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Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ralf Arnemann
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Re: Spielen nach Radio Eriwan ...

Beitragvon Ralf Arnemann » 14. November 2001, 14:31

> und dann setzen wir uns auf eine Kingmaker Partie zusammen, ok?
Meinetwegen. Aber nur, um Dir einen Gefallen zu tun.

Kingmaker haben wir damals bis zum Überdruß gespielt - und es gehört in die vorderste Linie von Spielen, die durch bessere Neuentwicklungen in den Schatten gestellt werden.

Und die langweilige Grundtaktik (man schnappt einen Erben, verschanzt sich in einer unzugänglichen Ecke und läßt die Anderen kämpfen) ist ja immer noch ungeschlagen.

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Ralf Arnemann
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Re: Verwaltung (off topic)

Beitragvon Ralf Arnemann » 14. November 2001, 14:37

> Ich war damals als Beamter des Landesjugendreferats gerade auf
> der Suche nach einem neuen Aufgabengebiet, da sich die Szene
> der "Schüler- und Jugendzeitungen", die ich gerade betreute,
> binnen kürzester Zeit auflöste.
Ganz exemplarisch!
Eine Aufgabe fällt weg, und eigentlich müßte man die Behörde auflösen / die Beamten wegversetzen / die Stellen einsparen.

Aber siehe, es finden sich immer neue Aufgaben. Und die Verwaltung wächst und wächst.

In Firmen ist das im Prinzip ähnlich, aber da wird ab und zu durchgeforstet, wenn die Erträge nachlassen.

Wobei ich es im konkreten Fall natürlich nur begrüßen kann, daß Arno gerade diese Aufgabe neu gefunden hat.

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Volker L.

Re: Jger - hhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Volker L. » 14. November 2001, 14:37

H[b]a[/b]BS[b]i[/b] schrieb:
> Wer sammelt Spiele, um sie zu haben?
Erhard zum Beispiel :-)

> Wieviele Spiele habt Ihr so?
Nach aktueller Zaehlung 152. (Allgemeingut wie Schach, Skat etc. [b]nicht[/b] mitgezaehlt)
Dazu kaemen theoretisch noch ca ein Dutzend, die ich fuer schlecht
befunden, irgendwann "entsorgt" und anschliessend auch aus meiner
Liste gestrichen habe (inklusive das von Erhard heissgeliebte
"die erste Million", worueber ihm immer noch das Herz blutet :-) )

> Wie bekommt (kauft, bekommt
> geschenkt, verdient Ihr Euch... ???) Spiele?
Sachen, die Verwandte schwer kaufen koennen, besorge ich mir
selber (hauptsaechlich in Essen), das meiste lasse ich mir schenken
(mit Wunschliste, [b]keine[/b] Zufallsgeschenke)

> Was macht Ihr mit Euren Spielen?
Ruf' diese Frage in eine Schlucht, das Echo gibt Dir die
korrekte Antwort :-P

> Habt Ihr sie alle schon gespielt?
Wenn Solitaerspiele (also mehrere imaginaere Spieler, alle von
mir kontrolliert) mitzaehlen, sind momentan exakt 7 noch ungespielt.
Wenn nur zaehlt, was ich mit echten Mitspielern gespielt habe,
dann ca. 50% (grobe Schaetzung)

> Wollt Ihr sie möglicht "originalverschweißt" konservieren?
Ich habe mir mal vorsorglich Reserveexemplare von "Bohnanza",
"Wizard" und "6nimmt" besorgt, um Ersatz zu haben, wenn die
Gebrauchsexemplare in 20 Jahren unspielbar geworden sind und
die Titel [b]dann[/b] im Handel nicht mehr erhaeltlich sind.
Diese sind noch eingeschweisst.
Fuer alle anderen Spiele verweise ich auf Gustavs Bemerkung ueber
"artgerechte Haltung" und DiStas Parole "Freiheit fuer Spiele..."
Beides Aussagen, die mit gefallen :-))

> aber hier scheint es ja
> auch einige echt "Sammler" (mit vierstelligen Spielzahlen...)
> zu geben...
Ja, und einer davon wohnt ganz in meiner Naehe... :-))

> Und wie ist das mit den "Profis" vs. den "Laien"? Soll
> heißen: wieviele von Euch verdienen mit Spielen etc. Geld???
Ich habe ja wohl schon erwaehnt, dass ich mal angefangen habe,
ein Spiel zu entwickeln. Dieses ist seit mehreren Jahren zu ca.
75% fertig. [b]Falls[/b] ich jemals die Zeit finde, mich wieder
damit zu beschaeftigen und es zu vollenden, wuerde ich mich freuen,
wenn ich mir damit ein (winziges) Zubrot verdienen koennte, aber
ansonsten [i]kosten[/i] mich Spiele nur Geld anstatt mir welches
[i]einzubringen[/i]

Gruss, Volker

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Sven Weiss

Re: Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Sven Weiss » 14. November 2001, 14:42

Mit Spielen sein Geld verdienen – ich gratuliere. Das können wohl nicht viele.

