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Familientauglich?

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rolf
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RE: Familientauglich?

Beitragvon rolf » 5. Mai 2009, 22:26

Gibts nicht in bälde 6 nimmt junior ?

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Jerry

Re: OT

Beitragvon Jerry » 6. Mai 2009, 08:36

Klaus Knechtskern schrieb:

> Hüstel, Du meinst wohl eher um die vernichtenden
> Memoryniederlagen der Erwachsenen zu vermeiden ;-)

Tut mir leid, ich kann mich nicht mehr erinnern worum sich die Diskussion dreht ;-)

J.

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Duchamp

"Family Entertainment", FSK, etc.

Beitragvon Duchamp » 6. Mai 2009, 08:58

Hallo!

Als Drehbuchautor fallen mir permanent Parallelen zur Filmbranche ein/auf, so auch hier, und zwar zweierlei:

1. "Familientauglich" scheint mir äquivalent zum neu-Deutschen "Family Entertainment" zu sein. Als solches werden Filme bezeichnet, die zwar absolut jugendfrei sind und durchaus Kids als Hauptzielgruppe anpeilen, aber eben keine "reinen Kinderfilme" sind. Soll heißen, an denen auch die Eltern beim Mit-ins-Kino-Gehen oder Vor-der-Glotze-Sitzen ihren Spaß haben. "Die Unglaublichen" ist ein gutes Beispiel. Kinder werden nicht sämtliche Anspielungen auf Superhelden und James Bond erkennen, sondern einfach Spaß haben, Eltern finden die Ehegeschichte der Parrs oder die durch den kakao gezogenen Stereotype witzig ("Keine Capes!") ...
Auf ein "familientaugliches" Spiel übertragen heißt das für mich: Es ist kein "reines Kinderspiel" (das Erwachsene langweilen würde), Regeln und spielerischer Zugang sind aber so einfah, dass Kinder stark angesprochen werden. Dennoch hat das Ganze seinen Reiz auch für Erwachsene, da man das Spiel nicht nur "intuitiv", sondern eben auch strategischer angehen kann. Was nicht bedeutet, dass der Sieger feststeht ...
"Niagara", "Carcassonne", "Tsuro", "Blokus" - alle m.E. "familientauglich" - was bei "Blokus" überrascht, da es komplett abstrakt und glücksfrei ist. Das Ganze hat aber einen so hohen Aufforderungscharakter und die regeln sind derart simpel, dass 5-jährige sofort anfangen, die Teile zu legen. Daher der Erfolg.
Die Trennung nach "Vielspieler" und "Gelegenheitsspieler" würde ich außen vor lassen. Bei "Vielspielern verschiebt sich das Ganze einfach.

2. Altersangaben. "ab 8" heißt nicht: "Alle Kinder ab 8 können dieses Spiel spielen, drunter ist verboten." Man geht nur davon aus, dass ein Kind "normalerweise 8 Jahre alt sein sollte (inkl. der in den Curriculae der Länder bis dahin genossenen Schulbildung mit einem Notendurchschnitt in den Hauptfächern von nicht schlechter als 2,5), damit Nechanismen und Thema voll erfasst und genossen werden können". Die FSK hat ein ähnliches "Problem". Alle möglichen Filme sind "freigegeben ab 6", weil sie ohne heftige Liebes- oder Gewaltszenen auskommen. Das heißt aber nicht automatisch, dass alle Kinder ab 6 diesem Film etwas abgewinnen können. "Das Festmahl im August", lese ich gerade in der Kino-Anzeige, sei eine "vergnügliche Komödie, eine Liebeserklärung an das Alter, das Leben und die Italienische Küche." Natürlich "ab 6". Viel Spaß mit der ersten Grundschulklasse im Kino!

Wobei ich es etwas schade finde, wenn Spielen aufgrund eines "erwachsenen" Themas eine hohe Altersempfehlung erhalten. So ist "Opus Dei" - eine "Guillotine"-Variante mit Philosophen, die in eigene Welten hinein "erschaffen werden", ab 16. Selbst mein 12-jähriger Sohn versteht aber bereits sämtliche Kartentexte (nicht die philosophischen Erklärungen) und spielt das Ganze mit Spaß. "Guillotine" selbst, bei dem Leute hingerichtet werden, ist bereits ab 12. :)

Unterm Strich begrüße ich die auf vielen Spieleschachteln angebrachten Messlatten, so à la "für Glückspilze" 2 von 5 Punkten, "für Strategen" 4 von 5 und "für Schnelldenker" 1 von 5 Punkten. Oder was auch immer. Zusammen mit einer Altersangabe durchaus aussagekräftig. "Vielspieler" oder "Gelegenheitsspieler" sind auf der anderen Seite zu vage begriffe, als dass sie taugen würden. jede Familie, die zweiwöchentlich "siedlert", der Papa Skat drischt und Sohnemann eine beachtliche "Pokémon"-Kartensammlung sein Eigen nennt, betrachtet sich womöglich als "Vielspieler"-Familie.

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Andreas Keirat

Re: "Family Entertainment", FSK, etc.

