Beitragvon Berthold Heß » 19. Dezember 2001, 19:40
Ich habe gerade diesen Beitrag gelesen und möchte einige Fakten zurecht rücken.
Spieleraritäten, die einem schnell „durch die Lappen gehen“ können:
Solche Spieleraritäten sind für die journalistische Arbeit ziemlich uninteressant, denn was soll man über Spiele schreiben, die nicht zu kaufen sind? Das frustriert nur die Leser, die das Spiel nicht bekommen können. Daher gibt es in dem Bereich (zu Recht!) auch keine Rezensionsexemplare.
Der Hinweis auf meine Frau, die u.a. Mitglied in der Jury Spiel des Jahres ist, trifft voll daneben. Bei Kleinverlagen kauft sie grundsätzlich die Spiele, wenn ihr diese interessant erscheinen. Im übrigen bekommen wir wirklich nicht alle neuen Spiele zugeschickt. Also da braucht man nicht neidisch zu sein.
Schmidt-Tauschaktion
Nun ja, ich selber habe daran nicht teilgenommen oder profitiert, also selber weder „Die Macher“ noch „Medina“ mitgenommen. Ich habe aber jemanden getroffen - Name und Anschrift bekannt. -)) -. der für einige Raritäten diese Spiele bekommen hat. Um welche Uhrzeit das war, habe ich mir leider nicht aufgeschrieben.
Was soll die Einleitung?
Ich verrate jetzt ein Geheimnis: Die Einleitung soll den Beitrag einleiten! Sie soll neugierig machen, zum Lesen auffordern, aber auch eine Botschaft vermitteln: "Hier kommt ein subjektiver Bericht, nicht eine Tabelle, wie sie im Netz oder den Berichten anderer Hefte zu finden ist."
Und außerdem ist das tatsächlich meine Einstellung in Essen. In Nürnberg läuft jeder gehetzt herum, statt „Guten Tag“ lautet der obligatorische Gruß: „Keine Zeit, muss zu einem Termin!“. Das tue ich mir in Essen nicht an. Ich gehe die Hallen systematisch ab. Die Spiele lasse ich mir zusammen mit allen anderen Besuchern erklären oder lese die Regeln. Natürlich schaue ich bei den Verlagen herein und sage „Guten Tag“. Aber ich lasse mir keine Termine geben, bekomme die Spiele also auch nicht „exklusiv im Hinterzimmer“ erklärt. Und wenn mir von einem Kleinverlag ein Spiel gefällt, kaufe ich es. Oder bekomme keines mehr, wie z.B. „Mutabohn“. (Das habe ich dann aber einige Wochen später im Sauerland gekauft.) Und um das „ich“ in diesem Absatz zu erläutern: Auch meine Frau geht so „unprivilegiert“ über diese Messe.
Und jetzt schildere ich auch den Vorfall, der mir die Einleitung verschafft hat. Wir (S. Heiß, T. Felber, Familie Heß) stehen bei Zoch und spielen „Hick Hack in Gackelwack“. Eine Journalistin eines Radiosenders rauscht auf den Stand, packt die Liste der spielbox-Site aus. Ein schneller Rundblick, „Hick Hack“ wird abgehakt. „Wo ist denn...“ Blick in die Liste „Villa Paletti?“ „Das steht hier. – Nein, das ist nur das Regal! Hier vorne auf dem Tisch! – Ja wollen Sie das Spiel nicht erklärt haben?“ Ein weiterer Eintrag wird abgehakt, die Dame rast zum nächsten Stand. Tja, und so entstand der Satz: „Sie arbeiten (!) ihre Listen ab, damit die Wirklichkeit ihre Vorabinformationen bestätigt.“
Da genieße ich lieber die Atmosphäre und mache mich nicht verrückt.
Nicht kapiert habe ich das mit der Arroganz und dem „auserwählt sein“. Aber den Luxus, nicht alles verstehen zu müssen, leiste ich mir auch noch.
Ich wünsche Euch verspielte Weihnachten!
Bert