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Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Jochen Schwinghammer

Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon Jochen Schwinghammer » 21. September 2003, 19:05

Hallo,

kennt ihr Brettspiele, die einen Fehler im Spielsystem haben und deswegen endlos dauern oder so gut wie gar nicht spielbar sind?

Ich möchte dazu folgende Beispiele geben:

Beispiel a) Spiele, die gar nicht funktionieren
Mir fällt da das Spiel „Ramses“ ein. Wenn beide Spieler aufpassen, hat meiner Meinung nach keiner eine Chance, zu gewinnen.

Beispiel b) Spiele, die nur ab und zu aus dem Ruder laufen
Als Beispiel hierfür möchte ich das gute, alte „Monopoly“ nennen (spiele ich nur aus Gefälligkeit).
Sind nur noch zwei Spieler im Spiel, die beide ausreichend Kapital und in etwa gleich gute Straßenzüge besitzen, so ist es zwar möglich, dass ein Spieler mehrmals hintereinander auf die Straßen des anderen kommt, dies ist dann aber in etwa so unwahrscheinlich wie 10mal hintereinander eine „gerade Zahl“ zu würfeln. Dadurch, dass immer mehr Kapital ins Spiel kommt (über Los ziehen), können sich die Spieler auch immer mehr „Fehltritte“ hintereinander leisten. Diese Situation kommt auch gar nicht so selten vor.

Beispiel c) Spiele, die nur rein theoretisch endlos dauern können
Bei „Mensch ärgere dich nicht“ kann es sein, dass es fast endlos dauert, wenn keiner der Spieler die passende Zahl würfelt. Es kann ja auch sein, dass es eine Stunde dauert, bis ein Spieler mal eine „6“ würfelt. Allerdings dürfte so etwas in den seltensten Fällen vorkommen.

Bei einigen Spielen kann man gewisse „Fehler“ durch neue Regeln beheben (Bei „Monopoly“ spielen wir ab zwei Spielern so, dass man zahlen muss, sobald man über Los zieht, um das Spiel schneller zu beenden.)

Interessant ist auch noch die Frage, ob man rein rechtlich gesehen die Möglichkeit hat, ein Spiel umzutauschen, wenn es offensichtlich gar nicht oder nicht richtig funktioniert. (Nicht dass ich jetzt eines meiner Spiel umtauschen möchte ...;-)

Ich bin auf eure Beispiele gespannt.

Viele Grüße, Jochen Schwinghammer

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Andreas Schröter

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon Andreas Schröter » 21. September 2003, 20:19

In einer älteren Micky-Mouse-Ausgabe gab es als Beigabe zum Heft ein modifiziertes Vier-gewinnt-Spiel. Dieses an sich recht interessante Spiel, Original ist von MB, wurde von 6x7 auf 4x5 Löcher reduziert und gewonnen hatte man schon mit einer Dreierreihe. Der Anziehende hatte einen Gewinnweg und konnte
j e d e s Spiel schon im 4. Zug gewinnen. Irgendwie scheinen die dann doch noch irgendwas gemerkt zu haben, es wurde noch eine Regelvariante nachgeschoben
(4 in eine Reihe oder ein Quadrat führten nun zum Sieg.) Durch das kleinere Spielfeld enden aber ca. 95 % aller Spiele unentschieden. Das Spielbrett ähnelt im Aussehen, Farbe und Material dem größeren Original, ist aber eine totale Gurke und somit irgendwie ein Kuriosum.

Gruß Andreas

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Ralph Hänsel

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon Ralph Hänsel » 21. September 2003, 23:08

Da würde ich gerne HEUCHEL & MEUCHEL nennen. Das war sogar mal auf der Auswahliste zum SDJ. :)
Hat aber leider einen logischen Fehler (wenn ich mich recht erinnere: es gibt eine stärkste Figur und wer die hat gewinnt immer)...
Schade eigentlich, weil von Rudi Hoffmann ist man sonst ja eigentlich sehr gute Spiele gewohnt und schön ausgesehen hat es auch.

Der Ralph

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Marc W.

