Anzeige

PEEP - Alhambra

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
peer

PEEP - Alhambra

Beitragvon peer » 5. April 2003, 10:54

Hi,
gestern kam bei uns das nagelneue Alhambra von Dirk Henn aus dem Verlag Queen Games auf den Tisch.
Es ist eine Neuauflage von "Stimmt So", dass ich aber als einziger der Spielrunde nicht kannte - was nicht unbedingt ein Nachteil war, doch dazu später mehr.

Zum Material: Die Schachtelgrösse ist die con Atlantic Star und auc das Material bewegt sich in etwa in dieser Qualität. Allerdings finde ich die Alhambra-Plättchen- und Karten optisch sehr viel ansprechender. Nur der Farbunterschied zwischen Umbra und Braunrot könnte Probleme bereiten - zum Glück gibt es auch Symbole (also auch ein Farbenblind-Freundliches Spiel!)

Zum Spiel:
Die detallierten Regeln, gibts ja im Spielarchiv, daher nur der allgemeine Überblick:
Jeder Spieler bastelt an seiner Privat-Alhambra (die anderen 2-5 müssen den Reiseführern bislang entgangen sein) mit dem Ziel möglichst viele Siegpunkte zu scheffeln. Dazu kaufen sie Plättchen. Diese Plättchen zeigen eines von 6 Gebäuden, einen Preis (zwischen 3 und 13, so ungefähr) und - und das ist das neue Element - an 0-3 Aussenseiten eine Mauer.
Wer nun an der Reihe ist, kann mit seinen Handkarten ein Plättchen kaufen, in dem er den geforderten Preis bezahlt. ABER: Es liegen immer vier Plättchen zum Kauf aus - jedes auf einem Feld, dass die Währung angibt, mit der bezahlt werden muss. Folglich gibt es vier Währungen und man hat in der Regel immer die falsche für die richtigen Plättchen. Will man also z.B. den Turm kaufen, der auf Feld 1 liegt und einen Preis von 12 hat, so muss man gelbe Karten im Gesamtwert von mindestens 12 abgeben. Zahlt man passend, darf man noch einen Zug machen, zahlt man zu viel, ist der nächste dran und man bekommt kein Wechselgeld.
Generell kommt man nur an Geld, wenn man nicht kauft, sondern sich an der Auslage bedient (immer vier Geldkarten liegen offen zur Auswahl), bzw. eine Karte verdeckt zieht. Die Geldkarten tragen Werte zwischen 1 und 9 und bei günstiger Auslage darf man auch mehrere Karten nehmen - im Gesamtwert von 5 (es wurde mir gesagt, dass das auch neu ist und eine deutliche Verbesserung bringt).
Naja, ich hab jetzt gekauft - und nun? Am besten baue ich sie an meine Alhambra an, aber so, dass ich vom Brunnen (Startplättchen) zu dem neuen Gebäude zu Fuss gehen kann, oder durch Mauern gehen zu müssen. Das kann mitunter recht trickreich sein. Kann oder will man nicht, kann man das Plättchen auch erst einmal auf die Reserve legen, aber da zählt sie nicht.
Gezählt wird bei einer Wertung - Zwei Wertungen werden durch eingemischte Karten ausgelöst, eine dritte bei Spielende, wenn alle Plättchen in Spielerhand sind. Jetzt zählt, wer die Mehrheit an Plättchen in den Gebäudetypen hat. Bei der ersten Wertung bekommt nur der beste, bei der zweiten auch der zweite und bei der dritten auch der dritte. Ausserdem gibt es immer mehr Punkte.
Ausserdem - und das ist anscheinend ne - gibt es Punkt für Aussenmauern: Jeder Spieler bekommt für seine längste Aussenmauer (also aussen liegende Mauer) Punkte gemäss der Länge der Mauer - und das können recht viele sein.Da der Mauerbau recht wichtig ist, können als dritte Zugoption auch Teilchen mit der Reserve getauscht oder dort plaziert oder von dort eingesetzt werden, was allerdings einen Zug kostet.

Lange Rede, endlich Fazit:
Mir hat das Spiel (das ich zugegebenermassen nicht auf dem Zettel hatte) sehr gefallen - vor allem weil ich zweiter wurde, da die anderen die Bedeutung der Mauer anfänglich sträflich unterschätzt hatten. Die Mauer ermöglicht es auch bei Kartenpech - wenn man keine Mehrheiten bekommt - noch was sinnolles zu unternehmen und erhöht die taktische Komponente. Ich vermute sogar, dass es mir ohne Mauer nicht so gut gefallen hätte.
Ich fühlte mich leicht an Atlantic Star erinnert, obwohl die Parallelen (Auslage, wenn man nicht dran ist, am besten gar nicht hingucken, jeder spielt für sich) eher gering sind. Das Speilgefühl ist aber ähnlich - leicht, aber dennoch taktsich, wobei ich Alhambra sogar noch gelungener finde, weil ich das Gefühl habe, noch mehr Einfluss zu haben.
Ach ja, wir haben zu viert gespielt, das Spiel kann man mit bis zu sechs Leuten spielen (auch eine Seltenheit heutzutage)

ciao
Peer (der sich fragt, wann wohl Spekulation von henn bei Queen erscheint...)

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 38 Gäste