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Kein platz mehr um etwas ganz Besonderes zu erfinden?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Matthias Staber

Re: Kriegsspiele und so

Beitragvon Matthias Staber » 31. August 2004, 08:10

>Ich denke nicht Krieg verkauft sich in Deutschland einfach nicht so gut<

Das Problem ist nicht der Markt in Deutschland: Interessierte Kunden gibt es schon. Das Problem sind die Händler, die sich zum größten Teil weigern, solche Spiele ins Sortiment zu nehmen.

Ich hatte in der Newsgroup rec.games.board eine Regelfrage zu Memoir '44 gestellt und gleichzeitig meiner Enttäuschung darüber Ausdruck gegeben, das Days of Wonder nicht einmal den Versuch unternommen hat, das Spiel auf dem deutschen Markt zu lancieren. Daraufhin schrieb mir Eric H.. (ich kann mir diesen Nachnamen einfach nicht merken, einer der Chefs von DoW) eine sehr freundliche Email, dass er sehr wohl wisse, dass auf dem deutschen Markt ein M'44 möglich sei, die Rechechen aber ergeben hätten, dass kaum ein Einzelhändler das Ding ins Sortiment nehmen würden, womit es für den Verlag hier schlicht nicht vermarktbar sei.

Wäre ja auch komisch: Warum sollten sich PC-Spiele wie "Medal of Honour" verkaufen wie geschnitten Brot, gleichzeitig aber kein Markt für Brettspiele wie M'44 vorhanden sein? Ich finds einerseits schade, dass sich der Brettspielmarkt im Gegensatz zum PC-Spielemarkt offensichtlich im Würgegriff dieser soßigen Betroffenheitsdiktatur befindet.

Andererseits ist es mir aber auch ein bisschen egal: Thematisch würden mir Mittelalter, Antike oder Renaissance sowieso viel besser gefallen als WK II, den ich spielerisch nur dann in Kauf nehme, wenn das entsprechende Spiel wirklich außerordentlich gut ist. Deshalb freue ich mich darüber, dass DoW plant, ein Command & Colour-Spiel mit Mittelalter-Thematik herauszubringen.

Matthias

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peer

Re: Kriegsspiele und so

Beitragvon peer » 31. August 2004, 11:29

Hi,
Matthias Staber schrieb:
>
> >Ich denke Krieg verkauft sich in Deutschland einfach
> nicht so gut<
>
> Das Problem ist nicht der Markt in Deutschland: Interessierte
> Kunden gibt es schon. Das Problem sind die Händler, die sich
> zum größten Teil weigern, solche Spiele ins Sortiment zu
> nehmen.

Mmmh, an die Moeglichkeit hatte ich gar nicht gedacht!

>> Wäre ja auch komisch: Warum sollten sich PC-Spiele wie "Medal
> of Honour" verkaufen wie geschnitten Brot, gleichzeitig aber
> kein Markt für Brettspiele wie M'44 vorhanden sein? Ich finds
> einerseits schade, dass sich der Brettspielmarkt im Gegensatz
> zum PC-Spielemarkt offensichtlich im Würgegriff dieser
> soßigen Betroffenheitsdiktatur befindet.

Tja, Softwarehaendler nehmen Kriegsspiele in Kauf, Brettspielhaendler nicht. Woran mags liegen? Vielleicht an den fehlenden Alternativen im Softwarebereich? Eher wohl daran, dass Brettspiele oft mit "Familie" gleichgesetzt wird und da passt Krieg wohl einfach nicht...
PC-Spieler sind dagegen Solisten und haben eh einen schlechten Ruf (Als gelegentlicher Counter-Striker kann ich da ein Lied von singen ;-) )
ciao
peer

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Michael Weber|Reich der Spiele

Re: Kriegsspiele und so

Beitragvon Michael Weber|Reich der Spiele » 31. August 2004, 11:51

peer schrieb:
> Tja, Softwarehaendler nehmen Kriegsspiele in Kauf,
> Brettspielhaendler nicht. Woran mags liegen? Vielleicht an
> den fehlenden Alternativen im Softwarebereich? Eher wohl
> daran, dass Brettspiele oft mit "Familie" gleichgesetzt wird
> und da passt Krieg wohl einfach nicht...

