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[RF] Can't Stop

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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Stefan-spielbox

[RF] Can't Stop

Beitragvon Stefan-spielbox » 18. Februar 2006, 18:32

Hallo allerseits,

da ich leider keine Anleitung zu dem Spiel habe, will ich unsere Unklarheiten bzgl. dem Einsetzen der "Bergsteiger" hier klären (lassen).

Muß ich immer alle 3 Figuren mit den ersten 3 Würfelpaaren einsetzen oder kann ich z.B. die 3. Figur bei späteren würfen der Würfel einsetzen ( wenn es sich denn so ergibt) ?
Beispiel. 1. Wurf 4-5-3-4: Stein 1 auf die 9 und Stein 2 auf die 7 gesetzt,
2 Wurf 6-6-1-3: Stein 1 auf der 9 um eins höher und Stein 2 auf der 7 eins höher,
Somit wäre der dritte Stein noch nicht eingesetzt.

Wäre dies regelkonform oder hätte erst der 3. Stein im 2. Wurf eingestzt werden müssen ?

Ich hoffe ich habe mich klar genug ausgedrückt.
Für Antworten schon mal Danke im voraus.

Stefan

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Marco Stutzke

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Marco Stutzke » 18. Februar 2006, 18:36

so spielen wir es auch*g

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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: [RF] Can't Stop

Beitragvon Marten Holst » 18. Februar 2006, 19:03

Moin,

Du kannst die Würfelpaare später einteilen, wie Du magst, es gibt keinerlei Zwang, neue Seile zu eröffnen (es sei denn halt, die Zahlen lassen nichts anderes zu). Insbesondere im späteren Spiel, wenn schon 2 oder 3 Seile "zu" sind, passiert es öfter, dass man immer wieder zum Beispiel 7-dicht, 7-dicht, 7-dicht spielt, und auch nach mehreren Würfen nur ein einziges Seil wirklich gespielt hat, den Rest an geschlossene Seile "vergeben" hat. Und das ist völlig regelkonform.

Mit 3-4-4-5 würde ich übrigens 8 und 8 spielen, aber das nur am Rande :-)

Tschüß
Marten

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Mike Merten

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Mike Merten » 18. Februar 2006, 21:59

Stefan schrieb:
>
> Wäre dies regelkonform oder hätte erst der 3. Stein im 2.
> Wurf eingestzt werden müssen ?
>

Nein. "Der dritte Läufer muß dann, so schnell es geht, folgen." So steht es zu mindest in den Parker-Regeln von 1980.
Nur, wenn es beim zweiten Wurf keine Möglichkeit gab, den dritten Läufer einzusetzen, kann man das auch in dritten, vierten ... Wurf versuchen.

Aber Danke für die Frage. Wir haben es bisher immer falsch gespielt: Daß der dritte Läufer verfiel, falls er im zweiten Wurf nicht eingesetzt wurde. Oder stammte das eventuell aus einer anderen Refelfassung?


nice dice
Mike

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 19. Februar 2006, 06:45

Mike Merten schrieb:
>
> Aber Danke für die Frage. Wir haben es bisher immer falsch
> gespielt: Daß der dritte Läufer verfiel, falls er im zweiten
> Wurf nicht eingesetzt wurde. Oder stammte das eventuell aus
> einer anderen Refelfassung?

Dafür gibt es ja genug Regelfassungen. Verfallen ist er bei uns übrigens nie, aber es kam oft vor, daß wir den dritten erst viel später eingesetzt haben, bis dann mal jemand mit uns spielte (Hallo Jörg), der das ganz komisch anders spielte. Nach einigem Knurren unsererseits hat er uns in unseren Regeln gezeigt, daß der dritte Läufer so bald wie möglich eingesetzt werden muß.

Gruß Carsten (der soeben einen Spieleabend beendet hat)

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Rolf Mihm

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Rolf Mihm » 19. Februar 2006, 10:33

Mike Merten schrieb:

> "Der dritte Läufer muß dann, so schnell es geht,
> folgen." So steht es zu mindest in den Parker-Regeln von 1980.
> Nur, wenn es beim zweiten Wurf keine Möglichkeit gab, den
> dritten Läufer einzusetzen, kann man das auch in dritten,
> vierten ... Wurf versuchen.

