > Und eben nur die Varianten "Kommentarlose Schlicht-Absage"
> > oder "Gebühr mit Prüfungsergebnis" zur Auswahl sind - dann
> > kann dem Neuling mit zweiterer Variante deutlich mehr
> geholfen sein.
>
> Aber darüber sollte er eben selbst entscheiden können.
>
> > Vor allem, weil er sonst normalerweise gar keine Chance hat,
> > irgendwo ein qualifiziertes Urteil zu kriegen.
>
> Doch, in örtlichen Spieleautorenrunden, in Göttingen, ...
> Und für Ravensburger wäre es ein leichtes, das auf der
> Webseite zu formulieren und einen kurzen Hinweis hierauf am
> Ende jeder Spielanleitung abzudrucken.

Sehen wir es doch mal realistisch: wem es im Leben an Kreativität mangelt, sich selbst zu verkaufen, der wird niemals irgendwo landen. Du kannst so genial sein wie Du willst - wenn Du Dich und Deine Ideen nicht verkaufst, kannste den ganzen Rest grade mal in die Tonne kloppen.

> > Wenn der heimische Küchentisch immer nur kritiklos begeistert
> > war, und die Prüfung zeigt einige Punkte auf, die aus einer
> > schönen Grundidee eine hirnlose Würfelei machen - das kann
> schon helfen.
>
> Ja, aber der Verlag sollte nicht die erste Testrunde nach der
> eigenen Familie sein.

Ist er aber oft.

> Ja, von daher sind zusätzliche 65 Euro als
> Abschreckungskosten etwas seltsam.
> Sie wirken mehr als Geste: Du erhältst eine Leistung schon
> dadurch, dass wir so gnädig sind, uns mit deinem Spiel zu
> beschäftigen.

Ich persönlich halte von dieser Idee auch nicht allzu viel. Andererseits würde ich auch ganz gerne mal Geld damit verdienen, Nachwuchsautoren zu sagen, was hierzulande als Fehler angesehen wird.

> > Es ist eben nicht so, daß Ravensburger und Co. verzweifelt
> > die Spieletreffs nach potentiellen Autoren absuchen müßten.
> > Sondern sie werden überschwemmt von Interessenten, die
> > dankbar den Boden küssen wenn sie akzeptiert werden.
>
> Aber sie suchen auch nach wirklich guten Spielevorschlägen.
> Die sind nach wie vor nicht so leicht zu finden.

Das ist auch wieder wahr. Gute Spiele wachsen nicht an Bäumen.

> > > Ich persöhnlich bin zudem der Meinung, dass
> > > ein talentierter unbekannter Spieleautor
> > > dieselben Chancen haben sollte, wie ein bekannter.

Du bist nicht zufällig Idealist?

> Ich finde es schon ok, dass ein Spieleautor, mit dem ein
> Verlag schon länger zusammenarbeitet oder der woanders schon
> erfolgreiche Spiele gemacht hat, dort bessere Chancen hat.
> Und nicht erst durch die gleiche Mühle muss wie ein Neuling.
>
> > Wer irgendwo beweisbar einen Erfolg realisiert hat wird immer
> > bessere Chancen haben als jemand, der vor seinem ersten
> Versuch steht.
>
> Aber man sollte keine künstlichen Hürden aufbauen, die einen
> möglichen Partner zum Antragsteller degradiert.

Da sagst Du was Wahres...

Ciao,
Roman (A worried man with a worried mind / No one in front of me and nothing behind / There's a woman on my lap and she's drinking champagne / Got white skin, got assassin's eyes / I'm looking up into the sapphire tinted skies / I'm well dressed, waiting on the last train".)

Und jetzt versuchen wir das mit diesem Posting nochmal, weil der Pelek irgendwie mal wieder zuviel an sich selbst rungenörgelt hat:

Hallo Spielegemeinde,

Wenn ich mal so groß und alt bin wie Bob Dylan, dann setze ich mir auch lustige Partiehüte auf, esse gelangweilt Sandwiches in Musikvideos und erzähle Leuten, dass Kultur kein Schwein interessiert und es eigentlich im Männerleben nur darum geht, die schönste Frau zu kriegen.

Eine Alice finde ich noch dafür - aber ob sie weiß, wo ihr Wunderland liegt?

Ciao,
Roman (und eigentlich bin ich hier auch nur hängengeblieben, weil ich den Fahrplan nicht lesen konnte. Da stand: 10:12 Abfahrt ins Paradies. Und ich Idiot lese 12:10.)

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Ralf Arnemann
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Re: die ersten vermittelten Spiele

Beitragvon Ralf Arnemann » 1. September 2006, 10:49

> Wär schön, wenn man mal so ein Testbericht lesen
> könnte und/oder sich ein Autor meldet, der seine 65
> Euro auch bei einer Ablehnung als gut angelegt
> ansieht.
Richtig.

Ein/zwei Spiele aus 300 ist tatsächlich eine so geringe Quote, daß 65 Euro als Lotto-Investition fraglich werden.

Für eine qualifizierte Beratung können sie angemessen sein (wie Roman schon schreibt: Spiele-Autoren-Beratung könnte ja auch ein interessanter Job sein). Ist ja nicht so, daß Leute wie Du leicht zu finden sind, die ein Spiel so gut (und kostenlos) beraten, daß sie Co-Autor-Status kriegen könnten.
Aber dann muß das Beratungsergebnis so gut sein, daß man auch bei Ablehnung etwas davon hat, z. B. sein Spiel so verbessern kann, daß es bei Ravensburger oder einem anderen Verlag angenommen wird.

