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Regelvariante zu Alhambra

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stefan-hd

Regelvariante zu Alhambra

Beitragvon stefan-hd » 5. Januar 2004, 15:50

Hallo Allerseits!

Also ich habe jetzt auch schon öfters Alhambra gespielt, und ich halte es seiner Preise für würdig (übrigens des günstigen Kaufpreises mehr als würdig :) ).
Daher soll dies nicht als "rumverbessern" angesehen werden, sondern als Vorschlag, wie man das Spiel einwenig verändern kann in Richtung des eigenen Geschmacks, der bei mir eher auf Taktischem liegt.

Daher finde ich das "doppelte Nachziehglück" etwas hart, und habe versucht, dies etwas abzumildern, ohne das Spiel völlig zu verändern.
Das wäre dann auch meine Frage: Was haltet Ihr von den 2 kleinen Änderungen und haltet Ihr sie für eine arge Verfremdung des Spiels?

Also, nun die Änderungen:

1)
Es kam gelegentlich vor, daß ein Spieler den ganzen Bauhof auf einmal abräumen konnte, was den Mitspielern sämtliche "Sammelmaßnahmen" durcheinanderbrachte (übrigens durchaus eine gewisse form der Interaktion :P ).
Wir spielen es jetzt so, daß man maximal pro zug 2 teile nehmen darf und sich gegebenenfalls für die 3. Aktion was anderes raussuchen muß.
Kommt insgesamt nicht so häufig vor, daß das Spiel völlig anders wird, kann aber im eventualfall die Spielentwicklung etwas angleichen.

2) Die wichtigere Änderung bestrifft die Geldkarten.
Es kam schon vor, daß in einem Spiel öfters nur eine Sorte ausgelegt wurde.
Der Spieler, dem dann mal ein anderer Geldschein "vor die nase gelegt" wurde, hatte damit überproportionale Vorteile.
Lösung: Wie bei "Set" zb wird der Pool der ausgelegten Karten auf 5, nötigenfalls 6 erweitert, bis weben eine andere Geldfarbe daliegt. Dieser Überschuß wird genau wie bei set sobald als möglich wieder "abgebaut" durch "nicht-nachfüllen".

(Alternativlösung, die allerdings das Spiel mehr modifiziert, da Geldbesitz unnachvollziehbar wird: Wie zb Bei Airlines = Union Pacific darf man statt einer der 4 offenen Karten auch die oberste des verdeckten Nachziehstapels nehmen.)

Also, ich bin gespannt was Ihr sagt,

Stefan

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Carsten Wesel

Re: Regelvariante zu Alhambra

Beitragvon Carsten Wesel » 5. Januar 2004, 16:44

stefan-hd schrieb:

> Es kam gelegentlich vor, daß ein Spieler den ganzen Bauhof
> auf einmal abräumen konnte

Schön, dann hatte er aber ordentlich gespart. Guter Lohn für eine gute Arbeit.


> was den Mitspielern sämtliche
> "Sammelmaßnahmen" durcheinanderbrachte (übrigens durchaus
> eine gewisse form der Interaktion :P ).

Und genau aus dem Grunde gut so! *g*


> 2) Die wichtigere Änderung bestrifft die Geldkarten.
> Es kam schon vor, daß in einem Spiel öfters nur eine Sorte
> ausgelegt wurde.

Waren die anderen Karten noch im Kasten oder spielt ihr nur mit einer Sorte?
SCNR


> Der Spieler, dem dann mal ein anderer Geldschein "vor die
> nase gelegt" wurde, hatte damit überproportionale Vorteile.

Das kann aber jeden treffen. Dann hat also jeder mal "überproportionale Vorteile".


> Lösung: Wie bei "Set" zb wird der Pool der ausgelegten Karten
> auf 5, nötigenfalls 6 erweitert, bis weben eine andere
> Geldfarbe daliegt. Dieser Überschuß wird genau wie bei set
> sobald als möglich wieder "abgebaut" durch "nicht-nachfüllen".

So daß dann anschließend mindestens n Geldkartenfarben ausliegen? Oder einfach nur mehr? Mit n=2, n=3 oder n=4?


> (Alternativlösung, die allerdings das Spiel mehr modifiziert,
> da Geldbesitz unnachvollziehbar wird: statt einer der 4 offenen
> Karten auch die oberste verdeckte Nachziehstapels nehmen.)