Hallo,

ich hab dann wieder eine andere Regel - Spiele Antiquariat von franjos.

Da ist exakt ein Beispiel angegeben - Würfelwurf A (3-3-5-6), der Spieler entscheidet sich für die Seile 8 (3+5) und 9 (3+6), Würfelwurf B (3-4-5-6), der Spieler entscheidet sich zwei Mal für Seil 9 (3+6 und 4+5), dann wäre (Zitat) "der Einsatz des dritten Bergsteigers noch nicht unbedingt nötig gewesen..." - und das obwohl mit Würfelwurf B ja auch die Seile 7 (3+4) oder 11(5+6) zu besetzten wären, hier also nicht gefordert wird, den dritten Bergsteiger "so schnell es geht" einzusetzten, also bei "Möglichkeit". Aber wie Carsten schon meinte, dafür gibt es ja genug Regelfassungen...

Ciao...

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Frank Schaubrenner

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Frank Schaubrenner » 19. Februar 2006, 14:18

scheinbar ja, so wie es im Beispiel beschrieben ist Spielen wir es auch, hatten mal ne Regeldisskussion und sind irgendwie zu dieser Lösung gekommen (weis nicht mehr mit welcher Version wir da gespielt haben)

Evtl. mit der Ergänzung zu verstehen, wenn nicht alle Bergsteiger eingesetzt sind, muss ich wenn möglich alle Würfel verwenden, d.h. ich kann nicht 2 Würfel verfallen lassen, nur damit ich keinen Bergsteiger einsetzten muss (relevant, wenn z.B. eine Betroffene Strecke schon dicht ist)

Gruss
Frank
der sich imemr wieder wundert, wieviel Regeln für dieses lockere Spiel mehr oder weniger offziell im Umlauf sind :-)

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peer

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon peer » 19. Februar 2006, 15:48

Hi,
ich hab just zu diesem Thema etwas geforscht und bin dann zu diesem (inoffiziellen, da noch lange nicht abgeschlossenen) Fazit gekommen:

In den Original-Sackson-Regeln gab es keinen Zwang neue Seile aufzumachen. Würfelt man beispielsweise 3-4-3-4 so darf man einen Marker 2 Felder auf der 7 hochziehen. Das darf man bei geeignetem Würfeln beliebig wiederholen.
In der deutschen Version der Parker-Regeln tauchte dann mehr oder minder implizit der Zwang auf neue Seile aufzumachen (vermutlich aufgrund ungünstiger Übersetzung). Sprich: die 3-4-3-4 muss als 6 und 8 genutzt werden und bei einem Wiederholungwurf als 7-7.
In den Franjos-Regeln werden dann wieder die Sackson-Originalregeln -Ohne Zwang! - verwendet.

Welche Regeln man bevorzugt ist wohl Geschmackssache...

ciao
peer

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F.-J. Herbst

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon F.-J. Herbst » 19. Februar 2006, 19:01

Sehr gut recherchiert.
Genau so ist es.
Die von Sid Sackson gewünschte Regel läßt dem Spieler völlige Freiheit in der Kombination seiner Würfel.
Die Pflicht zum Einsetzen aller Bergsteiger so schnell wie möglich ist eine Parker-Erfindung.

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Ulrich Roth
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Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Ulrich Roth » 20. Februar 2006, 01:40

F.-J. Herbst schrieb:

> Die von Sid Sackson gewünschte Regel läßt dem Spieler völlige
> Freiheit in der Kombination seiner Würfel.

War vom Altmeister ja auch nicht anders zu erwarten, denn...

> Die Pflicht zum Einsetzen aller Bergsteiger so schnell wie
> möglich

... ist eine Schnapsidee, weil sie ohne Not eine taktische Option eliminiert, und das Spiel so tendenziell hirnloser macht.

> ist eine Parker-Erfindung.

