Beitragvon Kathrin Nos » 9. Oktober 2002, 10:37
Hi,
"Jürgen Simon" hat am 09.10.2002 geschrieben:
> Derjenige der einen neuen Spielmechanismus erfindet, der
> gut greift und Spass macht, steht auf der Erfolgsseite:-)
Das ist ja wohl eine Trivial-Aussage!
Ob das Fabian hilft?
"Twob" hat am 08.10.2002 geschrieben:
> Mich interessiert sowohl die Entwicklung als auch
> der Ablauf von Spielen, wobei mich vor allem fasziniert,
> was ein intelligentes und spaßiges Spiel ausmacht, wie man
> als Spieler den Zugang findet und Strategien ausbildet.
Für mich macht ein intelligentes und spassiges Spiel aus, dass es verschiedene Möglichkeiten besitzt, Einfluss zu nehmen und strategische und taktische Entscheidungen zu treffen. Ein sehr gutes Beispiel ist natürlich Puerto Rico (PR) - lies mal (mit etwas Musse, weil es mittlerweile so viele sind ;-) ) die vielfältigen Diskussionen über Siegstrategien - und die meisten funktionieren. Diese Vielschichtigkeit macht einen sehr grossen Reiz von PR aus. Ein schlechtes Spiel ist eines, bei dem man 'gespielt' wird, wo man also so wenige Entscheidungsmöglichkeiten hat, dass man sozusagen den Sieg (oder die Niederlage) nicht oder nicht genügend in der eigenen Hand hat, und die immer nach dem gleichen Schema ablaufen.
> Obwohl jedes Spiel ( mehr oder weniger :) unterschiedlich
> ist, finden erfahrene Spieler schneller einen Zugang zu
> Neuheiten als Gelegenheitsspieler, man lernt also mit der
> Zeit gewisse Mechanismen.
Ich glaube, das ist einfach die Sache, dass Vielspieler viel mehr daran gewöhnt sind, neue Regeln zu lernen, und Strategien zu übertragen. Auch das Regellesen, -erklären, -interpretieren und -verstehen ist eine ziemliche Übungssache, finde ich. Darüber gibt es hier schon relativ viele Threads, daher schlage ich Dir vor, einfach mal ein wenig im Archiv zu schmökern.
> Deswegen suche ich nach den
> Zusammenhängen, die einen "guten" Spieler ausmachen, und
> inwiefern sich dies überhaupt verallgemeinern läßt. Gibt es
> Spielertypen?
Sicher! Ich persönlich würde das ein bisschen daran festmachen, wie ernst und verbissen jemand das Spielen nimmt. Ich persönlich mag halt lieber eine lockere Herangehensweise, die den Spass am Spielen nicht dem unbedingten Sieggedanken unterordnen. Zum Glück teilen dies die allermeisten Mitspieler, die ich kenne :-) .
> Ich finde diese Thematik faszinierend und
> wüßte daher gerne, ob es Erfahrungsberichte gibt, wie man
> "spielen lernt".
Jetzt auch von mir eine Trivialaussage ;-) - Spielen lernt man durch Spielen! Ich spiele ja nicht, weil ich eine gute Spielerin werden will und eine gute Siegquote haben will, sondern weil es mir Spass macht, und es mir gefällt, in die Themen einzutauchen, mir geschickte Taktiken und Strategien auszudenken etc.
Alles Gute wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin