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Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Volker L.

Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Volker L. » 27. August 2005, 16:22

Heute will ich mal eine Grundsatzdiskussion anstoßen - eigentlich hatte ich
das schon für das traditionelle Sommerloch geplant, hat sich aber irgendwie
nicht ergeben.

Es geht um die Frage, wann der Zug eines Spielers beendet ist und der
nächste Spieler den seinen beginnen darf.
Klingt doch ganz trivial? :-? Ist es aber nicht immer. ;-)

Anstoß zu dieser Frage ist eine Auseinandersetzung, die ich letztes Jahr
in Essen mit einem anderen bekannten Forumsteilnehmer hatte, bei einer
Testpartie eines Spieles, bei dem jeder Spieler, wenn er an der Reihe ist,
nacheinander 3 Aktionen ausführt, wobei - das ist der entscheidende Punkt -
[i][b]die dritte Aktion optional ist.[/b][/i]

Es spielten 4 Spieler, nennen wir sie in Sitzreihenfolge A, B, C und D.
Mindestens 2mal kam es dabei zu folgender Situation:
Spieler B ist am Zug.
B führt die Aktionen 1 und 2 aus. Dann dreht er seinen Kopf nach rechts
zum neben ihm sitzenden A und sagt etwas wie: "Jetzt siehst Du, warum
ich vorhin (...) gemacht habe". Dann wendet er wieder seinen Kopf zum
Brett, um Aktion 3 durchzuführen, und bemerkt, dass C bereits mit seinen
Aktionen begonnen hat.
Im zweiten Fall saß B nach Aktion 2 einfach da und guckte auf das Brett,
während er überlegte, ob er Aktion 3 ausführen solle, als C in der Annahme,
B sei fertig, mit seinem Zug begann.
Zum Glück trat diese Situation nicht zu häufig auf, sonst hätte es noch zu
einem ernsthaften und heftigen Streit eskalieren können, so blieb es bei
[i]leichter[/i] Verärgerung auf beiden Seiten inkl. entsprechender Wortwahl.

Standpunkt von Spieler B:
"Mein Zug ist erst beendet, wenn ich[ul]
[*] Aktion 3 durchgeführt habe
[*] verbal äußere, dass ich Aktion 3 nicht durchführen will ("ich verzichte", "ich bin fertig" oder "Du bist dran") [i]oder[/I]
[*] mich demonstrativ zurücklehne und die Arme verschränke
[/ul]
aber solange ich noch in Spielhaltung dasitze und nachdenke oder mal eben
eine kurze(!) Bemerkung zu meinem Nebenmann mache, wartest Du gefälligst.
Und wenn Du wirklich glaubst, dass ich doch fertig bin, obwohl ich nichts
derartiges gesagt habe, dann frage, ob ich fertig bin."

Standpunkt von Spieler C:
"Du machst Deine Aktionen zügig hintereinander weg. Mit dem Nebenmann
reden kannst Du, wenn Du fertig bist. Und wenn Du nachdenken willst, ob
Du Aktion 3 machst oder nicht dann sage gefälligst: 'moment, ich überlege
noch', dann gebe ich Dir auch Zeit. Aber wenn Du nur dasitzt und nach
Aktion 2 nichts tust, dann [i]unterstelle[/i] ich nach ein paar Sekunden, dass
Du fertig bist und fange meinen Zug an."

Nun würde ich von der geschätzten Mitleserschaft gerne mal erfahren, wie
sie über diesen Punkt denken.

Gruß, Volker (wird in zukünftigen Spielen darauf achten, nicht direkt neben
jenem anderen Forumsteilnehmer zu sitzen, um eine Wiederholung des
Streits von vornherein zu verhindern).

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 27. August 2005, 16:28

Evtl. ist so eine schwarze Burg, wie bei Löwenherz/Goldsieber (die wir nie benutzt haben) doch gar nicht so schlecht, den aktuellen Spieler anzuzeigen. Wenn dieser mit seinem Zug durch ist, gibt er diese Burg weiter. Bei Siedler z.B. werden ja auch die Würfel weiter gegeben und das Problem kann gar nicht auftreten.

