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Was haltet Ihr nun eigentlich von "Im Schatten des Kaisers"?

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Ralf Arnemann
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Was haltet Ihr nun eigentlich von "Im Schatten des Kaisers"?

Beitragvon Ralf Arnemann » 5. November 2004, 10:29

In Essen war dieses Spiel ja überall präsent, wurde an vielen Tischen gespielt (nicht nur bei Hans im Glück) und auch reichlich gekauft.
Und natürlich habe ich es mir auch gleich (unbesehen) eingepackt - bei dem Thema werde ich als Historiker natürlich gleich schwach (habe mir seinerzeit ja auch "Welfen und Staufer" und Nachfolger wegen der vielen schönen Wappen gekauft, obwohl schon absehbar war, daß es mir als Spiel nicht gefällt ...).

Hier im Forum gab es ein paar Regelfragen und erste Eindrücke.

Aber jetzt haben bestimmt schon viele Leute Erfahrungen mit mehreren Partien gesammelt, jetzt würde mich doch interessieren, wie gut es ankommt, wie ausbalanciert die Rollen sind und wie hoch der Wiederspielreiz ist.

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Ralf Arnemann
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Gemeint: "Im Schatten des Kaisers"?

Beitragvon Ralf Arnemann » 5. November 2004, 12:40

War mir nicht klar, daß man bei der Titelzeile mehr eintippen kann als angezeigt wird ...

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Kathrin Nos
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"Im Schatten des Kaisers" nach zwei Partien

Beitragvon Kathrin Nos » 5. November 2004, 13:41

Hallo Ralf,

im Offline-Reader wird übrigens die Titelzeile ohne Probleme komplett dargestellt....

"Ralf Arnemann" hat am 05.11.2004 geschrieben:
> Hier im Forum gab es ein paar Regelfragen und erste
> Eindrücke.
>
> Aber jetzt haben bestimmt schon viele Leute Erfahrungen mit
> mehreren Partien gesammelt, jetzt würde mich doch
> interessieren, wie gut es ankommt, wie ausbalanciert die
> Rollen sind und wie hoch der Wiederspielreiz ist.

Du meinst die Aktionen, oder?

Ich habe dieses Spiel jetzt zweimal gespielt, einmal zu viert auf der Messe und einmal zu dritt in der Woche danach. Zwar waren wir nach der Messe-Probepartie etwas skeptisch und nicht 100%ig überzeugt, aber da wir das Spiel am (Messe-)Sonntagnachmittag sogar für 16,50 Euro bei einem Händler sahen, haben wir dann doch zugegriffen.

So, aber nun zum Spiel selbst. In der ersten Partie ist es häufig vorgekommen, dass versucht wurde, Kurfürsten zu halten. Es gab nicht sehr viele Wechsel ni den Herzogtümern, und der Spieler, der hier versuchte, gegen den Strom zu schwimmen und Dynamik (= Wechsel) reinzubringen, war letztlich damit erfolgreich und gewann. Bei der zweiten Partie haben wir dann auch mehr in diese Richtung gespielt und es funktionierte deutlich besser. Der Reiz, hier genauer auszuprobieren, wie man es noch besser handhaben kann, ist sicher gegeben.

Die Aktionsmöglichkeiten sind m.E. recht gut ausbalanciert, vor allem was die Anzahl der Karten pro Aktion angeht. Auch dass die teure Stadtgründung mit Siegpunkten belohnt wird, macht diese Aktionen zu einem einzuplanenden "Muss". Den Mechanismus der beschränkten Aktionsmöglichkeiten, zusammen mit dem Altern, halte ich für sehr innovative Ideen, die mich an dem Spiel auch am meisten reizen.

Der Knackpunkt liegt meiner Meinung nach bei der Kaiserwahl. Hier ist es eigentlich immer so gewesen, dass der Spieler, der als erster aus der Aktionsrunde ausstieg, den Gegenkaiser nahm (obwohl man dabei eher vorsichtiger sein sollte). Zu dritt kann dann der Spieler, der sich für eine der beiden Seiten entscheiden muss, ausrechnen, welche Seite gewinnen wird - einen Siegpunkt erhält er in jedem Fall (deshalb mein Klammerzusatz im vorigen Satz), und evt. ist er halt Kaisermacher.

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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Thomas O.

Re: "Im Schatten des Kaisers" nach zwei Partien

Beitragvon Thomas O. » 5. November 2004, 15:27

Wir haben ISDK ;-) zwar erst einmal gespielt, aber meine Meinung hat sich nach dieser Partie gegenüber den skeptischen Stimmen, die ich gehört habe, drastisch verbessert. Zu Beginn war es etwas chaotisch, und selbst wir nicht gerade Wenig-Spieler hatten unsere Probleme mit der Wahl der Aktionen. Da aber auf der Rückseite der Rundenübersicht eine Übersicht über die Siegpunkt bringenden Ereignisse abgedruckt ist, haben wir uns fortan darauf konzentriert. Im Laufe des Spiels hatten wir dann etliche Aha-Erlebnisse, und das Spiel entwickelte sich zu einem wirklichen Genuss. Die einzelnen Elemente greifen gut ineinander und die Abhängigkeiten werden erst nach einiger Zeit wirklich klar. Interessant war bei uns der Ausgang der Partie: Zwei Spieler haben mit der gleichen Punktzahl gewonnen, aber mit völlig konträren Strategien. Die eine Gewinnerin hat gleich zu Beginn den Gegenkaiser genommen, wurde Kaiser(in ;-)) und wurde das ganze Spiel nicht mehr abgewählt. Der andere Sieger hatte weniger Interesse am Kaiseramt, konnte aber auf seine Weise ebenso viele Siegpunkte erzielen. Die Theorie, dass das Kaiseramt nicht so lukrativ sei, wurde bei unserer Partie jedenfalls weder bestätigt noch wiederlegt.
Als Fazit möchte ich sagen, schade, dass es immer soviele neue Spiele gibt, die auch gespielt werden wollen :-) Dieses hätte eine ganze Menge Aufmerksamkeit verdient.

Gruß, Thomas

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Bob

Re: Was haltet Ihr nun eigentlich von "Im Schatten des Kaisers"?

Beitragvon Bob » 5. November 2004, 16:30

hallo,

ich habe während der Messe gleich es 2x gespielt: 1x zu dritt und einmal zu viert.
Beide Partien waren etwas "spröde", aber dennoch recht spannend.
Nur zu dritt hatten wir am Ende alle 20 Punkte. Da haben wir uns zu dritt gefreut :-))

Nur nebenbei: Da wir während der Messe auch gleich noch Struggles of the Empire gespielt haben ist mir eine gewisse Ähnlichkleit in punkto "rundenweise je 1 Aktion ausführen" bzw. Kärtchen nehmen aufgefallen.

Aber: Mir hat es gefallen. Vor dem Kauf empfehle ich aber doch eine Testpartie.

Grüsse
Bob


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