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Spielen an Grundschulen

Allgemeine Spiele-Themen
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Sascha 36

Spielen an Grundschulen

Beitragvon Sascha 36 » 22. Februar 2014, 12:52

Dieser Thread richtet sich an Lehrer und Erzieher in Grundschulen, hier kann man seine Brettspiel Projekte vorstellen , sich austauschen und fachsimpeln.

Was für Spiele kommen auf den Tisch ?

Talisman ( die Kinder lieben Phantasie und sind komplett bei der Sache )
Concept ( vielleicht der größte Hit momentan, Begriffe anhand von Symbolen zu erklären stellt die Kinder vor tolle Herausforderungen und mit tollen Erklärversuchen Meistern sie auch solche )
Love letter ( nach anfänglichen Schwierigkeiten, mittlerweile ein sehr beliebtes Spiel )
Dobble ( schnelles zuordnen, schnell reagieren, eins der meist ausgeliehenen Spiele bei uns )
Rollenspiel 1w6 Freunde ( ganz neues Spielvergnügen, die Kinder lassen sich voll drauf ein, die ersten Fälle wurden auch schon gelöst . Spielleiter mache ich da es sonst noch zu schwer wäre und man so das Spiel besser moderieren kann )
Ansonsten : Zug um Zug, Siedler von Catan, Bohnanza, zack und Pack, Zooloretto, Pick a dog, Stories, Story Cubes , Gregs Tagebuch usw .

Wieviele Spiele gibt es an der Schule ?
An unserer Spiele verfügen wir über einen großen Fundus ( 200 Brett und Kartenspiele, die Kinder leihen sich die Spiele aus, müssen nachdem sie den Inhalt kontrolliert haben wieder
zurückgeben.

Habt ihr schon Spiele erfunden ?

Unser Projekt heißt Trüffelsau , Deckbuilder zum Thema Schweine und wer findet die besten und wertvollsten Trüffel. Spiel ist noch in der Bearbeitung

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HDScurox
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RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon HDScurox » 22. Februar 2014, 14:20

Hallo erst einmal sehr cool. Wenn ich mehr Zeit habe, würde ich gerne mal mehr nach haken! Ich studiere Lehramt und habe vor meine Bachelorarbeit über den pädagogischen Einsatz von Brettspielen zu schreiben. Daher interessiert mich dieses Thema sehr. Meine Freundin leitete mal eine BrettspielAG in einer Grundschule. Sie war angesetzt für die 3. und 4. Klasse und sie spielten begeistert Dominion!

Liebe Grüße!
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Alexey
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RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon Alexey » 22. Februar 2014, 23:25

Sehr gutes Thema. Hab gerade gesehen, dass es beim SdJ ein paar Artikel zum Thema gibt: http://www.spiel-des-jahres.com/cms/fro ... p?idcat=22
Ich erweitere die Diskussion mal noch um den Bereich der Sonderschulen. Wenn ich mit der ewigen Ausbildung fertig bin will ich in dem Bereich noch mehr ausprobieren.
Bisher habe ich mit King of Tokyo, Ubongo, Uno, Bingo, Phase 10, Rush Hour und Make'n'Break aber ganz gute Erfahrungen gemacht.

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Andreas B
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RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon Andreas B » 23. Februar 2014, 00:23

Hallo zusammen!
Ja, finde auch, dass das ein schöner Thread ist. Im therapeutischen Setting unterscheiden wir grob erstmal zwischen Förder/Lernspielen (Ubongo, Ubongo 3D, Solche Strolche, Alles Tomate, Geistesblitz, Speed, Kamisado, Qwirkle etc.) und Belohnungsspielen (Kakerlakak, Looping Louie und Co.). Gerade die erst genannte Gruppe wird häufiger modifiziert, um sie an dem individuellen Lernziel an zu passen! Und zu Gunsten der Kinder wird dann auch schon mal gerne geschummelt! Muss halt mal sein....