Gruß Carsten (der oft Bahn fährt und daher genau weiß, wo ein Zug zuende ist)

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richard sivel

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon richard sivel » 27. August 2005, 16:40

.... die geschildeterte diskussion kommt mir ziemlich kleinkariert vor ... sorry, für diese worte .... Erstens ist wirklich nix dabei, zu fragen, ob jemand fertig sei ... und selbst wenn man es nicht tut, ist es doch ein leichtes, darauf hinzweisen, daß man noch nicht fertig sei. Hieraus eine grundsatzdiskussion zu machen, halte ich für reichlich albern ... (haben die werten spieler keine anderen probleme?)

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Olivier Boss

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Olivier Boss » 27. August 2005, 16:47

Die Siedler mit den Wuerfel ist mir auch in den Sinn gekommen, sonst wuesste man auch nicht, wann der aktive Spieler fertig.

Ich glaube, bei deinem Beispiel lag ein Kommunikationsdefezit auf beiden Seiten vor. Mit der optionalen dritten Aktion kommt dieses Problem bei diesem Spiel wahrscheinlich gehaeuft vor. Da koennte man ein Poeppel rumgehen lassen, der anzeigt welcher Spieler dran ist. Oder jeder Spieler muss am Schluss sagen "Ich bin fertig" oder "fertig". Nur Arme verschraenken zaehlt nicht.

So wie beim Tichu: Ich warte auch immer, bis der vorangehende Spieler "passe" gesagt hat, wenn er nicht sofort Karten spielt. Es ist schon vorgekommen, dass ich vergeblich auf das "passe" gewartet habe und dann nachfragen musste.

Tschuess
Olivier

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 27. August 2005, 17:07

Also normalerweise sollten sich erwachsene Menschen die einer von beiden beherrschten Sprache mächtig sind, darüber verständigen können, ob der eine Spieler auf Aktion C verzichtet und mit seinem Zug zu Ende ist oder eben nicht.
Ich würde in so einem Fall ansagen, wenn ich mit meinem Zug fertig bin. Ein schlichtes "Weiter" oder "Du bist dran" ist völlig ausreichend.

Andererseits würde ich in einer unklaren Situation nicht mit meinem Zug beginnen, ohne mich vergewissert zu haben, daß der andere mit seinem Zug fertig ist. Auch hier reicht einen kurzes "Darf ich jetzt?" aus, das auch wortkarge, kommunikationsschwache männliche Menschen nicht überfordert. Und sollte ich mal durch meinen genialen Geistesblitz geblendet zu voreilig sein, finde ich es nicht unangebracht durch ein "Moment, ich habe noch eine Aktion!" zurückgepfiffen zu werden!

Für die ganz kommunikationsverhinderten Zeitgenossen und - genossinnen ist natürlich ein weiterzureichender Spielstein eine Lösung ... was natürlich zur Verwirrung führen kann, wenn gleichzeitig auch ein Startspielerstein die Runde macht.

Gruß
Roland
(dem das von Volker L. angesprochene Problem noch nie als solches vorgekommen ist)

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Jost Schwider

RE: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Jost Schwider » 27. August 2005, 17:41

"Volker L." hat am 27.08.2005 geschrieben:

> Es geht um die Frage, wann der Zug eines Spielers beendet
> ist und der nächste Spieler den seinen beginnen darf.

Also ich bin zwar manchmal auch ein "Ungeduldiger einer", aber ich würde nie auf die Idee kommen, einfach so meinen Zug zu beginnen. Ergo frage ich kurz nach...

Viele Grüße
Jost aus Soest (denkt aber bei "Strategie-Weichenstell-Situationen" auch schonmal lääänger über einen Zug nach)
http://www.schwider.de/spiel - [i]Besser (Brett)Spielen[/i]

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 27. August 2005, 18:59

richard sivel schrieb:
> (haben die werten spieler keine anderen probleme?)

Nö, zumindest im Sommerloch nicht. Essen ist noch soooo lange hin, da kann man doch auch mal auf die kleinen Probleme von Volker schauen.

Gruß Carsten (dessen kleine Probleme 2 Beine haben und immer größer werden ;-) )

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Stechmuecke (Achimer)

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Stechmuecke (Achimer) » 27. August 2005, 19:54

wenn der Würfel weitergegeben wird oder sowas, die Spieler sollen mal nicht so mundfaul sein!

