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Mutabohn: Erster Eindruck

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Michael Andersch

Mutabohn: Erster Eindruck

Beitragvon Michael Andersch » 17. Oktober 2001, 08:15

Hallo,

allen Nicht-nach-Essen-Könnern (wie ich einer bin) möchte ich nicht versäumen, die Übergangszeit mit einem Eindruck meiner gestrigen ersten Partie von Mutabohn zu versuessen  :

1)
Es gibt einen interessanten neuen Mechanismus: Bohnenfelder müssen nicht mehr sortenrein gebaut werden, auch die nächstschlechtere Bohnensorte darf jetzt mit angebaut werden, wobei dann deren Bohnometer gilt und auch nicht mehr auf die „Grundsorte“ zurückgewechselt werden darf. Allerdings darf wiederum die nächstschlechtere Sorte usw. angebaut werden. Das erfordert am Anfang ein ziemliches Umdenken, ist aber ganz witzig.
2)
Die Gen-Codes: Das sind Kartenanordnungen auf einem Bohnenacker, die einer gewissen Vorgabe entsprechen. Diese werden von neuen Karten vorgegeben, von denen man immer zwei auf der Hand hat. Kann man eine Kombination erfüllen bekommt man „Bohnenpfennige“, die 0,3 bis 0,7 Bohnentalern entsprechen. Während sich dies sehr interessant liest war es bei uns meist nur ein Zubrot. Obwohl ich am Angang auch auf diese Kombinationen hingearbeitet hatte sind sie in ihrer Gewichtigkeit dermassen bescheiden, dass es deutlich lukrativer ist Gen-Codes Gen-Codes sein zu lassen und auf herkömmliche Art (unter Berücksichtigung von Pkt. 1) auf den Bohnenfeldern einen möglichst hohen Durchsatz zu erzielen.
Mit der Taktik habe ich auch gewinnen können (28 Taler 50, davon 2 Taler 50 aus erfüllten Gen-Codes).
3)
Es ist nicht erlaubt, einen 3. Acker zu bauen
4)
Anfangs muß man 2 und darf 3 Handkarten anbauen. Wer nicht mindestens 2 Karten bauen kann muß Strafe zahlen!
5)
Die Spieldauer war mit 90 Minuten doch recht lang. Aufgrund eines anderen Ende-Kriteriums haben wir den Stapel gut 10mal durchgespielt (wobei am Ende von einem „Stapel“ eigentlich nicht mehr die Rede sein konnte), was – verbunden mit der aufgrund des anfangs ungewohnten neuen Mechanismus und der Tatsache, dass man nun deutlich mehr Möglichkeiten ins Spiel einbeziehen muss – die lange Spieldauer begründet hat.

Fazit:
Witzige Idee, aber streckenweise ein wenig zäh, und meiner Meinung nach im Vergleich zu High Bohn die schlechtere Erweiterung (absolut gesehen aber durchaus spielenswert!).
Für mich ein bisschen wie La Isla Bohnita: Sehr interessant, aber mit deutlich weniger „Leichtigkeit“ als das Grundspiel, weswegen ich diese Erweiterungen sicher nicht in jede Partie Bohnaza einflechten werde.

Mutierte Grüße,
Micha

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Sven Weiss

Re: Mutabohn: Erster Eindruck

Beitragvon Sven Weiss » 17. Oktober 2001, 11:15

Klingt erstmal sehr interessant. Bei Bohnanza allerdings haben für mich die Erweiterungen noch nie so viel Sinn gemacht. Das Schöne an dem Spiel ist ja die einfach Mechanik. Das künstlich mit Inseln, Mutationen, Westernstädten, o.ä. aufzubauschen, nimmt dem Spiel ja gerade diese Einfachheit. Und damit auch ein wenig den Charme, oder die "Leichtigkeit", wie Du ja selbst schon sagst. Deshalb bleibt die Grundversion wahrscheinlich weiterhin mein Favorit.
So, ich muss mich jetzt beruflich mit Mutationen beschäftigen. Das reicht erstmal. :-)

Viele Grüsse

Sven

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Ingo Kasprzak

Re: Mutabohn: Erster Eindruck

Beitragvon Ingo Kasprzak » 18. Oktober 2001, 07:45

Hi Sven!

