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klassiker+kinder

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lol margue
Brettspieler
Beiträge: 53

klassiker+kinder

Beitragvon lol margue » 7. Mai 2004, 11:19

Hallo Eltern-Spieler,

wie macht ihr das mit euren Kindern?

Spielt ihr mit ihnen Schach, Halma und meinetwegen Skat,

oder

"nur" Carcassone, Siedler und einfach genial?

Anders ausgedrückt:

Gehört zu einer richtigen Spiele(r)ausbildung oder Erziehung zum Spaß beim spielen nicht auch das gewissenhafte Studium (grübel, grübel) der alten Klassiker?
Und von welchen??

Müssten die Kinder nicht auswendig : Badstraße, Turmstraße, ...usw. können?

Oder genügt : Ich gebe die ein Schaf für zwei Eisenerz?

In einer durch Pisa aufgerüttelten Zeit, muss man die (Aus)Bildung doch neu überdenken.

Lol
(dessen Sohn morgen ein Micky-Maus-Figuren-Schachspiel zum 8.Geburtstag bekommt)

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Mike

Re: klassiker+kinder

Beitragvon Mike » 7. Mai 2004, 11:23

Hi

> (dessen Sohn morgen ein Micky-Maus-Figuren-Schachspiel zum
> 8.Geburtstag bekommt)

Na hoffentlich liest er hier nicht mit ;-)

Mike

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Ralf Bielenberg

Re: klassiker+kinder

Beitragvon Ralf Bielenberg » 7. Mai 2004, 11:48

Sicher spielt wahrscheinlich so gut wie Jeder, der selbst gerne spielt, mit seinen Kindern den einen oder anderen Klassiker.

Aber ob es unbedingt nötig ist, dass die Kinder Turmstrasse und Badstrasse kennenlernen, halte ich schon alleine deshalb für fragwürdig, da ich ja dann gezwungen wär, mit meinem Kind mich durch einige Partien Monopoly quälen zu müssen.

Auf der anderen Seite scheint mir ein Kind, das bereits genügend Handels-Geschick besitzt, um einem zwei Erz für nur ein Schaf aus dem Kreuz zu leiern, auf dem richtigen Weg.

Kurz und gut, ich denke nicht, dass die blosse Tatsache, dass ein Spiel als Klassiker angesehen wird, es unbedingt nötig macht, dass das Kind dieses Spiel auswendig kennen sollte.

Liebe Grüsse
Ralf

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Marten Holst

RE: klassiker+kinder

Beitragvon Marten Holst » 7. Mai 2004, 12:46

Moin,

> Kurz und gut, ich denke nicht, dass die blosse Tatsache,
> dass ein Spiel als Klassiker angesehen wird, es unbedingt
> nötig macht, dass das Kind dieses Spiel auswendig kennen
> sollte.

naja, ich träume mal von einer völlig unrealistischen Situation: das Kind hat auch noch Freunde, und die spielen auch... dann sollte man bestimmte Begriffe schon mal gehört haben. Risiko, Monopoly, Malefiz, MädN, Halma, Mühle, Dame, Rommee, Canasta, SpielDesLebens(?) könnte man schon mal beizeiten erklären (später dann Schach und Doppelkopf - zumindest die Regeln). Gut, kann alles von den Freunden bei Bedarf nachgeholt werden, und vielleicht sind in Spielkindercliquen Spiele nicht so wichtig wie in Modecliquen Mode... dennoch keine so schlechte Idee :-)

Tschüß
Marten

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Ralf Bielenberg

RE: klassiker+kinder

Beitragvon Ralf Bielenberg » 7. Mai 2004, 13:12

Hi,

absolut richtig, was einige der genannten Spiele betrifft, Mädn, Halma, Mühle, Dame und die genannten Kartenspiele. Aber ich könnte mir gut vorstellen und habe das in den vergangenen Jahren auch selbst mitbekommen, dass die Kinder eben auch eher die Siedler oder Legespiele wie Carcassonne oder Linie 1 miteinander spielen, als sich um Turm- und Badstrasse zu streiten.

Dass sie von Monooly sicher schon mal gehört haben, das ist ja kaum anders vorstellbar, wo es ja praktisch überall die verschiedensten Sondereditionen zu bestaunen gibt.