Beitragvon Andreas Keirat » 6. Mai 2009, 10:39

Duchamp schrieb:
>
> 1. "Familientauglich" scheint mir äquivalent zum
> neu-Deutschen "Family Entertainment" zu sein. Als solches
> werden Filme bezeichnet, die zwar absolut jugendfrei sind und
> durchaus Kids als Hauptzielgruppe anpeilen, aber eben keine
> "reinen Kinderfilme" sind. Soll heißen, an denen auch die
> Eltern beim Mit-ins-Kino-Gehen oder Vor-der-Glotze-Sitzen
> ihren Spaß haben. "Die Unglaublichen" ist ein gutes Beispiel.
> Kinder werden nicht sämtliche Anspielungen auf Superhelden
> und James Bond erkennen, sondern einfach Spaß haben, Eltern
> finden die Ehegeschichte der Parrs oder die durch den kakao
> gezogenen Stereotype witzig ("Keine Capes!") ...
> Auf ein "familientaugliches" Spiel übertragen heißt das für
> mich: Es ist kein "reines Kinderspiel" (das Erwachsene
> langweilen würde), Regeln und spielerischer Zugang sind aber
> so einfah, dass Kinder stark angesprochen werden. Dennoch hat
> das Ganze seinen Reiz auch für Erwachsene, da man das Spiel
> nicht nur "intuitiv", sondern eben auch strategischer angehen
> kann.
Moin!

Diesen Anmerkungen kann ich mich nur anschließen. Ich benutze in unseren Testberichten den Begriff "familientauglich" in diesem Zusammenhang. Wie bei allem (außer der Mathematik wahrscheinlich) gibt es verschwommene Grenzen und unterschiedliche Grade an Bildung, Erziehung und persönlichen Fähigkeiten, die dafür sorgen, daß bestimmte Spiele für bestimmte Menschen nicht geeignet oder eben geeignet sind. Dies kann man ohne entsprechenden Aufwand und genaue Analyse und Kategorisierung eben nur pauschal und vage mit Begriffen wie "familientauglich", "Gelegenheitsspieler", "Spielefreak" oder "gewaltverherrlichend" benennen. Recht hat dabei weder der Befürworter noch der Gegner. Letztendlich muss bei Spielen eben jeder ganz für sich entscheiden, ob einem das Spiel gut genug und interessant genug erscheint.

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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Joker13
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FSK

Beitragvon Joker13 » 6. Mai 2009, 10:45

FSK 12: Der Held kriegt das Mädchen
FSK 18: ALLE kriegen das Mädchen


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Duchamp

FSK - Ergänzungen 0 und 6

Beitragvon Duchamp » 6. Mai 2009, 13:35

FSK 0: Es gibt nur Tiere, keine Menschen.
FSK 6: Niemand interessiert sich dafür, Fangen zu spielen.

:-))

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Boudie
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Re: FSK

Beitragvon Boudie » 6. Mai 2009, 15:05

Und da zwischen kommt noch:

FSK 16: Der Böse kriegt das Mädchen

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Erklärbär
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Re: [OT] Memoryniederlagen

Beitragvon Erklärbär » 6. Mai 2009, 17:32

Klaus Knechtskern schrieb:
> "Jerry" hat am 05.05.2009 geschrieben:
> > - Taktische Möglichkeiten die über Memory und Würfeln
> > hinausgehen (sonst langweilen sich die Erwachsenen).
>
> Hüstel, Du meinst wohl eher um die vernichtenden
> Memoryniederlagen der Erwachsenen zu vermeiden ;-)

Hallo Klaus,

wieso das denn? Das eigentlich schreckliche für unseren damals wohl Fünfjährigen bestand doch darin, dass sein älterer Bruder besser war - und der vom Vater meist im Memory geschlagen wurde. Deinen Kommentar kann ich also gar nicht nach vollziehen...

Oder liegt das wohl daran, dass dieser Vater auch von 8,000er-Puzzles keinen Abstand nahm, nur so zum Memory-Üben?

Servus und ;-) :-P
Heinz

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Daniel R.
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Beiträge: 1106

Re: Familientauglich!

Beitragvon Daniel R. » 6. Mai 2009, 19:46

Günter Burkhardt schrieb:
>
> In diesem Sinne sind (leider) 98% der in diesem Forum
> diskutierten Spiele nicht familientauglich.
>

Eine sehr provokante Aussage, lieber Günter!

Als Antwort sage ich "und das ist gut so".
Es wäre doch fatal wenn in diesem Forum täglich Fragen zu Mädn, Uno, Gänsespiel oder Mikado gepostet würden.
Diese Spiele sind nicht von ungefähr "familientaugliche Klassiker", sondern eben weil sie keine Fragen aufkommen lassen.

Was die Altersangaben angeht, sehe ich es wie Matthias.
Prinzipiell lässt sich nur folgendes ableiten:
ab 8 = einfach
ab 10 = mittel
ab 12 = anspruchsvoll
(die Ergänzungen von Duchamp sind natürlich auch sinnvoll).

Zum Begriff "familientauglich":
Stell Dir vor, anstatt dem SdJ-Logo würde auf den Spielen ein Sticker prangen "familientauglich".
Die meisten Wenigspieler-Familien würden wohl davon ausgehen, dass damit gemeint ist, dass dieses Spiel sozial wertvoll ist, weil es die ganze Familie an den Tisch bringt. Eher weniger wird verstanden, dass es sich um ein zugängliches Spiel auch für ungeübte handeln soll.

In diesem Forum wird "familientauglich" als Begriff für die Komplexität und Anspruch eines Spiels benutzt, was soll daran falsch sein?

Viele Grüße
Daniel


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