Alexey hat geschrieben:..... Rush Hour und Make'n'Break aber ganz gute Erfahrungen gemacht.


Ja, stimme ich dir zu. Klassiker im Förderbereich! :)
Zuletzt geändert von Andreas B am 23. Februar 2014, 00:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Sascha 36

RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon Sascha 36 » 23. Februar 2014, 01:41

Also in meinen Förderstunden Mathematik kommen immer gerne Würfel und Kartenspiele auf den Tisch.
Geschenkt, Heck Meck am Bratwurmeck, Flash 10, der Pharao Code, Schweinebammel, Käse würfeln, 6 nimmt
Spiele bei denen es um Zahlen geht und man rechnen muss. Da wurden bis jetzt sogar Mathe Verächter zum Genie. Solange es Spiel heißt, nehmen die Kinder es nicht als Unterricht wahr und lernen so spielend und dadurch oft noch nachhaltiger.

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Andreas B
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RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon Andreas B » 23. Februar 2014, 17:18

Von denen kenn ich nur Heck Meck am Bratwurmeck. Das funktioniert wirklich gut!
A Fistful of Penguins ist auch klasse. Erfordert jedoch schon etwas mehr mathematisches Geschick!

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Penguin
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RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon Penguin » 23. Februar 2014, 19:22

Zu mal die Kinder dann auch gleich ein sehr gute Möglichkeit haben das gelernte gut anzuwenden, wie zum Beispiel bei heckmeck.

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Andreas B
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RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon Andreas B » 23. Februar 2014, 19:28

Ja, die Übertragung ist wichtig!
Wie nehmen die Eltern in der Schule das "Spiel" als Lernmedium bei euch denn so auf?!

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Sascha 36

RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon Sascha 36 » 23. Februar 2014, 23:04

Großartig, momentan plane ich den zweiten Elternabend zum Thema " was spielen unsere Kinder "
In einem Zeitraum von drei Stunden bringt man den Eltern Spiele bei und der erste Abend war sehr vergnüglich, oft ist es einfach Unwissen das Eltern vom Spielen abhält , da kann man aber was gegen tun :)

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SpieLama
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RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon SpieLama » 24. Februar 2014, 08:38

Hallo,

an dieser Stelle auch noch den Hinweis auf einige zuspieler.de-Beiträge zum Thema:

Zum Sehen: Video-Interview mit Jürgen Kerber, der an Berliner Schulen mit Kindern spielt, und ein Beitrag über die Kreativitätsgrundschule Berlin-Karlshorst, an der Kinder Spiele entwickeln: http://www.youtube.com/watch?v=fGJhCqb0SDM .

Zum Lesen: Das Spiel nimmt in der Bildung eine Sonderstellung ein. Einerseits deshalb, weil es so gut als Lernmedium geeignet ist, andererseits, weil so wenige Menschen ihm dieses Potential zugestehen. Warum das so ist erklärt Till Meyer in der Serie "Lernen fürs Leben", http://zuspieler.de/serie-lernen-fuers-leben-13 .

Zum Sehen: Christopher Barth spricht über sein Brettspiel "Die Anderen". In dem Lernspiel sollen Schüler etwas über Randgruppen im Mittelalter erfahren. Die Schülerinnen und Schüler müssen bei dem mittelalterlichen Gesellschaftsspiel Randgruppen wie Juden, Hexen oder Huren aus der Stadt vertreiben, http://www.youtube.com/watch?v=qxEJyZ1hriU .

Zum Lesen: Kinder sollten mit einer stärkeren Integration des Spiels in den Schulalltag gefördert werden. Das fordert das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) zum Weltspieltag 2013, http://zuspieler.de/spielen-bildet/ .

Zum Lesen: Máren Kruse erfindet an einer Berliner Grundschule zusammen mit Kindern Brettspiele. Auf zuspieler.de erklärt sie, was Kinder dabei lernen und warum es nicht ausreicht, wenn Glitzerfelder auf Spielbrettern nur schön aussehen, http://zuspieler.de/erst-imitieren-dann-konstruieren/ .