Ich weiß nicht, was meine Mitspieler an Geldkarten auf der Hand haben - nur ganz grob. Ob da noch eine verdeckte Karte dazu kommt, ändert an der Sache nix. Es ändert nur was, wenn die verdeckt gezogene eine Wertungskarte ist, die [i]versehentlich[/i] geheim gehalten wird.

Gruß Carsten (der an Alhambra nicht viel ändern würde - höchstens 1 Erweiterung, mehr nicht *g*)

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Martin Ebel

Re: Regelvariante zu Alhambra

Beitragvon Martin Ebel » 5. Januar 2004, 17:13

Von den vorgeschlagenen Veränderungen halte ich nicht viel. Wer einmal groß absahnt bei den Gebäuden, hat vorher lange gespart und muß hinterher wieder lange warten, bis er wieder was kaufen kann.
ABER: Eine Regelvariante habe ich auch anzubieten:
Durch Mißverständnis der Regelbeschreibung habe ich es einige Zeit so gespielt, daß bei Geleichstand der Gebäude diese Soieler sich nur dei Siegpunkte des jeweiligen Platzes teilten. bei einem Dreier-Gleichstand erntete der Spieler auf dem nächsten Platz möglicherweise mehr. Der Zwang, eine echte Mehrheit zu haben war größer und die Schadenfreude auch.

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Thomas O.

Re: Regelvariante zu Alhambra

Beitragvon Thomas O. » 5. Januar 2004, 17:25

Hallo Martin,

in Unkenntnis der richtigen Regel (Teilung aller Punkte für den 1. bis n. Platz bei n Spielern mit der gleichen Plättchenzahl) hatten wir bei einer Wertung auch die Situation, dass der Drittplatzierte mehr Punkte für nur 1 Plättchen einer Sorte bekam als die beiden Mitspieler für 4 Plättchen! Das war für uns so absurd und absolut frustig, das wir sofort im Regelheft nachgeschaut haben und ein "Aha, das macht ja auch Sinn!"-Erlebnis hatten. Das wäre ja so, als wenn bei einer Fußball-WM Jamaika mit 1 Punkt weiterkommt und Frankreich und England mit je 7 Punkten ausscheiden müssten! Ne, ne... Aber die Geschmäcker sind halt verschieden,

sagt Thomas (der sich hiermit an der Wahl des beliebtesten Satzes zum Thema Alhambra beteiligen möchte ;-)

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Martin Ebel

Re: Regelvariante zu Alhambra

Beitragvon Martin Ebel » 5. Januar 2004, 18:27

eigentlich ist es ja nur ein Diskussion um des Kaisers Bart. Die Regel ist nun mal anders und trotzdem: ich habe mich nur ungerne von der Fehlinterpretation getrennt:
1. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Das ist ein schönes Spielprinzip.
2. Der Kampf um eine echte Mehrheit und damit das achten auf di

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Martin Ebel

Re: Regelvariante zu Alhambra

Beitragvon Martin Ebel » 5. Januar 2004, 18:27

eigentlich ist es ja nur ein Diskussion um des Kaisers Bart. Die Regel ist nun mal anders und trotzdem: ich habe mich nur ungerne von der Fehlinterpretation getrennt:
1. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Das ist ein schönes Spielprinzip.
2. Der Kampf um eine echte Mehrheit und damit das achten auf die Auslagen der Anderen wird schärfer!
3. Es finden 3x 6+1 Wertungen statt. Da ist so eine Situation belebend aber selten spielentscheidend.
4. wie die alten orientalischen Märchenerzähler glaubwürdig zu berichten wussten, war es für die die kleinen dicken Kalifen, die noch nicht mal über ihre eigenen Mauern klettern konnten, um in den benachbarten Teil zu kommen, eine Schande, gleichviel wie der Nachbar zu haben. Es musste schon mehr sein.
5. Bei dem Alhambrenwettbau handelte es sich NICHT um eine mittelalterliche Form der Fußball WM (anderes Spiel - andere Gesetze)

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Alex

Re: Regelvariante zu Alhambra

Beitragvon Alex » 6. Januar 2004, 08:12

Hi

Wir haben es bisher immer so gespielt, dass wenn sich zwei oder mehr einen Platz teilen, sie auch die Punkte der von ihnen besetzten nachfolgenden Plätze erhalten und diese untereinander teilen. Ist logisch so, auch wenn's nicht in den Regeln steht.