Am wahrscheinlichsten, dass Brettspiele & Co. im Spielwarenbereich platziert sind, während PC-Spiele zum Elektronikbereich gehören. Das erklärt sich dann (fast) von selbst.

Michael

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Matthias Staber

Re: Kriegsspiele und so

Beitragvon Matthias Staber » 31. August 2004, 12:48

>Am wahrscheinlichsten, dass Brettspiele & Co. im Spielwarenbereich platziert sind, während PC-Spiele zum Elektronikbereich gehören. Das erklärt sich dann (fast) von selbst.<

Es gibt aber noch die Zwischennische "Konsolenspiele", die oftmals auch im Spielwarenbereich platziert sind, und gerne auch kriegerische / militante Themen haben.

Matthias

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Roland G. Hülsmann

Re: Kriegsspiele und so

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 31. August 2004, 14:19

Matthias Staber schrieb:

> Es gibt aber noch die Zwischennische "Konsolenspiele", die
> oftmals auch im Spielwarenbereich platziert sind, und gerne
> auch kriegerische / militante Themen haben.

In vielen Läden sind die Konsolenspiele eher der Elektronik zugeordnet und finden sich zwischen Computer- und Videoabteilung. Teilweise gibt es auch eine Trennung: Playstation2 (Sony) und XBox (Microsoft) in der Computer- und der (von Marketing und Spieleauswahl) familiengerechtere GameCube (Nintendo) in der Spielwarenabteilung.

Gruß
Roland

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Heinrich Tegethoff

Re: Kriegsspiele und so

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 31. August 2004, 18:30

Matthias Staber schrieb:
> Wäre ja auch komisch: Warum sollten sich PC-Spiele wie "Medal
> of Honour" verkaufen wie geschnitten Brot, gleichzeitig aber
> kein Markt für Brettspiele wie M'44 vorhanden sein?

Diese Frage hatte ich mir auch schon öfter gestellt - warum soviel
Krieg mit möglichst realistischem Geballer auf'm PC, also keine
Ablehnung durch die Zielgruppe, aber der Brettspielmarkt ist realitiv
"clean".

Nun, schauen wir uns doch einfach einmal die Käuferschicht beider
Spielarten an: Ich glaube, daß die überwiegende Mehrheit der Kriegsspieler
auf PC älter als 14 aber unter 25 bis 30 Jahren ist, während Brettspieler
genau dies selten sind. Zudem wurden PC-Kriegssimulationen erst populär,
als sie ausreichend realisitisch darstellen konnten. Die Abstraktion auf dem
Brettspiel schafft hier eine andere Empfindung (Empathie?).

Insofern hinkt der Marktvergleich, da die Zielgruppe wenig überlappend ist.

> Ich finds
> einerseits schade, dass sich der Brettspielmarkt im Gegensatz
> zum PC-Spielemarkt offensichtlich im Würgegriff dieser
> soßigen Betroffenheitsdiktatur befindet.

Vielleicht stolpert der Co-Sim/Kriegsbrettspielmarkt tatsächlich schon
beim Händler. Aber es wird sich kaum verkaufen, dann realer Krieg wird
hier sehr negativ wahrgenommen. Am PC kann man noch, im Ego-Shooter,
seinen Held spielen.

In Amiland gilt dagegen die Formel "Krieg = Sieg". Den bemerkenswertesten
Hinweis dazu fand ich vor einiger Zeit in einem Hintergrundbericht zu Co-Sims:
es gibt keine Vietnam-Co-Sim, zumindest nicht mit echter Marktpräsenz.

Übertragt diese Feststellung einmal auf Europas Kriegserfahrung.

Servus,
Heinz

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Ernst Knauth

Re: Kriegsspiele und so

Beitragvon Ernst Knauth » 31. August 2004, 20:42

Heinrich Tegethoff schrieb:
> [...]
> Hinweis dazu fand ich vor einiger Zeit in einem
> Hintergrundbericht zu Co-Sims:
> es gibt keine Vietnam-Co-Sim, zumindest nicht mit echter
> Marktpräsenz.

Hallo Heinrich,

ich denke nicht, daß dieser "Hintergrundbericht" diesbezüglich stimmt.