Jemand der zu faul für eine lange Antwort ist ;-)

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Lorion

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Lorion » 27. August 2005, 19:55

bei vielen Spielen gibt es am Ende es obligatorische Kartennachziehen
Und auch bei Siedler kenn ich das Problem: manch ein Spieler nimmt sich demonstrativ die Würfel wenn jemand fertig zu sein scheint
Wenn man ohne Karten und Würfel spielt, sollte man wirklich einen Pömpel weitergeben oder ähnliches

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Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Gerhard Passler » 27. August 2005, 20:38

Hallo Volker!

Tja, in diesem Falle gilt der Spruch "Reden ist Silber, schweigen ist Gold" mal definitiv nicht. :smile:
Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen ... außer, dass wir in unserer wöchentlichen Spielerunde in dieser Hinsicht (Spielzug-Ende) immer äußerst kulant und tolerant sind.

Verspielte Grüße

Gerhard
(der sich immer wieder von neuem darüber wundert, welche Probleme es heutzutage auf dieser Welt gibt)

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Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

[OT] Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Gerhard Passler » 27. August 2005, 20:46

Carsten Wesel | FAIRspielt.de schrieb:

> Gruß Carsten (dessen kleine Probleme 2 Beine haben und immer
> größer werden ;-) )

Was wird nun größer, die Probleme oder die Beine? :D :D :D

Übrigens: Ich habe derzeit - und aller Wahrscheinlichkeit nach auch in den nächsten Jahren - wohl die selben Probleme wie Du. :wink:

Verspielte Grüße

Gerhard

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Peter Gustav Bartschat

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 27. August 2005, 21:45

Ich denke, es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, wie man das Ende eines Spielzug erkennen kann - abhängig von den jeweils geltenden Regeln:

Möglichkeit A: In den Regeln ist eine Aktion oder ein Zustand genau definiert, nachdem der aktive Spieler keine weiteren Handlungsmöglichkeiten mehr hat.
(Beispiel: Schach. Ein Spieler darf nur entweder genau eine Figur bewegen oder eine Rochade ausführen.)
In diesem Fall endet der Spielzug, sobald diese Aktion ausgeführt oder der Zustand erreicht ist.

Möglichkeit B: Jeder Spieler entscheidet selbst über den Augenblick, in dem er seinen Zug beendet.
(Beispiel: Das Siedler von Catan-Kartenspiel. Es gibt eine Vielzahl von optionalen Aktionsmöglichkeiten, und es steht jedem Spieler frei, über deren Nutzung nach seinem persönlichen Gutdünken zu entscheiden; für den Mitspieler ist zu keinem Zeitpunkt eindeutig erkennbar, ob der aktive Spieler noch weitere Aktionen machen wird oder nicht.)
In diesem Fall endet der Spielzug, wenn der aktive Spieler dem nächsten Spieler in Spielreihenfolge zu verstehen gibt, dass sein Zug beendet ist. Er kann sagen: "Du bist dran, Herzchen.", dem Anderen den Würfelbecher in die Hand drücken oder ein anderweitiges konkludentes Verhalten zeigen, das als Botschaft zu verstehen ist.

Im geschilderten Beispiel sehe ich den Zug von Spieler B als noch nicht beendet an. Sprechen kann nicht als konkludentes Verhalten für die Beendigung eines Spielzugs gewertet werden, es sei denn, ein Redeverbot für den aktiven Spieler stünde ausdrücklich in dern Regeln oder sei vor Spielbeginn zwischen allen Spieler als gültige Zusatzregel vereinbart worden.

Abgesehen davon gilt natürlich, dass jemand, der in einem Spiel einen Streit vom Zaun brechen will, immer eine Möglichkeit dazu finden wird, egal, die klar die Regeln formuliert sind.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Michael Andersch

RE: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Michael Andersch » 27. August 2005, 22:06

So, dann oute ich mich mal als Spieler C (der hinten sitzende zu-früh-den-Zug-Beginner) und Volker als Spieler B.
Prinzipiell haben alle Antwortenden mit der Aussage "Kommunikationsdefizit" schon recht. Ebenso mit der Aussage: "Pillepalle-Problem".

> Zum Glück trat diese Situation nicht zu häufig auf, sonst
> hätte es noch zu einem ernsthaften und heftigen Streit eskalieren können, so
> blieb es bei [i]leichter[/i] Verärgerung auf beiden Seiten inkl. entsprechender > Wortwahl.

