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Neue Siedlervariante: Wechseljahre

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Roman Pelek

Minimierung des Glücksfaktors bei Siedler - so vielleicht, aber nötig?

Beitragvon Roman Pelek » 27. Juli 2001, 03:18

Hi,
eine weiter Minimierung wäre mit einer Variante in Anlehnung an Sid Sacksons "Can't Stop" möglich. Man würfelt mit 3 oder 4 Würfeln und sucht sich eine Würfelkombination aus. Die Frage ist nur: wird das dem Spiel gerecht und macht es wirklich besser? Siedler ist nunmal *kein* reines Strategiespiel, sondern ein recht glücksabhängiges Familienspiel. Sollte man da nicht besser auch mal zu anderen Spielen greifen, anstatt an dem guten "alten" Siedler rumzudoktern? Es gibt so viele schöne Strategiespiele von Autoren, denen ein bisschen mehr Anerkennung durchaus nicht schaden könnte...
Ciao,
Roman (warum Siedler nicht so lassen, wie es ist, und gelegentlich mal ein anderes Spiel kaufen und spielen?)

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Ina-spielbox

re: *seufz* Der Glücksfaktor bei Siedler ist schon durchdacht ;-)

Beitragvon Ina-spielbox » 27. Juli 2001, 21:32

Hallo Roman,
was bitte, ist beim Siedeln planbar? Schon mal an der sechs gebaut und zugesehen, wie es 8en und 9en hagelte und Du hast blöd zugeschaut!
Außerdem kennst Du Lutz nicht! Lutz hat immer Schafe. Baut Lutz an der 12 mit Schafen, hagelt es 12en, baut er an der 3 hagelt es 3en. Es ist nicht zu glauben. Ein Trost ist, daß Lutz trotzem selten gewinnt (weil nur Schafe verhelfen auch nicht zum Sieg).
Und trotz und alledem: Ich liebe die Siedelei in allen Varianten und ärgere mich immer wieder, wenn meine Zahlen einfach nicht kommen.
Ansonsten kann ich Dir nur zustimmen, es gibt noch viele viele andere wunderschöne strategische Spiele und kann immer noch nicht richtig verstehen, aus welchem Grund ich eigentlich so viele Stunden im Krankenhaus verbringen muß und sooo selten spielen kann!
Ina

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Ralf R

re: Eine Regelvariante halte ich trotzdem fuer sinnvoll...

Beitragvon Ralf R » 28. Juli 2001, 12:53

"Häufig wird allzu oft zu früh leichtfertig variiert und Regeln nach dem eigenen Gusto abgeändert, obwohl sie ursprünglich mal richtig Sinn machten."
Stimmt schon, aber in einem Punkt halte ich die Ursprungssiedler (also ohne Erweiterungen) für schwach: Wenn ich Mitspieler habe, die mir immer wieder auf meinen besten Feld den Räuber stellen, so kann ich mich auch mit der statistischen Verteilung im Rücken ("die 7") nicht dagegen wehren. So oft kann man garnicht selbst "die 7" würfeln, dass ich den Räuber wieder da wegbekomme. Deshalb haben wir eingeführt, dass wenn das Zahlenplättchen auf dem der Räuber steht gewürfelt wurde, dieser sich in den Wüste verabschiedet und der Spieler nur für diesen Wurf keine Rohstoffe bekommt. Schwächt den Räuber bei destruktiven Spielrunden ein wenig ab und hift dieses "Alle gegen Einen" Spielgefühl zu minimieren...
Bye/Ralf R, der den Räuber irgendwie IMMER magisch anzieht und sei es nur aus der Begründung heraus "das ist ja dein Spiel, du kennst das ja besser als wir"! ;-)

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Ina-spielbox

re: Eine Regelvariante halte ich trotzdem fuer sinnvoll...

Beitragvon Ina-spielbox » 29. Juli 2001, 13:09

Armer Ralf! Vermutlich gehörst Du zu jenen Spielern, die Siedeln immer gewinnen, egal wie oft man ihnen den Räuber vor die Füße stellt.
Ina (die zuviel Räuber auch nicht mag, selbst wenn es das hübsch anzusehende Trio von Klaus Teuber ist)

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Roman Pelek

re: *seufz* Der Glücksfaktor bei Siedler ist schon durchdacht ;-)

