Beitragvon Martin Beiwerk » 12. Dezember 2005, 08:10
Hallo Dieter!
> Ist es wirklich so, dass diejenigen, die in der Mitte des
> Spielplans starten müssen (bei vier oder fünf Spielern)
> wirklich kaum Gewinnchancen hätten, da sie auf jeden Fall
> "eingekesselt" werden, und somit sich nicht annähernd so gut
> schützen können, wie die, die rechts oder links von sich
> statt Gegner nur den schützenden Spielfeldrand haben ....?
Leider ja. Befanden sich alle Mitspieler auf gleichem Erfahrungslevel, dann konnte ich in der Mitte nur mit einem Bündnis überleben. Ein echter Minuspunkt. Ein Angriff aus der Mitte raus war eigentlich völlig unmöglich.
Leider gibt es einen noch viel schlimmeren Mangel: Langeweile! 75% der Spielzeit passiert erst mal gar nix. Jeder versucht so schnell wie möglich und so viel wie möglich Tempel zu bekommen. Und danach ist das Spiel gelaufen: Keine Tempel = keine Chance. Tempel sind viel (!) zu mächtig. Eigentlich spielt jeder für sich selbst, selten gibt es Konflikte. Wer denn doch einen Konflikt wagt, verliert zu viele Ressourcen (Eisen, Einheiten usw.) und liegt im Rennen um Siegpunkte zurück. Und als Belohnung wird man dann von seinen anderen Nachbarn erledigt. Kampf lohnt sich fast gar nicht. Da bringen es eigentlich nur noch Bündnisse.
Mein Fazit: Sorry, aber für mich ein echter Langweiler. Für ein Konfliktspiel viel zu wenig Aktion und Kampf. Für ein Zivilisationsspiel viel zu wenig Möglichkeiten. (Da ist Vinci besser.) Als Mischung beider Spieltypen keine Offenbahrung.
Schade, denn die Qualität der Komponenten ist wirklich toll, das Material schön.
Ich muss es so hart sagen: Nach fünf Partien kommt das Spiel nun endgültig nicht mehr auf den Tisch. "Einfach langweilig" war das allgemeine Fazit bei 5 und 6 Spielern. Bei über 2,5 Stunden Spielzeit pro Partie einfach nur verlorene Zeit.
Gruß
Martin Beiwerk (der jetzt wegen der harten Kritik sicherlich Gegenwind bekommt, aber wegen der vergeudeten Spielzeit immer noch etwas beleidigt ist...)