Beitragvon Christian Hildenbrand » 23. April 2007, 00:09
"hans reinhold" hat am 22.04.2007 geschrieben:
> Wie isses? wer kann was erzählen? (vielleicht Christian
> vom Gathering?)
> Hans
Hallo Hans,
natürlich erzähl ich Dir gern davon. :-)
Wir haben es ein paar Mal gespielt und ich muss sagen, dass es mich durchaus überzeugt hat ... ABER:
Das Spiel ist ausgelegt für 2-6 Spieler ... als Spiel für 1-Personen-Parteien halte ich es aber für nicht stark. Voll zur Entfaltung kam es bei uns im Teamspiel 2 gegen 2, wobei die beiden Teampartner sich gegenüber saßen (das kannte ich noch von irgendeinem anderen Spiel...).
Es handelt sich bei dem Spiel um ein schnelles Kartenablegespiel, bei dem man sich selbst auch einbremsen zu wissen muss, um sich nicht unkontrolliert blank zu spielen. Handkartenknappheit ist beabsichtigt und gegen Ende durchaus auch schon mal Grund für eine Niederlage, die mit etwas bedachterem Spiel im Vorfeld verhindert hätte werden können.
(Sehr grobe Spielbeschreibung:)
Die Karten haben von Grund auf meist 2 Funktionen: zum einen sind sie im ausgespielten Zustand Teil einer Armee - versehen mit Stärkepunkten. Zum anderen kann mit den Karten die Auslage der Gegenspieler angegriffen werden. Hierbei sei zu erwähnen, dass eine Karte nur in Ausnahmefällen gleich als Angriffskarte gespielt werden muss, im Normalfall ist die Reihenfolge: Karte ausspielen ... warten, bis man wieder an der Reihe ist ... Karte zum Angriff nutzen.
Verschiedene Karten können verschiedenes machen: Truppenstärke erhöhen, Truppen vor direkten Angriffen schützen, gegnerische Schutzmauern niederreißen, gegnerische Kampfwaffen zerstören, ...
(Und hier nun für das Spiel zu 4t im Team:)
In jeder Spielrunde geht es (im Normalfall) um 2 Siegkarten mit Pluswerten und einer Karte mit Minuswert. Reihum werden so lange Karten gespielt oder benutzt, bis alle Spieler ausgestiegen sind. Die Zahl der auszuspielenden Karten geht von Null bis komplette Hand. Steigt ein Spieler aus, bekommt er noch eine Truppenunterstützungskarte des Wertes 4, 3, 2 oder 1 (in der Reihenfolge). Ausliegende Karten können von den Spielern, die noch in der Runde beteiligt sind, angegriffen werden. Sind alle Spieler ausgestiegen, werden die Truppenstärken ermittelt. Der Sieger der Runde sucht sich eine der Siegkarten aus, der 2. bekommt die übrige, der letzte bekommt die Minuspunkte. Zu Beginn der nächsten Runde bekommt jeder genau 3 neue Handkarten zu denen hinzu, die er noch hat (Limit: 12 Karten).
Punkte der Teampartner zählen zusammen - ist eine bestimmte Punktzahl erreicht, endet das Spiel siegreich für das Team, das dieses geschafft hat.
Persönliches Fazit:
Die erste Partie ist nicht einfach, weil man zum einen die Karten noch nicht aus dem FF kennt, zum anderen schnell den Fehler macht, früh (zu) viele Karten zu spielen. Aber schon gegen Mitte der ersten Partie haben wir gesehen, was wir grob schlecht gespielt haben und gleich viel überlegter weitergekämpft.
Spielt ein Neuling mit erfahrenen Spielern, so kann er ordentlich unter die Räder kommen, doch schon nach einer (halben) Partie hat sich dieser Nachteil meines Erachtens bei guten Spielern auf vernachlässigbar reduziert.
Als Spiel für Einzelspieler nicht so stark, als Teamspiel ein fantastisch gutes! Spannung bis zum Ende bei all meinen Partien bislang.
Empfehlung: JA ;-)
Brauchts noch mehr dazu?
Viele Grüße,
Christian (hat sich beim Gathering ein neues (sehr altes!) Brett gekauft ... und fragt sich, ob Hans die letzte Mail von ihm bekommen hat betreffs Taschen)