Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 26. Februar 2007, 00:50
Hallo katrin,
es gibt sicher Spielregeln, die auslegungsbedürftig sind. Wie ein bestimmter Punkt einer Regel zu verstehen ist, hängt für mich zunächst von dem Sinnzusammenhang innerhalb der Regel ab, in dem er steht.
Wenn der Spieler mit den meisten Leuten im Rat bestimmt, wer den Leonardo erhält ("er kann ihn auch selbst nehmen") und dann seine Leute im Rat versetzt, ist für mich klar, wann der Leonardo wechselt (oder bleibt), nämlich sofort, noch bevor der Spieler mit den meisten Leuten im Rat diese innerhalb des Rates versetzt.
Wann sonst? Wieso erst am Rundenende? Was in anderen Spielen üblich sein mag, kann doch allenfalls im äußersten Zweifelsfall maßgeblich sein, wenn überhaupt. Grundsätzlich meine ich, dass eine Aktion dann "dran" ist, wo sie im Spielablauf erklärt ist. Wenn die Regel gemeint hätte, bei Auswertung des Rates sei zuerst zu bestimmen, wer Startspieler der nächsten Runde sein soll, hätte sie das auch so sagen sollen. Wie sollte man denn sonst z.B. den Fall lösen, dass der Spieler mit den meisten Leuten im Rat davon Gebrauch macht, dass geregelt ist:
"(er kann ihn auch selbst nehmen)". Dann versetzt ... ".
Er kann ihn (sofort) nehmen, dann versetzt er; es heißt doch nicht: "er darf sich entscheiden, ihn am Rundenende selbst zu nehmen. Nach dieser Entscheidung versetzt er ..."
Spielerische Grüße
Ernst-Jürgen