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon Marc W. » 21. September 2003, 23:12

Wenn ich mich richtig erinnere war "Ave Caesar" deswegen so zäh, weil nicht der Führende im Wagenrennen zuerst zog sondern schön brav im Uhrzeigersin gezogen wurde.

Das "Mad-Spiel" kann in Paralyse enden, wenn alle Spieler ausetzen müssen bis einer bei dem Feld vorbeikommt "und ihn mitnimmt".

Die folgenden Spiele sind spielbar, haben aber für mich deutlich an Spielreiz verloren:
Bei AH "Civilization" hat man kaum eine Chance zu gewinnen, wenn man auf der Entwicklungstabelle ein Feld zurückgefallen ist. Auch hat man keine Siegchance mehr, wenn man die "falschen" Zivilisationskarten gekauft hat und am Ende die Mindespunktzahl nicht mehr erreichen kann, weil man nur eine maximale Anzahl an Karten haben kann. Beim Advanced Civi ist das anders.

Bei "Republic of Rome" kann ein Spieler, der nur noch zwei Senatoren hat und keine Siegchance mehr sieht Amok laufen und mit Attentaten die anderen Spieler behindern, da für ihn eh nichts mehr zu holen ist.

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Tobias / Glomeor

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon Tobias / Glomeor » 22. September 2003, 00:53

Hi Jochen,

vor kurzem hat sich "Das Riff" als ein Spiel herausgestellt, das in ein Dead End laufen kann. Zumindest konnte bis jetzt niemand eine Auflösung der Situation erklären. siehe auch
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=72601&t=72601

Auch Ballon Cup soll einen solchen Fehler haben, doch habe ich die damalige Diskussion nicht mehr genau im Kopf (und auch keine Lust zu suchen ;-) ).

In die Kategorie "Spiele, die aus dem Ruder laufen" lässt sich - meiner Meinung nach - "Civ. The Boardgame" einordnen. Relativ leicht bestimmen Zufall oder Spielfehler eine Entscheidung bis zum Mittelspiel. Der Rest ist dann formales Abspielen.

Das Problem mit den "rein theoretisch beliebig langen Spielen" ist auch bei "Wo ist das Gehirn?" zu finden. Das Ende kommt halt zufällig.

Tobias (spielt auch Spiele mit theoretischen Makeln gern)

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Peter Gustav Bartschat

Spiele umtauschen - leicht gemacht

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 22. September 2003, 06:12

Jochen Schwinghammer schrieb:
> Interessant ist auch noch die Frage, ob man rein rechtlich
> gesehen die Möglichkeit hat, ein Spiel umzutauschen, wenn es
> offensichtlich gar nicht oder nicht richtig funktioniert.

Du hast selbstverständlich das Recht auf Umtausch, wenn eine dir beim Kauf zugesicherte Eigenschaft fehlt. Du kannst also jedes Spiel, das in einer Patt-Situation nicht beendet werden kann, umtauschen, sofern nur auf der Packung steht: "Der Hersteller garantiert dafür, dass es ausgeschlossen ist, dass dieses Spiel in einer Patt-Situation nicht beendet werden kann." :-)

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Michael Andersch

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon Michael Andersch » 22. September 2003, 07:57

M.E. fällt auch

Carolus Magnus

in Deine Kategorien b und c.

Viele Grüße,
Micha

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peer

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon peer » 22. September 2003, 08:03

Hi,
Marc W. schrieb:
>
> Wenn ich mich richtig erinnere war "Ave Caesar" deswegen so
> zäh, weil nicht der Führende im Wagenrennen zuerst zog
> sondern schön brav im Uhrzeigersin gezogen wurde.

Ausserdem durfte er keine 6en einsetzen, es sei denn er muss. Gluekclich ist wenn er so spielen kann, dass die anderen nicht ueberholen koennen und er dann drei 6en auf der Hand hat...

Auch Supremacy kann der letzte Spieler amok laufen - wenn er skupellos genug ist.

Spielen alle Spieler destruktiv kann Die drie Magier seeeehr lange dauern.

