Zum Adlung-Spiel Ebbe&Flut ist hier ja bisher auch noch nicht so viel gesagt worden, oder hab ich da was übersehen?
Also hier mein Eindruck nach insgesamt 3 Spielen plus 1 mal die Solitaire-Variante:
Als ich das Spiel zum ersten Mal am Abend nach der Messe auspackte, hab ich es gleich wieder eingepackt. Ich hielt es zunächst für ein albernes Glücksspiel. Auf der Messe sah es interessant aus und ich habs blind gekauft. Das schien zunächst ein Fehler gewesen zu sein.
Als ich dann von Arne Hoffmann hörte, daß er am Sonntag nochmal auf der Messe war und noch viel Spaß mit dem Spiel und Herrn Adlung hatte, hab ich mir die Regeln nochmal angeschaut und stellte fest: Wer (von Beginn an) lesen kann, ist klar im Vorteil!
Nach meiner ersten Solitaire-Runde entpuppte sich das Spiel bereits als wesentlich tiefgängiger und spannender, als es die absolut simplen Regeln erst vermuten lassen!
Mir persönlich war zudem der Spielmechanismus völlig neu. Karten müssen aufeinander zulaufen. Die jeweiligen Startfelder eines Spielers sind gleichzeitig das Zielfelder des Gegenspielers und liegen sich gegenüber. Wer auf einem Zielfeld ankommt, darf die Karte aus dem Spiel nehmen, sie zählt dann als Punkt. Wer am Ende die meisten Punkte hat, hat gewonnen.
Das Interessante dabei: Auf den Karten sind Zahlen und Buchstaben. Der eigene Spielzug beginnt wie gesagt mit dem Auslegen einer neu gezogenen Karte auf eines der Startfelder. Anschließend muss kontrolliert werden, ob in irgendeiner Zeile oder Spalte des Spielfeldes eigene Karten mit der gleichen Zahl oder dem gleichen Buchstaben liegen. Solange dies der Fall ist, müssen die Karten in beliebiger Reihenfolge verschoben werden (immer um ein Feld nach links oder oben, also Richtung Zielfelder), bis es keine gleichen Buchstaben oder Zahlen in den Reihen mehr gibt. Beim Verschieben dürfen auch eigene oder fremde Karten einfach überdeckt werden. Diese sind dann so lange nutzlos, bis sie wieder offengelegt werden.
Man muss also die ganze Zeit versuchen zu planen und im Kopf durchzuspielen, wie und in welcher Reihenfolge man seine Karten strategisch günstig verschiebt und verteilt (Arne meinte, das hätte was von "Rasende Roboter", nur ohne Zeitdruck und ohne Züge zählen).
Tja, das sind eigentlich schon die ganzen Regeln; was soll ich sagen? Dieses Spiel ist ein absolutes Muss für 2 Spieler. Viel Spannung, Spaß und ärgern kann man seinen Gegner auch ;-)
Auch allein kann man prima spielen: Einfach möglichst viele Karten aus dem Spiel kriegen! Solitaire-Reglen liegen bei.
Bis dann,
Ingo