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Cross City

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Franz Schubert

Cross City

Beitragvon Franz Schubert » 20. Mai 2001, 00:59

Hallo
Es geht um Cross City von R. Ehm. Nach durchlesen der Regel war ich etwas verwirrt, ist das ganze ein ständiges Durcheinander oder ist die Regel nur schlecht geschrieben ?. Gibt es eine FAQ oder eine Homepage zum Spiel, und, lohnt es sich ,das Spiel auszuprobieren ? was meint ihr ?
Franz

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Sönke Weidemann
Kennerspieler
Beiträge: 531

re: Cross City

Beitragvon Sönke Weidemann » 20. Mai 2001, 12:15

Hallo Franz!
Die Regel von Cross City ist einfach nur grauenvoll konzipiert, das Spiel selbst hat zwar massenhaft Regeldetails, ist aber an sich sehr einfach. Wenn sich einer die Mühe gemacht hat, das Regelwerk zu durchforsten, kann er den Mitspielern so gut wie alles im Spielverlauf erklären.
Über das Spiel kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Die Pöppel-revue hat´s damals zerrissen, auch im Spielearchiv hat es kaum Gnade gefunden. In unseren Spielrunden jedoch - die sich ansonsten gerne mit taktisch anspruchsvollen Spielen beschäftigt - kommt dieses 100%tig glücksabhängige Spiel immer wieder auf den Tisch.
Warum das? Nun, zunächst muß man sich natürlich erstmal darauf einlassen, einen Abend ohne großartige taktische Rafinessen verbringen zu wollen. 2,5 - 3 Stunden sollte man sich Zeit dafür nehmen und einfach drauf los würfeln. Über den Monopoly-artigen Ansatz hinaus bietet das Spiel eine dichte Wild-West-Atmosphäre: Da wird in Saloons beim Pokern betrogen und schon mal die ganze Einrichtung zerlegt, gebadet wird in Stiefeln und mit Zigarre, man kann nach Gold buddeln oder ganz ehrlich auf der Farm arbeiten. Hin und wieder werden unbescholtene Bürger auf offener Straße überfallen, weit häufiger werden aber Postkutsche und -Station ausgeraubt. Der Bürgermeister muß sich hier zurückhalten, es sei denn, es gelingt ihm, unerkannt zu entkommen.
Solche Taten rufen natürlich den Sheriff auf den Plan, es sei denn, er liegt mal wieder betrunken in seinem Büro. Ist er jedoch nüchtern, ist er ein Meister seines Faches, ebenso wie seine Deputies, und gemeinsam verfolgen sie die Missetäter. Bald darauf füllt sich der Friedhof mit Holzkreuzen, der Totengräber reibt sich die Hände und ein gefallener Gesetzeshüter wird im Saloon angemessen betrauert.
Diese vielen Details machen den Reiz des Spieles aus. Obwohl man sicherlich die Wahl hat, ein eher ruhiges Leben zu führen oder ein waschechter Desperado zu werden, sollte jedoch klar sein, daß Glück zum Erfolg führt.
Vielleicht hilft Dir das ja ein wenig bei Deiner Entscheidung.
Gruß Sönke

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Attila
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Beiträge: 4715

re: Cross City

Beitragvon Attila » 20. Mai 2001, 14:06

Hi Franz,
Die Regeln sind mehr als bescheiden. Wir haben gut 1:30h gebraucht um uns soweit dur zu kaempfen das wir eine Partie beginnen konnten. Viele Dinge bleiben in den Regeln ungeklaert und wir mussten uns spontan Hausregeln einfallen lassen. Das ist bei diesem Spiel zum Glueck nicht besonders schwierig.
Das Spiel ist zwar keine taktische Herrausforderung und der glueckfaktor ist sehr hoch, aber da man nie ausscheiden kann und immer (mit etwas Glueck) an eine Menge Kohle kommen kann, hat es in unserer Spielrunde allen Mitspielern einen Heidenspass gemacht.
Gruss
Atti


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