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PEEP: Hive

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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erik

PEEP: Hive

Beitragvon erik » 24. Mai 2002, 23:39

Moin Mitspieler,

und weils gerade so schön läuft, piepe ich noch mal.

Hive ist ein Spiel für zwei. Jeder der Spieler kontrolliert eine Ansammlung von Insekten: Spinnen, Ameisen, Heuschrecken, Käfer und (als zentrale Figur) die Bienenkönigin gehören (in unterschiedlicher Anzahl) jeweils zu einem Satz von insgesamt 11 Figuren. Die Figuren sind dabei als 6-eckige Holzklötzchen gestaltet, die somit wabenförmig aneinander gelegt werden können.

Und los gehts: wer am Zug ist, hat zunächst mal nur eine Zugmöglichkeit: ein eigenes Insekt ins Spiel zu bringen. Der erste legt seins halt auf den Tisch, der zweite ein eigenes an das bereits liegende an. Ab dann können weitere Insekten angelegt werden, wobei von nun an und für den Rest des Spiels gilt: eigene Insekten können nur ins Spiel gebracht werden, wenn sie ausschliesslich an andere eigene Insekten grenzen. Spätestens mit dem vierten Zug muss die Biene eingesetzt werden.

Ab dann steht neben dem Einsetzen eine weitere Zugmöglichkeit zur Verfügung: das Bewegen von bereits eingesetzten Insekten. Das Bewegen von Insekten ist an mehrere Bedingungen geknüpft: zum einen darf der bestehende Schwarm (daher der Name: Hive (engl.) = Schwarm (dt.)) auch kurzfristig nicht aufgelöst werden: alle gelegten Insekten bleiben immer im Kontakt. Zum anderen gelten für jedes Insekt bestimmte spezifische Bewegungsregeln- die fleissige Ameise kann so weit laufen, wie sie will, aber immer am Rand lang. Der Käfer kann (als einziges Insekt) auf andere Insekten krabbeln ist aber sonst lahm. Und die Heuschrecke bewegt sich nur springenderweise über andere Insekten hinweg.

Ziel des ganzen ist es, die gegnerische Biene mit 6 Insekten (sowohl eigene als auch gegnerische) komplett zu umrunden-und natürlich verhindern, dass das mit der eigenen zu erst passiert.

Hive bietet sicherlich viele Möglichkeiten, die sich nach ein paar Spielen noch nicht erschliessen. Bisher zeichnen sich für mich zwar strategische Tipps aber noch keine Siegstrategien ab-geben mag es sie (oder muss, da das Glück in diesem Spiel keine Rolle spielt-ausser das, was der Mitspieler einem denn als Steilvorlage liefert). Man kann Hive aber auch, mit viel Spass, aus dem Bauch heraus angehen und ein erfülltes Spielerlebnis haben und besser werden: eine Qualität, die auf jeden Fall für das Spiel spricht und es für mich sowohl vom Spass als auch vom Anspruch auf eine Ebene mit zB "Minarett" stellt.

Nach so viel Licht auch mal ein wenig Schatten. Da wäre einmal die Gestaltung der Spielfiguren. Funktionale, griffige, sechseckige Holzkötzchen, soweit ok. Die sind mit Metallicfolie beklebt, auf denen die Insekten abgebildet sind. Die Insekten sehen für jeden Spieler gleich aus, lediglich der Folienhintergrund ist unterschiedlich: entweder silbern oder blau-metallic. Und das ist unter abendspieltischüblichen Beleuchtungsverhältnissen manchmal schwer zu unterscheiden. Hier hülfe die Umrandung der Insektenfolie mit dunklem Stift (für mich ein Sakrileg); unterschiedliche Holzfarbe oder andere eindeutige Unterscheidung schon in der Herstellung wären sicher besser als die Eigenverunstaltung.
Auch die sonstige Schachtelgestaltung (in metallic mit computerkonstruiert wirkenden Grafiken) passt zwar zum Spielmaterial wirkt aber für nicht eingeweihte möglicherweise abschreckend.

Momentan ist der Preis (als Importspiel von Teuerpfundland) recht hoch und die Regel nur in Englisch verfügbar. Da das Spiel aber auf der Messe Essen (habe ich schon erwähnt, dass ich dieses Jahr nicht dabei sein kann :-( aber aus freudigem Anlass :-) ) vorgestellt werden soll, sind diese beiden Probleme sicher bis dahin nicht mehr so drückend.

9/10 vergebe ich derzeit mal (nach ca. 10 Partien, davon nur 4 gewonnen).

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit,

Erik

PS: ich bin weder verwandt noch verschwägert noch sonst irgendwie an dem Erfolg dieses Spiels beteiligt. Nach meinen bisherigen Erfahrungen gönne ich es ihm halt einfach, deshalb der Verweis auf die Webseite.

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Johannes Halbig

Re: PEEP: Hive

Beitragvon Johannes Halbig » 25. Mai 2002, 11:05

Ich finde das Spiel von der Idee her auch recht interessant. Allerdings hat sich bei uns sehr schnell die Strategie herausgebildet möglichst schnell die gegnerische Biene mit einem Käfer lahmzulegen. Diese Strategie schränkt die weiteren Möglichkeiten dann doch sehr ein. Irgendwie müßte es eine Möglichkeit geben, dass die Biene von so einer Blockade auch wieder befreit werden kann.
Mit spielerischen Grüßen
Johannes

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erik

RE: PEEP: Hive

Beitragvon erik » 27. Mai 2002, 00:42

Hallo Johannes,

das ist bei uns auch passiert, aber nur so ca. 2 mal. Das Problem ist, dass diese Strategie lahm ist: es braucht wenigstens drei Züge, um den eigenen Käfer auf die Fremdbiene zu bringen. In der Zeit ist die gegnerische Biene schon halb eingemauert... Ich werde demnächst mal probieren, die "Käferstrategie" anzukündigen und mal sehen, was mein Mitspieler dann in Reserve hat.

Viel Spass noch,

Erik


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