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Internetshops

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Frank

Re: Internetshops

Beitragvon Frank » 15. März 2004, 19:06


> > grundsätzlich hast du aber natürlich recht, d.h. die
> > halbwertzeit von brettspielen ist geringer als die von
> > brettspielen
>
> > die brettspielindustrie lebt ebenso vom ständig fließendem
> > neuheitennachschub, wie die brettspielindustrie, auch wenn
> > die zyklen kürzer sind.
>
> Was wollen uns diese Sätze sagen?


abgesehen von dem fiesen tippfehler da oben, wo es an erster stelle computerspiele und nicht brettspiele hätte heißen sollen...

daß auch die meisten brettspiele nach einer gewissen zeit nur noch selten gekauft werden und aus den verlagsprogrammen fliegen, diese zeitspanne fühlbar aber länger ist, als die bei computerspielen.

computerspiele haben im allerbesten fall eine lebensdauer von 5 jahren, bis sie sogar als billig-version oder zeitschrift-cd nicht mehr an den mann zu bringen sind, bei brettspielen sind es wohl eher 5 jahre (ausnahme absolute klassiker wie monopoly u.a.). aber auch dort habe ich das gefühl, daß verlagsstreichungen schneller und häufiger vorgenommen werden, als das früher der fall war.

frank

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Roland G. Hülsmann

Re: Fachhandel

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 15. März 2004, 19:09

Knut schrieb:

> Da wage ich mal die Prognose, dass sich das recht bald ändern
> wird.

Da bin ich mir sogar fast sicher!

Die Generation, die damals so zwischen 15 und 25 Jahre alt mit glänzenden Augen in den Geschäften an den ersten Homecomputern stand und BASIC-Zeilen einhackte und wenig später zu Lieferengpässen bei ZX81 und VIC20 führte überschreitet derzeit die Lebensmitte und hat - wie auch ich - die 45 schon einige Jährchen hinter sich gelassen. Die Leute, die seinerzeit mit den Akkustik-Kopplern ferne Mailboxen suchten und feierten, als Online-Dienste wie BTX und compuServe den Zugang zum Internet über eMail ermöglichten (WWW und Internetbrowser waren noch nicht erfunden), das sind diejenigen die jetzt im Alter zwischen 40 und 50 zunehmend ins Internet strömen.

Und noch etwas: Die Alternative ist ja ncht nur zwischen Online-Anbieter und Fachgeschäft um die Ecke. "Dazwischen" gibt es ja noch seit mehreren Jahrzehnten den traditionellen Versandhandel (so mit Katalog und telephonischer bzw. schriftlicher Bestellung). Und der wird gerade auch voin Menschen genutzt, die nicht mehr die Zeit oder Energie oder Beweglichkeit aufbringen, durch die Innenstädte auf der Suche nach dem sagenhaften Fachhandel zu stromern. (Und auf dem Lande sieht es sowieso anders aus.)

Die Zeiten ändern sich und da muss sich die Wirtschaft anpassen oder untergehen. ;-)

Gruß
Roland

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Marten Holst

RE: Fachhandel

Beitragvon Marten Holst » 15. März 2004, 19:31

Moin,

>> Wenn die auch noch in der Altersgruppe von 45+
>> liegen, ist es rein statistisch schon so, dass die eben nicht
>> im Web einkaufen, sondern eine ordentliche Fachberatung
>> brauchen.
>
> bei ersterem wäre ich mir nicht wirklich sicher, denn meine
> mutter ist z.b. über 60 und hat mittlerweile auch einen pc
> und kauft im netz ein.

Beweis durch Beispiel ;-) Nein, im Ernst: es gibt einen Prozentsatz der Bevölkerung, der im Netz einkaufen geht. Der aktuelle Stand ist mir nicht geläufig, er war meine ich über 50% aber nicht sehr weit weg von der Zahl. Es gibt eben sehr unterschiedliche Ausprägungen von "Interesse an Computern und Nutzung derselben" und nahe Verwandte und auch oft Bekannte zeigen da gerne ähnliche Symptome. Und die Leute, die mit Internet so gar nix anfangen können, die kennen wir daher weniger, aber irgendwo sind sie, und sie sind nicht wenige (wobei die Frage ist, inwieweit es Korrelationen zwischen "Spieleinteressierten" und "Netznutzern" gibt).

> und die fachberatung...nun ja, die gibt,´s wie von mir
> erwähnt, natürlich auch im netz und (soweit es orivate
> käufer/user sind, die da was von sich geben), sogar umsonst
> und ohne kommerziellen hintergrund.