Grüße
Sebastian
Zuletzt geändert von SpieLama am 24. Februar 2014, 09:28, insgesamt 1-mal geändert.

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RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon SpieLama » 24. Februar 2014, 15:16

Hallo,

wie passend. In der Pöppelkiste erschien heute ein Artikel zum Thema "Stories! im Deutschunterricht". Den Beitrag findet Ihr unter http://www.poeppelkiste.de/berichte/201 ... tories.php .

Grüße
Sebastian

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RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon El Grande » 24. Februar 2014, 15:47

Also ich setzte auch gerne Spiele im Unterricht der Grundschule oder außerhalb ein.

Bereich "Sprechen und Gerspräche führen":

Werwölfe
Stories (hab ich leider noch nicht probieren können, kommt aber noch)
Blackstories (ausgewählt!!!) oder eben Green-, Blue,- und andere Farben-Stories

Sekundarstufe und höher:
hier kommt zu den genannten noch "Das letzte Bankett" hinzu, bedarf aber einer Klasse die auch die etwas ausführlicheren Regeln versteht (verstehen will)

Geometrie (räumliches Denken uns so):

- Tetris Link
- Fits
- Bits
- Verrücktes Labyrinth und dessen Klone

Daten und Wahrscheinlichkeit:
- Bluff
- Heckemeck
- Sushizock
- allgemein Würfelspiele

Ich habe schön öfter eine Unterrichtssequenz zu Siedler gemacht (Wahrscheinlichkeiten mit zwei Würfeln)

Kartenspiele:
Love Letter
Wizard (fitte Kinder)
Großer Dalmuti

Andere Spiele:

Suleika
Afrikana
Zug um Zug

Sekundarstufe und höher:
Formula D

Habe bestimmt einige vergessen, aber die genannten haben sich bisher bewährt.

Grundsätzlich kann man mit Kinder auch recht anspruchsvolle Spiele spielen, wenn sie geübt und dafür bereit sind. Man muss sie eben ranführen und das ist innerhalb des Unterrichts schwierig.
Wenn wir mal einen Spieletag oder Spielestunde machen, sorge ich für ausreichend Spiele die die Kinder kennen, damit sie sinnvoll beschäftigt sind und lerne mit ein paar Kindern ein neues Spiel. Diese werden dann zu Multiplikatoren beim nächsten Mal.
Zuletzt geändert von El Grande am 24. Februar 2014, 15:49, insgesamt 1-mal geändert.

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RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon Andreas B » 25. Februar 2014, 12:52

Sascha 36 hat geschrieben:Großartig, momentan plane ich den zweiten Elternabend zum Thema " was spielen unsere Kinder "
In einem Zeitraum von drei Stunden bringt man den Eltern Spiele bei und der erste Abend war sehr vergnüglich, oft ist es einfach Unwissen das Eltern vom Spielen abhält , da kann man aber was gegen tun :)



Das klingt gut! Ähnliche Erfahrungen hab ich auch gemacht. Das schöne an freiwilligen Angeboten ist auch, dass man wirklich nur die Leute da hat, die auch motiviert sind.
Bei den Kindern ist die Offenheit da schon größer. Sie sind oft neugieriger und lassen sich schon durch ansprechende Themen locken! Wenn sie dann noch ein Spiel gewinnen, dann mögen sie es eh meistens gerne.

