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[Variante] Notre Dame: Kartendrafting

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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Ralf Arnemann
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[Variante] Notre Dame: Kartendrafting

Beitragvon Ralf Arnemann » 2. Juli 2007, 18:36

Beim letzten Spieleabend haben wir mal eine Kleinigkeit ausprobiert, und es hat überraschend gut funktioniert:

Die eigenen Karten werden nicht gemischt, sondern man kann sich in jeder Runde nach Belieben drei aussuchen: Eine zum Behalten und zwei zum Weitergeben nach links.

Das sollte man natürlich erst versuchen, wenn man etwas mit dem Spiel vertraut ist - Neulinge sollten auch jeden Fall erst einmal die Originalregel einige Male spielen.

Das Selber-Aussuchen ermöglicht eine etwas bessere strategische Planung - obwohl man natürlich immer noch flexibel darauf reagieren muß, was man selber zugeschoben bekommt.

Zu unserer eigenen Überraschung war es NICHT so, daß jeder Spieler dasselbe weitergegeben hat.
Nicht nur, daß jeder andere Ideen hat, wie er sein eigenes Spiel aufbaut - da man genau weiß, daß man insgesamt sechs Karten nach links abgeben muß (und die können halt nicht alle schlecht sein ...), ist es durchaus interessant zu überlegen, wann z. B. das Gasthaus am ungelegensten kommen wird ...

Wir haben zu fünft gespielt, bei weniger Spielern ist es vielleicht problematischer.

Und es kann natürlich sein, daß sich nach einigen Spielen dann feste Verhaltensweisen einschleifen - die Originalregel ist natürlich deutlich häufiger getestet worden.

Aber so mal einen Versuch kann ich mit dieser Variante sehr empfehlen.

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Volker L.

Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon Volker L. » 2. Juli 2007, 18:49

Ralf Arnemann schrieb:
>
> Zu unserer eigenen Überraschung war es NICHT so, daß jeder
> Spieler dasselbe weitergegeben hat.

Klar, dann jeder bevorzugt unterschiedliche Strategien.
Einer konzentriert sich darauf, viel Geld einzunehmen um
oft voll spenden zu können, der andere operiert mit
minimaler Kapitaldecke und fährt seine Punkte durch die
Kutsche ein etc.
Ich habe bislang festgestellt, dass man vor allem dann
Probleme bekommt, wenn der unmittelbare Vordermann auf
einer ähnlichen Strategie ist wie man selbst, weil man
dann die wichtigsten Karten fast nie geschoben bekommt.
Ich vermute, dass dieser Effekt sich bei Eurer Variante
noch verstärken könnte.

Gruß, Volker (der sich schon oft gewünscht hat,
insbesondere das Auftauchen der Klosterschulen exakt
timen zu können)

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Daniel R.
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Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon Daniel R. » 2. Juli 2007, 19:21

Volker L. schrieb:
>
> Ich habe bislang festgestellt, dass man vor allem dann
> Probleme bekommt, wenn der unmittelbare Vordermann auf
> einer ähnlichen Strategie ist wie man selbst, weil man
> dann die wichtigsten Karten fast nie geschoben bekommt.

Und genau deswegen gibt es noch ne kleine Variante zum Karten-Weitergeben. Anstatt immer gleichrum, immer einmal nach links, das nächste mal nach rechts, dann wieder links die Karten weitergeben usw.
Dies verhindert (vermindert) diesen "selbe Strategie verfolgen wie Vordermann Nachteil".

Grüße Daniel

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Marc

Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon Marc » 3. Juli 2007, 19:25

Da ich zuvor immer verloren hatte und mit der Variante über 60 Punkte kam, ist sie also klar besser. ;-)

Oder die andere Ausrede: Im Original ist ND ein elendes Glücksspiel. :-D

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Ralf Arnemann
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Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon Ralf Arnemann » 4. Juli 2007, 09:44

> Da ich zuvor immer verloren hatte und
> mit der Variante über 60 Punkte kam, ...
Ein typischer Fall, wie mit unzulässigen Vergleichen Propaganda gemacht wird!

Du vergleichst hier einen Spielausgang mit einem Punktestand - mit 60 Punkten hat man auch noch lange nicht gewonnen ;-)

> Oder die andere Ausrede: Im Original
> ist ND ein elendes Glücksspiel.
Wenn Du IMMER verlierst, kann das ja wohl kein Zufall sein ...