Das erstaunt mich jetzt aber doch. Über sowas kannst Du Dich ärgern, sogar sehr???
Dass Du mir prinzipiell ein wenig zu langsam gespielt hast stimmt, aber dass wir [b]verärgert[/b] auseinander gegangen sind, daran kann ich mich nicht erinnern (kann aber sein, dass es so war, aber ich habe mir über die Angelegenheit weiter keine Gedanken gemacht und hätte auch nicht mehr dran gedacht, wenn Du das Thema jetzt nicht angesprochen hättest). Meiner Meinung nach ist das Problem aber auch eines, das nur derjenige hat, der es zu einem solchen macht ;-) !

> Standpunkt von Spieler C:
> "Du machst Deine Aktionen zügig hintereinander weg. Mit dem
> Nebenmann
> reden kannst Du, wenn Du fertig bist. Und wenn Du
> nachdenken willst, ob
> Du Aktion 3 machst oder nicht dann sage gefälligst:
> 'moment, ich überlege
> noch', dann gebe ich Dir auch Zeit. Aber wenn Du nur
> dasitzt und nach
> Aktion 2 nichts tust, dann [i]unterstelle[/i] ich nach ein
> paar Sekunden, dass
> Du fertig bist und fange meinen Zug an."

Nicht ganz richtig. Der Standpunkt von Spieler C ist noch vieeeel schlimmer ;-) : "Ich möchte zügig spielen. Prinzipiell immer, und in Essen, wo es sooooo viel zu entdecken gibt gleich dreimal. Wenn Du also sowieso nicht der schnellste Spieler bist, Dein Zug aber fertig aussieht, und Du noch dazu anfängst, großartig taktische Erklärungen abzugeben anstatt irgendwelche spielrelevanten Dinge zu tun, dann gehe ich davon aus dass Du JETZT ENDLICH fertig bist und fange mal mit meinem Zug an." ;-) ;-)

Wir halten also ganz einfach fest: Du bist Spielrunden gewöhnt, in dem Dein Verhalten normal ist, und ich bin eher solche gewöhnt, in denen alle zügig spielen. Wir sollten also entweder künftig nicht mehr miteinander spielen oder uns im Sinne der Kommunikationsdefizitvermeidung vor dem Spiel einigen...

Wir sehen uns in Essen?

Viele Grüße,
Micha

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: [OT] Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 28. August 2005, 00:45

Gerhard Passler schrieb:
>
> > Gruß Carsten (dessen kleine Probleme 2 Beine haben und immer
> > größer werden ;-) )
>
> Was wird nun größer, die Probleme oder die Beine? :D :D :D

Es werden wohl die Beine sein. ;-)


> Übrigens: Ich habe derzeit - und aller Wahrscheinlichkeit
> nach auch in den nächsten Jahren - wohl die selben Probleme
> wie Du. :wink:

Mein Problem hat Haare, weshalb ich jetzt problemlos anfangen kann, selbige zu spalten: Hast du [b]dieselben[/b] Probleme wie ich oder [b]die gleichen[/b]? :lol:

Gruß Carsten (der heute eher Probleme hatte, bei seinem Spieleabend diverse schmackhafte Sachen am Buffet stehen zu lassen)

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

RE: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 28. August 2005, 01:05

Michael Andersch schrieb:
>
> Wir sehen uns in Essen?

Hat Volker überhaupt eine Chance, den [b]Micha des Jahres[/b] zu übersehen?

Gruß Carsten (der diese Chance schon lange nicht mehr hatte)

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Volker L.

RE: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Volker L. » 28. August 2005, 01:32

Michael Andersch schrieb:
>
> So, dann oute ich mich mal als Spieler C (der hinten sitzende
> zu-früh-den-Zug-Beginner) und Volker als Spieler B.
> Prinzipiell haben alle Antwortenden mit der Aussage
> "Kommunikationsdefizit" schon recht. Ebenso mit der Aussage:
> "Pillepalle-Problem".
>
> > Zum Glück trat diese Situation nicht zu häufig auf, sonst
> > hätte es noch zu einem ernsthaften und heftigen Streit
> eskalieren können, so
> > blieb es bei [i]leichter[/i] Verärgerung auf beiden Seiten
> inkl. entsprechender > Wortwahl.
>
> Das erstaunt mich jetzt aber doch. Über sowas kannst Du Dich
> ärgern, sogar sehr???