Ich dachte lange, dass das Spiel der Nationen nicht funktioniert, weiss aber, dass man am Anfang einfach eine sehr bestimmte Strategie fahren muss.

Bei Isola (altes Rav-Spiel) haben wir lange gedacht, dass der Anziehende immer gewinnt. Dann haben wir festgsetllt, dass man auch diagonal ziehen darf - jetzt gehts ;-)

ciao
peer

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Thomas Rosanski

RE: Spiele umtauschen - leicht gemacht

Beitragvon Thomas Rosanski » 22. September 2003, 08:25

"Peter Gustav Bartschat" hat am 22.09.2003 geschrieben:
> Du hast selbstverständlich das Recht auf Umtausch, wenn
> eine dir beim Kauf zugesicherte Eigenschaft fehlt. Du
> kannst also jedes Spiel, das in einer Patt-Situation nicht
> beendet werden kann, umtauschen, sofern nur auf der Packung
> steht: "Der [b]Hersteller[/b] garantiert dafür, dass es
> ausgeschlossen ist, dass dieses Spiel in einer
> Patt-Situation nicht beendet werden kann." :-)

Die Zusicherung muss nicht vom Hersteller kommen, sondern vom Händler. Dieser macht sich natürlich die Angaben des Herstellers zu eigen, wenn diese zum Beispiel auf der Packung aufgedruckt sind und der Händler diesen nicht explizit widerspricht. Du könntest also [i]theoretisch[/i] vor dem Kauf den Händler (unter Zeugen) fragen, ob es bei diesem Spiel zu einer Pattsituation kommen kann. Verneint er dies, und kommt es trotzdem zu einer Pattsituation, fehlt m.E. eine zugesicherte Eigenschaft.

Fröhlichen Gruß,

Thomas.
--
http://thomas-rosanski.de/spiele/

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Guenter Cornett

RE: Spiele umtauschen - leicht gemacht

Beitragvon Guenter Cornett » 22. September 2003, 08:52

Thomas Rosanski schrieb:
>
> "Peter Gustav Bartschat" hat am 22.09.2003 geschrieben:
> > Du hast selbstverständlich das Recht auf Umtausch, wenn
> > eine dir beim Kauf zugesicherte Eigenschaft fehlt. Du
> > kannst also jedes Spiel, das in einer Patt-Situation nicht
> > beendet werden kann, umtauschen, sofern nur auf der Packung
> > steht: "Der [b]Hersteller[/b] garantiert dafür, dass es
> > ausgeschlossen ist, dass dieses Spiel in einer
> > Patt-Situation nicht beendet werden kann." :-)
>
> Die Zusicherung muss nicht vom Hersteller kommen, sondern vom
> Händler.

Und natürlich hat der Händler zunächst das Recht auf Nachbesserung.
Das ginge z.B. durch Ergänzung der Spielregel durch einen der folgenden Sätze:
Im Falle eines Patts endet das Spiel unentschieden.
Im Falle eines Patts endet das Spiel ohne Ergebnis.
Im Falle eines Patts endet das Spiel mit dem Sieg des Spielers, der ...[hier Siegbedingung einfügen].
Im Falle eines Patts beenden die Spieler das Spiel durch Absingen der mongolischen Nationalhymne (Text und Noten anbei).
Im Falle eines Patts endet das Spiel mit dem Sieg des nächsten Wesens, das einem der Spieler über den Weg läuft.
...

> Fröhlichen Gruß,

Jo, der gehört dann natürlich auch mit in die Spielregel

Gruß, Günter

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RedPiranha
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Beiträge: 357

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon RedPiranha » 22. September 2003, 09:26

Ich spiele schon über 40 Jahre Monopoly, habe es aber erst einmal erlebt, dass ein Spiel beendet werden mußte weil die Bank pleite war. In diesem Fall - und wenn man mit Zeitbegrenzung spielt - hat der Spieler mit dem meisten Geld und den höchsten Werten (Straßen, Bahnhöfe, Hotels, Häuser, Freikarten für das Gefängnis) gewonnen. Allerdings spielen wir meistens mit der Regel, dass für den ersten, der eine Straße einer Farbe kauft die übrigen Straßen der Farbe reserviert sind, da meinem Vater das Handeln untereinander (er spielt auch keine Siedler-von-Catan-Spiele) zu umständlich ist.