Neidische Grüsse

Sven

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Britta

Re: Jger - hhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Britta » 14. November 2001, 14:52

Mensch Kinners,

was mir hier in den Postings immer wieder ins Auge gefallen ist, dass ihr eure Spiele als Solitärspiele testet. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr mich das beruhigt. Als Einzelkind auf dem Lande bin ich damit groß geworden, später wurde ich von meinen Bekannten immer nur schräg angesehen, wenn ich erwähnte, das ich die Spiele alleine teste.

Britta (die dann heute Abend mal guten Gewissens ein Spiel auspacken kann)

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Volker L.

Re: Jger - hhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Volker L. » 14. November 2001, 14:56

Britta schrieb:
>
> Mensch Kinners,
>
> was mir hier in den Postings immer wieder ins Auge gefallen
> ist, dass ihr eure Spiele als Solitärspiele testet. Ihr
> glaubt gar nicht, wie sehr mich das beruhigt. Als Einzelkind
> auf dem Lande bin ich damit groß geworden, später wurde ich
> von meinen Bekannten immer nur schräg angesehen, wenn ich
> erwähnte, das ich die Spiele alleine teste.
>
> Britta (die dann heute Abend mal guten Gewissens ein Spiel
> auspacken kann)

Nanu?
Habe ich was von "testen" geschrieben :-?

Gruss, Volker (Spielt auch solitaer, um [b]Spass[/b] zu haben,
nicht nur, um Spiele zu testen ([b]und schon gar nicht, um
Siegstrategien auszuprobieren[/b])

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Jost Schwider

OT: Solitärspieler(innen)

Beitragvon Jost Schwider » 14. November 2001, 15:10

Das hat u.a. den großen Vorteil, dass man immer gewinnt! ;-)

Im Ernst:
Regeln lesen ist eine Sache, den Spielmechanismus zu durchschauen eine andere. Wenn man das einmal geschafft hat, kann man ein Spiel auch viel leichter anderen erklären.

Jost aus Soest (findet Regeln vorlesen doof)

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Britta

Re: Jger - hhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Britta » 14. November 2001, 15:18

Hallo Volker!

> Nanu?
> Habe ich was von "testen" geschrieben :-?

Braucht man wirklich kein Alibi um alleine zu spielen?


>([b]und schon gar nicht, um Siegstrategien auszuprobieren[/b])

pfui, bah, so etwas mag ich auch nicht

Britta

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Ralf Arnemann
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Re: Jger - hhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Ralf Arnemann » 14. November 2001, 15:29

> (und schon gar nicht, um Siegstrategien auszuprobieren)
Kling sehr edel - aber wie macht man das?

In erster Linie spiele ich solitär, um das Spiel und seine Regeln kennenzulernen. Und dann manchmal, weil ich keine Mitspieler finde (z. B. bei AoR).
Und dazu gehört natürlich auch, daß jeder virtuelle Mitspieler irgendetwas anderes ausprobiert.
Und da läßt sich kaum vermeiden festzustellen, daß manche Ideen gut funktionieren und andere nicht.

Eine echte Siegstrategie dagegen kann man sowieso solitär kaum testen - da kommt es wesentlich auf die Reaktion der Mitspieler an bzw. meist wird diese von Ideen gebremst, auf die man allein sowieso nicht kommt.

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Volker L.

Siegstrategien testen

Beitragvon Volker L. » 14. November 2001, 15:30

Britta schrieb:
>
> Hallo Volker!
>
> > Nanu?
> > Habe ich was von "testen" geschrieben :-?
>
> Braucht man wirklich kein Alibi um alleine zu spielen?
[b]NEIN![/b], das braucht man [b]NICHT![/b] :-O ;-)