@ El Grande:
Ja, das ist ne schöne Liste! Ich benutze meist auf der Arbeit Spiele, die sich primär zu zweit gut spielen lassen. Oder aber das Material wird entfremdet und für die jeweilige Zielsetzung etwas umfunktioniert. Und mehr als ne halbe Stunde Spieldauer dürfen die Spiele auch nicht haben. Momentan probiere ich ein wenig mit Qwirkle rum. Ricochet Robots ist auch hoch im Kurs. Beide haben den Vorteil, dass ich mich mehr oder weniger mit einbringen kann. Und ich kann bewusst steuern, ob ich verliere, oder nicht.
Zuletzt geändert von Andreas B am 25. Februar 2014, 12:58, insgesamt 1-mal geändert.

timon
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RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon timon » 6. März 2014, 16:40

Liebe Leute,

mein Name ist Thorsten Drescher, ich bin 25 Jahre alt und Student an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ich studiere im zehnten Semester Soziologie und werde im Laufe dieses Jahres meine Master-Arbeit schreiben.

Das Thema dieser Arbeit sollen "Spiele in der Pädagogik" sein. Die Fragen sind, wie, warum und welche (Brett-)Spiele verwendet werden als pädagogische Methode verwendet werden.

Mein Anliegen ist, dass ich Personen benötige, die in der pädagogischen Praxis arbeiten und als eine ihrer Methoden (Brett-)Spiele verwenden und denen ich "über die Schulter" blicken darf. Ich würde euch gerne bei eurer Arbeit begleiten, wenn es nicht stört einige Fragen stellen und erleben, wie diese Praxis eines Pädagogen/einer Pädagogin aussieht. Dazu gehören dann noch ein, zwei Interviews im Vorfeld, bzw. in der Nachbereitung, die maximal anderthalb Stunden dauern.

Wichtig ist, dass es bei dieser Arbeit nicht um eine Evaluation oder sonstige Art der Bewertung der angewendeten Methoden geht, sondern um eine genuin soziologische Fragestellung. Datenschutz gewährleiste ich gerne schriftlich. Alle Personen, Organisationen und Orte werden in der Abschlussarbeit anonymisiert.

Falls also ihr oder eure Bekannte in einem pädagogischen Feld tätig seid und die Bereitschaft habt, mir einen Einblick zu gewähren, dann freue ich mich sehr über eine Nachricht!

Auf Nachfragen antworte ich gerne hier im Forum, per persönlicher Nachricht oder E-Mail.

tdresche[at]students[punkt]uni[minus]mainz[punkt]de

Ich hatte bereits hier: http://spielama.de/forum/showthread.php ... 5#pid24125 ein Thread zu meiner Anfrage eröffnet, falls eine separate Besprechung erwünscht ist.

PS: Bisher habe ich eine Arbeit mit dem Titel "Schulsozialarbeit an Grundschulen" verfasst, bei der ich SchulsozialarbeiterInnen bei ihrer Arbeit begleiten durfte. Falls sich jemand unsicher sein sollte, was das Ganze soll und was das Ergebnis sein soll, dem kann ich gerne eine Leseprobe zukommen lassen.

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Sascha 36

RE: Spielen an Grundschulen

Beitragvon Sascha 36 » 7. März 2014, 18:38

Letzten Mittwoch Stories angetastet mit 10 Kindern, man war das ein Spaß und wie schnell waren die 90 Minuten um . Stories ist aber auch ein großartiges Partyspiel was darüber hinaus auch noch ein gutes Niveau hat.

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SpieLama
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Motivation und Multiplikation: Spielen für angehende Erzieher

Beitragvon SpieLama » 16. Januar 2017, 21:40

Sandra Lemberger hat unter http://spieldesjahres.com/de/spielende-erzieher den Artikel "Motivation und Multiplikation: Spielen für angehende Erzieher" veröffentlicht. Sie schreibt unter anderem:

[...] Weil Erzieher aber im Grunde Multiplikatoren zum Thema "Spielen" sind, stößt man in den Lehrplänen der Erzieher- oder Sozialassistentenausbildung in Deutschland in unterschiedlichen Lernbereichen immer wieder auf spielpädagogische Elemente. Die Handhabe ist in anderen Bundesländern sicherlich unterschiedlich - aber bei uns in Rheinland-Pfalz sind diese Lernbereiche recht offen formuliert, so dass es den Lehrern überlassen bleibt, wie sie sie umsetzen. [...]


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