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Das Wiesel

Spiele in der Micky Maus

Beitragvon Das Wiesel » 22. September 2003, 10:17

Hallo Andreas,

Spiele aus der Micky Maus sind mein Steckenpferd. Von Anfang der 70er bis hin in die 90er Jahre wurde jedes Jahr mehrere Spiele als "Bastelbogen" veröffentlicht. Insgesamt waren es an die 100 Brett- und Kartenspiele mit recht vielen Adaptionen dabei (einige davon übrigens hervorragend). Da die Spiele immer mit einer recht heißen Nadel auf den Weg gebracht wurden, gab es halt diverse Lücken in den Regeln. Ob diese Regellücke der Zielgruppe bis 14 Jahre aber aufgefallen ist, weiß ich nicht (ich persönlich habe diese Lücken auch erst Jahre später entdeckt, als ich mich mit dem Thema als Erwachsener näher beschäftigt habe.

Ich denke auch die neueren Spielbeilagen, die eher Richtung Yps gehen sind mit einem ähnlichen Zeitdruck entstanden.

Gruß
Das Wiesel

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Das Wiesel

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon Das Wiesel » 22. September 2003, 10:19

hmmm....

bei Mad kann ich Dir voll zustimmen. Bei den anderen Spielen sind die Mängel die du ansprichst doch eigentlich genau die taktischen Finessen, die die Spiele interessant machen....

Das Wiesel

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Rolf Mihm

Re: Spiele in der Micky Maus - Tip

Beitragvon Rolf Mihm » 22. September 2003, 12:34

Hallo,

ich habe zwar noch alle meine Micky Maus-Hefte und lese sie auch heute noch, aber die ganzen Beilagen habe ich, Leichtsinn der Jugend, so gut wie alle weggeworfen.

Allerdings habe ich zu dem Thema Bastelbögen und Beilagen neulich eine ganz wunderbare Seite im Netz gefunden, die ich den Fans und Sammlern dieser Beilagen als Tip ans Herz legen möchte:

http://www.seite42.de/index.htm

Dort hat sich tatsächlich jemand die Mühe gemacht, alle Beilagen und Bastelbögen der Micky Maus als Scan und Zip-Dateien zu sammeln und zur Verfügung zu stellen. Die Seite ist zwar bei weitem nicht vollständig, wird aber laufend ergänzt. Wer also Interesse an den Bastelbögen der Micky Maus hat, ist hier bestens aufgehoben. Und wer Ergänzungen liefern kann, der soll das bitte tun.

Wie dem auch sei -
Schönen Gruß an wen auch immer...

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Jürgen Eberhardt
Kennerspieler
Beiträge: 105

Re: Spiele in der Micky Maus

Beitragvon Jürgen Eberhardt » 22. September 2003, 12:50

Auch ich habe aus meiner Jugendzeit die MickyMaus-Spiele noch gut in Erinnerung. Sie hatten (aus damaliger Sicht) ein recht ordentliches Niveau und vor allem graphisch waren sie sehr ansprechend gestaltet. Als Highlight fallen mir spontan "Schatzsuche im Dschungel " (1978) oder "Piratenspiel" (1977) ein. Leider habe ich irgendwann eimal meine Sammlung (so ca. 40-50 Spiele) entsorgt.

In späterer Zeit habe ich mich gefragt, wer die Autoren dieser Spiele waren. Weiß da jemand näheres ?

Viele Grüße,
Jürgen

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DiSta

Re: Spiele in der Micky Maus

Beitragvon DiSta » 22. September 2003, 13:29

Jürgen Eberhardt schrieb:
>
> Auch ich habe aus meiner Jugendzeit die MickyMaus-Spiele noch
> gut in Erinnerung. Sie hatten (aus damaliger Sicht) ein recht
> ordentliches Niveau und vor allem graphisch waren sie sehr
> ansprechend gestaltet. Als Highlight fallen mir spontan
> "Schatzsuche im Dschungel " (1978) oder "Piratenspiel" (1977)
> ein. Leider habe ich irgendwann eimal meine Sammlung (so ca.
> 40-50 Spiele) entsorgt.


