Beitragvon Matthias Staber » 28. März 2008, 11:29
>Hmm....also es gibt content worker und discontent worker. Pöppel, welche auf die Happy Faces Anzeige gestellt werden, werden als discontent worker (laut Regel) bezeichnet. Discontent ist englisch und heißt auf deutsch "unzufrieden".<
mir ist durchaus klar, in welcher Sprache die Spielregel zu "Through the Ages" verfasst ist. Weiterhin ist mir die Bedeutung des englischen Ausdrucks "discontent" geläufig. Und für ganz heikle Fälle bin ich stolzer Besitzer eines Wörterbuchs.
>NUR wird dieser Fall soo erfahrungsgemäß mE nicht bzw sehr selten eintreffen<
Unterschiedliche Menschen machen unterschiedliche Erfahrungen . Ich versuche in aller Regel, von rein theoretischen Spielregel-Frickeleien abzusehen und beschäftige mich lieber mit Fragen, die tatsächlich im Spiel auftauchen. Dir sei versichert, dass ich mir die von mir beschriebene Spielsituation nicht am grünen Tisch ausgedacht habe, sondern dass sie tatsächlich beim Spielen vorkam.
>ABER mE kann er schon so argumentieren (keine Pöppel auf Happy Faces = keine discontent worker).<
Ich hatte die Spielregel zunächst auch so verstanden, weswegen es in der genannten Spielsituation auch zur Dikussion kam. Eine Zivilisation vor sich zu haben, die die Bedingungen für einen Aufstand erfüllt, jedoch von den negativen Konsequenzen eines Ereignisses verschont wird, das nach der Anzahl unzufriedener Arbeiter fragt, erschien uns kontraintuitiv.
Weswegen ich mir noch einmal die Spielregel vornahm, was ich gerne mache, wenn mir gewisse Aspekte eines Spiels komisch vorkommen.
Und in der Tat formuliert die Spielregel hier Widersprüchliches:
Seite 14: "To keep track of your Discontent Workers, move 1 yellow token from your unused Workers Pool to your Happy Face indicator for each missing Happy Face."
Seite 15: "..., so he has 1 Discontent Worker, represented by the yellow token on his Happy Face indicator."
Nun aber das Beispiel etwas weiter unten auf Seite 15, linke Spalte:
"On someone's else's turn, the Development of Warfare Event is revealed. This allows every player with an Ununsed Worker to build a Warrior Unit without paying any Resources. Karl decides to take this opportunity and moves one of his Discontent Workers from the indicator to his Warriors card. THIS WORKER IS STILL DISCONTENT. (AT LAST; KARL HAS STILL 2 DISCONTENT WORKERS - HE DOES NOT HAVE TO KEEP TRACK OF WHICH 2 THEY ARE.)"
Die Uprising-Regel auf Seite 14 besagt nun Folgendes:
"If you have more Discontent Workers than you have Unused Workers, you have an Uprising on your hands. ..."
Würden wir die Aussage, dass "gelbe Pöppel auf Happiness Indicator = unzufriedene Arbeiter" wirklich ernst nehmen, wäre ein Uprising unmöglich: Es wäre schlicht unmöglich, mehr unzufriedene Arbeiter als nicht benutzte Arbeiter zu haben.
Ich halte die Spielregel in diesem Punkt für deutlich suboptimal formuliert.
Folgender Satz ist auf jeden Fall falsch:
>ABER mE kann er schon so argumentieren (keine Pöppel auf Happy Faces = keine discontent worker).<
Insgesamt wird die Regel meiner Meinung nach leichter verdaulich, wenn man von dem Diktum, dass die auf der Glücklichkeitsanzeige abgelegten gelben Pöppel die unzufriedenen Arbeiter darstellen, Abstand nimmt. Es ist intuitiver, tatsächlich von Polizisten oder Unterhaltungskünstlern auszugehen und bei den Discontent Workers lediglich nach deren Anzahl zu fragen und sich nicht darum zu scheren, welche gelben Pöppel konkret unglücklich sind. Dies im Einklang mit dem Beispiel auf Seite 15, das mir die Autorintention besser widerzugeben scheint als der eigentliche Regeltext.
Matthias