Und da "kompetente Beratung" zu finden ist eben auch etwas, was man erst einmal können muss und nicht jeder kann und sich auch nicht jeder traut zu probieren...

> vielleicht, aber ich würde da eher zu der gar nicht so
> gewagten these neigen, daß die vorlage von den simplen
> massenprodukt leben und nicht von den anspruchsvollen
> spielen für vielspieler, denn die sind mutmaßlich eher aus
> image-fördernden gründen im programm bzw. wegen des
> persönlichem engangements der dort arbeitenden menschen.

Ich neige mal zu der These, dass die Anteile je nach Verlag ausgesprochen unterschiedlich sind ;-)

>> Preislich ist es aber ein Spiel zwischen Leben und Überleben.
>> In letzter Zeit wird dieses Spiel häufiger verloren ...
>
> wie schon gesagt, bei manchen tut´s mir echt leid, wenn sie
> verschwinden, aber bei anderen (mittlerweile leider den
> meisten, die ich kenne) aus den genannten gründen eher
> nicht. wer stehenbleibt, wird gefressen, so ist das nun mal
> in unserer modernen raubtiergesellschaft...

Tja, es magt so sein, aber ich begrüße es nicht besonders, und von daher tut es mir schon leid. Vor allem, weil ich vermute, dass wir uns auf eine Situation zubewegen, die vielen Leuten dann auch nicht mehr gefallen wird... aber nun driftet es doch ins Politische ;-)

Tschüß
Marten

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Martin Drees

Re: Internetshops

Beitragvon Martin Drees » 15. März 2004, 20:14

Frank schrieb:
>
> letztendlich mutmaßlich schon, aber ich bin mir nicht sicher,
> ob ich dem "fach"einzelhandel, so wie er ist (nach meinen
> erfahrungen, ausgesprochen unflexibel, völlig überteuert,
> meist schlechter informiert als ich und trotzdem mit einer
> rätselhaften arroganz erfüllt, fachlich ganz doll kompetent
> zu sein) wirklich eine träne nachweinen möchte.

Lieber Frank,
sollten Dich meine Worte irgendwie verletzt haben, so tut es mir leid. Ich entschuldige mich dafür. Wenn Du Dir jedoch Deinen Beitrag noch einmal kritisch durchliest, wirst Du vielleicht merken, dass der in der Wortwahl gut dazu angetan ist, andere persönlich anzugreifen. Daher fiel meine Antwort etwas deutlicher aus.

Zur Sachlage : Computerspiele sind nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen von kleinen und mittleren Geschäften nicht sinnvoll zu vertreiben. Da hilft auch kein Klagen über mangelnde Flexibilität usw.

Auch mit Begriffen wie "überteuert", "Riesenmargen" etc. würde ich vorsichtig umgehen. Es wundert mich wirklich, wie Du als offensichtlich im Einzelhandel erfahrener Mensch derartiges behaupten kannst. Man kann über Unternehmensstrategien geteilter Meinung sein (Stichwort : Flexibilität), aber man kann schwerlich negieren, dass Läden eine komplett andere Struktur (Mieten, Personal, Lagerhaltung, Öffnungszeiten) haben als Internetversender. Es ist natürlich nicht so, dass ein Absenken der Preise auf das Niveau von Internetanbietern automatisch ein Anwachsen zahlungswilliger Kunden nach sich zieht.
Sinnvoll ist es jedoch, sich als Spieleladen von der Spieleszene zu lösen und seine Kunden dort zu suchen, wo die Bereitschaft besteht angemessene Preise zu zahlen.

Gruß Martin

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Frank

Re: Internetshops

Beitragvon Frank » 15. März 2004, 22:17

> bei
> brettspielen sind es wohl eher 5 jahre

...sind 5 jahre wohl eher der normalfall, hätte es heißen sollen

frank

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Frank

Re: Internetshops

Beitragvon Frank » 15. März 2004, 23:46

> Ich entschuldige mich dafür.

angenommen :-)

>Wenn Du Dir jedoch
> Deinen Beitrag noch einmal kritisch durchliest, wirst Du
> vielleicht merken, dass der in der Wortwahl gut dazu angetan
> ist, andere persönlich anzugreifen. Daher fiel meine Antwort
> etwas deutlicher aus.

war allgemein und nicht persönlich und ich erinnere an meinen zusatz :
[...]
frank (der im nachhinein doch etwas verblüfft über die härte
seiner worte ist, aber irgendwie trotzdem findet, daß
zumindest manches davon nicht ganz von der hand zu weisen ist)
[...]
und ich hätte meine anfänglichere schimpferei vielleicht auch besser noch mit dem zusatz versehen sollen : "gilt für die einzelhändler, die ich kenne und die ich in meinem blickfeld habe". ich hatte deshalb sicherlich zu sehr verallgemeinert, auch wenn es in manchen regionen (siehe posting von gerhard für südtirol) scheinbar auch nicht sooo viel anders aussieht.