> >([b]und schon gar nicht, um Siegstrategien auszuprobieren[/b])
>
> pfui, bah, so etwas mag ich auch nicht
Ich auch nicht, mir geht es sogar schon zuweit, wenn Leute bei
Siedler nachrechnen, dass eine Felderkombination 4er Lehm/6er Holz
wertvoller ist als 5er Lehm/9er Holz oder so was. Ebenso hat es
mich traurig gestimmt, dass hier soviel ueber Siegstrategien
bei FvF geschrieben wurde (und sogar ausgerechnet, wieviele
Siegpunkte man mit welcher machen kann).
Mich stoert weniger, dass es eine sehr starke Strategie [b]gibt[/b], als vielmehr, dass es allen mitgeteilt wird.
Selbst wenn meine Mitspieler das nicht wissen, weil von denen
meines Wissens keiner hier mitliest, werden mir die Fuersten
vermutlich in Zukunft weniger Spass machen, weil ich vermutlich
zumindest unterschwellig anfangen werde, mir einen Plan zurecht
zu legen, statt einfach impulsiv zu entscheiden, was ich
ersteigern/bauen will.
Ich bin nur mal gefragt worden, ob sowas meine Intention waere,
wenn ich allein spiele, daher wollte ich das nochmal ausdruecklich
sagen.
Gruss, Volker

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Britta

Re: Siegstrategien testen

Beitragvon Britta » 14. November 2001, 15:50

> > Braucht man wirklich kein Alibi um alleine zu spielen?
> [b]NEIN![/b], das braucht man [b]NICHT![/b] :-O ;-)
Okay, ich versuche es mir abzugewöhnen, aber jahrelange Beeinflussung einfach hinter sich zu lassen.....:-)

>
> > >([b]und schon gar nicht, um Siegstrategien
> auszuprobieren[/b])
> >
> > pfui, bah, so etwas mag ich auch nicht
> Ich auch nicht, mir geht es sogar schon zuweit, wenn Leute bei
> Siedler nachrechnen, dass eine Felderkombination 4er Lehm/6er
> Holz
> wertvoller ist als 5er Lehm/9er Holz oder so was.


Noch schlimmer, finde ich die Leute, die einem nach dem Spiel versuchen zu verklickern, was man an dieser oder jener Stelle hätte besser tun sollen, nervig.
Oder die, die noch Stunden später das Spiel analysieren.
Da hilft dann immer nur: Schnell das nächste Spiel!
Britta

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Volker L.

Re: Jger - hhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Volker L. » 14. November 2001, 15:53

Ralf Arnemann schrieb:
>
> > (und schon gar nicht, um Siegstrategien auszuprobieren)
> Kling sehr edel - aber wie macht man das?
>
> (...) spiele ich solitär, (...) manchmal, weil ich keine
> Mitspieler finde (z. B. bei AoR).
Nicht zu vergessen der Vorteil, dass sich solitaer eine Partie
Siedler auch problemlos ueber 4 Tage erstrecken kann, wenn man
pro Tag nur knapp eine Stunde Zeit hat. Beim Treffen mit Freunden
ist Vertagen recht schwierig :-)

> Und dazu gehört natürlich auch, daß jeder virtuelle
> Mitspieler irgendetwas anderes ausprobiert.
> Und da läßt sich kaum vermeiden festzustellen, daß manche
> Ideen gut funktionieren und andere nicht.
Bei mir laeuft's eher darauf hinaus, dass ich jeden Spieler so
spiele, wie ich in dieser Situation eben spielen wuerde. Dass
ich festlege "Spieler A versucht's mal defensiv und Spieler B
eher expansiv" kommt praktisch nie vor (ausser bei Spielen, wo
es irgendwo Gedraenge und woanders riesige Leerraeume gibt, wenn
alle dasselbe wollen).
Gelegentlich versuche ich, mir vorzustellen, jener imaginaere
Spieler sei der Freund X, und so zu spielen, wie dieser Freund
in dieser Situation vermutlich spielen wuerde, aber das klappt
auch nur begrenzt, denn:
> da kommt es wesentlich auf die Reaktion der
> Mitspieler an bzw. meist wird diese von Ideen gebremst, auf
> die man allein sowieso nicht kommt.
Hinzu kommt, dass ich eigentlich nicht wirklich gegen meinen
Charakter anspielen kann, d.h., selbst wenn ich weiss, dass
ein Freund eine komplett andere Herangehensweise hat, kann ich
die immer nur kurzzeitig durchhalten, letztlich wird dann immer
eine Mischung aus meiner "normalen" und seiner Spielweise daraus.