Auf jeden Fall gebe ich Dir völlig recht, daß es fair wäre, wenn Ravensburger den Anfragern neben der 65-Euro-Offerte auch ein paar Infos gibt, was denn sonst so möglich ist.

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Und um das Thema abzuschließen ...

Beitragvon Ralf Arnemann » 1. September 2006, 10:51

Auch wenn ich Verständnis für die Ravensburger habe.
Ich gelobe hiermit feierlich: Sollte ich jemals mit einem Spieleverlag so erfolgreich sein wie Ravensburger, dann werde ich bestimmt keine Gebühren von den Spieleautoren nehmen.

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Matthias Prinz

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Matthias Prinz » 1. September 2006, 11:24

Nach meinen Informationen sucht Amigo momentan sogar hauptsächlich nach Kartenspielen. Bei größeren Spielen sieht es momentan eher weniger gut aus. Wenn es dann noch witzig und innovativ ist seh ich die Chancen wesentlich höher als bei Ravensburger.

Viele Grüße
- Matthias

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Günter Cornett

Re: die ersten vermittelten Spiele

Beitragvon Günter Cornett » 2. September 2006, 20:10

Bernd schrieb:
>
>
> > Wirklich erst 2007?
> > M.W. ist auch Was'n das? von Projekt Spiel bearbeitet:
> > http://www.reich-der-spiele.de/kritiken/WasnDas.php
>
> Davon hat er nichts gesagt. Aber vielleicht habe ich ihn auch

Jo, "Was'n das" habe ich mit "Wat'n Dat" durcheinandergebracht, den ich für einen Vorläufer von "Was'n das" gehalten habe. "Wat'n Dat" ist ein tolles Spiel Claude Weber und bei ASS erschienen, als Christian Beiersdorf dort Redakteur war. "Was'n das" ist ein mindestens ebenso tolles Spiel von Phillippe des Pallières und gerade bei Ravensburger erschienen. Ich habe da keinen Hinweis auf PROJEKT SPIEL entdecken können.


> falsch verstanden und er meinte zwei weitere Spiele kommen
> 2007 heraus.
>
> War dann "Was`n das?" das erste und einzige Spiel 2006 das
> Ravensburger veröffentlicht hat- also sozusagen 1 aus 300?
> Und was meinst du mit "bearbeitet" - ich dachte die Spiele

Irgendwie habe ich das gedacht, weil die beiden Spiele miteinander verwandt sind.

Es muss gar nix heissen.
> werden gesichtet, ausgewählt und Ravensburger vorgestellt.
> Wird dann die redaktionelle Arbeit gar nicht mehr bei
> Ravensburger gemacht?

Doch natürlich. Ich bin einfach mal davon ausgegangen, dass, wenn PROJEKT SPIEL ein Spiel erfolgreich bei Ravensburger unterbringt, die Tätigkeit damit nicht aufhört. Wäre ja Verschwendung, wenn man einen externen Redakteur, der sich schon intensiv mit dem Spiel auseinandergesetzt hat, von der weiteren Arbeit daran ausshließt. Aber das ist reine Spekulation. Kann natürlich auch ganz anders sein.

Gruß, Günter

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Frank Jaeger (AMIGO)

Wir suchen IMMER

Beitragvon Frank Jaeger (AMIGO) » 4. September 2006, 09:20

gute und witzige Kartenspiele! Kinners, wenn man sich unser Programm so anguckt, dann stechen gerade Kartenspiele hervor. Allerdings liegt bei uns die Messlatte relativ hoch, weil wir schon zahlreiche tolle und oft auch erfolgreiche Kartenspiele verlegt haben (leider auch tolle nicht erfolgreiche, wie Gargon, Limits oder Es War Einmal, wobei bei letzterem habe ich so etwas gehört, es könnte sein, dass das wiederkommt...).
Und wie kommt das Spiel jetzt zu den Amigos? Hier steht es:
http://www.amigo-spiele.de/AS_Hotline.Amigo?ActiveID=1701

Noch ein kleiner Hinweis: Von Einreichen bis zur Veröffentlichung eines Spiel vergehen schnell 12 bis 18 Monate, da natürlich unser Programm für Nürnberg bereits in wenigen Wochen in die Produktion geht, und Essen 2007 auch bereits relativ vollständig ist. Das ist sicher bei fast allen Verlagen so, daher ist Geduld eine Grundtugend für Autoren.

Viele Grüße
Frank Jäger
AMIGO Spiel + Freizeit GmbH

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Volker L.

Re: Wir suchen IMMER

Beitragvon Volker L. » 4. September 2006, 15:44

Frank Jaeger (AMIGO) schrieb:
>
> Noch ein kleiner Hinweis: Von Einreichen bis zur
> Veröffentlichung eines Spiel vergehen schnell 12 bis 18
> Monate, da natürlich unser Programm für Nürnberg bereits in
> wenigen Wochen in die Produktion geht, und Essen 2007 auch
> bereits relativ vollständig ist. Das ist sicher bei fast
> allen Verlagen so, daher ist Geduld eine Grundtugend für
> Autoren.

Wobei die Zeit bis zur tatsächlichen Veröffentlichung nicht soooo
wichtig sein dürfte ;-)
Viel interessanter ist doch die Unterteilung dieser "12 bis 18 Monate"
in 2 Zeitabschnitte, nämlich
[ul]
[*]vom Einreichen bis zur definitiven Entscheidung "angenommen" oder "abgelehnt"
[*]von der Antwort "angenommen" bis zur Veröffentlichung
[/ul]
Der erste Zeitraum dürfte die Nerven des potenziellen Autors erheblich
mehr beanspruchen als der zweite... :-))

Gruß, Volker


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