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Frage zu Torres....

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Philip

Frage zu Torres....

Beitragvon Philip » 1. März 2001, 17:01

Hallo Leute!
Weil ich gerade den Text bezüglich "Fürsten von Florenz" gelesen habe, ist mir eingefallen, dass auch bei Torres eine Bauidee (fast) sicher zum Sieg führt - oder kommt mir das nur so vor. Wenn man immer strikt nach oben baut, und auch den Gegner daran hindert sich mit einer Aktionskarte "Gehen sie in ein beliebiges Tor, und kommen sie aus einem beliebigen Tor..." raufzumogeln, kann eigentlich nichts schiefgehen. Und man scheffelt Punkte ohne Ende. Jetzt ist die Frage: Stimmt meine Vermutung, und kann man irgendwie was dagegen machen. Gibt es eine Strategie des Gegners, um voriges zu unterbinden?
Es macht nämlich auch keinen Spass, immer auf die gleiche Strategie zu setzen - und es tut sich dann auch nicht viel auf dem Spielbrett. Es werden dann eifrig Türme in die Höhe gebaut - und alle anderen Spielaktionen (wie das Hüpfen auf fremde Burgen) bleiben eher links liegen....
Philip.

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Ralf Abilgaard

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Ralf Abilgaard » 1. März 2001, 17:35

Wie baust Du denn die Türme immer höher? ohne die Regel zu mißachten, daß keine Burg höher sein kann als ihre Grundfläche? Und wie hinderst Du den Mitspieler am ausspielen seiner Karte?
Grundsätzlich muß man bei derart komplexen Spielen wie Fürsten von Florenz, Torres, etc. sagen, daß es keine sichere Strategie gibt. Wenn man immer wieder mit der selben Masche gewinnt, müssen die Mitspieler ziemlich dämlich sein, denn normaler Weise gibt es ein Mittel gegen alles und sei es nur, beim nächsten Spiel die gleiche Strategie einzuschlagen - dann mußt Du Dir ja auch was neues einfallen lassen.
Gruß,
Ralf

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Philip

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Philip » 2. März 2001, 12:57

Natürlich muss man die Regel auch beachten, und die Grundfläche stetig erweitern. Das hab ich aber schon mal vorausgesetzt und nicht mehr explizit erwähnt. Wie ich den Spieler am Ausspielen der Karte verhindere? Na, man muss immer wieder auf eine abgeschlossene Plattform hinbauen, somit kann der Spieler nicht mehr einfach hochsteigen. Ich gehe also immer einen höher, und schließe dann die Plattform, von der ich gekommen bin auf gleiche Höhe ab. Sicher kann der Mitspieler dann noch immer selber anbauen, und hochkommen....
Sicher hast du Recht, dass es auf jede Strategie die passende Antwort gibt. Aber die Möglichkeit für den Gegner, den gleichen Quatsch zu beginnen, ist sicher nicht die Richtige, da dann nur mehr stur in die Luft gebaut wird. Und so macht´s einfach keinen Spass mehr. Was könnte schöner sein, als die mühsam vom Mitspieler bebaute Burg, als Parasit mitzubewohnen - und damit kräftig seine Punkte mitkassieren..
Philip.

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ferenc

re: Frage zu Torres....

Beitragvon ferenc » 2. März 2001, 13:38

meina strategie dagegen: ich soll bei der naechste wertung ganz hinten stehen, dann darf ich den koenig auf di vom mitspieler gebaute hoechste burg setzen, so das er sie nicht mehr weiter bauen kann, nur wenn er noch einen turm auf die selbe burg baut.

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Chris

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Chris » 2. März 2001, 13:45

Gegentaktik zu dieser Art des Burgenbaus.
Ich gehe mal davon aus, dass du dich immer abwechselnd mit 2 Türmen nach oben schraubst.
Wenn ich erkenne, dass mein Mitspieler so eine Taktik anwendet und mir sein Höhenflug allmählich zu weit geht verbaue ich ihm den Weg nach oben, indem ich auf die freie Fläche der beiden Burgen einfach so viele Etagen anbaue, dass die Differenz der beiden Türme 2 beträgt (immer vorausgesetzt, dass es von der Grundfläche her möglich ist). So kann der Spieler erstmal nicht mehr weiter nach oben steigen, außer er hat eine Aktionskarte, die ihm erlaubt, direkt unter seinen Spielstein eine Ebene zu erhöhen.
Dass ich dabei meine wertvollen Ebenenbausteine verwende hat sich bis jetzt am Ende des Spiels immer noch gelohnt.
Ich hoffe, dass ich die Fragestellung richtig gedeutet habe.
"Gut Spiel"
Chris

