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Liebe Verlage...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Markus Barnick

Liebe Verlage...

Beitragvon Markus Barnick » 5. April 2001, 19:31

Was muss man konkret tun, damit ein Spiel bei euch angenommen wird, bwz. was muss man tun, damit es abgelehnt wird?
* Reicht es, wenn man nicht Knizia, Teuber, Kramer, Rosenberg etc.. heißt?
* Was, wenn das Spiel zu gut ist, aber leider nicht so, daß es Frauen kaufen? (dies ist ein Punkt, den ein uns allen bekannter und geschätzter Kleinstverlag allen Ernstes genannt hat / die Frauen schauen nämlich angeblich vor allem auf die Optik des Spieles. SIE kaufen die Spiele. Nicht die Männer. So jedenfalls nach irgendwelchen Erhebungen und Marktforschungen.)
* Reicht es, wenn man aus einem Spielebuch eine Variante zu Romme / Mau Mau / Chef & Arsch raussucht, ein paar Sonderkarten reinmischt und das ganze dann als neues Spiel verkauft, wie auch schon öfter, z.B. bei Amigo u.a. geschehen?
* Hintergrund meiner Frage: Ich habe schon ein paarmal einige Spiele gesehen, die ein Autor einem oder mehreren von euch auf der Messe vorgestellt hat (bzw. war dabei) und die den Eindruck von mindestens "spielbar" bis "gut" machten, die ich aber nie im Handel gesehen habe. Manche sollen sogar in Schubladen bei Verlagen ruhen, wärend minderwertigere Spiele dauernd verkauft werden.
* Machen Verlage mit minderwertigen Spielen eigentlich viel Gewinn?
* Welche Kriterien zählen eigentlich dazu, ob es sich ein Verlag überlegt, ein Spiel herauszubringen?
* Welche Kriterien zählen dazu, ob ein Verlag ein Spiel für wirtschaftlich hält? (siehe der Punkt mit den Frauen).
Markus
(ein bisschen gekränkt und verwundert)

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Günter Cornett

re: Liebe Verlage...

Beitragvon Günter Cornett » 6. April 2001, 00:38

Hallo Markus,
Antworten auf einen Teil deiner Fragen findest du sicher auf der Spieleautorenseite: http://www.spieleautorenseite.de/verlage/index.html
Gruß, Günter

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Ralph Hänsel

re: Liebe Verlage...

Beitragvon Ralph Hänsel » 6. April 2001, 13:15

Hi,
soviel hab' ich schon mit Verlagen gearbeitet, dass ich Dir folgendes sagen kann:
> * Reicht es, wenn man nicht Knizia, Teuber, Kramer,
> Rosenberg etc.. heißt?
MAn muss keinen bekannten Namen haben, aber es hilft! PRototypen von erfolgreichen Autoren werden natürlich bevorzugt - Du probierst ja sicher auch lieber zuerst den neuen Kramer, statt des neuen SChlumpfis, oder...?!
> * Was, wenn das Spiel zu gut ist, aber leider nicht
> so, daß es Frauen kaufen? (dies ist ein Punkt, den
> ein uns allen bekannter und geschätzter...
Also ZU GUT kann ein Spiel ja nicht sein, vielleicht zu komplex, mit zu langer Spieldauer usw. - dann passts halt nicht zu diesem und jenem Verlag (wenn Du PEch hast, passts sogar grad allgemein nicht - vom Trend her). Für Verlage gehts nur um eins: Glauben die das sie mit dem Spiel dicke Kohle verdienen können?
> SIE kaufen die Spiele. Nicht die Männer. So
> jedenfalls nach irgendwelchen Erhebungen und
> Marktforschungen.)
Gut, Spiele werden sehr oft für Geschenkzwecke gekauft und die werden nun mal von Frauen gekauft! TRotzdem kommts drauf an, welche Art von Spielen - die eher anspruchsvollen werden auch viel für sich selbst gekauft (von Männern)...
> * Reicht es, wenn man aus einem Spielebuch eine
> Variante zu Romme / Mau Mau / Chef & Arsch
> raussucht, ein paar Sonderkarten reinmischt und das
> ganze dann als neues Spiel verkauft, wie auch schon
> öfter, z.B. bei Amigo u.a. geschehen?
Wenns Spass macht, warum nicht? Ein Spiel muss in erster Linie Spass machen, also was soll's... Die Verlage müssen selber wissen, wofür sie ihr Geld ausgeben (und das ist halt manchmal nur für die gute Produktidee und nicht für eine originäre Erfindung)
> * Machen Verlage mit minderwertigen Spielen
> eigentlich viel Gewinn?
Kommt auf den BEtrachter an - was ist minderwertig? Ich finde z.B. HERR DER RINGE für minderwertig + schlecht + mies +... wie steh's mit Dir? MErke: Ein schlehtes Spiel ist eines das sich nicht verkauft bzw. den Leuten keinen Spass macht! (und sowas ist total subjektiv)
> * Welche Kriterien zählen eigentlich dazu, ob es
> sich ein Verlag überlegt, ein Spiel herauszubringen?
> * Welche Kriterien zählen dazu, ob ein Verlag ein
> Spiel für wirtschaftlich hält? (siehe der Punkt mit
> den Frauen).
DIe Spezialisten für PRoduktentwicklung & MArketing meinen mit diesem oder jenem Spiel viel Geld verdienen zu können oder einem Konkurrenten Kunden wegnehmen zu können (wir wollen auch ein Quiz-Spiel...) usw.
MErke: Es ist auch viel Glück im Spiel, um ein Spiel bei einem Verlag unterzubringen! Da muss man oft nur mit dem richtigen Spiel zur richtigen Zeit beim richtigen Verlag sein... (egal ob das Spiel "gut" ist) und bekannte/erfolgreiche Autoren haben#s da natürlich auch etwas leichter... :o)
Ralph


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