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Architekturspiel - Wie isses?

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peer

Architekturspiel - Wie isses?

Beitragvon peer » 11. November 2002, 13:47

Hi,
Laut Spielescoutaktion bei Fairplay solls ja nicht schlecht sein Leider habe ich auf der Messe irgendwie nicht mitgekriegt dass es von Fackler ist und kein Quiz ;-)

Also: Wie isses, wie funktionierts? Ich habe bislang noch keine Beschreibung gefunden...
ciao,
Peer

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Michael Andersch

Re: Architekturspiel - Wie isses?

Beitragvon Michael Andersch » 11. November 2002, 14:19

Zum Spiel (soweit ich mich noch an meine Messepartie erinnere):

Die Spieler müssen versuchen, offenliegende Gebäude (immer soviele wie Spieler, glaub ich) mit 2 oder 3 zugehörigen Teilen zu "bebauen".

Die Teile liegen in 4 (oder 5?) verdeckten Stapeln. Auf Zeit sucht sich jeder Spieler einen Stapel aus, nimmt sich daraus ein Teil und darf, wenn alle sich entschieden haben entweder dieses, oder ein Teil aus einer früheren Runde verbauen. Nach Möglichkeit sollte man sich auch noch merken, was sonst noch so in diesem Stapel herumfleucht.
Der schnellste Aussucher darf dann bestimmen, als wievielter er in der kommenden "Ablegerunde" Gebäudeteile ablegen möchte.

Kann man jetzt ein (mehr ist nicht erlaubt) passendes Teil ablegen gibt's einen Punkt, wenn man ein Gebäude abschliesst gibt's einen Bonuspunkt. Das fertige Gebäude wird abgeräumt, dafür erscheint ein neues (welches vorher schon offen lag).

Anschliessend folgt eine neue Aussuchrunde, wobei einem (hoffentlich) das Wissen aus früheren Stapeldurchsuchungen noch zugute kommt, so dass man in der Lage ist einen Stapel zu nehmen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit ein aktuell brauchbares Teil enthält.

Das Ganze geht solange, bis alle Gebäude (20? 30?) fertig sind, bei uns waren das ca. 25 Minuten.


Mein Eindruck:
Das Spiel ist besser als ich befürchtet hatte (ich habe eine gewisse Aversion gegen "Kunst" und gegen Spiele von T. Fackler), aber so richtig gut fand ich's nicht. Vor allem denke ich, dass jemand, der's schon öfter gespielt hat, die Gebäude kennt und sich somit die Stapel besser merken kann einen Vorteil gegenüber Neulingen hat (da mag ich aber falsch liegen, denn ich habe die Messepartie trotz mitspielender Erklärerin gewonnen). Außerdem fand ich - aber das ist Geschmackssache - die Grafik nicht so toll. das Material hingegen war ok!

Kunstvolle Grüße,
Micha

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Klemens

Re: Architekturspiel - Wie isses?

Beitragvon Klemens » 11. November 2002, 14:28

michael hat den ablauf gut beschrieben; also beschränke ich mich auf meine eindrücke.

vorweg: ich mag die spiele von thomas f. - sie haben etwas ganz eigenes!

das material finde ich sehr schon und schlicht - man lernt die gebäude kennen (ich lerne ohne es zu wollen - hilfe). natürlich besonders geeignet, wenn man sich für das thema interessiert. das haben in unserer runde alle (1 baumanager, 2 kunsthistorisch vorbelastete). wunderbar sind auch die großen zahlensteine!

der ablauf selbst ist sehr spaßig weil:
zeitdruck
memory konzept
strategie (ich mache das gebäude nicht fertig um dem/der führenden zu schaden)

also eher ein flockig-lockeres spiel.

der punkt des karten-kennens darf nicht unterschätzt werden (gebäude, die wir kannten, fanden wir wesentlich schneller), aber ein zwei bier schaffen abhilfe ;)


für mich eine klare empfehlung, weil's eben mal was anderes ist - uns hat's jedenfalls großen spaß bereitet!

mfg klemens

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Conny

Re: Architekturspiel - Wie isses?

Beitragvon Conny » 11. November 2002, 14:35

Hi Peer,

also, es funktioniert, es ist nicht mein Spiel, alle anderen sind begeistert.