Also, der Wortwechsel beim zweiten Vorkommnis war schon im
Tonfall von leichter Verärgerung geprägt, die meine beruhte dabei
weniger auf der Kollision des Spielenwollens, als vielmehr darauf,
dass Du es damals ziemlich kategorisch abgelehnt hast, die
mehrfach zitierte bzw. vorgeschlagene Frage "bist Du fertig"
überhaupt zu stellen.

> Dass Du mir prinzipiell ein wenig zu langsam gespielt hast
> stimmt, aber dass wir [b]verärgert[/b] auseinander gegangen
> sind, daran kann ich mich nicht erinnern (kann aber sein,
> dass es so war,

Verärgert auseinandergegangen sind wir nicht, es war bei mir (und
anscheinend auch bei Dir) die Art momentaner Ärger, der wenige
Sekunden nach der Auseinandersetzung wieder verflogen ist.
Ich meinte nur, es [i]hätte[/i] auch eskalieren können, wenn diese
Situation (Du denkst, ich sei fertig, was aber nicht zutrifft) noch ein
paar Mal häufiger aufgetreten wäre.
Ich hatte auch durchaus in Erwägung gezogen, dass Du nur in der
besonderen Messe-Situation (von Dir selbst weiter unten erwähnt)
so gestresst warst und dementsprechend unwirsch auf einen für
Deinen Geschmack zu langsamen Spieler reagiert hast.

> aber ich habe mir über die Angelegenheit
> weiter keine Gedanken gemacht und hätte auch nicht mehr dran
> gedacht, wenn Du das Thema jetzt nicht angesprochen
> hättest).

Mir war es im Gedächtnis geblieben, vor allem weil ich erschrocken war,
dass wir relativ knapp einem richtigen Streit entgangen sind :-O
und ich hatte mir 'ne mentale Notiz gemacht: "Zwecks Konfliktvermeidung
nicht direkt vor Micha sitzen". Irgendwann im Frühjahr dachte ich dann,
dass das doch mal ein hübsches Thema zum Füllen des Sommerloches sei :-)

> Meiner Meinung nach ist das Problem aber auch
> eines, das nur derjenige hat, der es zu einem solchen macht
> ;-) !

Tja, aber wer macht es zu einem Problem?
Der, der zu langsam spielt, oder der, der sich weigert, "bist Du fertig" zu fragen? ;-)

> > Standpunkt von Spieler C:
> > "Du machst Deine Aktionen zügig hintereinander weg. Mit dem
> > Nebenmann
> > reden kannst Du, wenn Du fertig bist. Und wenn Du
> > nachdenken willst, ob
> > Du Aktion 3 machst oder nicht dann sage gefälligst:
> > 'moment, ich überlege
> > noch', dann gebe ich Dir auch Zeit. Aber wenn Du nur
> > dasitzt und nach
> > Aktion 2 nichts tust, dann [i]unterstelle[/i] ich nach ein
> > paar Sekunden, dass
> > Du fertig bist und fange meinen Zug an."
>
> Nicht ganz richtig. Der Standpunkt von Spieler C ist noch
> vieeeel schlimmer ;-) : "Ich möchte zügig spielen.
> Prinzipiell immer, und in Essen, wo es sooooo viel zu
> entdecken gibt gleich dreimal. Wenn Du also sowieso nicht der
> schnellste Spieler bist, Dein Zug aber fertig aussieht, und
> Du noch dazu anfängst, großartig taktische Erklärungen
> abzugeben anstatt irgendwelche spielrelevanten Dinge zu tun,
> dann gehe ich davon aus dass Du JETZT ENDLICH fertig bist und
> fange mal mit meinem Zug an." ;-) ;-)
>
> Wir halten also ganz einfach fest: Du bist Spielrunden
> gewöhnt, in dem Dein Verhalten normal ist, und ich bin eher
> solche gewöhnt, in denen alle zügig spielen. Wir sollten also
> entweder künftig nicht mehr miteinander spielen

Das wäre sehr übertrieben :-)
Es reicht, wenn Du nicht genau hinter mir sitzt :-P

> oder uns im Sinne der Kommunikationsdefizitvermeidung
> vor dem Spiel einigen...

noch besser :-))

> Wir sehen uns in Essen?

Nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt :lol: :lol: :lol:

.
.
.
.

