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Zum Wegschmeißen - Privacy

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Reinhard Staupe
Brettspieler
Beiträge: 72

RE: Aufwand

Beitragvon Reinhard Staupe » 4. Mai 2004, 10:00

Hallo Jost!

Du hast Recht, es musste keine Korrektheit verifiziert werden – zum Glück! Denn der Aufwand war auch so schon gigantisch. Ich habe über mehrere Monate insgesamt etwa 550 Fragen zusammengestellt, von denen dann letztlich 360 übrig geblieben sind. Das Hauptproblem bestand – neben dem Wühlen in den dunkelsten Ecken menschlicher (und nicht zwangsläufig meiner eigenen!) Vorlieben/Abgründe/Peinlichkeiten/Ansichten/Wünsche/Absonderlichkeiten usw. – vor allem im Zusammenstellen der richtigen Mischung. In unzähligen Testspielen galt es herauszufinden, welche Fragen zu langweilig oder zu heftig sind, und wo Befindlichkeiten zu sehr berührt werden. Da die Grundanlage von Privacy ja darauf abzielt, auf einer Grenze zu balancieren, sie aber möglichst nicht zu überschreiten, zumindest nicht unangenehm, war sehr viel Sorgfalt vonnöten. Denn wo ist die Grenze? Jeder setzt seine eigene, das hat sich deutlich gezeigt, nämlich ganz entschieden woanders. Allein die Frage, wie groß der Anteil unterhalb der Gürtellinie sein sollte (und in welcher Ausdrücklichkeit?), war äußerst schwierig zu beantworten. Es geht übrigens nur etwa ein Drittel in diese Richtung (auch wenn es irgendwie mehr zu sein scheint …).
Letztlich war es bei Privacy so, wie bei den allermeisten Spielen auch: es steckt unendlich viel Arbeit drin, vom ersten Gedankenfunken bis hin zum letzten Komma auf der Schachtel.

Viele Grüße,
Reinhard
www.staupe.com

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Andreas Keirat/Claudia Schlee

RE: Privacy... zu teuer?

Beitragvon Andreas Keirat/Claudia Schlee » 4. Mai 2004, 13:21

Jost Schwider schrieb:
>
> "Andreas Keirat/Claudia Schlee" hat am 03.05.2004 geschrieben:
>
> >> > 1. Der Preis: bis zu 35 Euro finde ich nicht gerade
> >> > günstig, wenn man sich das Material anschaut, was zwar
> >> > nicht billig wirkt, aber auch nicht teuer.
> >>
> >> Zustimm!
> >>
> >
> > Hallo!
> >
> > Gerade bei Party-Spielen und bei Quizspielen zieht sich die
> > Redaktionsarbeit sehr hin und die muß man schließlich auch
> > bezahlen. [...]
>
> Falls du mr erklären willst, dass die Spielentwicklung einen
> nicht unerheblichen Teil des Aufwands ausmacht, so rennst du
> bei mir offene Türen ein. (Zur Erinnerung: Ich bin derjenige,
> der immer sagt: "Die Spielregel ist das Spiel!" :-D )
>
> [i]Aber:[/i]
>
> Im Vergleich etwa zu Anno Domini kostet Privacy deutlich
> mehr, benötigt aber weniger Aufwand; Schließlich muss keine
> Korrektheit verifiziert werden, man kann im Prinzp alles
> nehmen, "was kommt".

Wie Reinhard schon sagte, die Ausgewogenheit der Fragen ist sicherlich sehr wichtig. Während man bei TP und anderen Wissensgebieten zentrale Überschriften/Kategorien hat, entfällt dies hier.

>
> Die Spielregel selbst ist m.E. auch nicht innovativ, da
> musste also wohl auch nicht lange optimiert werden.
>
> > Andreas Keirat (der so eine redaktionelle Bearbeitung im
> > Vorfeld einmal gemacht hat... NIE WIEDER!)
>
> Wie schnell und teuer warst du? ;-)

Das war damals unentgeltlich. Arbeitszeit ca. 9 Monate (aber nicht fulltime, sondern abends... Da wirst Du mit der Zeit echt wirr im Kopf). Das beste: Es wurde nix 8(

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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Heinrich Glumpler

RE: Privacy... zu teuer?

Beitragvon Heinrich Glumpler » 4. Mai 2004, 13:28

Hi,

so viel Arbeit - und dann wurde es nix??

Ich will nicht in alten Wunden bohren - aber da müsste doch noch irgendwas draus zu machen sein?

"Geschichten aus 1001 Nacht" enthält (abgesehen von einer zigseiten Regel!) so etwa 1.600 Textabschnitte -
- ich hab' jeden einzelnen übersetzt, 2x stilistisch überarbeitet und anschließend noch 2x auf Logik geprüft ... ebenfalls: NIE WIEDER!