O je! :eek:

Ulrich

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Günter Cornett

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Günter Cornett » 20. Februar 2006, 09:16

Ulrich Roth schrieb:
>
> F.-J. Herbst schrieb:
>
> > Die von Sid Sackson gewünschte Regel läßt dem Spieler völlige
> > Freiheit in der Kombination seiner Würfel.
>
> War vom Altmeister ja auch nicht anders zu erwarten, denn...
>
> > Die Pflicht zum Einsetzen aller Bergsteiger so schnell wie
> > möglich
>
> ... ist eine Schnapsidee, weil sie ohne Not eine taktische
> Option eliminiert, und das Spiel so tendenziell hirnloser
> macht.
>
> > ist eine Parker-Erfindung.
>
> O je! :eek:
>

Ich halte die Regeländerung für ausgesprochen sinnvoll. Denn sie ist nicht wirklich eine taktische Option sondern - wenn erlaubt - quasi Pflicht. Durch sie kann man - insbesondere aber nicht nur wenn noch keine Reihen blockiert sind - ohne jedes Risiko weiterwürfeln. Das nimmt dem Spiel doch einiges an Spannung.

Gruß, Günter

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Ulrich Roth
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Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Ulrich Roth » 20. Februar 2006, 14:47

Günter Cornett schrieb:

> Ich halte die Regeländerung für ausgesprochen sinnvoll. Denn
> sie ist nicht wirklich eine taktische Option sondern - wenn
> erlaubt - quasi Pflicht.

Ähh - die Regeländerung ist taktische Pflicht? :???:

> Durch sie kann man - insbesondere
> aber nicht nur wenn noch keine Reihen blockiert sind - ohne
> jedes Risiko weiterwürfeln. Das nimmt dem Spiel doch einiges
> an Spannung.

Na ja, ich glaube zu verstehen, was du meinst, sehe es aber anders:
Am Anfang kannst du immer ohne Risiko würfeln. Dies geht zwar mit Sacksons Originalregel (völlig freie Aufteilung der Würfel) tendenziell geringfügig länger, der Verlust an Spannung - in diesem so oder so sehr spannenden Spiel - ist m.E. jedoch vernachlässigbar.
Zudem sehe ich den Automatismus nicht. Es gibt durchaus Situationen, wo man alle Figuren ins Spiel bringt, ohne es zu müssen, um bestimmte Strecken zu forcieren.

Grüße,
Ulrich

PS: Die PC-Umsetzung von "Can't Stop" spielt übrigens auch nach der Original-Regel.

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peer

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon peer » 20. Februar 2006, 14:52

Hi,
F.-J. Herbst schrieb:
>> Die Pflicht zum Einsetzen aller Bergsteiger so schnell wie
> möglich ist eine Parker-Erfindung.

Genauer: Eine Erfindung der Deutschen Parkerausgabe! Zumindest in der amerikanischen Originalausgabe ist sie nicht drin.
Ob es aber eine spätere, amerikanische Ausgabe mit dieser Regel gab ist mir nicht bekannt.

ciao
peer

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Lutz

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Lutz » 20. Februar 2006, 15:09

Ich bin der Meinung, dass es sich lediglich um eine unpräzise Formulierung in der deutschen Ausgabe handelt.
Gemeint ist mit "so bald wie möglich" doch sicherlich nur, dass man nach Bildung der Paare nicht auf das Einsetzen des zweiten (dritten) Bergsteigers verzichten darf, wenn die Summe das Einsetzen faktisch gestattet.

Lutz

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Ulrich Roth
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Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Ulrich Roth » 20. Februar 2006, 15:18

Lutz schrieb:
>
> Ich bin der Meinung, dass es sich lediglich um eine unpräzise
> Formulierung in der deutschen Ausgabe handelt.
> Gemeint ist mit "so bald wie möglich" doch sicherlich nur,
> dass man nach Bildung der Paare nicht auf das Einsetzen des
> zweiten (dritten) Bergsteigers verzichten darf, wenn die
> Summe das Einsetzen faktisch gestattet.

Ich teile diese deine Vermutung!

Grüße,
Ulrich

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 20. Februar 2006, 16:18

Ulrich Roth schrieb:
>
> Ich teile diese deine Vermutung!

