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Extremvielspieler -> lieber mehr Glücksanteil

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Ulrich Schumacher

Extremvielspieler -> lieber mehr Glücksanteil

Beitragvon Ulrich Schumacher » 7. Juni 2002, 06:36

Hallo!

Ich stelle einmal folgende gewagte These auf:
Wenn ich ein sehr schönes, komplexes und mit sehr wenig Glücksanteilen behaftetes Spiel gefunden habe und dazu auch noch die Gelegenheit habe, es sehr häufig zu spielen, dann finde ich vielleicht auch Gewinnstrategien, mit denen ich die meisten Spiele gewinne. Bleiben mir dann nicht nur noch zwei Alternativen?
Erstens suche ich mir absolut gleichwertige Mitspieler, die genauso erfahren sind wie ich und mir etwas entgegensetzen können. Das kann allerdings auch eine langwierige Suche sein.
Oder zweitens habe ich mich am Spiel "sattgespielt" und greife nun im Gegenzug lieber wieder zu Spielen, bei denen ich selbst bei scheinbar optimaler Spielweise hin und wieder nicht gewinne, weil mir das Glück nun mal nicht hold war. Dadurch werden Siege wieder etwas Besonderes.

Aber vielleicht hilft es, nicht das neue Spiel 20mal hintereinander zu spielen, bis ich "der Beste" bin, sondern inzwischen mal den Spieleschrank nach verstaubten Exemplaren zu durchwühlen.


Grüße

Uli (Wenigspieler; kennt also obiges Problem gar nicht)

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Michael Andersch

Re: Extremvielspieler -> lieber mehr Glücksanteil

Beitragvon Michael Andersch » 7. Juni 2002, 07:52

Ulrich Schumacher schrieb:
>
> Ich stelle einmal folgende gewagte These auf:

So gewagt finde ich die gar nicht.

Bei uns ist es nicht nur einmal vorgekommen, dass ein Spiel nicht gespielt wurde weil 3 Leute es gut, der vierte aber noch gar nicht kannte und (vermutlich trotz aller guten Tips die er während des Spiels sicherlich erhalten hätte) deswegen keine Chance gehabt hätte.
Einfach, weil die 3 anderen adäquate Gegner haben wollten.

Das ist natürlich die Ausnahme, aber vorgekommen ist es schon.

Viele Grüße,
Micha

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Extremvielspieler -> lieber mehr Glücksanteil

Beitragvon Attila » 7. Juni 2002, 21:51

Hiho,

Wenn du Schach spielst, wird es dir nicht sehr schwer fallen gleichwertige oder bessere Spieler zu finden. :-)

Und sattspielen kann man sich da nur wenn man Vereinsmeisterschaft, Jugend, Mannschaft, Bezirksmeisterschaft, Bezirks-Pokalmeisterschaft, 4er-Pokal, 4er-Jugend (Pokal) und alle Blitzturniere die in 50km Entfernung anstehen mitspielt. - Alles andere ist unbedenklich ! :-)

Ansonsten sehe ich hier kein Problem darin. In unserem Spielekreis gibt es nicht "den" Gewinner - es mag einer ein paar Spiele hintereinandern Gewinnen, aber dann ist ein anderer mit Gewinnen dran - die "killer strategie" wird hier recht schnell "gekillt" ! :-)

Atti

Atti

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Roman Pelek

Re: Extremvielspieler -> lieber mehr Glücksanteil

Beitragvon Roman Pelek » 8. Juni 2002, 23:59

Hi Uli,

Ulrich Schumacher schrieb:
>
> Hallo!
>
> Ich stelle einmal folgende gewagte These auf:
> Wenn ich ein sehr schönes, komplexes und mit sehr wenig
> Glücksanteilen behaftetes Spiel gefunden habe und dazu auch
> noch die Gelegenheit habe, es sehr häufig zu spielen, dann
> finde ich vielleicht auch Gewinnstrategien, mit denen ich die
> meisten Spiele gewinne. Bleiben mir dann nicht nur noch zwei
> Alternativen?
> Erstens suche ich mir absolut gleichwertige Mitspieler, die
> genauso erfahren sind wie ich und mir etwas entgegensetzen
> können. Das kann allerdings auch eine langwierige Suche sein.

Eine reizvolle Variante, mit Sicherheit. Aber solange willige Mitspieler exisitieren und das Gewinnen immer noch Konzentration erfordert und einen in Entscheidungskonflikte stürzt - kein Problem. Der Spielreiz muss halt für alle gegeben sein.

> Oder zweitens habe ich mich am Spiel "sattgespielt" und
> greife nun im Gegenzug lieber wieder zu Spielen, bei denen
> ich selbst bei scheinbar optimaler Spielweise hin und wieder
> nicht gewinne, weil mir das Glück nun mal nicht hold war.
> Dadurch werden Siege wieder etwas Besonderes.

Kurze, knackige Spiele mit ordentlich Fun, Gaudi und Glück - gerne. Lange, anstrengende Planung, bei der letztlich das Glück entscheidet? Nein. Letzteres frustriert ungeübte Mitspieler, weil sie mit der Planung hadern und Vielspieler, weil sie sich fragen, wozu sie Strategien entwickeln. Viele ältere Spiele weisen diese Eigenschaft auf, aber der Trend geht - für meinen Geschmack im positiven Sinne - etwas mehr weg davon.

> Aber vielleicht hilft es, nicht das neue Spiel 20mal
> hintereinander zu spielen, bis ich "der Beste" bin, sondern
> inzwischen mal den Spieleschrank nach verstaubten Exemplaren
> zu durchwühlen.

Es kommt darauf an, was Du willst. Mal ein Spiel ausreizen, weil es Dir Spaß bringt oder immer wieder ins Ungewisse starten. Ich mag beides und verfahre bzgl. erstgenanntem nur mit einer Handvoll Spiele, von denen ich denke, dass es sich lohnt. Im Zweifelsfall abhängig von der Laune der aktuellen Spielerunde.

Ciao,
Roman


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