Ich selbst interessiere mich eigentlich gar nicht für Cosims zum Thema Vietnam, habe aber dennoch auf die Schnelle bei mir schon die folgenden gefunden:
- Platoon (Avalon Hill)
- Vietnam (Victory Games)
- Silver Bayonet (GMT)
- Downtown (GMT)
Bei den Magazin-Spielen (S&T, Wargamer, Command, ...) würde ich mit Sicherheit auch noch einige finden.
Und ich bin sicher, daß von den großen Cosim-Firmen (Avalon Hill, SPI, Decision Games, Clash of Arms, ...) noch jede Menge weitere Vietnam-Cosims produziert wurden.

Keine dieser Firmen konnte es sich leisten, auf Spiele mit diesem Thema zu verzichten.

Gruss

Ernst

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Matthias Staber

Re: Kriegsspiele und so

Beitragvon Matthias Staber » 1. September 2004, 01:19

>Nun, schauen wir uns doch einfach einmal die Käuferschicht beider
Spielarten an: Ich glaube, daß die überwiegende Mehrheit der Kriegsspieler
auf PC älter als 14 aber unter 25 bis 30 Jahren ist, während Brettspieler
genau dies selten sind. Zudem wurden PC-Kriegssimulationen erst populär,
als sie ausreichend realisitisch darstellen konnten. Die Abstraktion auf dem
Brettspiel schafft hier eine andere Empfindung (Empathie?).

Insofern hinkt der Marktvergleich, da die Zielgruppe wenig überlappend <

Auf unserem Böblinger Spielcon, dem Auryn, habe ich auch Memoir '44 präsentiert, und siehe da: Das Spiel kommt hervorragend in der auch für Konsolen- und PC-Spiele relevanten Zielgruppe an: Männliche Jugendliche zwischen 12 und 18 (wo übrigens auch Spiele wie Star Wars: Epic Duels - ebenfalls nicht auf Deutsch erschienen - oder Warcraft: Boardgame eingeschlagen sind). Die übliche Frage, wenn dann ungebremster Spielspaß in einen Kaufwunsch einmündet: "Gibt es das auch auf Deutsch?"

Ich bleibe dabei: Der Markt ist vorhanden, wird aber bewusst nicht bedient, aus welchen Gründen auch immer.

Matthias

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Frank

Re: Kriegsspiele und so

Beitragvon Frank » 1. September 2004, 01:57

> Nun, schauen wir uns doch einfach einmal die Käuferschicht
> beider
> Spielarten an: Ich glaube, daß die überwiegende Mehrheit der
> Kriegsspieler
> auf PC älter als 14 aber unter 25 bis 30 Jahren ist,

hmm, was meinst du jetzt eigentlich mit kriegsspiel ? ich fürchte fast, daß du 3d shooter meinst, die als spielhintergrund kriegerisches bieten. wenn man aber schon die brettspielszene mit der computerspiel vergleichen möchte und nach ursachen sucht, warum das eine in deutschland zu haben ist und das andere praktisch ausfällt, dann würde ich eher pc-strategiespiele mit cosims vergleichen wollen, denn das paßt irgendwie besser. pc-shooter ließen sich inhaltlich bestenfalls mit echtzeit-derivaten im brettspielbereich vergleichen, also z.b. ligretto oder so. oder liege ich da grunsätzlich falsch ?

wie auch immer, bei pc-spielern wäre ich mir nicht so sicher, was deine altersgruppeneinschätzung betrifft, denn diese haben mittlerweile ein recht stattliches durchschnittsalter erreicht und da die reflexe im alter bekanntermaßen abnehmen (*g*), spielen gerade die "etwas älteren" (also nach deiner definition ungefähr 30+) ganz gerne strategiespiele und oft auch rundenbasiertes bzw. cosims.

die "u25" tummelt sich heutzutage doch eher auf den konsolen rum und da ist mit cosims dank joypad nicht sonderlich viel los. obwohl nicht verschwiegen sei, daß es da auf dem gameboy advance (no joypad...) ein paar wirklich nette sachen gibt.


