Beitragvon peer » 27. August 2007, 15:19
Hi,
Ich glaube ja, dass Nomic nur als Emailspiel spielbar ist.
Im Prinzip läuft es so: Man hat einen Satz Regeln (z.B. den, den der Autor vorsieht, es gibt mittlerweile aber wohl andere Regelsätze die ein etwas schnelleres Spiel ermöglichen). Dort steht ja eigentlich alles ;-)
Im Autorenset läufts auf folgendes hinaus: Wer dran stellt eine neue Regel, eine Veränderung/Ergänzung einer bestehenden Regel oder eine Ausser-kraft-setzen einer vorhandenen Regel (*) zur Abstimmung. Wird dem zugestimmt, wird alles entsprechend verändert und der nächste ist dran. Je nachdem ob dem Antrag zugestimmt wurde oder nicht, gibt es Punkte.
In der Regel (unbeabsichtigtes Wortspiel) wird man am Anfang den Abstimmungsmodus und/oder die Punktevergabe ändern. Dann hängts wohl von der Gruppe ab, ob eine Spieleendebedingung hinzukommt oder ob die Leute versuchen Logische Paradoxien zu erschaffen. Endet das Spiel nämlich nach der Endebedingung gewinnt der Punktbeste. Aber wer dran ist und nachweisen kann, dass die Regeln wiedersprüchlich sind, hat ebenfalls gewonnen.
(Das kann natürlich alles auch geändert werden).
Das Spiel sieht vor, dass ständig Regeln geändert werden und die Spieler diese neue Regeln in Beziehung setzen können und Widersprüche entdecken. Zusätzlich sollen die auch noch auf irgendein Ziel hinarbeiten. Allein das Regeln-ändern und im Blick behalten ist imho aber wohl eher möglich, wenn jeder genügend Zeit hat und man es als Postspiel spielt. Aus dem Grunde hab ich mein selbstgebasteltes Nomic auch noch nicht wieder angerührt ;-)
ciao
peer
(*) Im Basisset gibt es änderbare und "nicht-änderbare" Regeln. Letztere dürfen nach den Basisregeln nciht geändert werden. D.h. die Spieler müssen die Regeln erst entsprechend ändern, um diese Regeln "angreifen" zu können...