Dazu passt am Besten ein Beispiel aus dem Bereich der Computerspiele:
Meine Lieblingsspiele sind Aufbausimulationsspiele a la Civilization,
Colonization, Master of Orion etc. Auf hoeheren Schwierigkeits-
Levels habe ich auch schon gegen Computergegner gewisse Probleme,
weil mein Spielstil extrem perfektionistisch ist und ich Militaer
und Expansion in der Anfangsphase zu sehr vernachlaessige. Und
immer wieder muss ich mich am Riemen reissen und sagen: "Jetzt
muss ich aber den Ausbau der Kolonie verschieben und einige
Siedler/Kolonieschiffe bzw. Militaereinheiten bauen!" OK, dann
gebe ich einige davon in Auftrag, und bei denen bleibt's dann,
weil ich nach wenigen Runden wieder in meine gewohnten Denkschemata
zurueckfalle. Wenn ich gegen menschliche Spieler antrete, bin
ich einer Early-Rush-Strategie hilflos ausgeliefert, d.h., ich
kann sie nicht selbst anwenden (koennte das nicht konsequent
genug durchhalten) und mich auch nicht vernuenftig dagegen
verteidigen, weil schon fuer letzteres die einzelnen Entscheidungen
viel staerker ins Militaerische gehen muessten, als dem schnellen
und sinnvollen Aufbau meiner Kolonien zutraeglich waere.

Gruss, Volker (der fassungslos sieht, [i]wieviel[/i] er gerade
getippt hat, obwohl er doch eigentlich (Carsten ist noch nicht
zurueck :-) ) nur eine kurze(!) Antwort auf Ralfs Frage "wie macht
man das" geben wollte)

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Uli Schumacher

Re: Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Uli Schumacher » 14. November 2001, 16:00

HBS schrieb:
> Wieviele Spiele habt Ihr so?

300? Keine Ahnung

Wie bekommt (kauft, bekommt
> geschenkt, verdient Ihr Euch... ???) Spiele?

Schenken traut sich keiner mehr.

Was macht Ihr
> mit Euren Spielen? Habt Ihr sie alle schon gespielt? Wollt
> Ihr sie möglicht "originalverschweißt" konservieren?

Originalverschweißt ist ein eindeutiges Qualitätsmangelzeichen: Woanders gespielt und für nicht wert befunden, ausgepackt zu werden.
Zum Glück habe ich genug Kinder, um fast jederzeit eine ordentliche Spielrunde zusammen zu bekommen und daher alles auch probieren zu können.

>
> Und wie ist das mit den "Profis" vs. den "Laien"? Soll
> heißen: wieviele von Euch verdienen mit Spielen etc. Geld???

Manchmal (Spielveranstaltungen, Messen)
Wobei der Geldgewinn gegen Null geht (logo, man muß ja dann auch wieder Spiele kaufen :-) ), aber die Exemplare zum Ausprobieren sich dann und wann ganz positiv auf das Resthaushaltsgeld (d.h. nach unumgänglichen Abzügen wie Miete, Wasser, Strom, Spiele) auswirken allerdings gibt es dabei dann manchmal ein zum Eingeschweißt bleiben verurteiltes (s.o.)

Uli (hat auch einiges nur um des Sammelns willen : 8 tolle DDR-Spiele)

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Britta

Re: Jger - hhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Britta » 14. November 2001, 16:10


> Bei mir laeuft's eher darauf hinaus, dass ich jeden Spieler so
> spiele, wie ich in dieser Situation eben spielen wuerde. Dass
> ich festlege "Spieler A versucht's mal defensiv und Spieler B
> eher expansiv" kommt praktisch nie vor
Dito!

>Computergegner gewisse
> Probleme,
> weil mein Spielstil extrem perfektionistisch ist
Kenne ich das Problem. Neustes Beispiel: erste Runde Carcassone; Karten die ich spontan nicht sinnvoll unterbringen konnte;habe ich da angelegt, wo es "schön" aussah. Hat nicht wirklich geholfen!



> ich einer Early-Rush-Strategie hilflos ausgeliefert,
Fein, dass du gerade eine sicheren Tipp gegeben hat, wie man dich besiegt :-D

Britta

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Jost Schwider

Re: Siegstrategien testen

Beitragvon Jost Schwider » 14. November 2001, 16:18

> Oder die, die noch Stunden später das Spiel analysieren

Auch das kann interessant sein (nun gut, nicht stundenlang):
Analysieren, warum das Spiel nicht so gut funktionierte, was man eventuell besser machen kann (strategisch oder via Variante), etc. pp.

Jost aus Soest (hält Spielregeln für Vorschläge)

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Volker L.