> Zur Sachlage : Computerspiele sind nach
> betriebswirtschaftlichen Grundsätzen von kleinen und
> mittleren Geschäften nicht sinnvoll zu vertreiben. Da hilft
> auch kein Klagen über mangelnde Flexibilität usw.

ich denke schon, denn gerade computerspiele bieten die möglichkeit ganz fürchterlich kurzfristig ware nachzuordern, wenn sie verkauft ist. es wurde bis 15:00 uhr verkauft und ich hab´s in der regel am nächsten mittag wieder da. auf diese art und weise kann man mit einem mini-lager viel bewegen, ohne allzu große risiken einzugehen und wenn man (enstprechend der potentiellen käufer im umfeld) in diesem bereich kunden dazugewinnen kann, warum nicht ? strategie- und rollenspieler haben nach meinen erfahrungen z.b. schon immer gut zu brettspielern gepaßt bzw. sind sie oft sowieso sich überschneidende teilmengen eines ganzen.


> Auch mit Begriffen wie "überteuert", "Riesenmargen" etc.
> würde ich vorsichtig umgehen. Es wundert mich wirklich, wie
> Du als offensichtlich im Einzelhandel erfahrener Mensch
> derartiges behaupten kannst.

auch hier wäre ein zusatz "im verhältnis zu anderen wirtschaftszweigen" wahrscheinlich geschickter von mir gewesen, denn im verhältnis zu den zitierten computerspielen oder auch comics, fantasy- oder sf-büchern (die 3 letztgenannten wären übrigens auch nette und probierenswerte ergänzungen zum brettspielprogramm...) IST die marge der brettspielläden, die sich in meinem umfeld befinden geradezu fürstlich. man nehme noch ganz andere, völlig genre-fremde, wirtschaftszweige (lebensmittel, computer-hardware whatever) und die sache wird noch deutlicher.


> Man kann über
> Unternehmensstrategien geteilter Meinung sein (Stichwort :
> Flexibilität), aber man kann schwerlich negieren, dass Läden
> eine komplett andere Struktur (Mieten, Personal,
> Lagerhaltung, Öffnungszeiten) haben als Internetversender.

beides versuchen ! und das durchaus auch zu unterschiedlichen preisen, wenn die schere nicht zu weit auseinander geht, denn nach meinen erfahrungen akzeptieren es die leute durchaus, wenn dinge im laden *etwas* teuerer sind, als über den versand (und wenn dafür mehr sevice geboten wird und dieses die portokosten nicht wesentlich übersteigt). "etwas" heißt aber in dem fall nicht, fast doppelt so teuer, wie das in meinem umfeld oft der fall ist und das ist kostentechnisch eh nicht zu rechtfertigen, denn auch internetverkauf kostet ganz ordenlich geld in form von traffic, der bezahlt werden muß oder ganz banalen, aber mittlerweile unverschämt hohen, ebay-gebühren.


> Es
> ist natürlich nicht so, dass ein Absenken der Preise auf das
> Niveau von Internetanbietern automatisch ein Anwachsen
> zahlungswilliger Kunden nach sich zieht.

so war das auch nicht gemeint, aber ein halbwegs gesundes mittelmaß zu finden, wäre zumindest ein lösungsversuch.


> Sinnvoll ist es jedoch, sich als Spieleladen von der
> Spieleszene zu lösen und seine Kunden dort zu suchen, wo die
> Bereitschaft besteht angemessene Preise zu zahlen.

*unterschreib*...wobei man sich mit blick auf andere branchen (s.o.) und zukünftige überlebensfähigkeit (was nützt die dickste kalkualtion, wenn mittel- und langfristig die kunden wegbleiben, weil die dank negativer reformwelle und hoher arbeitslosigkeit in deutschland wegrennen, wenn die preise *zu* hoch sind) durchaus darüber streiten könnte, was "angemessene preise" sind.

das wichtigste ist nach meiner bescheidenen ansicht aber, in bewegung zu bleiben, d.h. u.a. preise flexibel zu gestalten.

