Frage an die Fans von "Triumvirate":
Habt ihr eigentlich kein Problem damit, dass man in diesem Spiel ungestraft und unentdeckt *mogeln* kann, indem man nicht Farbe bekennt?
(Zur Erklärung: Im Unterschied zu gängigen Stichspielen wird die Hand nicht leergespielt, sondern periodisch aufgestockt, so dass man einfach behaupten kann, die später plötzlich doch wieder vorhandene Farbe nachgezogen zu haben.)
Erfinder Travis Worthington scheint dies lediglich als ein *feature* des Spiels zu betrachten (man müsse halt seinen Mitspielern vertrauen, meinte er dazu treuherzig), aber ich sehe hier eher einen "bug", einen handwerklichen Designfehler.
(Ich spiele manchmal auch mit Leuten, die ich nicht so gut kenne, oder mit moralisch noch nicht ganz gefestigten Jugendlichen, und habe einfach keine Lust auf diesen nagenden Dauerzweifel! :roll: )
Wir haben es nun mit folgender Hausregel probiert, und bislang gute Erfahrungen damit gemacht:
Das "Nichtbekennen" wird in Spielsystem und Spielthema integriert.
Regeltechnisch ist es erlaubt, wird aber thematisch als "Verrat" bewertet.
Ein Spieler kann, nachdem der Gegner eine Karte zugespielt hat, verlangen, dessen Hand zu sehen.
Diese Aktion heißt thematisch "Skandal".
Wer dabei Recht behält (weil er zu Unrecht verdächtigt wurde oder weil er zu Recht misstraut hat) darf sofort ein Konsulat in der Farbe seiner Wahl in die Curia Hostilia stellen oder eins von dort entfernen.
Eine "verräterisch" zugespielte Karte muss zurückgenommen und durch eine in der angespielten Farbe ersetzt werden.
Ein "Skandal" kann das Spiel sofort entscheiden, was aber thematisch gar nicht mal so unpassend ist. :-))