Re: Jger - hhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Volker L. » 14. November 2001, 16:24

Britta schrieb:
> >Computergegner gewisse
> > Probleme,
> > weil mein Spielstil extrem perfektionistisch ist
> Kenne ich das Problem. Neustes Beispiel: erste Runde
> Carcassone; Karten die ich spontan nicht sinnvoll
> unterbringen konnte;habe ich da angelegt, wo es "schön"
> aussah. Hat nicht wirklich geholfen!
:lol:
Das war aber nicht das, was ich mit "perfektionistisch" meinte.
"Perfektionistisch" in Aufbaustrategiespielen heisst, dass man
das Hauptaugenmerk auf den Ausbau der eigenen Kolonien richtet
(Fabrik, um mehr Rohstoffe zu produzieren; Marktplatz, um mehr
Geld einzunehmen; Aquaedukt, um sich vor Seuchen zu sichern -
alles Beispiele aus Civilization) und dabei die Expansion (Siedler,
um woanders neue Kolonien zu errichten) und Militaereinheiten
(die sowohl angreifen als auch verteidigen koennten) vernachlaessigt.

> > ich einer Early-Rush-Strategie hilflos ausgeliefert,
> Fein, dass du gerade eine sicheren Tipp gegeben hat, wie man
> dich besiegt :-D
Also, das ist eine typische Strategie bei [b]Computer[/b]spielen,
bei [b]Brett[/b]spielen duerfte man damit nicht so erfolgreich
sein. Erstens lassen nur wenige (Kampf-)Brettspiele solche Strategien
ueberhaupt zu, zweitens (und das ist wichtiger) fehlt da zum
grossen Teil das Ueberraschungsmoment. Beim Brettspiel siehst
Du ja i.A., wenn der Gegner aufruestet und/oder seine Truppen
auf Dich zu marschieren. Bei Computerspielen funktioniert die
Early-Rush-Strategie ja hauptsaechlich dadurch, dass das Opfer
unvorbereitet ist und die Zeitspanne, die es braeuchte, um
geeignete Gegenmassnahmen zu ergreifen (eigene Truppen bauen/
ausbilden, Stadtmauer errichten), laenger ist als die Zeitspanne,
die der Angreifer braucht, um das Opfer niederzumachen.
Gruss, Volker

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Marten Holst

Re: Siegstrategien testen

Beitragvon Marten Holst » 14. November 2001, 16:26

Moinle,

hängt auch ein wenig von der Art ab. Wenn man nachher sagt "Hätte ich in Runde eins mehr gewagt, hätte ich wohl mitspielen können.", dann ist das noch in Ordnung. Allerdings spiele ich zum Beispiel ungern Skat, weil da nach dem Spiel eher "He, Du A***, warum spielst Du hirnverbrannter Volltrottel die Karo-7 statt der Kreuz-7, wo doch klar war, dass ich" u.s.w.

Tschüß
Marten (findet den Variantenwahn oft übersteigert, hält das aber für eine andere Diskussion)

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Britta

Re: Siegstrategien testen

Beitragvon Britta » 14. November 2001, 17:11

Holst schrieb:
> Allerdings
> spiele ich zum Beispiel ungern Skat, weil da nach dem Spiel
> eher "He, Du A***, warum spielst Du hirnverbrannter
> Volltrottel die Karo-7 statt der Kreuz-7, wo doch klar war,
> dass ich" u.s.w.
>

Das haben wir wieder ein Beispiel zu Thema "Ideen auf die andere kommen" (s.o.), auf die Idee Skat mit mir selber zu spielen bin ich noch nicht gekommen.

Britta (kann nur grinsend den Kopf schütteln)

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Ralf Arnemann
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Re: Siegstrategien testen

Beitragvon Ralf Arnemann » 14. November 2001, 18:04

> Mich stoert weniger, dass es eine sehr starke Strategie gibt,
> als vielmehr, dass es allen mitgeteilt wird.
Ich sehe das gerade umgekehrt.
Wenn es eine starke Strategie gibt, dann sollten das auch alle Mitspieler wissen (müssen sie ja nicht anwenden).

Es geht ja nicht darum, anderen dauernd in den Spielstil reinzureden, das wäre ätzend.
Aber stillvergnügt über die Mitspieler drüberfahren, weil sie z. B. nicht wissen, wie stark das Gaukler-Potential ist - nee, würde mir keinen Spaß machen.

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Volker L.

Re: Siegstrategien testen

Beitragvon Volker L. » 14. November 2001, 18:22

Ralf Arnemann schrieb:
>
> > Mich stoert weniger, dass es eine sehr starke Strategie gibt,
> > als vielmehr, dass es allen mitgeteilt wird.
> Ich sehe das gerade umgekehrt.
> Wenn es eine starke Strategie gibt, dann sollten das auch
> alle Mitspieler wissen (müssen sie ja nicht anwenden).