in einem monat gibt´s spiel xyz knapp über´m ek, im nächsten vielleicht deutlich teuer und im folgemonat wieder zu einem anderen preis. nicht für alle spiele, aber die sache zumindest so am fließen halten, daß die leute ein echtes interesse daran haben, häufiger im laden vorbeizuschauen und dann doch die eine oder andere schöne sache mitnehmen. "schnäppchen live" wären doch auch eine schöne sache, bei der man den reinen internetanbieter zumindest psychologisch konkurenz machen kann.

hanno hatte in dieser diskusion z.b. auch eine paar traditionelle, aber trotzdem sehr schöne und wirkungsvolle ideen in den raum gestellt. punkt 2 verdient dabei auch in den zeiten knapper staatskassen besondere beachtung, denn die "institutionen" zahlen zwar weniger, bringen aber immerhin beachtenswerte summen auf einigermaßen regelmäßiger basis in die leeren kriegskassen.

die liste der weiteren möglichkeiten ist schier unendlich lang, wenn man gewillt ist, sich darauf einzulassen :

# andere und vielleicht neue produktgruppen ausprobieren
- teilsegmente des bereichs computerspiele oder kernsoftware
- bücher (vorzugsweise "genre-literatur")
- geschenkartikel
- spielzeug (wen nicht eh schon vorhanden)
- dvd´s (ja, warum nicht und aber auch hier gelten, die schon bei den computerspielen erwähnen, gesetzmäßigkeiten)
- comics
- hörspiel-cd´s
- scherzartikel
- whatever...eben alles, was zum bereich freizeit gehört

# größere kundenbasis schaffen bzw. sonderaktionen
- natürlich die die oben schon erwähnten preisvariationen
- werbung machen und auch in diesem bereich vieles durchaus mal an anderer stelle als üblich (schülerzeitungen, stadtmagazine, clubzeitungen aller möglichen coleur etc. etc.) und gerne auch mal witzige werbung machen
- warum nicht auch internethandel probieren ?
- an diversen veranstaltungen teilnehmen oder diese sogar mit-initiieren (straßenfeste, lokale spieletreffs oder meisterschaften besuchen oder erschaffen, preisausschreiben etc. etc.)

und auf jeden fall (gebetsmühlenartig wiederholt...) in bewegung bleiben und neuen dingen (die teilweise gar nicht mehr so neu sind, wie z.b. im fall des internets...) und neuen kunden aufgeschlossen gegenübertreten und alles mal ausprobieren, um die potentielle käuferbasis zu verbreitern oder zumindest so breit zu halten, wie nur irgendmöglich.

es geht doch um hier brettspiele und ich verstehe nicht wirklich, wie wir deutschen (bzw. deutschsprachigen, um das mal allgemeiner zu fassen), die sozusagen unerklärten weltmeister des brettspiels, all das, was wir in den spielen anwenden und zu nutzen in der lage sind, ja, mit dem wir aufgewachsen sind, im echten leben wieder zu vergessen scheinen. diese bleierne schläfrigkeit in diesem land, die sich über viele wirtschaftszweige gelegt zu haben scheint und von der ausgerechnet der brettspiel(einzelhandels)bereich ganz besonders betroffen ist, ist mir völlig unerklärlich. mein gott, wir *machen* (zumindest auch) die besten brettspiele der welt, aber warum sind wir nicht in der lage, diese auch gut zu verkaufen, obwohl wir dank dieser spiele mit einem riesigen berg potentieller gewinnstrategien aufgewachsen sind ???

der elefant, der auf 4 beinen steht, bewegt sich auf der halbwegs sicheren seite des lebens, auch wenn er von außen betrachtet als ein eher langsames oder behäbiges tier erscheinen mag (was natürlich nicht wirklich stimmt !), aber der elefant, der nur auf einem bein steht, kippt irgendwann unweigerlich um. it´s as simple as that...

frank

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Oli-spielbox

Re: Internetshops

Beitragvon Oli-spielbox » 16. März 2004, 02:49

Heinrich Tegethoff schrieb:
>
> Dies kann ich mir gut vorstellen, insbesondere da MB ein Teil
> von Hasbro ist.
> Gemäß aktueller Spielbox, Thema Markenlogos, gehören Parker
> und MB zu
> Hasbro.

Das kann ich mir gut vorstellen; die neue Spielbox trifft hier leider etwas spaeter ein. ;) Ich haette vielleicht eher Mattel sagen sollen, die sind meines Wissens noch unabhaengig.