Ja genau - "Schatzsuche im Dschungel" - ist das dieses Spiel, bei welchem man sich mit Schaufel, Spitzhacke oder Dynamit zum jeweiligen Schatz durchkämpft - da gab's doch noch Hubschrauber, Schlauboote und so....???

Mir ist aber noch dieses Autorennspiel im Kopf - glaube "Der große Preis von Entenhausen" oder so ähnlich - brauchte mehrere Hefte bis es vollständig war - da kamen zum Schluss dann noch Motorräder und hierfür spez. Regeln dazu...

Irgendwir spukt da noch ein Detektiv/Räuberspiel und ein Pferde-Springrennen im Hinterkopf rum, welche wir seinerzeit immer mal wieder gespielt hatten...

nice dice
Dietmar
(...der wohl mal auf den Dachboden gehen und suchen muss, ob die Sachen nicht noch in der ein oder anderen Kiste drin sind....)

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Gregor Breckle
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Beiträge: 648

Re: Spiele in der Micky Maus - Tip

Beitragvon Gregor Breckle » 22. September 2003, 13:34

Hallo,

> http://www.seite42.de/index.htm

Toller Link - da kommen echte Erinnerungen zurück -
Spürli, Das Autorennspiel - und jetzt war ich erst letztes Wochenende bei meinen Eltern, wo die Sachen noch lagern könnten.
Na ja, vielleicht findet sich ja noch was.

Viele Grüße

Gregor

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cristinus

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon cristinus » 22. September 2003, 14:32

Hallo,

aus dem defekten Mechanismus in "Die verbotene Stadt" von Ravensburger ist ja tatsächlich ein Spiel hervorgegangen: Rasende Roboter.

Die verbotene Stadt hat nicht funktioniert, weil es mit hinreichendem Überlegen immer möglich ist, sein Ziel zu erreichen. Die Zugzahl war dabei irrelevant.

Viele Grüße
Christian

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Jochen Schwinghammer

Re: Spiele umtauschen - leicht gemacht

Beitragvon Jochen Schwinghammer » 22. September 2003, 14:35

Hallo Gustav,

impliziert man nicht automatisch bei einem Spiel, dass es in gewisser Weise "spielbar" ist. Ein Spiel, das immer auf eine Pattsituation hinausläuft, ist meiner Meinung nach erst gar nicht als solches zu bezeichnen. Also wird doch schon durch die Bezeichnung Spiel zugesichert, dass es einen offenen oder zumindest nicht vorhersehbaren Ausgang hat.
"Vier Gewinnt" ist ein Spiel, bei dem (soweit mir bekannt ist) immer der Startspieler gewinnt. Allerdings ist es hier so, dass man nicht alle Möglichkeiten überschauen kann und der Ausgang deswegen wieder offen ist.

Viele Grüße, Jochen Schwinghammer

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Das Wiesel

Autoren der Spiele

Beitragvon Das Wiesel » 22. September 2003, 14:36

Tja, da kann ich mal wieder mit meinem Fachwissen glänzen ;-)) Meine sammlung ist nämlich fast komplett (wenn auch noch nicht alle gebastelt, auf jeden Fall muss ich mir mal den Link anschauen).

Im wesentlichen gab' es drei Autoren bei den Micky Maus Spielen. Das waren gleichzeitig die Grafiker, die das Ganze dann auch umgesetzt haben:
Die Autoren waren Manfred Bäumchen (heute der Marketingleiter von EHAPA), Vogel und ein Kreativteam mit dem Namen Windisch (Das sind übrigens keine Pseudonyme. Die heißen wirklich so. Die Namen könnt ihr immer an den Klebekannten der Bastelbögen sehen).