Aber wenigstens wurde das was :-)

Grüße
Heinrich

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Robert Vötter

[OT]Geschichten aus 1001 Nacht

Beitragvon Robert Vötter » 4. Mai 2004, 15:25

Heinrich Glumpler schrieb:
>
> Hi,
>
> so viel Arbeit - und dann wurde es nix??
>
> Ich will nicht in alten Wunden bohren - aber da müsste doch
> noch irgendwas draus zu machen sein?
>
> "Geschichten aus 1001 Nacht" enthält (abgesehen von einer
> zigseiten Regel!) so etwa 1.600 Textabschnitte -
> - ich hab' jeden einzelnen übersetzt, 2x stilistisch
> überarbeitet und anschließend noch 2x auf Logik geprüft ...
> ebenfalls: NIE WIEDER!
>
> Aber wenigstens wurde das was :-)
>
> Grüße
> Heinrich

Und ich dachte mir,es kommen noch mindestens 10 Fortsetzungen :P

Robert (Welcher gerne " Geschichten aus 1001 Nacht "spielt)

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Ernst Knauth

[OT] 1001 Nacht

Beitragvon Ernst Knauth » 4. Mai 2004, 15:32

Hallo Heinrich,

> "Geschichten aus 1001 Nacht" enthält (abgesehen von einer
> zigseiten Regel!) so etwa 1.600 Textabschnitte -
> - ich hab' jeden einzelnen übersetzt, ...

warum?
Es gibt doch schon seit Jahren eine komplette Übersetzung von "Tales of the Arabian Nights". Die ist nicht schlecht (bis auf die Tabellen), wir haben sie - vor "Geschichten aus 1001 Nacht" - jahrelang gerne verwendet ... :-)

Gruss

Ernst

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Robert Vötter

Re: Preis von Privacy

Beitragvon Robert Vötter » 4. Mai 2004, 15:53

Frank Jaeger (AMIGO) schrieb:
>
> >
> P.S.: Das mit der Selbstmordfrage und dem Stimmungstief
> dadurch tut mir leid, Markus. Es ist sehr schwierig, diese
> Fragen auszudenken, und man moechte ja auch eine Balance
> zwischen den zweideutigen und den, sagen wir mal, normalen,
> Fragen haben. Wir hatten am Anfang wirklich alle moeglichen
> Arten von Fragen und haben Sie hinterfragt, diese erschien
> uns (mich eingeschlossen) als voellig unproblematisch. Sorry.



Wenn man es genau nimmt,gibt es eigenltich nie eine unproblematische Frage.
Es kommt immer auf die Sichtweise eines jeden an.
Viele finden z.b. die "Sex"fragen (Wußte jetzt nicht,wie ich am besten sagen sollte) als lustig,vielleicht sogar peinlich. Aber wenn die Frage kommt,ob man einen Orgasmus vortäuscht und alle sagen ja,dann wird das sicher Problematisch.
Ich glaube,zum Teil ist es sogar gut,das ein paar ernstere Fragen dabei sind (Man muß sie ja nicht unbedingt vorlesen etc.)
Robert

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Bernd

Re: OT: Redakteure (was Privacy)

Beitragvon Bernd » 4. Mai 2004, 20:28

Hallo,

Queen Games macht es ja schon - nennt es dann: Realisation:
Hat sonst noch ein Verlag den Namen des Redakteurs auf der Schachtel?

Ich denke die Redakteure haben es nicht einfach - ist ein Spiel toll, hat der Autor gute Arbeit geleistet. Funktioniert etwas nicht, ist meist der Redakteur schuld, der die tolle Idee des Autoren zunichte gemacht hat...

Aber das hatten wir ja schon öfters...

Grüße

Bernd (der den Job eines Redakteures gerne machen würde, aber nur die Sachen, die an dem Beruf Spaß machen)

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Heinrich Glumpler

Re: [OT] 1001 Nacht

Beitragvon Heinrich Glumpler » 5. Mai 2004, 06:09

Hi,

naja - wir haben schon ein bißchen mehr als eine Übersetzung abgeliefert:

http://www.spielboy.com/hottest.php

:-)

Grüße
Heinrich

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Arne Hoffmann

Re: [OT] 1001 Nacht

Beitragvon Arne Hoffmann » 5. Mai 2004, 10:50

Sex sells, sage ich nur. ;-)

1001 Grüße

- Arne -

Heinrich Glumpler schrieb:
>
> Hi,
>
> naja - wir haben schon ein bißchen mehr als eine Übersetzung
> abgeliefert:
>
> http://www.spielboy.com/hottest.php
>
> :-)
>
> Grüße
> Heinrich

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Jost Schwider

RE: Aufwand

Beitragvon Jost Schwider » 10. Mai 2004, 10:44

"Reinhard Staupe" hat am 04.05.2004 geschrieben:

> Das Hauptproblem bestand – neben dem Wühlen
> in den dunkelsten Ecken menschlicher (und nicht
> zwangsläufig meiner eigenen!)
> Vorlieben/Abgründe/Peinlichkeiten/Ansichten/Wünsche/Absonderlichkeiten
> usw. – vor allem im Zusammenstellen der richtigen Mischung.

Gerade hier scheint es aber die großen Fragezeichen bei Privacy zu geben... :-P ;-)

Mit der Variante, dass sich jeder Fragesteller eine beliebige Frage von der Karte aussuchen darf, wird dieses Problem m.E. gar nicht unelegant umschifft.

> Es geht übrigens nur etwa ein Drittel in diese Richtung
> (auch wenn es irgendwie mehr zu sein scheint …).

Klar, dass die "Spitzen" besonders hängen bleiben. :-D

> Letztlich war es bei Privacy so, wie bei den allermeisten
> Spielen auch: es steckt unendlich viel Arbeit drin, vom
> ersten Gedankenfunken bis hin zum letzten Komma auf der
> Schachtel.

100% ACK!
...Trotzdem kostet etwa Anno Domini (oder Attribut, um mal ein anderes Beispiel zu nennen) nur die Hälfte... :LOL:

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]


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