> Durch boardgamegeek.com war mein Eindruck, dass in US das
> Spieleangebot
> gar nicht so schlecht ist. Wenn ich aber an Spieleläden in US
> zurückdenke dann
> sieht es wohl noch schelchter aus als hier: dürre Qualität.
>
> Immerhin gibt es mit z.B. Rio Grande Games genau jene
> Verlage, die gute
> deutsche Spiele ins Englische übersetzen, im konkreten Falle
> die alea-Reihe.
> Wie weit der US-Verbraucher darauf echten Zugriff hat...?

Im Prinzip bekommt man ueber eine recht grosse Zahl von amerikanischen oder europaeischen Onlinehaendlern alle Spiele, aber wenn man sich hier den sogenannten "Fachhandel" anschaut, kommt einen das kalte Grausen. Ich finde es schon bezeichnend, dass ich Knizias Herr der Ringe ausgerechnet in einem Buchladen entdeckt habe. Und in ausgewiesenen Spiel(zeug)laeden findet man halt wirklich nur den ueblichen Kram und, wenn man Glueck hat, noch ein paar Spiele von kleineren amerikanischen Verlagen, die in Deutschland eher unbekannt sind. Die Spiele von Riograndegames, Mayfair oder Ueberplay sieht man meistens leider nur in eher Rollenspiel-orientierten Laeden. Da setzt hier aber kein Elternteil einen Fuss rein, um ein gutes Familienspiel zu kaufen. Dabei besteht hin den USA wirklich ein Bedarf fuer Spiele: Cranium hat sich inzwischen mehr als 3 Millionen mal verkauft. Klar, ist wieder mal ein Partyspiel, aber m. E. ist der Erfolg mehr auf eine clevere Verkaufsstrategie zurueckzufuehren. Die Macher konnten Starbucks als Partner gewinnen, die dann neben Kaffee noch Spiele verkauft haben. Wenn ich mir vorstelle, dort Carcassonne, Bohnanza oder Siedler vorzufinden...

Ueberplay startet auch gerade mit ein paar neuen Ideen, um den Spielemarkt hier in Schwung zu bringen. Bezeichnend, dass die Leute dort vorher in der Computerbranche gearbeitet haben. Irgenndwie finde ich es unverstaendlich, dass ausgerechnet die Spielebranche an so einer Ideenlosigkeit leidet. Vor allem im Bereich "Neukunden gewinnen" laeuft entschieden zu wenig.

Ciao, Oli

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Dino

Re: Internetshops

Beitragvon Dino » 17. März 2004, 09:16

Hallo, Freaks!
Zum Abschluss der Diskussion möchte ich auch noch einen zum Besten geben. Also, um es mit den Worten von Rüdiger Dorn zu beschreiben: Wir leben nach den freien Handelsgesetzen von Genua! Ich hatte vor einem Monat mein Schlüsselerlebnis, als ich Maniki von Jumbo bei einem örtl. Spielwarengeschäft geordert habe. In der Hoffnung, man würde mir einen fairen Preis machen, hatte ich diesbzgl. nicht weiter nachgefragt, zumal dieses Geschäft viel mit Jumbo macht (daher auch gute Konditionen bekommen sollte). Für die, die es nicht wissen, Maniki ist eigentlich für 13-17 Euro zu haben. Aber 23 Euro fand ich dann doch ein bisschen happig. Bei Magnus-Spiele wird Maniki für 13,99 Euro angeboten. Soviel zum Thema Einzelhandel und Kundenabzocke. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich denke, keiner von uns hat den Euro so locker in der Tasche sitzen. Und mal ehrlich, die Geschäfte, in denen man Fachberatung bekommt, kann man doch an einer Hand abzählen, bei den ganzen Hilfsverkäufer/innen, die einen über den Weg laufen. Manchmal frage ich mich, warum ich mich dort nicht hinstelle und Spiele verkaufe. Das es auch anders geht, zeigt bei uns in der Nähe das Spielegeschäft Comic,Buch und SpielSpass in Bremerhaven (leider 40km von mir entfernt). Dort kann man sogar Spiele antesten. Und diese werden zu einzelhandelsüblichen Preisen angeboten. Aber der Inhaber ist eben auch ein echter Freak. Ergo: Versandhäuser hin und her, sie beleben das Geschäft und zeigen in Einzelfällen dem Einzelhandel die Grenzen auf, nämlich dass mit uns Kunden nicht alles machen kann.

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Thomas Hittmeyer

Re: Internetshops

Beitragvon Thomas Hittmeyer » 20. März 2004, 00:23

Hallo Dino,

ja, ja, der gute alte Uwe, er hat fast jedes Spiel drauf. Wenn man Ihn gut kennt,
dann hat man bei Ihm (fast)Adamspielt Preise.

Gruß aus Bremen
Thomas


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