Hmmm. Ob es die, die sich damit näher beschäftigt haben
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=131004&t=130977
nicht evtl. doch besser wissen? Ich denke [b]Ja[/b].

Gruß Carsten (der [b]Can't Stop[/b] sehr gerne spielt.)

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Lutz

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Lutz » 20. Februar 2006, 16:39

Ich steh' auf dem Schauch.
Genau diese Sichtweise der Regeln teile ich doch auch.
Ich sage nur, dass der Begriff "Parker-Erfindung" vielleicht auch "Parker-Formulierungsschwäche" sein könnte.

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Günter Cornett

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Günter Cornett » 20. Februar 2006, 16:41

Ulrich Roth schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
>
> > Ich halte die Regeländerung für ausgesprochen sinnvoll. Denn
> > sie ist nicht wirklich eine taktische Option sondern - wenn
> > erlaubt - quasi Pflicht.
>
> Ähh - die Regeländerung ist taktische Pflicht? :???:

Die durch auf der Regeländerung beruhende 'taktische Option'.


> > Durch sie kann man - insbesondere
> > aber nicht nur wenn noch keine Reihen blockiert sind - ohne
> > jedes Risiko weiterwürfeln. Das nimmt dem Spiel doch einiges
> > an Spannung.
>
> Na ja, ich glaube zu verstehen, was du meinst, sehe es aber
> anders:
> Am Anfang kannst du immer ohne Risiko würfeln. Dies geht zwar
> mit Sacksons Originalregel (völlig freie Aufteilung der
> Würfel) tendenziell geringfügig länger, der Verlust an
> Spannung - in diesem so oder so sehr spannenden Spiel - ist
> m.E. jedoch vernachlässigbar.

Nur im ersten Wurf, wenn noch keine Reihen blockiert sind.
Wenn ich im zweiten Wurf die Wahl habe, einzusetzen oder die schon eingesetzten zu bewegen, so führt letzteres dazu, dass
- ich völlig risikolos weiter würfeln kann
- die schon eingesetzten Bergsteiger ihre Position verbessern können.

Setze ich stattdessen ein,
- so beginnt das Risiko: ich muss eine von drei Zahlen würfeln
- mache ich eine neue reihe auf (verbessere also nicht die vorhandene Position)

Wenn man mit dem Einsetzen warten kann, hat man gerade in der Anfangsphase eine ständige versicherung gegen schlechte Würfelergebnisse. Man kann es 'riskieren' die 7 hochzuwürfeln, eben weil es risikolos ist.

> Zudem sehe ich den Automatismus nicht. Es gibt durchaus
> Situationen, wo man alle Figuren ins Spiel bringt, ohne es zu
> müssen, um bestimmte Strecken zu forcieren.

Allenfalls gegen Ende des Spieles bzw. Spielzuges, wenn eine starke umkämpfte Reihe angewürfelt wird. Dann ist es aber auch meist sinnvoll mit dem Würfeln bald aufzuhören.

Von daher finde ich die 'Parker-Erfindung' sinnvoll und nicht oje.

Welches ist denn spieltechnisch der konkrete Vorteil der Originalregel?

Gruß, Günter

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Ulrich Roth
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Beiträge: 281

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Ulrich Roth » 20. Februar 2006, 23:17

Günter Cornett schrieb:

> > Ähh - die Regeländerung ist taktische Pflicht? :???:
>
> Die durch auf der Regeländerung beruhende 'taktische Option'.

Irgendwie verstehen wir uns nicht... :eek:
Die "taktische Option", von der ich sprach, [b]beruht[/b] doch nicht auf der Parkerschen Regeländerung, sondern wird ganz im Gegenteil durch sie [b]eliminiert[/b].

> Wenn man mit dem Einsetzen warten kann, hat man gerade in der
> Anfangsphase eine ständige versicherung gegen schlechte
> Würfelergebnisse. Man kann es 'riskieren' die 7
> hochzuwürfeln, eben weil es risikolos ist.

Wenn man die Würfel so aufteilt, dass man zwei Figuren einsetzen kann, dann muss man dies auch tun (in allen Regelversionen).
Mit dem "risikolosen Hochwürfeln" der 7 ist es also sehr schnell vorbei, es sei denn, man würfelt unwahrscheinlicherweise laufend Kombinationen, aus denen sich zwei 7er machen lassen.

> Welches ist denn spieltechnisch der konkrete Vorteil der
> Originalregel?

[b]1. Mehr Entscheidungsmöglichkeiten für den Spieler.[/b]
Um bei der 7 zu bleiben, folgende Beispiele:

Mein Anfangswurf ist 1,1,6,6.
Nach der Parker-Regel [b]muss[/b] ich nun die 2 und die 12 starten.
Die Sackson-Originalregel erlaubt mir alternativ den Doppelschritt auf der 7.

Weiteres analoges Beispiel:
Mein Anfangswurf ist 3,3,4,4.
Nach der Parker-Regel [b]muss[/b] ich nun die 6 und die 8 starten.
Die Sackson-Originalregel erlaubt mir alternativ den Doppelschritt auf der 7.

In beiden Fällen ist m.E. die Entscheidung für die Doppel-7 keineswegs automatisch:
- Der simultane Start auf den Kurzstrecken 2 und 12 in einer Situation, wo ich die dritte Figur noch als Sicherheitsreserve habe, hat durchaus ihren Charme.
- Wenn ich (beispielsweise, um mit der Brechstange einen großen Rückstand aufzuholen) die Zentralwalze 6-7-8 in Marsch setzen will, würde ich mich eher für 6-8 als 7-7 entscheiden, weil so meine Chancen besser sind, die Walze im nächsten Wurf zu vervollständigen.

[b]2. Regelökonomie.[/b]

Die Spielregel verliert mit der Änderung ein Gutteil ihrer schlichten Eleganz.
Es ist schon ein Unterschied, ob man einem Anfänger erklären kann:
"Du darfst die Würfel in zwei Paare aufteilen [b]wie du willst[/b]",
oder ob man hinzufügen muss:
"Beachte aber folgende wichtige [b]Ausnahme[/b]: ..."

Grüße,
Ulrich

PS:
Wenn ich hier "Parker-Regel" sage, meine ich damit immer deine Auffassung derselben. Tatsächlich vermute ich wie Lutz, dass es sich eher um ein simples Missverständnis handelt...

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Lutz

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Lutz » 20. Februar 2006, 23:25

Hallo Ulrich,

ich finde, besser hätte man es nicht erläutern können :-)
100% Zustimmung.

Lutz

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 21. Februar 2006, 00:11

Lutz schrieb:
>
> ich finde, besser hätte man es nicht erläutern können :-)
> 100% Zustimmung.

;-) Fein, dann haben wir uns jetzt ja auch verstanden.

Gruß Carsten (der gestern beinahe Can't Stop gespielt hätte - aber um 4.oo Uhr war das nicht die erste Wahl eines Mitspielers)

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Günter Cornett

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Günter Cornett » 21. Februar 2006, 00:18

Ulrich Roth schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
>
> > > Ähh - die Regeländerung ist taktische Pflicht? :???:
> >
> > Die durch auf der Regeländerung beruhende 'taktische Option'.
>
> Irgendwie verstehen wir uns nicht... :eek:
> Die "taktische Option", von der ich sprach, [b]beruht[/b]
> doch nicht auf der Parkerschen Regeländerung, sondern wird
> ganz im Gegenteil durch sie [b]eliminiert[/b].

Jo, da hast du recht.
Ich drück mich heute sehr ungeschickt aus, sorry.

> > Wenn man mit dem Einsetzen warten kann, hat man gerade in der
> > Anfangsphase eine ständige versicherung gegen schlechte
> > Würfelergebnisse. Man kann es 'riskieren' die 7
> > hochzuwürfeln, eben weil es risikolos ist.
>
> Wenn man die Würfel so aufteilt, dass man zwei Figuren
> einsetzen kann, dann muss man dies auch tun (in allen
> Regelversionen).
> Mit dem "risikolosen Hochwürfeln" der 7 ist es also sehr
> schnell vorbei, es sei denn, man würfelt
> unwahrscheinlicherweise laufend Kombinationen, aus denen sich
> zwei 7er machen lassen.

Ok, aber es ist dennoch ein gutes Stück einfacher, wenn man den dritten Bergsteiger erstmal draußen lassen kann.

Und man muss ja nicht immer 2 siebener machen. es geht auch: 2x die andere Zahl. einmal die andere Zahl und einmal die 7.

Und erst wenn das einmal nicht klappt, kommt man in die Situation, in der man nach der Parker-Regel von Anfang an ist. Man hat also schon mal einen guten Vorsprung.

Der Startspieler hat bei der Originalregel einen stärkeren Vorteil als bei der Parker-Regel und man muss länger warten, bis man am Zug ist. Beides Nachteile, die nicht nötig sind. Von daher gehe ich bei der Parker-Regel von einer sinnvollen redaktionellen Bearbeitung aus.

> > Welches ist denn spieltechnisch der konkrete Vorteil der
> > Originalregel?
>
> [b]1. Mehr Entscheidungsmöglichkeiten für den Spieler.[/b]
> Um bei der 7 zu bleiben, folgende Beispiele:
>
> Mein Anfangswurf ist 1,1,6,6.
> Nach der Parker-Regel [b]muss[/b] ich nun die 2 und die 12 starten.
> Die Sackson-Originalregel erlaubt mir alternativ den
> Doppelschritt auf der 7.

> Weiteres analoges Beispiel:
> Mein Anfangswurf ist 3,3,4,4.
> Nach der Parker-Regel [b]muss[/b] ich nun die 6 und die 8
> starten.
> Die Sackson-Originalregel erlaubt mir alternativ den
> Doppelschritt auf der 7.
>
> In beiden Fällen ist m.E. die Entscheidung für die Doppel-7
> keineswegs automatisch:
> - Der simultane Start auf den Kurzstrecken 2 und 12 in einer
> Situation, wo ich die dritte Figur noch als
> Sicherheitsreserve habe, hat durchaus ihren Charme.
> - Wenn ich (beispielsweise, um mit der Brechstange einen
> großen Rückstand aufzuholen) die Zentralwalze 6-7-8 in Marsch
> setzen will, würde ich mich eher für 6-8 als 7-7 entscheiden,
> weil so meine Chancen besser sind, die Walze im nächsten Wurf
> zu vervollständigen.

bei 7-7 hätte man aber noch zwei Bergsteiger draußen, bei 6-8 nur einen.

Ich halte die Walze 6-7-8 übrigens für nicht so gut.
Denn irgendwann kommt auch eine ganz kleine oder ganz große Zahl.
Wenn man mit zwei Würfeln wirfdt, dürfte 6-7-8 optimal sein.
Bei vier Würfeln ist es wahrscheinlicher, dass sich Überschneidungen ergeben:3,3,4,4. (2x7 oder 6+8) Das senkt die Anzahl der verwertbaren Würfe.

> [b]2. Regelökonomie.[/b]
>
> Die Spielregel verliert mit der Änderung ein Gutteil ihrer
> schlichten Eleganz.

Regelökonomie ist für mich nur dann ein Grund, wenn ich zwischen zwei fast gleichwertigen Regelfassungen entscheiden muss.

> Es ist schon ein Unterschied, ob man einem Anfänger erklären kann:
> "Du darfst die Würfel in zwei Paare aufteilen [b]wie du willst[/b]",
> oder ob man hinzufügen muss:
> "Beachte aber folgende wichtige [b]Ausnahme[/b]: ..."

Ob man nach Möglichkeit die ersten beiden oder alle drei so schnell wie möglich einsetzen muss, macht IMHO keinen Unterschied.

> Grüße,
> Ulrich
>
> PS:
> Wenn ich hier "Parker-Regel" sage, meine ich damit immer
> deine Auffassung derselben. Tatsächlich vermute ich wie Lutz,
> dass es sich eher um ein simples Missverständnis handelt...

