Beitragvon Günter Cornett » 16. April 2001, 03:16
Hallo Günter,
Rick Heli verwendet in seinem Ballon-Wettrennen 'balmy balloonists' den gleichen Mechanismus wie Hartmut Kommerell in 'Die Seidenstrasse': Die Karte, die man für sich ausspielt, legt man vor sich ab. Spätestens wenn man 3 Karten vor sich liegen hat, muss man eine dieser Karten auf einen Mitspieler auspielen.
Mit Hilfe dieser Karten kann man seinen eigenen (oder einen fremden) Ballon steigen bzw. fallen lassen, was Folgen für das Vorwärts-(bzw.Rückwärts-)kommen hat.
In den unterschiedlichen Höhen herrschen unterschiedliche Windverhältnisse. Z.T. wird man durch eine solche Karte auf eine andere Flugbahn versetzt, wo wiederum andere Windverhältnisse herrschen. Im Extremfall verschlägt es einen ins zu meidende Polarhoch oder in die ebenso ungeliebte äquatoriale Tiefdruckrinne.
Ausserdem gibt es einige Gebirge, Flugverbotszonen und Sonderkarten. Auch hat man für seine Manöver nur einen begrenzten Vorrat an Gas, Treibstoff und Ballast.
Die Spielzüge lassen sich nicht im einzelnen vorrausberechnen. Doch habe ich (nach einer Partie) den Eindruck, dass 'balmy balloonists' besser planbar ist als 'Die Seidenstrasse'.
Die Spieldauer ist wohl meist länger als die angegebenen 90 Minuten (meiner Meinung nach zu lang für ein Rennspiel). Wir hatten eine Kurzversion in einer guten Stunde gespielt und es hat selbst dem gefallen, der weit abgeschlagen zurück lag. Das lag sicher auch an dem grossen Ärgerfaktor.
Vielleicht läßt sich 'balmy balloonists' auch kooperativer spielen, aber ich glaube nicht, dass das in der Intention des Autors liegt ;-)
Gruß, Günter Cornett