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Tobias Lang

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Tobias Lang » 7. März 2001, 11:46

Also :-)
Berechnen wir doch mal die Idee kurz :-)
Wir wollen also immer höher bauen, ohne dass jemand Parasit spielen kann. Das bedeutet ich muss auf das freie Feld neben mir immer einen Ritter neu einsetzen, um es mir frei zu halten. Also bedeutet das pro Zug: Ritter wegsetzen (1), 2 Steine bauen (2), Ritter nach oben bewegen (1) und neuen Ritter einsetzen (2). Macht, glaub ich, 6. Also brauche ich in jedem Zug ne Karte, um eine Aktion per Karte auszuführen. ICh glaube aber, dass diese Taktik mit Karten sehr gut ist. Probiert doch bitte zuhause mal im nächsten Spiel die folgende Sache: In Runde 1 rennt Ihr zur Königsburg, auf der Ihr am Ende der Runde mit 2 Rittern stehen solltet: Einer auf Höhe 1 und einer auf Höhe 3. Die Königsburg aus Runde 1 wird dann die grösste Burg des Spiels (wird sie bei guten Spielern immer). In den folgenden Runden baut Ihr wie oben beschrieben immer höher (paar Karten ziehen zu Beginn).
Ich behaupte: Die Königsburg wird dann mindestens 12 Felder breit und ihr kommt auf Höhe 8-9. Damit zwingt Ihr alle Mitspieler, die gleiche Strategie zu spielen. Wer dort nicht mitzieht ist raus. Schafft es ein Mitspieler mitzuziehen, wird das Spiel natürlich auf den anderen Burgen entschieden. Also sicher ist es nie, aber ich denke beim ersten Mal werdet Ihr alle in Grund und Boden spielen.
Tobias Lang
Deutscher Mannschaftsmeister im Brettspiel 2000
P.S.: Wenn Ihr mal mit mir spielen wollt schaut mal auf
http://www.brettspielwelt.de
vorbei. Dort kann man kostenlos Siedler, Kardinal und König und vieler mehr spielen. Ihr findet mit unter dem Namen TORBEN.

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Michael Andersch

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Michael Andersch » 7. März 2001, 12:06

Zitat: "Die Königsburg aus Runde 1 wird dann die grösste Burg des Spiels (wird sie bei guten Spielern immer)."
Sehe ich nicht so. Oft schaffen es einzelne nicht zur Königsburg hinzulaufen oder haben eine andere Taktik, weshalb sie natürlich versuchen die Königsburg flächenmässig zu begrenzen. Das klappt fasst immer irgendwie, bei uns war die Königsburg (die erste) selten die größte Burg im Spiel. Kann aber auch dran liegen daß wir schlechte Spieler sind.
Michael Andersch
Teilnehmer an der deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel

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Carsten Wesel

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Carsten Wesel » 7. März 2001, 13:35

Gerade bei der Vorausscheidung zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel in Kiel ist es mir aber genau so passiert. Die Königsburg wächst und wächst und alles steigen höher und höher und ich komme irgendwann nicht mehr hinterher. War 'ne ziemlich dumme Lage (meine, nicht die der Burg).
Gruß Carsten (Torres 1 Punkt)
Teamschlechtester bei der Vorausscheidung zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel in Kiel 2oo1

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Stephan Z.

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Stephan Z. » 7. März 2001, 14:20

