Beitragvon Arby » 23. Mai 2004, 21:12
Peter Steinert schrieb:
> Viel eher ist
> es doch wohl eine richtige und wichtige Überlegung, gerade
> die "Nintendo-Generation" weiterhin wirksam für das Thema
> Gesellschaftsspiel zu sensibilisieren.
Da gebe ich dir zwar recht, aber deinen Einwand kann ich trotzdem nicht so stehen lassen. Andersherum würde ich gerne fragen, warum die "Nintendo-Generation" erst dafür sensibilisiert werden muss? Weil einige Eltern es einfacher finden, ihre Kinder mit Nintendo, PS-2 und X-Box in die Ecke zu setzen, als mit ihnen Gesellschaftsspiele zu spielen, was meiner Erfahrung nach auch damit zusammenhängt, dass das "Spielen" in unserer Gesellschaft leider immer noch "Kinderkram" ist: Ich renne in der Firma oft genug mit meinen auf der Spiel 2000 "gewonnenen" RoboRally-T-Shirts rum, habe auf meinem Auto einen Aufkleber "Vorsicht Spieler!" und mache keinen Hehl daraus, daß ich in meiner Freizeit gerne und viel spiele - ich bin nicht doof und weiss, welche Blicke und Belächelungen ich bei manchen der Kollegen damit ernte, aber ich sehe dadurch auch, was "Spielen" hier noch größtenteils bedeutet.
Ich hoffe, ich konnte damit zeigen, daß diese "Generationenfrage" doch etwas vielschichtiger ist als manche es hier leichtfertig ;-) annehmen.
Gruß,
Ralf "Arby" Brostedt (der sich noch gut an den Blick der Vermieterin erinnern kann, als wir - gerade vom KSK-Con zurückgekommen - dabei waren, den PKW-Anhänger leerzuräumen, der vor allem 12 dieser 30-Liter-Klappboxen enthielt, allesamt vollgestopft mit Spielen... Ich glaube, wenn wir sie gefragt hätten, ob wir unseren Müll bis zum Abfuhrtermin in ihrem Wohnzimmer lagern dürften, hätte sie ihre Nase nicht so stark gerümpft wie nach ihrem Blick in diesen Hänger)