Wenn Du mein Posting aufmerksam gelesen haettest, wuesstest Du,
dass ich das so nicht gemeint habe.
In meiner Spielerunde bin ich hoechstwahrscheinlich der einzige,
der das jetzt weiss, und ich fuerchte, dass ich da nie wieder so
unbefangen rangehen kann wie frueher. Na klar werde ich mich
[i]bemuehen[/i], das nicht konsequent durchzuziehen, aber ob ich
mich im Zweifelsfall zurueckhalten kann?

Mir waere es lieber, es wuesste [i]niemand[/i] von irgendwelchen
Killer-Strategien (egal, bei welchem Spiel), als dass es alle
wissen.

Gruss, Volker (moechte auch und gerade Spiele mit geringem
Gluecksfaktor lieber intuitiv und spontan spielen als sich
vor Spielbeginn eine konkrete Taktik/Strategie zurechtlegen zu muessen)

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Arno C. Hofer
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Re: Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Arno C. Hofer » 14. November 2001, 18:33

Lieber Sven,

vielleicht beneide ich Dich gerade auch um Deine Tätigkeit ...
Aber, wenn auch Du mit dem Spielen Geld verdienen willst, hör' Dich doch ganz einfach um (werde alltagssensibel für "Spiel", verfolge in den Zeitungen den Stellenmarkt) oder entwickle selbst ein Projekt, das Du gern verwirklichen willst (und gehe zum Bürgermeister, zum Landrat, zum Minister ...): wenn Du das wirklich willst kannst Du ja auch Spielpädagoge werden (wird an der Akademie Remscheid als Ausbildung angeboten) ...
Neid hat leider noch nie etwas verbessert. Anstrengung schon. Und ich strenge mich sehr an ...

Arno

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"JOBO"Joachim Bonitz

Re: Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon "JOBO"Joachim Bonitz » 14. November 2001, 18:38

Moin Hanna,


HBS schrieb:
>
> Moin, moin,
>
> aus mehreren aktuellen Anlässen bin ich jetzt doch neugierig:
> [b]wie ist das mit den Spielern und Sammlern?[/b] Wer sammelt
> Spiele, um sie zu haben, wer spielt Spiele, und hat dabei
> schon eine Sammlung aufgebaut???

Ich sammle keine Spiele um des Sammelns wegen, sondern damit ich eine kleine Auswahl zur Verfügung habe wenn mich der Spieltrieb überkommt.
>
> Wieviele Spiele habt Ihr so? Wie bekommt (kauft, bekommt
> geschenkt, verdient Ihr Euch... ???) Spiele? Was macht Ihr
> mit Euren Spielen? Habt Ihr sie alle schon gespielt? Wollt
> Ihr sie möglicht "originalverschweißt" konservieren?

Ich habe sie nicht gezählt aber es dürften so um die 120 sein. Einige habe ich geschenkt bekommen, ein großer Teil sit jedoch von mir persönlich käuflich erworben worden. Gespielt habe ich die Spiele, die ich besitze schon alle mindestens einmal, viele jedoch mehrmals und regelmäßig.
Konserviert werden bei mir keine Spiele, da ich sie ja sonst nicht spielen könnte :-)
>
> Nach den ausführlichen Definitionen darüber, was wir sind
> (Vielspieler, Ein-wenig-mehr-Spieler, Gernspieler,
> Immer-Mal-Wieder-Spieler), wüßte ich jetzt gerne mehr
> darüber, wie Ihr Spiele bekommt, habt und "behandelt".
> Persönlich kenne ich "nur" Spieler, aber hier scheint es ja
> auch einige echt "Sammler" (mit vierstelligen Spielzahlen...)
> zu geben...

Ich zähle mich zu den Ein-wenig-mehr-Spielern. Kaufen tue ich die Spiele beim Händler meines Vertrauens, ab und zu auch einmal über ebay.
Behandelt werden die Spiele bei mir sehr pfleglich, schließlich möchte ich sie ja noch lange spielen. In meinem "Spielekreis" gehört es übrigens zum guten Stil, dass alle Spiele, egal ob eigene oder fremde, pfleglich behandelt werden. Beispielsweise gehören Getränke oder fettige Chips nicht unbedingt auf den Spieletisch, sondern in sicherer Entfernung vom Geschehen abgestellt. Äußerst ärgerlich, wenn ein Siedler oder gar ein Roads and Boats unter Wasser, Bier oder Cola gesetzt wird :mad: .
>
> Und wie ist das mit den "Profis" vs. den "Laien"? Soll
> heißen: wieviele von Euch verdienen mit Spielen etc. Geld???