> Wir wollen also immer höher bauen, ohne dass jemand Parasit spielen
> kann. Das bedeutet ich muss auf das freie Feld neben mir immer
> einen Ritter neu einsetzen, um es mir frei zu halten. Also bedeutet
> das pro Zug: Ritter wegsetzen (1), 2 Steine bauen (2), Ritter nach
> oben bewegen (1) und neuen Ritter einsetzen (2). Macht, glaub ich,
> 6. Also brauche ich in jedem Zug ne Karte, um eine Aktion per Karte
> auszuführen.
Es gibt noch eine weitere Möglichkeiten auf diese Weise Türme höher zu
bekommen:
- Du bist Letzter und wirst mit einem Zug auf der Leiste erster und
kommst damit 2 mal nacheinander dran. Dann kannst Du dir das absichern
sparen.
- Beim ersten mal geht es auch noch ohne absichern
- Wenn du der niedrigste Turm auf der Burg bist mußt du auch nicht
unbedingt absichern
> ICh glaube aber, dass diese Taktik mit Karten sehr gut
> ist.
Sie ist nicht mehr als mittelmäßig und damit kannst Du nur
Nicht-Peiler überrumpeln.
Bei uns haben nach 2 Spielrunden alle dieselbe Strategie versucht und
dann kommt es auf ganz andere Qualitäten an.
Die Strategie funktioniert dann nicht:
- wenn alle dieselbe Strategie spielen :)
- wenn die anderen dich alleine hochbauen lassen und selbst sich bei
einer anderen Burg verbünden.
- Wenn kein Platz für die Königsburg ist
> Beginn). Ich behaupte: Die Königsburg wird dann mindestens 12
> Felder breit und ihr kommt auf Höhe 8-9. Damit zwingt Ihr alle
Vergiß es. Ein guter Königssetzer kann leicht dafür sorgen, daß die
Königsburg nicht größer als 4 - 5 Felder wird.
Viel wichtiger bei dem Spiel ist es überall dabei zu sein, wo was
passiert. Irgendwo alleine hochbauen und du bist letzter.
Desweiteren ist es wichtig den König richtig zu setzten (wenn man
schon letzter ist und ihn setzen darf:).
> Deutscher Mannschaftsmeister im Brettspiel 2000
und Angeber ;-)
Stephan

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Tobias Lang

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Tobias Lang » 7. März 2001, 14:30

Was ist denn ein guter Königssetzer in Runde 1? :-)
Der Angeber von oben.....

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Stephan Z.

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Stephan Z. » 7. März 2001, 15:08

Naja, wenn du sicherstellen kannst, daß Du in deinen Spielrunden immer letzter bist...
Aber selbst wenn die Königsburg beliebig wachsen kann, werden "schlaue" Mitspieler nur an Burgen bauen, für die sei mindestens so viele Punkte bekommen wie Du.
Wenn sie sich zu zweit eine nicht-Königsburg ausbauen bekommen sie zwar nicht die 5 Punkte nach der ersten Phase (5 ist eh fast nichts bei 200-300 Punkten am Ende) gewinnen aber wesentlich mehr dadurch, sich gegenseitig zu helfen - und ein Alleine-stur-Königsburgausbauer kann da halt nicht mithalten...
Stephan

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Tobias Lang

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Tobias Lang » 7. März 2001, 16:00

Also ich bin jetzt mal Spieler 3:
Spieler 1 baut die Königsburg aus, Du baust ne andere Burg aus. Ich kann mir aussuchen wo ich mitmache. Dann verzichte ich besser auf 5 Punkte? Versteh ich nicht....
t.

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Carsten Wesel

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Carsten Wesel » 7. März 2001, 16:12

Du hast deinen Titel vergessen...
SCNR, Carsten (ohne Titel)

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Tobias

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Tobias » 7. März 2001, 16:28

ups :-)
Der mit dem Titel

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Stephan Z.

re: Frage zu Torres....

Beitragvon Stephan Z. » 7. März 2001, 17:53

1. könnte die Burg üngünstig weit weg sein.
2. könnte die Nicht-K-Burg ne gute Aufstiegsmöglichkeit
bieten oder näher sein
3. könnten alle die mit dir auf derselben Burg sind
auch das Hochbauspiel machen.
Es hat sich übrigens bewährt das Hochbauspiel nur bis zur 2. Wertung mitzumachen und danach die anderen alleine hochbauen zu lassen und sich selbst auf andere gute Burgen zu konzentrieren und dann am ende mit der Tunnelkarte irgendwo auf einen der hohen freiwerdenend Plätze zu klettern (am Ende werden auf den ganz hohen Burgen fast zwangsläufig relativ hohe Plätze frei, die für alle anderen uninteressant sind, da sie selbst gleichhoch sind).
Dann hat man die "geschenkten" Punkte durch den freigewordenen Platz und die selbsterbauten ... das gibt guten Vorsprung.
Uns selbst ist Torres inzwischen langweilig, weil die Spiele jetzt einfach immer alle gleich ablaufen... die Masterkarten bringen wieder deutlich mehr abwechslung rein...
Stephan


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