Das Spiel mit den meisten Bastelbögen (8 Ausgaben) war übrigens "Der große Preis von Entenhausen", eine Art Vektoren-Rennen, das echt spielenswert ist! Leider hab' ich mir nicht die Mühe mit der kompletten Katalogisierung gemacht. Insgesamt kann man aber sagen, dass der Standard für die 70er und 80er Jahre echt hoch war. Zwar waren viele Spiele sehr Würfel dominiert, aber mit sehr ineterressanten Ideen dahinter. Mein persönlicher Liebling ist übrigens das "Taxi-Spiel"

Gruß
Das Wiesel

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Jochen Schwinghammer

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon Jochen Schwinghammer » 22. September 2003, 14:43

Wenn ich mir das so recht überlege, fallen die meisten Spiele in die Kategorie c). Allerdings gibt es nur wenige, bei das wirklich auffällt. Man stelle sich vor, dass bei den SvC eine halbe Stunde lang nur die 7 gewürfelt wird :-)
Natürlich wird das nur sehr sehr selten vorkommen aber rein theoretisch ist es schon möglich.
Hier stellt sich auch die Frage für Spieleautoren: "Darf mein Spiel eine spezielle Situation enthalten, die in sehr seltenen Fällen zu einem Patt führt, wenn der Mechanismus aber ansonsten einwandfrei funktioniert?"

Viele Grüße, Jochen Schwinghammer

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Lol Margue

Mac Donalds

Beitragvon Lol Margue » 22. September 2003, 16:00

Hallo,

Es gab vor einem Jahr ein Peanutsspiel bei mac Donalds mit einer 6-eckigen Scheibe zum "würfeln" mit -3, -2, -1, 1, 2, und 3.
Im Durchschitt zieht man also genau so oft nach vorne als nach hinten. Es kommt also niemand ans Ziel.

LOL (der seine Kinder noch gedrängt hat das doofe Spiel zu wählen)

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Jürgen Eberhardt
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Beiträge: 105

Re: Spiele in der Micky Maus

Beitragvon Jürgen Eberhardt » 22. September 2003, 16:01

DiSta schrieb:

> Ja genau - "Schatzsuche im Dschungel" - ist das dieses Spiel,
> bei welchem man sich mit Schaufel, Spitzhacke oder Dynamit
> zum jeweiligen Schatz durchkämpft - da gab's doch noch
> Hubschrauber, Schlauboote und so....???

Genau. Dieses Spiel habe ich damals sehr häufig gespielt, deshalb kann ich mich noch gut daran erinnern. Es gab insgesamt neun Schätze zu heben (die unterschiedliche Werte hatten). Jeder hatte drei Spielfiguren. Man würfelte mit drei Würfeln, deren Werte man auf die Figuren verteilen konnte. Eine Würfelzahl konnte man entweder für die Bewegung verwenden oder zum Heben eines Schatzes (wenn man mit einer Figur an einem Schatzort angelangt war). Zum Heben der Schätze benötigte man Ausrüstung. Man hatte die Wahl, ob man dafür einen Spaten, einen Pressluftbohrer oder Dynamit einsetzen wollte. Beim Spaten benötigte man in der Regel recht hohe, beim Dynamit sehr niedrige Mindestwürfelwerte. Dafür konnte man Dynamit aber nur einmal einsetzen, danach war es verbraucht. Spaten und Pressluftbohrer konnte man beliebig oft einsetzen, aber immer nur ein Gerät gleichzeitig. Bei manchen Schätzen war die Wahl der Ausrüstungsgegenstände eingeschränkt. Die Ausrüstungsgegenstände musste man kaufen, sie hatten alle unterschiedliche Preise, waren in der Anzahl begrenzt, und man hatte für das gesamte Spiel nur ein begrenztes Budget. Für eine schnellere Bewegung gab es zwei Hubschrauber, die jeder benutzen konnte (gegen Bezahlung, die Preise waren abhängig von der Flugentfernung). Wenn man ein Funkgerät hatte, konnte man einen Hubschrauber sogar an eine beliebige Landestelle herzitieren. Der Spielplan war durch einen Fluss geteilt, den man nur mit einem Schlauchboot überqueeren konnte. Gewonnen hatte, wer am Ende die wertvollsten Schätze hatte.
In der Originalregel kannte man den Wert der Schätze zu Spielbeginn nicht. Um diesen Glücksfaktor auszuschließen, hatten wir immer mit offenen Werten gespielt. Dazu haben wir noch die einzelnen Werte verändert, da die Originalwerte zu unterschiedlich waren.