In meiner Regel steht:
"Bei Rundenbeginn [b]müssen[/b] nach Möglichkeit - wenn Würfelkombination und Reihenauswahl es erlauben - [b]2 Läufer[/b] eingesetzt werden. Der 3. Läufer muß dann, so schnell es geht, folgen!" [i](Hervorhebung laut Regeltext)[/i]

Das halte ich für eindeutig. Mit Würfelkombination und Reihenauswahl ist sicherlich nicht die durch den Spieler herbeigeführte sondern die von ihm vorgefundene Situation gemeint. Sonst wären 'müssen' und '2 Läufer' nicht fett gedruckt. Ansonsten stünde unter Spielbeginn nicht bloß: "Er bildet Paare und setzt in das unterste Feld der gewählten Reihen je einen weißen Läufer." sondern es wäre an dieser Stelle die Alternativmöglichkeit aufgeführt worden, einen Läufer auf das zweite feld zu setzen.

Absolut eindeutig ist es gerade für den 3.Läufer: der muss folgen, 'so schnell es geht' - ohne wenn und aber.

Gruß, Günter

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Frank Schaubrenner

Re: [RF] Can't Stop

Beitragvon Frank Schaubrenner » 21. Februar 2006, 01:21

huhu,

finde den Vorteil in den meiner Meinung nach wirklich etwas taktischern Möglichkeiten, die ICH persönlich als reizvoller empfinde :-)

Warum taktischer?

durch die Option der Auswahl beim Einsetzen habe ich bessere Möglichkeiten gezielt Reihen anzuwürfeln, dies mag am Anfang nicht so wichtig sein, aber wenn mal "Basislager" (franjosversion) aufgebaut sind, habe ich dadurch die Möglichkeit evtl. in einem 2ten oder 3ten Wurf eine solche Strecke weiterzubauen, oder eben gezielter fremde Strecken anzugreifen,das ist MEINER Meinung nach ein taktisches Mehr.
Weil bei der deutschen Parkerregel bin ech eben noch mehr abhängig von meinen Würfen als beim Original.

Was besser ist lass ich dahingestellt, ob die eine oder andere Regel eleganter ist auch.

Gruss
Frank
der die flexiblere Version spielt.

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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: [RF] Can't Stop

Beitragvon Marten Holst » 21. Februar 2006, 15:58

Moin,

ich denke, es ist halt ein Fall, welchen Aspekt man stärker betont haben will. In der Originalregel ist die Seilwahl, das Abwägen kurze, schnelle Seile gegen lange Seile mit guten Chancen auf Würfelserien, und die Wahl, wann man die dritte Reihe starten mag (zum Beispiel für Walzen) wichtiger. Die Parkerversion konzentriert das Spiel stärker auf den Aspekt, der namensgebend war. Man hat drei "zugewürfelte" Reihen auf die man oft nur wenig Einfluss hat, und muss nun entscheiden, wann man eben aufhören kann (was man hier häufiger und früher tun sollte).

Die Parkerregel ist sicherlich vom Konzept her "reiner", und da CS ein sehr konzeptuelles Zockspiel und kein Taktikspiel sein will, sicherlich angemessen, dennoch käme es mir vor, als würde ich weitestgehend komplett gespielt werden (zugegeben, 700 ca. CS-Spiele nach den "Originalregeln" in der BSW dürften meinen Blick verfälschen). Die Problematik des Startspielervorteils und der 6-7-8-Walze (oh doch, die ist saugut, und - wenn einmal erfolgreich eine Reihe erobert und/oder alle drei auf etwa Mitte plus ein bissel gehoben, kann die Gegner gerade bei wenigen Spielern bereits enorm unter Druck setzen), und auch und gerade bei einem Zockerspiel ist für mich viel Reiz im Vorgaukeln von Entscheidungsmöglichkeiten.

Ich sehe da Vorteile bei beiden Regelvarianten. Ein echter Purist würde wohl lieber nach Parker spielen, da es den zentralen Aspekt noch schärfer herausarbeitet, ein echter Purist hingegen lieber nach der O-Regel, da es die O-Regel ist. Ich denke, richtig kaputt dürfte beides das Spiel nicht machen. Und wenn man sich partout nicht einigen kann, spielt man eben zwei Spiele, eins nach jeder Regelvariante :-)

Tschüß
Marten


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