Liebe Grüsse
Ralf

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Norbert Heimbeck

Re: klassiker+kinder

Beitragvon Norbert Heimbeck » 7. Mai 2004, 13:31

Hi,

meine Bande (11, 8, 6 und 4 Jahre, 2 Jungs, 2 Mädels) siedeln ebenso gern wie sie Monopoly und Schach (zumindest die Großen) spielen.

Momentan haben die Siedler bei uns mal wieder ein Übergewicht, der Älteste will jetzt ganz dringend Schafkopf und Pokern lernen.
Mädn kommt bevorzugt mit der "Nichts als Ärger"-Erweiterung auf den Tisch.

> Oder genügt : Ich gebe die ein Schaf für zwei Eisenerz?

Wer so geschäftstüchtig ist, braucht nicht mehr viel zu lernen ;-)

> In einer durch Pisa aufgerüttelten Zeit, muss man die
> (Aus)Bildung doch neu überdenken.

Stimmt zwar, ob aber ein Spiele-Kanon der richtige Weg ist?
Wer die Klassiker kennt (auch in anderen Bildungsbereichen) tut sich womöglich in mancher Beziehung leichter als einer, der nur die neueste Mode mitmacht.
Kommen andere Kinder zu uns zu Besuch, bestaunen sie erst Mal die Spielesammlung. Meistens holen meine dann ein Exemplar, das entweder derzeit der unangefochtene Liebling ist oder aber eines, das schon seit Wochen nicht mehr angeschaut wurde. Viele Regeln haben sie inzwischen selbst soweit drauf, dass meine Frau oder ich nur Kleinigkeiten nach-erklären müssen.

Obwohl ich selbst nicht der Monopoly-Fan bin, ist es mir lieber, sie spielen das als dass sie die Zeit vor der Glotze verbringen.

3 Grüße
Norbert

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RoGo

Re: klassiker+kinder

Beitragvon RoGo » 8. Mai 2004, 11:47

Hallo Norbert,
meine Bande (11,9,7,3,0) probiert und spielt keuz und quer alles was sie in den Schränken und Regalen findet. Ich bin zwar manchmal sauer, wenn irgendwo Karten, Figuren, Regeln rumfliegen, aber eigentlich immer Stolz drauf.
Erstaunlich finde ich wie hart sie bereits Meinungen zu Spielen äußern.

Zu alten Klassikern: Natürlich kennen meine Kinder Backgammon, Mädn, Mühle, Dame, Doppelkopf, Skat, Go und Schach. Aber gerade Schach - falls jetzt einer anfangen würde Eröffnungstheorie zu büffeln, würde ich versuchen es ihm auszureden. Ich glaube eine breite Kenntnis und Freude an unterschiedlichen Mechanismen ist viel wichtiger und bei meinen Kindern bisher auch beliebter.

Gerade gestern haben wir Battle Cry ausgepackt und 90 Minuten dran rumgebastelt, weil ich gerne möchte, dass sie auch mal ein american-style-game kennenlernen.

Und wenn ich mir ansehe mit welcher Freude der Dreijährige die Materialmassen von Battle Cry oder zuletzt Warcraft drapiert und eigenen Gefechte veranstaltet, kann ich nur versonnen lächeln.

Frölhliche Grüße

Roland

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Norbert Heimbeck

Re: klassiker+kinder

Beitragvon Norbert Heimbeck » 10. Mai 2004, 09:41

Hallo Roland,

> auszureden. Ich glaube eine breite Kenntnis und Freude an
> unterschiedlichen Mechanismen ist viel wichtiger

Stimme dir voll zu!

> Und wenn ich mir ansehe mit welcher Freude der Dreijährige
> die Materialmassen von Battle Cry oder zuletzt Warcraft
> drapiert und eigenen Gefechte veranstaltet, kann ich nur
> versonnen lächeln.

Gell, ist schon erstaunlich, mit welcher Fantasie die Kiddies aus dem Material eigene Spielchen erfinden? Vielleicht entwickelt sich ja auf diese Weise ein neuer XXXX (beliebiger Autorenname einzusetzen) in der Familie?

3 Grüße
Norbert
(der jetzt abschaltet, um zwei Tage lang Netzwerk-Technik bei der Telekom zu "spielen")


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