Beitragvon Rüdiger Dorn » 18. April 2004, 13:10
Hallo RoGo,
Schiffe = Kombo?? Zu einer Kombo gehören immer mindestens zwei Komponenten. ;-)
Auf den ersten Blick könnte man denken, dass die Bereiche Schiffbau und Ernte spielentscheidend sind, da sie jedermann zwischen den einzelnen Ausbaustufen auf dem Entwicklungstableau sieht! Nur so viel sei verraten, diese Kombo ist sehr solide, wenn man sie strigent durchzieht bzw. durchziehen kann. Du darfst nicht vergessen, dass der Versteigerungsmechanismus die Effizienz sog. Killer-Kombos lenkt - was in einer Partie den Sieg bringt, wird in der nächsten wahrscheinlich den Sieg kosten. Der wahre Könner dieses Spiels (davon haben wir leider einen im Nürnberger Spieletreff) erreicht über 50 Punkte, ohne den Schiffbau bis zur 5. Stufe zu entwickeln!
Ich habe in der Zwischenzeit den Bericht/die Analyse der westparkgamers gelesen und mich über die Benotung gefreut. Hut ab, was das Versteigerungsverhalten angeht! Hier können durch kluges Setzen und geschicktes Bieten spielentscheidende Schnäppchen gemacht werden.
Die Analyse der anderen Produktionsmittel ist in meinen Augen leider ein bißchen daneben gegangen. Ohne zu viel über gute/ sehr gute Kombos zu verraten (habe selber ca. 40 Partien in der endgültigen Regel-Fassung hinter mir) ist die Entwicklung im Bereich Schiffe bis zur 3. Stufe wichtig, aber beileibe nicht spielentscheidend. Ich werde mich hüten, ausgehend auf die einzelen Produktionsmittel näher einzugehen, da GOA erforscht werden will! Wenn du und die anderen GOA-Spieler mehr Erfahrungen gesammelt habt, werdet ihr die unten aufgeführten Betrachtungen als größtenteils gegenstandslos betrachten.
Spiele Grüße
Rüdiger Dorn
Hier ein Auszug aus der Rezension:
Betrachten wir dagegen mal die anderen Produktionsmittel:
Steuereinnahmen (Geldmittel)
werden im Prinzip überhaupt nicht gebraucht. Sie sind ein notwendiger und selbstverständlicher Bestandteil der Versteigerungen. In Normalfall besitzt ein Spieler aber auch ohne Zusatzeinnahmen über Steuern genügend pekuniären Spielraum, um in seinem Entwicklungsfortschritt nicht gehemmt zu sein.
Wer hier eine Finanz-Dominanz anstrebt, der bewirkt nur eine Inflation der Geldmittel, so daß als Folge davon seine relativen Einnahmen entsprechend immer geringer werden. Nach jeder Versteigerungsrunde ist das Geld ohnehin wieder gut verteilt in jedermanns Händen.
Expeditionsfähigkeiten
nützen zwar in bezug auf einem sekundären Spieleffekt, der bei Monopoly unter dem Begriff "Ereigniskarten" bekannt ist: Zufallsgesteuert gerät der Spieler an verschiedene Arten von Bonusse (oder Boni). Diese haben aber nur einen äußerst geringen Einfluß auf den Fortschritt innerhalb der Produktionsmittel. Ich behaupte, eine Gewürzpolitik, die sich überwiegend an Expeditionen orientiert, ist jeder soliden Grund- und Bodenpolitik unterlegen. Vielleicht irre ich mir hier, ich werde aber nur widerrufen, wenn ich durch klare Aussagen aus der heiligen Schrift diesbezüglich widerlegt werde.
Kolonisten
werden benötigt, um gezielt neue Plantagen zu bewirtschaften. Die freien Plantagen kann man ohnehin ganz ohne Kolonisten ersteigern und bewirtschaften. Weiterhin können einige der zugeordneten Plantagen allein mit der ausgeteilten Grundausstattung bei Spielbeginn in Besitz genommen und abgeerntet werden. Es bleibt also nicht viel an möglichen Vorteilen, die zusätzliche Kolonisten dem Besitzer einbringen können. Ich würde diese Kategorie nur ausbauen, wenn ich wirklich keine bessere Aktion ausführen kann.
Plantagen
werden natürlich gebraucht. Insgesamt stehen ja immer noch die oben erwähnten 32 Gewürze im Raum, die ich für das Erreichen meines Entwicklungs-Endstandes benötige. Problemlos kann ich zirka 12 davon per Versteigerung erwerben. Wenn meine Plantagen einen Entwicklungsstand der Stufe 3 besitzen, dann produzieren sie bereits 4 Gewürze pro Aktion. Für die ausstehenden 20 Gewürze brauche ich also bloß noch 5 Aktionen der Ausbaustufe 3, um alles unter Dach und Fach zu bringen. Das ist bedeutend weniger als der Bedarf an Aktionen für den Bau der benötigten Schiffe.
Fazit: Leute, baut Schiffe! Goas Zukunft liegt auf dem Meer!