Beitragvon Roman Pelek » 12. Mai 2005, 13:34
Hi Ralph,
Ralph Obkircher schrieb:
> Vielleicht ist euch das auch schon aufgefallen, aber
> Gelegenheitsspieler scheinen beim Spielkauf garnicht so genau
> auf den schicken Pöppel des SDJ Preises zu gucken. Des
> öfteren wurde mir bei Spieletreffen und Festen enthusiastisch
> vom Gefallen des letzten SDJ erzählt, wobei das eigentlich
> garnicht das SDJ war, sondern ein Titel aus der Auswahlliste
> oder nun Nominierungs- bzw. Empfehlungsliste.
Ja, sicherlich. Ich kann Dir aus dem Nähkästchen auch genug Beispiele nennen, die exakt genauso gelagert sind ;-)
> Es scheint also allein schon der Aufdruck des Pöppels zu
> genügen, um beim Gelegenheitsspieler den Preis des SDJ in
> Erinnerung zu rufen. Dass da dann klein gedruckt "auf der
> Auswahlliste" oder "nominiert für" draufsteht, fällt oft
> garnicht auf.
Wie Peter S. schon richtig gesagt hat: den Bock macht das leider nicht fett. Für die echte Focussierung auf das SdJ sorgen alleine schon die nachgelagerten Werbemaßnahmen des Handels. Der Käufer mag dann zwar nicht unterscheiden können, was SdJ ist und was nicht, wird aber zwangsweise - quasi wie im Viehtrieb - schon von außen in die "richtige" Richtung gelenkt.
> So denke ich, dass sowieso alle Spiele, die diesesmal
> gelistet sind, gern gekauft, verschenkt und schließlich auch
> gespielt werden werden. Der Pöppel machts halt möglich!
Leider gilt das nur sehr bedingt. Ist ein neuralgischer (ups, fast wäre mir "neurotisch" herausgerutscht ;-) ) Punkt, über den schon vielerorts sehr lange diskutiert wurde - nämlich dass es uns allen in der Spieleszene gut tun würde, von den Verkaufszahlen her "etwas mehr in die Breite zu streuen".
Leider konnte bislang noch niemand Harrison Ford verpflichten, um in der Rolle des "Indiana Jones" den Holzbecher eines berühmten Zimmermanns (namentlich: heiliger Gral) zu finden und dieses Wunschdenken notfalls mit Hilfe ebenjenes Utensils umzusetzen *seufz* Oder aus aktuellem Anlass: möge trotzdem sein die Macht mit uns :-))
Ciao,
Roman (dem aber im angesprochenen "Indiana Jones"-Film der Gedankengang, dass ein Becher eines Zimmermanns nicht unbedingt ein luxuriöses Erscheinungsbild aufweist, immerhin sehr gut gefallen hat - ziemlich subversiv und durchdacht eigentlich, wenn man das mal länger auf sich wirken lässt)