> während
> Brettspieler
> genau dies selten sind.

in der altergruppe 15 bis maximal 25 werden aber recht gern rollenspiele genossen und auch riskiko-derivate und da geht´s gewiß nicht sonderlich friedlich zu :-) klassische brettspiele sind aber tatsächlich eher bei den deutlich älteren männlichen, ganz jungen (also sozusagen die "u15") und weiblichen vetretern der gattung angesagt, in letzterem fall nach meinen erfahrungen aber alterstechnisch bunter gemischt, als die kerle...


> Zudem wurden PC-Kriegssimulationen
> erst populär,
> als sie ausreichend realisitisch darstellen konnten. Die
> Abstraktion auf dem
> Brettspiel schafft hier eine andere Empfindung (Empathie?).

nee, die gehörten von anfang an dazu (man denke nur an die ganzen alten ssi-klassiker !) und erfreuten sich früher größter beliebtheit, was aber auch bei pc-spielen heutzutage eher ein nischenmarkt geworden ist so wie bei brettspielen.

ich bin mir nicht wirklich sicher woran es liegt, aber eine der hauptursachen ist imho der "zahn der zeit" und der heißt hektik, schnell-schnell, nichts verpassen und gipfelt in kontinentübergreifender gehetztheit und völkerverbindenen schwächen, sich über einen etwas längeren zeitraum (und damit meine ich gerade mal den bereich 2 - 5 stunden) auf ein und dieselbe sache zu konzentrieren.

in deutschland war es in den 70er oder 80ern sicherlich bei vielen eine moralische frage, kriegsspiele nicht zu spielen, aber heutzutage spielt das im brettspielbereich in den köpfen der (in der mehrzahl männlichen) spieler mutmaßlich keine sooo große rolle mehr.

entscheidender ist da eher schon das o.g., d.h wir haben keine zeit und ruhe mehr, um uns mit derartigen spielen auseinanderzusetzen. das gilt in den usa ebenso und deshalb bröckelt der cosim-markt auch drüben weg und nicht nur in deutschland.

für deutschland würde ich noch einen wichtigen unterschied "zu früher" feststellen wollen, in den spielrunden befinden sich heutzutage bedeutend mehr frauen. an sich eine wirklich schöne sache im wahrsten sinne des wortes, auch wenn ich mich manchmal frage, ob hier nicht eine der ursachen dafür liegt, daß spiele im allgemeinen, also auch die "ganz normalen deutschen brettspiele", spürbar konfliktärmer geworden sind, als das noch vor 20 jahren der fall war. es gibt also heutzutage, dank der weiblichen belegschaft, mutmaßlich weniger "böse spiele" insgesamt und nicht nur einfach weniger cosims oder im spezialfall, weniger cosims in deutschland :-)


> Insofern hinkt der Marktvergleich, da die Zielgruppe wenig
> überlappend ist.

nee, bei cosims, ist´s sogar in der überwiegenden mehrzahl die gleiche gruppe.


> Vielleicht stolpert der Co-Sim/Kriegsbrettspielmarkt
> tatsächlich schon
> beim Händler.

das wohl auch, denn wer will schon nach außen als politisch unkorrekt erscheinen, wenn er einen laden betreibt :-)


> Aber es wird sich kaum verkaufen, dann realer
> Krieg wird
> hier sehr negativ wahrgenommen.

richtig, aber je weiter der zeitliche abstand zum gespielte geschehen zurückliegt, desto unbefangener wird denn soch damit umgegangen, d.h. z.b. römische kriegsspiele sind kurios, aber irgendwie o.k., 2. weltkrieg (aus sicherlich durchaus nachvollziehbaren gründen) eher nicht so. ist aber letztendlich alles "doppelmoralisch" und lediglich eine frage des abstraktionsvermögens, denn auch schach ist in diesem sinne ein kriegsspiel, das noch akzeptiert würde, wenn die aufgesetzte thematik z.b. römisch wäre (caesaren, gladiatoren, priester, was auch immer), aber sobald daraus hitlers, deutsche generäle und landser würden, wäre es aus mit der akzeptanz, obwohl es am spiel selbst nix ändern würde.


> Am PC kann man noch, im
> Ego-Shooter,
> seinen Held spielen.