Würde ich gerne, wenn ich eine gute Idee für eine Spielidee umsetzen könnte, ich arbeite daran!
>
> Neugirige Grüße,
> Hanna
> (hat nicht sooo viele Spiele, aber noch nicht mal alle davon
> gespielt ;-) )

Nun laß mal die Spieleanzahl aus dem Sack, wieviele sind es denn ? :wink: .
Tschoe aus Aachen
Joachim

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Arno C. Hofer
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Re: Verwaltung (off topic)

Beitragvon Arno C. Hofer » 14. November 2001, 19:01

Lieber Ralf,

mein Suchen innerhalb des Landesjugendreferats war ein Spezielles, das Du, glaube ich, in Deinem Posting auch forderst: ich suchte nach etwas Nachhaltigem, was die Gesellschaft und somit die/den EinzelneN fördert. Und "Spielen" schien mir so etwas "Grundlegendes" zu sein. Ich hätte natürlich auch in die Buchhaltung wechseln können, dort allerdings wäre ich "gestorben gewesen". So setze ich mich glaube ich "nützlich ein".

Wenn wir bei der "Verwaltung" auf Nützlichkeiten schauen, und das ist momentan rigoros der Fall (auch wir durchforsten hier im Jugendreferat unsere Aufgaben), werden wir diese auf ein gutes Maß schrumpfen: aber unter dieses Maß zu schrumpfen ist für jede Gesellschaft tödlich. Ihr (ich meine da Euch Deutsche) braucht auch in Eurem Staat Beamte, die nicht nur "ärmelschonend" in Buchhaltungen und sonstigen "toten Zonen" arbeiten, sondern die aktiv (am Puls der Zeit) Stimmungen ausloten und Positives zur Gesellschaftsentwicklung beitragen. Nicht nur Polizisten, die etwas beschützen sondern auch beamtete Menschen, die [b]die Zukunft mit Euch[/b] gestalten. Viele meiner Kollegen an deutschen Universitäten (ich habe auf Grund meiner Tätigkeit beim "Land" auch einen Lehrauftrag bei den Erziehungswissenschaften und in der Lahrerweiterbildung) beneiden mich wirklich um meine Arbeitsmöglichkeiten - etwas nicht nur theoretisch sondern auch praktisch auf Tauglichkeit überprüfen zu können. Übrigens: Spielpädagogik und Spielen sind mir als Thema viel zu wichtig, als dass sie rein privatwirtschaflich oder gar im ehrenamtlichen Bereich daheim sein dürfen ... Ich glaube gerade, gerade in der heutigen Umbruchszeit, müßte das Spielen im Bereich der Kinder-, Jugend- und Elternarbeit und vorallem auch im kulturellen und Bildungs-Bereich Gemeinde-, Landes- und Bundesangelegenheit sein, denn von einem bin ich nun nach diesen 16 Jahren überzeugt: wer spielt ist flexibler, wer spielt hat mehr Erfahrungen, wer spielt kann "gscheitere" Entscheidungen treffen, wer spielt ist - im Grunde: mehr "zoon politicon"(= Mensch = Gemeinschaftswesen).

Nein: von Verwaltungsaufblähung halte ich nichts, aber von sinnvollen Tätigkeiten im Rahmen der Verwaltung sehr viel. Die Steiermark ist sicher kein reiches Bundesland (das spüre ich täglich, auch bei meinem Gehalt) aber es bringt immer wieder Innovationen in Gang: eine davon war und ist die Landes-Ludothek: wir warten auf Nachahmer, wobei wir unser Modell nicht 1:1 "abgekupfert" irgendwohin transferieren wollen, sondern durchaus daran interessiert sind, das Modell jeweils an die regionalen Gegebenheiten anzupassen ...

Arno (ist übrigens im Land als "schlechter Beamter" verschrien, weil er so "selbständig agiert", sich an keine "Dienstzeitenbeschränkungen" hält, immer wieder etwas "will", etc.: der verdient "spielend sein Geld"-eben)

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Sven

Re: Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Sven » 14. November 2001, 22:00

Hallo HBS !
Auch ich will mal Deine Neugier befriedigen.

> aus mehreren aktuellen Anlässen bin ich jetzt doch neugierig:
> [b]wie ist das mit den Spielern und Sammlern?[/b]
> Wer sammelt Spiele, um sie zu haben,

Ich nicht!

> wer spielt Spiele, und hat dabei schon eine Sammlung aufgebaut???

In diese Schublade passe ich wohl schon eher hinein.