Quatsch, natürlich freue ich mich darauf, auch Dich wieder zu treffen. :-D

Gruß, Volker

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18xx

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon 18xx » 28. August 2005, 02:44

Rein objektiv gesehen ist der Zug eines Spielers erst zu Ende, wenn er dies auch eindeutig kund tut. Aber ist es wirklich sinnvoll das Spielen so ernst zu nehmen, denn es geht ja um nichts und sollte Spass machen. Wir spielen sogar so, dass wenn jemand offensichtlich etwas vergisst, er dies nachholen darf (z.b. bei Siedler einen Rohstoff nicht genommen).

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 28. August 2005, 14:24

Volker L. schrieb:
>
> Es geht um die Frage, wann der Zug eines Spielers beendet ist
> und der
> nächste Spieler den seinen beginnen darf.
> Klingt doch ganz trivial? :-? Ist es aber nicht immer. ;-)
>

> Standpunkt von Spieler B:
> "Mein Zug ist erst beendet, wenn ich[ul]
> [*] Aktion 3 durchgeführt habe
> [*] verbal äußere, dass ich Aktion 3 nicht durchführen will
> ("ich verzichte", "ich bin fertig" oder "Du bist dran")
> [i]oder[/i]
> [*] mich demonstrativ zurücklehne und die Arme verschränke
> [/ul]
> aber solange ich noch in Spielhaltung dasitze und nachdenke
> oder mal eben
> eine kurze(!) Bemerkung zu meinem Nebenmann mache, wartest Du
> gefälligst.
> Und wenn Du wirklich glaubst, dass ich doch fertig bin,
> obwohl ich nichts
> derartiges gesagt habe, dann frage, ob ich fertig bin."

Das ist der RICHTIGE Standpunkt!!!!!

> Standpunkt von Spieler C:
> "Du machst Deine Aktionen zügig hintereinander weg. Mit dem
> Nebenmann
> reden kannst Du, wenn Du fertig bist. Und wenn Du nachdenken
> willst, ob
> Du Aktion 3 machst oder nicht dann sage gefälligst: 'moment,
> ich überlege
> noch', dann gebe ich Dir auch Zeit. Aber wenn Du nur dasitzt
> und nach
> Aktion 2 nichts tust, dann [i]unterstelle[/i] ich nach ein
> paar Sekunden, dass
> Du fertig bist und fange meinen Zug an."

Das ist der FALSCHE Standpunkt: egoistisch, egozentrisch und für mich ein Indiz, mit diesem Spieler nicht häufig spielen zu wollen.

Gruß Wolfram

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 28. August 2005, 14:26

Du brauchst ja nicht midiskutieren

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Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

Re: [OT] Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Gerhard Passler » 28. August 2005, 20:05

Carsten Wesel | FAIRspielt.de schrieb:

> Mein Problem hat Haare, weshalb ich jetzt problemlos anfangen
> kann, selbige zu spalten: Hast du [b]dieselben[/b] Probleme
> wie ich oder [b]die gleichen[/b]? :lol:

Bitte nicht schon wieder, das hatten wir doch erst vor kurzem ... :LOL:

Gruß

Gerhard

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Christoph

Re: Grundsatzfrage - Sommerlochlösung

Beitragvon Christoph » 28. August 2005, 23:06

Also wenn wir schon ein Sommerloch zu stopfen habe, dann können wir ja mal versuchen zu erraten welches Spiel die Herren A, B, C und D gespielt haben.
Mal sehen ob wir es ohne einen weiteren Hinweis herausfinden.


Gruß, Christoph

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Jürgen Simon
Brettspieler
Beiträge: 68

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Jürgen Simon » 29. August 2005, 09:34

Hi:-)

Ohne alle Beiträge jetzt zu lesen, bin ich der meinung, dass man sich zuerst Gedanken machen sollte, wie man den eigenen Spielzug gestalten möchte. Ist dabei Interaktion vorhanden, ist dies natürlich meist schwerer, sich alles vorher auszudenken...

Spielt man unter Freunden, sollte es auch ok sein, wenn man noch etwas im eigenen Spielzug ändern darf, der am besten mit den Worten : "Fertig, der nächste!" oder ähnlichem beendet wird.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute, die darauf pochen, dass "gesetzt ist gesetzt" gespielt wird, den Spielspaß nehmen.

