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Capone - wurden die Regeln überarbeitet?

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Steffen S.

Capone - wurden die Regeln überarbeitet?

Beitragvon Steffen S. » 22. November 2002, 20:41

Hallo zusammen,

ich habe neulich zum ersten mal (Schande über mich) den Amigo-Klassiker "Capone" gespielt. Daß das so lange gedauert hat, mag auch daran liegen, daß in Berichten immer und immer wieder die schlechte Anleitung angeprangert wurde. Nun, meiner (zugegebenrmaßen erst vor einem halben Jahr gekauften) Ausgabe liegt ein Regelheft sowie eine Kurzanleitung bei, die (wenn auch nicht sonderlich spektakulär gestaltet) eigentlich keinerlei Regelfragen offen ließen. Wurden die Regeln neu aufgelegt? Oder habe ich die Lücken einfach nicht gesehen? Weiß da jemand bescheid?

Danke für jegliche Info.

Ciao,
Steffen

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Harald Schrapers

Re: Capone - wurden die Regeln überarbeitet?

Beitragvon Harald Schrapers » 23. November 2002, 11:05

Die Verständlichkeit der Anleitung war meines Erachtens nie das Problem.
Problematisch ist dagegen die Regelpassage mit den legalen Geschäften, die für einen unbalancierten Spielablauf sorgt. Mehr dazu unter obiger Adresse.

Harald

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Timo Spagerer

Re: Capone - wurden die Regeln überarbeitet?

Beitragvon Timo Spagerer » 23. November 2002, 13:25

Das kann ich ehrlich gesagt nicht so nachvollziehen. Wir haben Capone immer nach den Originalregeln gespielt und nie sind uns die legalen Geschäfte so aufgefallen, daß sie das Gleichgewicht stören könnten... hmm.

Aber lustiger wär's sicher, wenn man den lieben Mitmafiosi ein legales Geschäft wegschnappen kann :D

Timo
(dem gerade auffält, daß er schon viiiiiiel zu lange keine Mitspieler mehr im Hafen versenkt hat... :D)

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Steffen S.

Re: Capone - wurden die Regeln überarbeitet?

Beitragvon Steffen S. » 23. November 2002, 16:46

Hallo Timo,

den EIndruck hatten wir auch, so schlimm ist das gar nicht mit den legalen Geschäften. Ursache dafür scheint mir eher das breite Spektrum der Spielerzahl: Bei 5 oder 6 Spielern wird so viel "gemeuchelt", daß sicheres Geld aus den legalen Geschäften Gold wert ist - in diesem Bereich kann ich die Einwände verstehen. Bei wenigen Spielern (2 oder 3, und damit größerer Chance, ein illegales Geschäft unkonkurriert zu besetzen), muten die legalen Geschäfte oft eher als Kleckerbeträge an, v.a. wenn man mehrere identische illegale Geschäftskarten sein Eigen nennt, uns somit gegen Ende einer Runde (eines Jahres) praktisch sicher ein Geschäft besetzen kann. IMHO wiegt der Vorteil des vorletzten Spielers einer Runde wesentlich schwerer, da dieser so setzen kann, daß der letzte ihn nicht mehr meucheln kann (der kann ja höchstens noch 1 Familienmitglied, maximal den Don, setzen) - wenn dan kein "einmaliges Angebot" vom letzten Spieler gespielt wird, kassiert da der Vorletzte schonmal locker flockig 200-250k - was interessieren da noch legale Geschäfte...

Ciao
Steffen (der gleich wieder Leute ins Hafenbecken versenken wird)

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Harald Schrapers

Re: Capone - wurden die Regeln überarbeitet?

Beitragvon Harald Schrapers » 23. November 2002, 20:14

Capone lässt sich zu zweit eigentlich gar nicht und zu dritt kaum ernsthaft spielen. Somit ist die Variante zu den legalen Geschäften - die ja nicht von mir, sondern von dem Bearbeiter der Regeln für die deutschsprachige Neuausgabe ist - durchaus empfehlenswert.

Harald

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Steffen S.

Re: Capone - wurden die Regeln überarbeitet?

Beitragvon Steffen S. » 24. November 2002, 01:39

Auch hier Zustimmung! Für 3 Spieler hätte das Spiel vielleicht einiger kleiner Sonderregeln bedurft (für 2 ist´s gar nicht ausgelegt, da ging der Schreibteufel mit mir durch), um noch interessanter zu sein - 6 Handkarten pro Spieler sind z.B. ein erster Schritt. Dennoch wiegen mit 3-4 Spielern die legalen Geschäfte nicht allzu schwer - der Glücksfaktor spielt eben doch ab und an gewaltig mit, was mich bei Capone aber irgendwie nicht recht stören mag, vielleicht, weil Schadenfreude jeglicher Art hier ohnehin zur Hauptmotivation gehört ;)
Bei 5-6 Spielern kann die genannte Modifikation auf jeden Fall Sinn machen - allerdings möchte ich die beinahe "unbedingte Notwendigkeit", wie sie der o.g. Artikel suggeriert, nicht unterstreichen.

Ciao,
Steffen


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