> Wieviele Spiele habt Ihr so?

Zur Zeit sind es ca 150.Eine Zeit lang habe ich versucht die Anzahl möglichst gering zu halten,nur die Spiele im Bestand zu behalten die auch wirklich bei uns auf den Tisch kommen.Der Rest ging wieder in den A&V.Es fällt allerdings immer schwerer sich von dem einen oder anderen Spiel zu trennen - im Moment stehen wieder 5 auf der Abschussliste.

> Wie bekommt (kauft, bekommt geschenkt, verdient Ihr Euch... ???) Spiele?

Die meisten sind gekauft (Versandhandel,Geschäft,Messe),wenige geschenkt.

> Was macht Ihr mit Euren Spielen?

Aufgeregt auspacken,Spielmaterial vorbereiten und dann......spielen,spielen,spielen.

> Habt Ihr sie alle schon gespielt?

Leider nein.Vor allem reine Taktikspiele sind meiner Frau schwer unterzujubeln.
So warten Spiele wie LOA,Seneti,Theben oder Ombagi schon "ewig" auf ein Probespiel (mal von Solitaire-Versuchen abgesehen).

> Wollt Ihr sie möglicht "originalverschweißt" konservieren?

Nöööööööö!Wozu?

> Nach den ausführlichen Definitionen darüber, was wir sind
> (Vielspieler, Ein-wenig-mehr-Spieler, Gernspieler,
> Immer-Mal-Wieder-Spieler), wüßte ich jetzt gerne mehr
> darüber, wie Ihr Spiele bekommt, habt und "behandelt".

Ich würde mich eher als Spieler,denn als Sammler bezeichnen,obwohl ich den Jagd- und Sammeltrieb auch nicht ganz verleugnen kann.Der bezieht sich aber eher auf die Erweiterung oder Vervollkommnung einzelner Spiele (Spielerweiterungen,CCG).Ich habe natürlich auch Spiele die ich vor allem wegen ihrer Gestaltung/Ausstattung mag,vom reinen Spielmechanismus aber eigentlich nicht die Überflieger sind (zB das eine oder andere aus der "Edition Perlhuhn" oder "Historien Spielegalerie").Aber das Komplettieren ganzer Verlags- oder Autorenreihen ist überhaupt nicht mein Ding.

> Persönlich kenne ich "nur" Spieler, aber hier scheint es ja
> auch einige echt "Sammler" (mit vierstelligen Spielzahlen...)
> zu geben...
>
> Und wie ist das mit den "Profis" vs. den "Laien"? Soll
> heißen: wieviele von Euch verdienen mit Spielen etc. Geld???

Ich lasse hier immer nur mein Geld.Ist halt ein schönes aber auch sehr kostspieliges Hobby.

Liebe Grüße,Sven

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Lindemann Brigitta

Re: Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Lindemann Brigitta » 14. November 2001, 22:18

HBS schrieb:
>
> Moin, moin,
>
> aus mehreren aktuellen Anlässen bin ich jetzt doch neugierig:
> [b]wie ist das mit den Spielern und Sammlern?[/b] Wer sammelt
> Spiele, um sie zu haben, wer spielt Spiele, und hat dabei
> schon eine Sammlung aufgebaut???
>

Hallo,
bin keine Sammlerin (mehr) - weder von Spielen noch von Büchern oder sonstigen Sammelobjekten, da eine Zweizimmerwohnung ohne Speicher bzw. Keller den Platz nur bedingt bietet, wenn man nicht in einer Spiel- bzw. Bibliothek oder sonstigen "Sammel"othek leben will, finde es aber hinreißend, dass bei meiner Schwester noch die meisten alten Familienspiele (z.B. Weltreise (müsste von ungefähr 1960 sein) mit selbst gebastelten Erweiterungskarten) vorhanden sind und diese uns auch heute immer noch am Spieltisch versammeln, wenn wir mal wieder zusammen sind.......
Brigitta
(versuche dafür in der Bücherei immer die neuesten und wichtigsten Spiele für unsere LeserInnen zur Verfügung zu stellen, was mich überhaupt erst in dieses Forum brachte - zur Information, was sich anzuschaffen lohnt bei begrenzten öffentlichen Mitteln - pro Kalenderjahr kann ich etwa 2000 DM für Spiele (1/3 Kinder, 2/3 Erwachsene) ausgeben. Aus Platzgründen werden Spiele, die zwei Jahre nicht ausgeliehen worden sind, "gnadenlos" ausrangiert und am Büchereiflohmarkt verkauft um so wieder Geld für neue Spiele zu haben.)


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