Das Spiel an sich:

es gibt einige berühmte Gebäude (wie schiefer Turm von Pisa), ist ja ein Architekturspiel, in zweifacher Ausführung. Einmal ist das ganze Gebäude auf einer Platte dargestellt, dann gibt es das Gebaude in meist drei (zwei) Teilen auf Plättchen, die genau auf die grossen draufpassen. Die Rückseite der Plättchen ist identisch, selbige werden auf fünf gleichhohe Stapel (gemsicht) verteilt. Jeder Stapel hat eine eigene Kennzeichnung. Ziel ist esmöglichst viele Teile an beendeten Bauwerken beizusteuern. Dazu hat man immer zwei Karten auf der Hand, ein drittes wird jede Runde aus einem der Stapel herausgesucht. Man sollte sich also merken, was in einem Stapel liegt (Memory-Element). In gewissem Rahmen kann man die Fertigstellung eines Bauwerkes behindern (Taktik)

So, das nachschauen ist gleichzeitig, der fertig ist, darf sich einen Stein nehmen, der seine Position in der Zugreihenfolge bestimmt. Das bedeutet 1. wann er sein Teil legt. 2. wann er einen der oben schon erwähnten Stapel aussuchen darf. (Taktik und Geschwindigkeit)


Die grafische Gestaltung ist gelungen. Es ist (für mich) eine innovative Kombination zwischen Gedächtnis und Taktik. Wobei der Memory-Anteil micht eindeutig überfordert. (nein ich spiele jetzt nicht Zicke zacke Hühnerkacke).
Aber wie gesagt, alle anderen deren Meinung ich erfragt habe, fanden es sehr schön.

Also AUSPROBIEREN!


Viele Grüsse
Conny

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Carsten Wesel

RE: Architekturspiel - Wie isses?

Beitragvon Carsten Wesel » 11. November 2002, 15:40

"Michael Andersch" hat am 11.11.2002 geschrieben:

> Die Teile liegen in 4 (oder 5?) verdeckten Stapeln.

In 5

> Das fertige Gebäude
> wird abgeräumt, dafür erscheint ein neues (welches vorher
> schon offen lag).

...welches von einem verdeckten Stapel kommt.


> Das Ganze geht solange, bis alle Gebäude (20? 30?) fertig
> sind

Bzw. jemand 13 Punkte erreicht hat.


> Mein Eindruck:
> Das Spiel ist besser als ich befürchtet hatte

100% ACK.


> (ich habe eine gewisse Aversion gegen "Kunst"

kommt mir bekannt vor ;-)

Gruß Carsten (der am Samstag künstlerisch aktiv war)
--
Gesammelte PEEPs gibt es unter folgender Adresse :)
http://www.linkhitlist.com/cgi/LHL_D.exe?SLHL&ListNo=37995809566
Gesammelte RFs gibt es nebenan, bei :-|
http://www.linkhitlist.com/cgi/LHL_D.exe?SLHL&ListNo=38263809566

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Carsten Wesel

RE: Architekturspiel - Wie isses?

Beitragvon Carsten Wesel » 11. November 2002, 15:40

"Klemens" hat am 11.11.2002 geschrieben:

> man lernt die gebäude kennen

Außerdem sind die Gebäude in dem Begleitheft alle näher erläutert. DAS ist fein.


> für mich eine klare empfehlung, weil's eben mal was anderes
> ist - uns hat's jedenfalls großen spaß bereitet!

Jo!

Gruß Carsten (der das Spiel Samstag auf Familientauglichkeit getestet hat)
--
Gesammelte PEEPs gibt es unter folgender Adresse :)
http://www.linkhitlist.com/cgi/LHL_D.exe?SLHL&ListNo=37995809566
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Michael Andersch

RE: Architekturspiel - Wie isses?

Beitragvon Michael Andersch » 11. November 2002, 15:54

Carsten Wesel schrieb:
>
> > Das fertige Gebäude
> > wird abgeräumt, dafür erscheint ein neues (welches vorher
> > schon offen lag).
>
> ...welches von einem verdeckten Stapel kommt.

Nö. Wurde uns zumindest anders erklärt. Die neuen Gebäude kommen zwar vom verdeckten Stapel, das oberste liegt aber zwecks Vorausplanung bereits offen (ohne bespielt werden zu dürfen).

Micha

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Klemens

RE: Architekturspiel - Wie isses?

Beitragvon Klemens » 11. November 2002, 16:23

das mit dem heft habe ich ganz vergessen - stimmt!

soetwas sollte öfter gemacht werden (wenn möglich):


klemens

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Michael Andersch

RE: Kulturbeigaben

Beitragvon Michael Andersch » 12. November 2002, 07:54

Klemens schrieb:
>
> das mit dem heft habe ich ganz vergessen - stimmt!
> soetwas sollte öfter gemacht werden (wenn möglich):

Also, wenn's nach mir geht muss sowas nicht sein. Auf Dinge wie dieses Heft oder den geschichtlichen Abriss in den Nürnberg-Siedlern kann _ich_ eigentlich gut verzichten.
Nun gut, schaden tut's nicht, und wenn es interessiertere gibt als mich ist das sicherlich ok...

Banausige Grüße,
Micha


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