Beitragvon Roman Pelek » 30. Juli 2001, 04:08

Hi Ina,
>was bitte, ist beim Siedeln planbar? Schon mal an der sechs gebaut und zugesehen, wie es 8en und 9en hagelte und Du hast blöd zugeschaut!<
Zig Male selbst erlebt :) Dennoch lohnt sich eine vermehrte Bebauung an statistisch häufiger vorkommenden Zahlen über mehrere Partien hinweg. Abgesehend davon habe ich *nie* gesagt, dass ich Siedler für ein strategisches Spiel halte, bei dem die Planung in jeder einzelnen Partie Früchte trägt ;-) Siedler ist ein Familienspiel mit erhöhtem Glücksfaktor, und genau das will es auch sein und das macht auch seinen Erfolg aus. Ich habe mir nur erlaubt, die Siedler mal gegen Regelvarianten zu verteidigen, die m.E. nix verbessern... :-D
>Außerdem kennst Du Lutz nicht! Lutz hat immer Schafe. Baut Lutz an der 12 mit Schafen, hagelt es 12en, baut er an der 3 hagelt es 3en. Es ist nicht zu glauben. Ein Trost ist, daß Lutz trotzem selten gewinnt (weil nur Schafe verhelfen auch nicht zum Sieg).
Und trotz und alledem: Ich liebe die Siedelei in allen Varianten und ärgere mich immer wieder, wenn meine Zahlen einfach nicht kommen.<
Ich persönlich muss sagen, dass ich mein Pensum "Siedler" für dieses Leben wohl erfüllt habe ;-) Ich verbringe meine Zeit lieber damit, eine sehr breitgefächerte Auswahl von Spielen zu spielen und kennenzulernen, da mich Spielideen an sich faszinieren. Ein neues Spiel hat so was wie Weihnachten, man möchte gerne wissen, was unter der Verpackung steckt (zugegeben, jeder hat noch was kindliches in sich). Mich fasziniert mehr die kreative Bandbreite denn die vollkommene Ausreizung eines Spiels. Letzteres mache ich nur sehr selten, und auch das nur aus Neugier, um mal zu schauen, wie weit man denn eine einzige Spielidee ausreizen kann. Bei Siedler habe ich beschlossen, es gebührend gewürdigt zu haben ;-)
>Ansonsten kann ich Dir nur zustimmen, es gibt noch viele viele andere wunderschöne strategische Spiele und kann immer noch nicht richtig verstehen, aus welchem Grund ich eigentlich so viele Stunden im Krankenhaus verbringen muß und sooo selten spielen kann!<
Kann man im Krankenhaus nicht spielen? Gibt's da nicht neue Therapieansätze? Wäre das nicht, mal ganz ernsthaft, eine interessante Sache, Spiele im Krankenhaus zu etablieren? Ich kann mir gut vorstellen, dass dies für willkommene Abwechslung und Spass bei Patienten (wie auch Personal) sorgen würde. Der Zimmerfernseher als Genesungsförderungsmassnahme allein kann's ja wohl nicht sein, oder? Und nicht nur Kinder profitieren psychisch vom Bauklötzenrefugium, auch Erwachsene nehmen so ein Angebot sicher gerne wahr. Und aus medizinischer Sicht sollte das ja wohl positiv wirken, oder?
Ciao,
Roman (hält Spielen an sich für eine positive Sache)

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Ina-spielbox

re: [OT] Spielen im Krankenhaus

Beitragvon Ina-spielbox » 30. Juli 2001, 19:29

Sehr gute Idee. Problematisch daran ist, daß niemand da ist, der auf die Spiele aufpaßt, und diese sich nach kurzer Zeit in einem desaströsen Zustand befinden. So erlebt auf einer Kinderstation, auf der größere Kinder lagen. Ich habe schon oft daran gedacht, Spiele, die ich nicht mehr spiele, mit ins Krankenhaus zu nehmen, aber oben gemachte Erfahrung hat mich davon abgehalten.
Und außerdem: Ich hätte ja nun nichts davon, ich muß schließlich an diesem Orte arbeiten und wenn ich Feierabend habe, fahre ich immer gern nach Hause (weiß auch nicht warum?).
Wieso schreibst Du eigentlich mitten in der Nacht Beiträge? Mußt Du nicht schlafen?
P.S. Ein weiteres Problem ist, daß Patienten - außer im Rauchenraum - sich interessanterweise recht schwer tun, etwas miteinander zu machen, es beschränkt sich maximal auf den Zimmergenossen. Ich weiß auch nicht, warum das so ist.
Ina (die Feierabend hat)

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Roman Pelek

re: [OT] Spielen im Krankenhaus

Beitragvon Roman Pelek » 31. Juli 2001, 02:13

Hi Ina,
>Wieso schreibst Du eigentlich mitten in der Nacht Beiträge? Mußt Du nicht schlafen?<
Sowas nennt man "flexible Arbeitszeit" ;-) Ausserdem hat man nachts so herrlich Ruhe und kann sich konzentrieren... Abgesehen davon: bei den Temperaturen draussen kann man doch eh erst nach Sonnenuntergang grade denken *g*
Ciao,
Roman (der dennoch heute genau jetzt _schon_ ins Bett geht *gähn*)


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