Manchmal kommt man nicht darum herum, mit denen zu spielen, aber dafür kann man das ja vorher absprechen. Leider muss man das des öfteren auch mit den noch so geliebten "Lieblingsmitspielern" tun, die auf einmal ihren Sieg davonschwimmen sehen und in einem letzten "DAS WAR ABER GESETZT!" noch alles retten wollen...

Hm, bin ich jetzt zu weit gegangen?*G

Egal, das war mein Senf dazu...

Jürgen (bricht bei solchen Diskussionen zur Not ein Spiel auch ab, um sich nicht unnötig über so etwas aufzuregen)

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Holger Fassbender

Re: Grundsatzfrage - Sommerlochlösung

Beitragvon Holger Fassbender » 29. August 2005, 11:30

Hallo,
Gute Idee, denn auch ich halte diese Fragestellung für hinfällig, wenn beide den Mund zum richtigen Zeitpunkt aufbekommen, aber das haben die beiden ja auch schon selbst festgestellt. ;-)

Also, mein Tipp, was die beiden gerade mit den Spielern A und D spielten: Große Geschäfte, BeWiched Spiele von Andrea Meyer. In den ersten beiden Phasen kann man bis zu zwei Karten nachziehen (optionaler Spielzug), man grübelt eine Weile, wodurch der nachfolgende Spieler leicht nervöse Zuckungen in der Spielhand bekommen kann und es recht wichtig, was der nächste macht, wenn man sich für das Karten nachziehen noch entscheiden wollte, was dann zur Diskussion führen könnte, ob das Versäumnis noch nachgeholt werden darf. Und last but not least: Zumindest bei einem der Beteiligten ist es offenkundig, dass er das Spiel gespielt hat :-)

Gruß
Holger

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Axel Bungart

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon Axel Bungart » 29. August 2005, 16:29

Wenn Ihr nicht oder nur das nötigste miteinander reden wollt, warum spielt Ihr dann sogar miteinander? ;-)

Gruß
Axel

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VolkiDU

Re: Grundsatzfrage - wann ist ein Spielzug zuende?

Beitragvon VolkiDU » 30. August 2005, 12:59

Roland G. Hülsmann schrieb:
> Also normalerweise sollten sich erwachsene Menschen die einer
> von beiden beherrschten Sprache mächtig sind, darüber
> verständigen können, ob der eine Spieler auf Aktion C
> verzichtet und mit seinem Zug zu Ende ist oder eben nicht.
> Ich würde in so einem Fall ansagen, wenn ich mit meinem Zug
> fertig bin. Ein schlichtes "Weiter" oder "Du bist dran" ist
> völlig ausreichend.
>
> Andererseits würde ich in einer unklaren Situation nicht mit
> meinem Zug beginnen, ohne mich vergewissert zu haben, daß der
> andere mit seinem Zug fertig ist. Auch hier reicht einen
> kurzes "Darf ich jetzt?" aus, das auch wortkarge,
> kommunikationsschwache männliche Menschen nicht überfordert.
> Und sollte ich mal durch meinen genialen Geistesblitz
> geblendet zu voreilig sein, finde ich es nicht unangebracht
> durch ein "Moment, ich habe noch eine Aktion!"
> zurückgepfiffen zu werden!
>
> Für die ganz kommunikationsverhinderten Zeitgenossen und -
> genossinnen ist natürlich ein weiterzureichender Spielstein
> eine Lösung ... was natürlich zur Verwirrung führen kann,
> wenn gleichzeitig auch ein Startspielerstein die Runde macht.

> (dem das von Volker L. angesprochene Problem noch nie als
> solches vorgekommen ist)


Hallo Roland,

das könnte ich glatt so unterschreiben.

Alternative:
Bei solchen Mitspielern empfiehlt es sich, eine Wärmflasche von Oma mit ins Spiel zu nehmen. Derjenige, der das Spiel anfängt nimmt die Wärmflasche, und gibt sie im Spiel dem nächsten Spieler weiter, wenn er seine Züge beendet hat, und so wird die Wärmflasche immer an den nächsten Spieler weitergegeben. Dann weiß jeder, wann er dran ist. Frühzeitigs Ziehen ist dann ausgeschlossen. Es muß ja nicht eine Wärmflasche sein, es kann auch ixbeliebiges anderes sein, z.B. ein ganz gewöhnlicher Poeppel. ;-)

Grüße,

Volker
(dem das Problem auch noch nie als solches vorgekommen ist)


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