*g*, also rundenbasierte pc-strategiepiele bzw. brettspiele, die im weitestens sinne als cosims zu bezeichnen sind, finden eh kaum mediale beachtung, aber gerade 3d shooter erfreuen sich einem ständigen, ziemlich beachtlichen mediengeschrei, daß man ja schon fast vermuten könnte, daß die tatsächlich schuld am moralischen niedergang unserer westlichen gesellschaften sein könnten. das stimmt aber natürlich so nicht, denn ursache und wirkung werden da ständig (und oft auch absichtlich) verwechselt, wie der blick beispielsweise auf asiatische gesellschaften zeigt, in denen gewaltdarstellungen in spielen und filmen bei weitem nicht so tabuisiert sind, wie bei uns und die seltsamerweise deutlich weniger gewaltrelevante probleme haben, die dem genuß dieser medien zugeschrieben werden.


> In Amiland gilt dagegen die Formel "Krieg = Sieg".
> Den
> bemerkenswertesten
> Hinweis dazu fand ich vor einiger Zeit in einem
> Hintergrundbericht zu Co-Sims:
> es gibt keine Vietnam-Co-Sim, zumindest nicht mit echter
> Marktpräsenz.

oh, dafür spielen die aber verflixt viele bürgerkriegsspiele und da gab´s ja eigentlich fast nur verlierer, denn geblutet wurde auf beiden seiten extrem viel und auch alamo und gereral custers letzte schlacht sind durchaus ein thema. und selbstverständlich gibt es auch cosims mit vietnam-thematik, nur eben nicht so viele, was mutmaßlich die gleichen urachen hat, wie die scheu vor weltkriegs-cosims bei uns, d.h. der zeitliche abstand ist noch zu gering, als das man die schmerzlichen erfahrungen wirklich gerne in spiekerischer form nachvollzieht.

frank

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Heinrich Tegethoff

Re: Kriegsspiele und so

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 1. September 2004, 10:49

Hallo Frank,

Danke für Deinen Beitrag und die vielen eingebrachten Erfahrungen. Meine Sicht
auf den PC-Spielemarkt ist primär hardwareorientiert (Beruf...), wiewohl 1990
wohl meine letzte Kriegssimulation auf'm Atari lief. Da geht der "Randbereich"
unter, aber es geht uns hier ja auch um die Massenakzeptanz. Na ja, unzählige
Risiko-Partien a la "erobere die Welt"... - optisch ja napoleonisch.

Den Bürgerkriegsspielspaß der US-Amerikaner kann ich eh nicht nachempfinden.
Der Pathos dabei, auch mit jährlichem Realtheater, ist für mich nicht nach-
vollziehbar und als "US-Interna" abgehakt. Insofern wundert mich diese CoSim.
Szene dann nimmer.

In Deine Argumentation hinein paßt wohl auch, daß Weltraumschlachten auf'm
Spielbrett ebenso unkritisch als "reines" Strategiespiel aufgenommen werden?!

Servus,
Heinz

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Saragossa

Lock-N-Load (Vietnam)

Beitragvon Saragossa » 1. September 2004, 13:27

Hi,

wieviele Cosims es zu den einzelnen Themen gibt, hängt auch vom Interesse der Käufer ab und da sind WW2 und ACW sicher beliebter als Vietnam. Seit einiger Zeit gibt es aber ein schönes und auch erfreulicherweise für Einsteiger taugliche Vietnam-Cosim - Lock-N-Load... http://www.locknloadgame.com/
Kann ich nur SEHR empfehlen!!!

:)

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Jost Schwider

RE: Kein platz mehr um etwas ganz Besonderes zu erfinden?

Beitragvon Jost Schwider » 13. September 2004, 14:51

"Jürgen Strobel" hat am 26.08.2004 geschrieben:

> Oder ein ganz anderes Siedler von "Candamir" Suuuuper !!!!!

Kannst du uns nur ganz kurz mitteilen, worauf deine "Fakten" beruhen? :-?

> Wenn ich da über den großen Teich blicke wird mir ganz warm
> um`s Herz.

Und ich bin über die aktive "deutsche" Szene sehr froh!

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/jas.htm - [i]Ausgezeichnete (Brett)Spiele[/i]


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