Wobei ich einen gewissen Glückseinfluß im Originalspiel natürlich nicht abstreiten kann :-)

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Daniel R.
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Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon Daniel R. » 4. Juli 2007, 13:55

Ralf Arnemann schrieb:
>
> Wobei ich einen gewissen Glückseinfluß im Originalspiel
> natürlich nicht abstreiten kann :-)

Selbst mit Variante beträgt dieser immer noch satte 66,66% !

2 von 3 Karten bekommst Du "zufällig" = 2 Drittel Glücksanteil. Wer besser in Mathe ist als ich, darf das gerne noch genauer ausführen ;)

Gruss Daniel

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Ralf Arnemann
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Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon Ralf Arnemann » 4. Juli 2007, 14:06

> 2 von 3 Karten bekommst Du "zufällig"
Das "zufällig" hast Du nicht umsonst in Anführungszeichen geschrieben.
Da diese Karten von den Mitspielern ja gezielt ausgewählt werden, ist das natürlich kein Glücksfaktor im mathematischen Sinne.

Im Prinzip sind die zu werten wie andere Aktionen der Mitspieler auch: Sie sind für Dich zwar nicht planbar, aber sie sind auch nicht zufällig.

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Ralf Arnemann
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Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon Ralf Arnemann » 4. Juli 2007, 14:07

Und noch als Ergänzung:
Umgekehrt kannst Du das Spiel erheblich dadurch beeinflussen, daß Du gewisse Karten weitergibst.
Und zwar möglichst dann, wenn der Mitspieler sie nicht wirklich brauchen kann ...

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Marc

Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon Marc » 4. Juli 2007, 14:14

Ralf Arnemann schrieb:
> Wenn Du IMMER verlierst, kann das ja wohl kein Zufall sein

Blöd, dass ich mal einen schlechten Tag habe und an guten Tagen einfach Pech.
:cool:
...
Hm, ich sollte Unternehmensvorstand werden, da wird diese Ausrede besser bezahlt.:lol:

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Daniel R.
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Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon Daniel R. » 4. Juli 2007, 14:38

Ralf Arnemann schrieb:
>
> Umgekehrt kannst Du das Spiel erheblich dadurch beeinflussen,
> daß Du gewisse Karten weitergibst.
> Und zwar möglichst dann, wenn der Mitspieler sie nicht
> wirklich brauchen kann ...

Ich bin zwar kein Hellseher, dass ich sicher weiss, was er gebrauchen kann und was nicht, aber ein paar gefestigte Annahmen kann man schon machen.
Ich habe einen Mitspieler mal zur Verzweiflung gebracht, in dem ich ihm nach Möglichkeit die gleichen Karten weitergegeben habe, sodass er keine echte Auswahl hatte (mit dem Ergebnis, dass er Notre Dame als "doofes" Spiel empfindet).

Daniel

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Daniel R.
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Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon Daniel R. » 4. Juli 2007, 14:41

Ralf Arnemann schrieb:
>
>
> Im Prinzip sind die zu werten wie andere Aktionen der
> Mitspieler auch: Sie sind für Dich zwar nicht planbar, aber
> sie sind auch nicht zufällig.

Spielmechanisch hast Du recht: Ein Würfelwurf wäre zufällig, die Aktion eines Mitspielers ist hingegen unwägbar.
Der Effekt "mangelnde Kontrolle" bleibt aber derselbe.

Gruss Daniel

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Ralf Arnemann
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Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon Ralf Arnemann » 5. Juli 2007, 09:21

Aber diese Ausrede heißt doch so: "Erst hatte ich kein Glück, dann kam noch Pech dazu!"
Kann man beim Spielen genauso einsetzen wie im Fußball ...

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mayo66
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Re: Kleine Variante zu Notre Dame

Beitragvon mayo66 » 6. Juli 2007, 21:22

> > Wenn Du IMMER verlierst, kann das ja wohl kein Zufall sein
>
> Blöd, dass ich mal einen schlechten Tag habe und an guten
> Tagen einfach Pech.

Hallo Marc!
Du mußt einfach besser würfeln!
Gruß Mario,
der dabei ist, die Variante zu testen, dass man mit zwei Würfeln würfelt und sich einen aussuchen darf.


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