Alex

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Jost Schwider

RE: Regelvariante zu Alhambra

Beitragvon Jost Schwider » 6. Januar 2004, 11:12

"stefan-hd" hat am 05.01.2004 geschrieben:

> Das wäre dann auch meine Frage: Was haltet Ihr von den 2
> kleinen Änderungen und haltet Ihr sie für eine arge
> Verfremdung des Spiels?

Da sich deine beiden Änderungen auf Situationen beziehen, die wirklich selten vorkommen, verfremden sie natürlich [i]nicht[/i] das Spiel. Andererseits "helfen" sie auch nicht... :-/

> Es kam gelegentlich vor, daß ein Spieler den ganzen Bauhof
> auf einmal abräumen konnte, was den Mitspielern sämtliche
> "Sammelmaßnahmen" durcheinanderbrachte

Ein sehr guter, oft sinnvoller Zug! Dieser Spieler sollte dafür belohnt werden, nicht bestraft!

> Es kam schon vor, daß in einem Spiel öfters nur eine Sorte
> ausgelegt wurde.

Seltenst. Und: Diese Situation kann alle Mitspieler gleichermaßen betreffen.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Jost Schwider

RE: Regelvariante zu Alhambra

Beitragvon Jost Schwider » 6. Januar 2004, 11:12

"Martin Ebel" hat am 05.01.2004 geschrieben:

> Durch Mißverständnis der Regelbeschreibung habe ich es
> einige Zeit so gespielt, daß bei Geleichstand der Gebäude
> diese Soieler sich nur dei Siegpunkte des jeweiligen
> Platzes teilten. bei einem Dreier-Gleichstand erntete der
> Spieler auf dem nächsten Platz möglicherweise mehr. Der
> Zwang, eine echte Mehrheit zu haben war größer und die
> Schadenfreude auch. > besser.

Auf keinen Fall!
Die Besseren [i]müssen[/i] unbedingt mehr Punkte bekommen als die dahinterliegenden. Sonst würde der Willkür zuviel Vorschub geleistet: Ein einzelnes Plättchen könnte dann zu leicht über Sieg und Niederlage entscheiden...

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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hannes

Re: Regelvariante zu Alhambra

Beitragvon hannes » 6. Januar 2004, 13:22

Hi

> Wir haben es bisher immer so gespielt, dass wenn sich zwei
> oder mehr einen Platz teilen, sie auch die Punkte der von
> ihnen besetzten nachfolgenden Plätze erhalten und diese
> untereinander teilen. Ist logisch so, auch wenn's nicht in
> den Regeln steht.

Doch doch, das steht so in den Regeln. Mindestens hats ein Beispiel, bei dem zwei Spieler miteinander am meisten Gebäude haben und sich die Punktesumme der ersten beiden Ränge teilen.

hannes

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Martin Ebel

RE: Regelvariante zu Alhambra

Beitragvon Martin Ebel » 6. Januar 2004, 16:26

Tut mir leid, aber "müssen" ist ein zu starkes Wort. Was wäre "Hols der Geier" ohne der Regel, daß die besten Karten sich neutralisieren.
Gruß Martin (dersich nicht so einfach von seiner "Fehlervariante" verabschieden mag.

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Jost Schwider

Willkür macht ein Spiel kaputt (was: Regelvariante zu Alhambra)

Beitragvon Jost Schwider » 7. Januar 2004, 09:49

"Martin Ebel" hat am 06.01.2004 geschrieben:

> Tut mir leid, aber "müssen" ist ein zu starkes Wort. Was
> wäre "Hols der Geier" ohne der Regel, daß die besten Karten
> sich neutralisieren.

Ein besseres Spiel? :-? :-P ;-)

Im Ernst:
Es ist ein großer Unterschied, ob in einem Fun-Spiel mal eine Karte den gleichen Wert besitzt wie eine andere, oder ob - nach vielen wohldurchdachten Spielzügen! - [i]rein zufällig[/i] die Summe identisch ist!

> Gruß Martin (dersich nicht so einfach von seiner
> "Fehlervariante" verabschieden mag.

Viele Grüße
Jost aus Soest (absolut gegen Willkür im Spiel)
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]


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