Aber gerade High Bohn passt meiner Meinung nach erstaunlich gut ins Spiel. Man merkt fasst gar nicht, dass es sich um eine Erweiterung handelt und nicht immer schon so gedacht war.
Oder um es wie Michael zu sagen: HIgh Bohn nimmt dem Spiel nicht die Leichtigkeit.

Ciao, Ingo

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Michael Andersch

Re: Mutabohn: Erster Eindruck

Beitragvon Michael Andersch » 18. Oktober 2001, 08:51

Hallo Ingo,

stimmt. High Bohn und Bohnissima (www.das-leinhaus.de) sind meiner Meinung nach Erweiterungen, die sich gut in das Grundspiel einpassen.
Der Ausdruck mit der Leichtigkeit stammt allerdings ursprünglich nicht von mir, sondern ist eine Regelpassage von "Mutabohn".

Viele Grüße,
Micha (leichter Junge)

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Sven Weiss

Re: Mutabohn: Erster Eindruck

Beitragvon Sven Weiss » 18. Oktober 2001, 11:26

Stimmt. High Bohn finde ich auch noch recht gut. Während ich mit La Isla Bohnita z.B. gar nichts anfangen konnte. Aber danke für den Tipp mit Bohnissima. Das werde ich ausprobieren. :-)

Sven

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Carsten Wesel

Re: Mutabohn: Erster Eindruck

Beitragvon Carsten Wesel » 22. Oktober 2001, 10:42

Michael Andersch schrieb:
>
> Das erfordert am Anfang ein ziemliches Umdenken, ist aber
> ganz witzig.

Eben: "ganz witzig", aber mehr auch nicht.


> Die Gen-Codes: dass es deutlich
> lukrativer ist Gen-Codes Gen-Codes sein zu lassen und auf
> herkömmliche Art (unter Berücksichtigung von Pkt. 1) auf den
> Bohnenfeldern einen möglichst hohen Durchsatz zu erzielen.

Ich habe irgendwie beides nicht geschafft. Während andere in unseren Runden eine Gen-Karte nach der anderen erfüllen konnten, habe ich es auf durchschnittlich auf 2 gebracht. Viele Punkte gab es dafür dann nicht.


> Die Spieldauer war mit 90 Minuten doch recht lang.

Wobei man ja auch das Bohnanza-Ende wählen kann, so daß dann nach 3x Stapel das Spiel beendet ist.


> Witzige Idee, aber streckenweise ein wenig zäh, und meiner
> Meinung nach im Vergleich zu High Bohn die schlechtere
> Erweiterung (absolut gesehen aber durchaus spielenswert!).

Ich würde High Bohn auch auf jeden Fall dem Mutabohn vorziehen, die passt einfach.

Gruß Carsten (nimmt 3 Mutabohn nach Australien mit)

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Stefanie

[OT]: Mutabohn -> Australien

Beitragvon Stefanie » 22. Oktober 2001, 11:41

Carsten Wesel schrieb:

>
> Gruß Carsten (nimmt 3 Mutabohn nach Australien mit)

Das finde ich jetzt sehr beruhigend! ;-)

Cheers,
Stefi

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HBS

Re: [OT]: Mutabohn -> Australien

Beitragvon HBS » 24. Oktober 2001, 02:45

Stefanie schrieb:
>
> Carsten Wesel schrieb:
> > Gruß Carsten (nimmt 3 Mutabohn nach Australien mit)
>
> Das finde ich jetzt sehr beruhigend! ;-)

und ich schicke eins... da gibt's nämlich in Sydney auch zwei Fans, falls Du mal nach NSW kommst... ;-)

Gruß to the land of Oz,
Hanna


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