Beitragvon Niccolo » 23. April 2003, 10:25
Steffen S. schrieb:
>
> die Frage wurde schon vor gut 1 Woche mal gestellt, aber ich
> habe (nachdem damals noch keiner Aussagen machen konnte) die
> Hoffnung, dass über die Osterfeiertage der ein oder andere
> Nero angespielt hat. Ist dem so?
Jein.
Also angespielt ja, aber viel Informationen kann ich Dir nicht geben, da es einem der Spielpartner rasend schnell fade war und wir irgendwie vor dem ersten Spielzugende aufhörten. Also den zwar noch fertig spielten, aber halt gerade nur fertig. Macht keinen Witz, wenn einer keinen Spass hat.
Was ihm nicht gefiel:
erstens war seine Erwartungshaltung total anders (RoR);
weiters
dann hatte er, wenn ich mich recht erinner, von der Spielmechanik her den Eindruck, dass es auf ein gegenseitiges 'Auflauern' hinausläuft - fiel auch insoferne 'auf', weil ich mich anfangs zurückhielt und der letzte (3er-Partie) mit Karten in der Hand war, mich somit 'frei' in sein Gebiet hineinentwickelte.
Wie war mein Eindruck?
Ich will mich noch nicht festlegen. Wie auch, wenn nach der ersten Kartenrunde das Spiel von einem Mitspieler abgelehnt wird?
Wär da ein Funke, der überspringen könnte - so wurde er da abgewürgt.
> Sachen Spielbarkeit (Regelumfang, Regelklarheit) und
Also Regelumfang ist erträglich gut - 'erträglich' unter dem Gesichtspunkt, dass man die erste Partie sich gemeinsam 'erarbeitet' und kein Kenner am Tisch sitzt. Sie sind klar und schlüssig.
Spielmaterial ist sehr schön.
> Steuerbarkeit (Spielbalance, Abhängigkeit von den Karten)?
Balance ist (scheint) gegeben. Ergibt sich durch die Aufstellung. 4 Gebiete zu je 5 Provinzen, quasi kreisförmig, um Rom herum angelegt. Alle fangen mit gleich viel Legionen an. Sehr "Risiko" eigentlich ;o)
"Scheint", weil 3 Gebiete direkten Landzutritt zu Italien haben, während das 4. auf Seewegkarten (Die Kartenaufteilung hab ich jetzt nicht parat) hoffen muß.
http://www.phalanxgames.nl/de/games/nero/game2.htm
Kartenabhängigkeit? Sicher. Es wird ja gesteuert durch Karten.
Es gibt eine recht große Anzahl an Karten.
Wenn ich - aus dieser unglaublich geringen Spielerfahrung bei Nero - eine Kritik zur Hand habe, dann diese, dass die Möglichkeiten an Informationen auf einer Karte, praktisch ungenutzt blieben.
Also beispielsweise (jetzt aus dem Gedächnis, hoffentlich mach ich nix flasch):
Da gibt es Senatskarten, und da gibt es Bestechungskarten.
Beide kommen als Aktion zum Einsatz, wenn sich ein Spieler aktuell zum Herrscher ausrufen lassen will => könnte ja ein Icon darauf hinweisen, dass diese Aktionen eben nur da gelten.
Die Senatskarte hilft den Spieler, der sich ausrufen lässt; die Bestechungskarte ist die Gegenkarte dazu => auch da könnte man ja korrespondierende Icons darstellen.
So hab ich eine Reihe an Aktionskarten, wo ich lediglich die Grafik als Eselsbrücke habe. Aber eben nur das "Hintergrund"-Bild.
Dafür eine beidseitig bedruckte Referenzkarte, mit recht viel Lesestoff zu den Karten.
Mich stört's - mag andere Null stören - ich mochte das schon bei Vinci nicht.
> Und vielleicht noch: Wie lange hat eine Partie gedauert?
Kann ich nichts angeben, aber die offizielle Angabe von 90-120 Minuten ist sicher reell. Es spielt sich schon recht zügig.
> Fragen über Fragen. Bin gespannt, das Spiel (für >30 EUR)
> ohne Impressionen z ukaufen traue ich mich nämlich doch nicht.
Hm, also ich zahlte 41 Euro, glaub ich.
Es hat einige interessante Mechanismen, die ich gerne länger erproben würde, als 1 Turn ;o]
Also kann ich kein wirkliches Fazit ziehen.
Ich möcht es gerne noch einmal spielen. Reicht das? ;o) Es gibt genug Spiele, da reicht mir die allererste Erfahrung allemal, um zu wissen, dass ich es nicht noch einmal spielen muss.