> Mir ist aber noch dieses Autorennspiel im Kopf - glaube "Der
> große Preis von Entenhausen" oder so ähnlich - brauchte
> mehrere Hefte bis es vollständig war - da kamen zum Schluss
> dann noch Motorräder und hierfür spez. Regeln dazu...

Die Motorradregeln basierten auf dem selben Prinzip wie Mississippi Queen. In jeder Runde konnte man seine Geschwindigkeit um einen Punkt verändern (wenn ich mich noch recht erinnere).

> Irgendwir spukt da noch ein Detektiv/Räuberspiel und ein
> Pferde-Springrennen im Hinterkopf rum, welche wir seinerzeit
> immer mal wieder gespielt hatten...

Das Detektivspiel hatten wir auch häufiger gespielt. Jeder Spieler hatte drei Spielfiguren. Zu Beginn des Spiels musste man zwei Figuren die Rolle eines Detektivs zuteilen, und einer Figur die Rolle des Diebes. Die Zuweisung geschah geheim. Mit dem Dieb musste man zu einem bestimmten Ort auf dem Spielplan laufen (der einem zu Spielbeginn geheim zugeteilt wurde), den dort lagernden Gegenstand einsammeln und dann ins "Ausland" (vier mögliche Fluchttore am Spielfeldrand). Mit den Detektiven musste man die gegnerischen Diebe aufspüren und verhaften. Die Bewegung geschah nicht per Würfel, sondern man hatte Bewegungspunkte, die man beliebig auf seine Figuren verteilen konnte. Für erfolgreiche Aktionen (Verhaften eines Diebes mit Gegenstand, verhaften eines Diebes ohne Gegenstand, Flucht des eigenen Diebes ins Ausland mit Gegenstand, Flucht des eigenen Diebes ins Ausland ohne Gegenstand) gab es unterschiedlich viele Punkte. Wer davon am Ende die meisten hatte war Gewinner.

Das Pferde-Springrennen war ein reines Würfellaufspiel, allerdings sehr atmosphärisch gestaltet. Alle Parcours-Hindernisse waren Bastelstücke, die man auf dem Spielplan aufgeklebt hatte.

Viele Grüße,
Jürgen

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Das Wiesel

Re: Spiele in der Micky Maus - Tip

Beitragvon Das Wiesel » 22. September 2003, 16:02


... und ich hab' mir jahrelang die Sohlen abgelaufen, um an die Bastelbögen zu kommen...

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Thomas Rosanski

RE: Spiele umtauschen - leicht gemacht

Beitragvon Thomas Rosanski » 22. September 2003, 17:12

Guenter Cornett schrieb:
> > Die Zusicherung muss nicht vom Hersteller kommen, sondern vom
> > Händler.
>
> Und natürlich hat der Händler zunächst das Recht auf
> Nachbesserung.

Echt? Ich dachte bisher immer, dass der Verbraucher gegenüber dem Händler ein Wahlrecht zwischen Wandlung, Nachbesserung oder Preisminderung hat, welches zwar durch AGBs auf die von dir geschilderte Lage eingeschränkt werden können, aber die AGBs müssen ja erstmal gültiger Bestandteil des Kaufvertrags werden, was m.E. im Ladengeschäft oftmals nicht der Fall ist. Vieleicht habe ich aber auch veraltertes Recht im Kopf oder die gesetzlichen Regelungen nicht verstanden, ich muss mein Wissen diesbezüglich vieleicht mal updaten.

> Das ginge z.B. durch Ergänzung der Spielregel durch einen der
> folgenden Sätze:

:-)

Geht das auch mit dem Satz "Bei einem Patt wird eine weitere Runde gespielt"?

Vom Umtausch ausgeschlossene Grüße,

Thomas.
(der einen Doppelsieg einem Patt vorzieht)


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